Gefühlte Sackgasse

Fragen oder Tipps zu Bestellungen beim Universum.

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Kiddo
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Gefühlte Sackgasse

Beitrag von Kiddo » Do Mär 29, 2007 4:06 pm

Liebe Forum-Besucher,

ich schreibe Euch in der Hoffnung, dass Ihr ein paar Tipps für mich habt. Ich habe so ziemlich alles gelesen, was es zum Thema positive Realitätsgestaltung gibt (Bärbel Mohr, Neale D. Walsh, Lola-Prinzip, Das Lebenspiel und seine Regeln.... und etliche weitere)... Ich versuche seit 5 Jahren meine Lebenssituation zu verändern - ohne Erfolg. Etliche Versuche aus meinem Job auszubrechen, zu dem ich mich jeden Tag hinschleppe, weil er mich so wenig erfüllt, sind fehlgeschlagen.
Und ich habe innerhalb dieser 5 Jahre alles versucht, was mir einfällt, selbst bei einem sehr teuren Coach war ich, der zwar gut war, aber auch nicht geholfen hat. Jegliche Versuche endlich einen Mann zu finden, der nicht beziehungsunfähig ist, sind auch fehlgeschlagen.

Ich bin mir völlig darüber im Klaren, dass die Ursache für meine Misserfolge in mir selbst zu suchen sind. Ich will auch nicht den äußeren Umständen die Schuld an meiner Situation geben - aber ich weiss einfach nicht mehr, was ich noch tun kann, damit mein Leben einmal in Schwung kommt. Vor ein paar Jahren habe ich die falschen Entscheidungen getroffen und mich beruflich in eine Richtung begeben, die mir nicht liegt. Seit dem fühle ich mich wie eine Gefangene und etliche Versuche auszubrechen schlagen fehl. Ich komme einfach aus der Situation nicht mehr heraus und da helfen auch die Bestellungen nichts. Zu dem zeitpunkt als ich die Entscheidung gefällt habe, konnte ich doch nicht wissen, dass es ein solcher Fehler sein würde und ich niemlas mehr einen Richtungswechsel hinbekommen würde.

Wie seht Ihr das? Kann es sein, dass man wenn man falsche Entscheidungen trifft niemals wieder auf die Spur kommmt, auf die man eigentlich kommen müsste? Und ist das nicht wahnsinnig ungerecht? Schließlich weiss man doch nicht im Vorfeld welche Entscheidungen sich im nachhinein als glücklich erweisen....
Die Bestllungen klappen nicht. Ich bin auch mittlerweile so hoffnungslos, dass mich das gar nicht wundert. Die Frage ist aber, wie kann man nach einer sehr langen Zeit des Mißerfolgs wieder auf die richtige "Spur" kommen?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen...
Liebe Grüße an Alle Kiddo :)

schwäble

Beitrag von schwäble » Do Mär 29, 2007 7:25 pm

Liebe Kiddo,

ich habe Deinen Beitrag aufmerksam gelesen und ich werde das Gefühl nicht los, dass Du überhaupt nicht mehr daran glaubst, dass sich was verändert. Vor allen Dingen haderst Du damit, dass die einmal getroffene Entscheidung nach heutiger Sicht wohl nicht richtig war. Das ist eine ziemlich unproduktive Einstellung. Heute weiss ich auch, dass manche Dinge, die ich früher so oder so entschieden habe, leidlich Mist waren, aber zu dem Zeitpunkt waren sie für mich gefühlt richtig. Irgendwie werde ich auch das Gefühl nicht los, dass Du die Programmierung drauf hast, ich verdiene es nicht, dass sich was verändert o.ä., ich verdiene nicht, dass es mir besser geht. Ich denke Du musst wirklich Stück für Stück vorgehen. Schreib Dir auf was Du nicht willst und zwar ganz konkret und daraus kannst Du dann erkennen, was Du willst und dann formuliere konkrete Bedürfnisse und Ziele, die Du wiederum über Bestellungen absendest. Dann versuche Dich mit der jetzigen Situation so zu arrangieren, dass Du sie als derzeitigen Istzustand akzeptierst. Die mangelnde Akzeptanz dessen was ist, führt zum ständigen Widerstand, aus dem nichts Produktives entstehen kann. Wenn Du Deine Ziele klar formuliert hast, fühle es, geh richtig hinein, wie sich das dann anfühlt wie toll das ist. Hol Dir dann von Zeit zu Zeit immer wenn Du Dich ausweglos fühlst diese Liste her und lies sie genau durch und fühle Dich in die positive Erfüllung hinein. Hört sich vielleicht ein bißchen lapidar an, aber so geht es für mich.

LG Elke

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Bhogisattwa
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Re: Gefühlte Sackgasse

Beitrag von Bhogisattwa » Fr Mär 30, 2007 2:09 pm

Hallo liebe Kiddo,

Du sprichst in Deinem Beitrag von „erfolglos“, „meine Misserfolge“, „falschen Entscheidungen“. :cry:

Und Du schreibst auch:

Kiddo hat geschrieben:Zu dem zeitpunkt als ich die Entscheidung gefällt habe, konnte ich doch nicht wissen, dass ...
Warum ver-urteilst Du Dich eigentlich selbst, machst Dich nieder, bezeichnest Dich als unfähig, einen Richtungswechsel hinzubekommen?

