Rücksicht, Umsicht, Einsicht, Nachsicht

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Rücksicht, Umsicht, Einsicht, Nachsicht

Beitrag von Moderator » Di Aug 26, 2008 8:16 am

Es gibt Gesetze, die sind unabänderlich, die sind so, da kann man nicht dran rütteln.
Es gibt Regeln, von Menschen aufgestellt, aus Erfahrung, wie das Zusammenleben besser klappt.

Im Straßenverkehr gibt es Anfänger, Fortgeschrittene und Menschen, die schon nicht mehr so gut fahren können, aufgrund ihres Alters vielleicht.

Für alle gelten die gleichen Regeln.

Was wäre, wenn der Fortgeschrittene sich 100% an die Regeln hält, er hat erkannt- so fährt es sich am besten, aber sich nicht einstellt auf Fehler, die die anderen machen?
Er fährt auf der Vorfahrtsstraße, sieht, es kommt jemand von Rechts, der gar nicht mehr bremsen kann, weil er vielleicht zu schnell fährt. Und der Fortgeschrittene fährt stur weiter und riskiert so einen Unfall. Der andere hatte keine Vorfahrt, hat er nicht aufgepasst- Pech für ihn.

Ich bin froh, dass andere sich auf meine eventuellen Fehler einstellen und so ist mir schon viel erspart geblieben.
Ich bremse und denke auch mit für andere, die die Geschwindigkeit oder eine Ampelphase falsch einschätzen.
Kann passieren, Fehler machen wir alle mal.

Übertragen wir das mal auf das LOA. Ich stelle in den Raum:
Es ist nichts dran zu rütteln, es ist unabänderlich, es ist nun mal so.
Es gilt für alle gleich, ob nun Anfänger, Fortgeschrittene, für Menschen, die das nicht so gut einschätzen können.
Was wäre, wenn die Fortgeschrittenen einfach so drauf losmachen. Sie merken, da kommt einer von rechts, dem geht es nicht so gut, der will sich ausheulen. Der Fortgeschrittene erklärt, aus seiner Sicht die Dinge der Welt, wie alles funktioniert, weiß es ja nun mal besser und meint es auch liebevoll. Er riskiert dabei den vollen Zusammenstoss, der andere leidet.
(Natürlich läuft dieser Zusammenstoß auch für den Fortgeschrittenen nicht ohne Blessuren ab.)
Der Fortgeschrittene macht so weiter, denn der andere hat sich diesen Zusammenstoß ja selbst angezogen, sonst wäre er ja nicht auf den Fortgeschrittenen getroffenen. Pech für ihn.
Nur erkennt der Fortgeschrittene nicht, dass er sich den Anfänger genauso angezogen hat.

Der Fortgeschrittene würde Sonntagmittags seinen Rasenmäher anwerfen, obwohl er genau wüßte, Oma Bertha von nebenan macht dann immer ihr Schläfchen.
Ihre Wut auf ihn hat dann natürlich auch nichts mit ihm zu tun, sie hat sich ihn ja und seinem Rasenmäher angezogen.
Die Wut prallt an ihm ab und er beglückwünscht sich, wieder mal jemandem eine Lektion in Loa gegeben zu haben.

Ich bin froh, dass das Miteinander durch Menschlichkeit erst schön wird.
Ich bin froh, wenn sich jemand auf mein Niveau herablässt und mir in meinen Worten die Welt erklärt.
Ich bin froh, wenn ich dem anderen so viel wert bin.
Dadurch kann der Fortgeschrittene sein Wissen noch einmal überdenken und hat so auch die Möglichkeit zu wachsen.
Das bleibt dem verwehrt, der nur sein Wissen und Wissenstand sieht und als das einzig Wahre ansieht.
Verantwortung übernehmen heißt auch, zu schauen, WIE begegne ich dem anderen?
Verantwortung abgeben wäre dann, mein Ding durchziehen, ärgert er sich über mich, hat er es sich so angezogen.

Dann kann man die Moderatoren hier im Forum ja noch mit hieinziehen, wenn sie schwächeln, tue ich das ab:
Die Mods können ja gehen, wenn sie dem nicht gewachsen sind.
Hat sie ja keiner gezwungen...

Wenn ich essen gehe, bin ich dem Kellner gegenüber freundlich und zuvorkommend.
Ich bedanke mich bei ihm, dass er meinen schweren Teller trägt und ich denke, da halse ich ihm ja ganz schön was auf.
Ich könnte ja Kartoffeln, Soße, Gemüse, den Fisch, die Dekoration auf einen Extrateller verlangen. Jeden in einer anderen Farbe.
Das ist dem Küchenchef zuviel?
Er hätte das Restaurant doch nicht aufmachen müssen, er wird ja sogar dafür bezahlt, nun mal hopp-hopp, nach meiner Pfeife tanzen.

Der Kellner hat nun ganz schön zu schleppen, denn nun wollen alle am Tisch das so: Hat er sich wohl selber angezogen: Prost!
Herzlichst Peti
Erfahrungen sind ein wahrer Schatz, der sich verdoppelt, wenn man ihn teilt.
Was denkbar ist, ist machbar.

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