Welchen Maßstab legst Du für diese Urteile an?

Lade doch einfach mal die ganzen Kiddo’s von damals, von vor 2 Jahren, vom letzten Jahr, von gestern, etc. zum Kaffeetrinken ein, sprich mit Ihnen allen und sag Ihnen dann, dass Du Ihnen allen verzeihst und dass Du sie nicht mehr ver-urteilen willst.

Im übrigen hätten sie auch alle schon genug „Strafe / Ablass / Lehrgeld“ bezahlt (Bücher, Coach, etc.), dass Ihnen jetzt auch ruhigen Gewissens vergeben werden kann.

Und dann erzähl Ihnen von Deinen neuen Plänen:

Ich will mich in der nächsten Zeit beruflich neu orientieren.
Die nächste gute Gelegenheit für einen Jobwechsel werde ich nutzen.
Ich wünsch mir, dass ich einen Job als … / bei … / in … bekommen werde
Ich freue mich auf die vielen neuen und netten Menschen, die ich kennen lernen werde.
Ich bin gespannt, was mir Schönes passieren wird.

Am besten Ihr alle zusammen träumt ein bisschen, wie es werden wird, wenn es besonders gut läuft. :D

Du selbst bist es, die einem wertneutralen Ereignis einen Wert gibt, wenn Du es als „falsch“ oder „schlecht“ be-urteilst. Und diese Ver-Urteil-ung ist es, die Dich blockiert.

Du hast damals eine Entscheidung getroffen. Punkt. Diese Entscheidung war nicht gut und sie war nicht schlecht, sie war einfach eine Entscheidung. Heute stehst Du vor einer neuen Entscheidung, weil Du gerne (!) eine neue Richtung einschlagen und ausprobieren möchtest. Auch diese Entscheidung wird nicht gut und nicht schlecht sein, sie wird einfach Deinem Leben eine neue, andere Richtung geben. Und wenn Du in 2 Monaten, 2 Jahren oder 20 Jahren Deinem Leben wieder eine andere Richtung geben willst, dann wirst Du wieder eine Entscheidung treffen.

Viele Entscheidungen und viele schöne Stunden wünscht Dir
der Bhogi
[i]Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart,
der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht,
das notwendigste Werk ist stets die Liebe.[/i]
(Meister Eckhart von Hochheim, ca. 1260 - 1328)

Shanti
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Beitrag von Shanti » Fr Mär 30, 2007 5:19 pm

wow, kiddo, du hast es geschafft, seit juli 2005 doch immerhin 6 beiträge zu schreiben :lol:

sorry, aber das fiel mir grad so auf... :oops:

wenn ich deinen beitrag so lese, fällt mir auf, dass da ein haufen sinnloser aktionsmus drinsteckt. du tust und machst und kommst auf keinen grünen zweig. vielleicht solltest du es einmal mit dem gegenteil versuchen? lass doch mal locker. üb dich in vertrauen, dass die dinge ZU DIR kommen.

ich muss grad an einen ertrinkenden denken, der gegen seinen retter ankämpft...

Kiddo
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Beitrag von Kiddo » Mo Apr 02, 2007 2:18 pm

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Antworten und Beiträge - es ist wirklich manchmal sehr hilfreich, wenn andere einem selbst einmal den Spiegel vorhalten und auch einmal die eigenen Worte interpretieren.

Auch als "Ertrinkende" bezeichnet zu werden trifft mein Gefühlsleben ziemlich auf den Kopf. Ich werde über das alles nachdenken und versuchen wieder etwas Lockerheit in mein Leben zu kriegen und auch versuchen, mich weniger zu verurteilen. Vielleicht versuche ich einfach mal wieder mehr Freude in mein Leben zu bekommen, auch wenn die "große Kehrtwendung" auf die ich immer hinarbeite nicht so schnell klappt.
Ich danke Euch allen für für das "Spiegel vorhalten". :)
Kiddo

Hannah
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Beitrag von Hannah » Di Apr 03, 2007 7:13 pm

Ich befinde mich auch zurzeit in einer gefühlten Sackgasse. Eigentlich schon seit Jahren (!). Und da habe ich mir überlegt: Vielleicht soll das so sein. Ist vielleicht auch mal ganz schön, wenn sich nicht so viel außen bewegt, damit sich innen einiges tun kann. Das motiviert mich nämlich gewaltig dazu, schön innerlich und um mich herum aufzuräumen.

Nichtsdestotrotz bin ich regelmäßig auch leicht irritiert, dass sich im Außen nicht so viel tut und ich dieses und jenes nicht vom Universum bewilligt kriege. Aber ich glaube dann , dass nur der Verstand das will, um irgendwelche falschen Vorstellungen zu bedienen, während das Bauchgefühl ruhig bleibt und weiter fürs Aufräumen ist. I don't know. Ich finds manchmal schwierig zu unterscheiden udn verwirre mich selbst darüber. :?

Liebe Grüße von Hannah

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Bhogisattwa
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Beitrag von Bhogisattwa » Fr Apr 06, 2007 11:58 pm

Hallo Hannah,

auch mir ging es so, und bei mir dauerte es auch mehrere Jahre, bis ich den Ausgang aus dem Karrussell fand.

Ich finde es bemerkenswert, mit welch einfachen und klaren Worten Du beschreibst, was Du empfunden und wie Du mit der vermeintlichen Sackgasse umgegangen bist. Auch ich habe diesen unsäglichen Stillstand als Zeit des Aufräumens empfunden. Und dann als Zeit des Lernens, des mich Vorbereitens auf Nachfolgendes.

Ich habe gelesen und gelernt, dass glückliche Menschen sich niemals in einer Sackgasse fühlen, und was andere Menschen als Glück empfinden. Das waren oft Kleinigkeiten, die ich damals der Erwähnung nicht für wert erachtet hätte. Ich weiss heute, dass ich entweder glücklich oder in einer Sackgasse sein kann, beides gleichzeitig geht für mich nicht mehr. Und wenn ich heute Entscheidungen zu treffen habe, dann wähle ich diejenige, die mir jetzt und sofort ein glücklicheres Gefühl gibt.

Und wenn ich an einem Punkt bin, an dem es viele oder unzählige Möglichkeiten gibt, dann überlege ich mir so viele verschiedene Lösungen wie möglich - auch wenn es Tage oder Wochen dauern könnte. Meist sehe ich dann aber schon nach 1x oder 2x Schlafen so klar, dass nur noch sehr wenige Alternativen zu überlegen sind.

Die vielleicht wichtigste Erfahrung, die ich gemacht habe, ist die, dass ich oftmals überhaupt nichts tun sollte, sondern den Dingen Gelegenheit zur (Eigen-)Entwicklung zu geben. Ich denke, das ist es auch, was BM und andere als Loslassen bezeichnen.

Man gibt einen Anstoß (bringt die Saat aus, wünscht sich etwas u.a.) und wendet sich dann den anderen Dingen zu, die man gerade jetzt auch noch zu erledigen hat. Und gelegentlich (!) schaut man wieder nach, wie die Früchte reifen, ob man vielleicht etwas tun kann, um das gesunde (!) Wachstum anzuregen (z. B. düngen, präzisieren der Wünsche). Und dann lässt man wieder die Natur, das Universum, seine Arbeit verrichten und die Dinge sich entwickeln.

Ich finde es sehr schön, wenn Dein Bauch Dir zu Ruhe und Gelassenheit rät. Auch wenn ich Deinen Bauch nun nicht kenne :wink: , ich weiss einfach, dass er neben Deinem Herzen Dein bester Ratgeber ist. Vertrau einfach drauf, die beiden werden Dir den Ausgang zeigen.

Herz-liche Grüße
der Bhogi
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Hannah
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Beitrag von Hannah » Di Apr 10, 2007 5:52 pm

*lacht* Echt, habe ich das so klar beschrieben? Nett von dir, mir das zu sagen ...

Ich glaube, dass diese meine Sackgasse noch mal mein Glück sein wird. Es war halt nur schwierig für mich zu verstehen, wieso plötzlich so ein Stillstand war, während zuvor nur Bewegung in meinem Leben herrschte. Aber eigentlich war es gar kein Stillstand .. schließlich fing ich ja an, ohne Ende aufzuräumen in meinem Leben! Sei es in meiner Wohnung, meinen Sachen, meinen Gedanken, meiner Seele... Leider tat es kein anderer, den ich kannte, nur ich! Jahrein, jahraus. Das war manchmal schon schwierig für mich, so allein dazustehen! So dass ich dachte , ich sei auf dem Holzweg (weil ich nicht so war wie alle anderen (!)).

Aber ich glaube, dass es wirklich, wirklich, wirklich seinen Sinn hat. Ich merke das jetzt z.B. Im ersten Quartal hatte ich arbeitsmäßig wenig Aufträge, aber das hat mir letztlich Zeit und Raum gegeben, mir so viele Dinge klarzumachen und meinen Willen zu stärken, so dass der Weg wieder frei wurde. Tja, und nun scheint plötzlich all das zu kommen, was ich mir so ersehnte. Nur dass ich halt einen klareren Kopf und keinen Ballast mehr habe. Und wenn doch wieder was auftauchen sollte, irgendein Ballast, dann weiß ich wenigstens, wie ich damit umgehen kann.

Ich kann also nur sagen, wenn irgendjemand anderes in einer Sackgasse sein sollte, einfach das zu tun, was ihm in den Sinn kommt. Sich dem stellen, was augenblicklich vor der Nase liegt. Sei es abwaschen, bügeln, nachdenken, ins Internet schauen und ein tolles Buch oder Seminar finden, den Müll rausbringen, den Nachbarn guten Tag sagen ...Es bringt was! Die Ernte folgt! :mrgreen:

Lieben Gruß von Hannah

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Bhogisattwa
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Beitrag von Bhogisattwa » Di Apr 10, 2007 7:02 pm

Hallo, Hannah,

*lach* genauso war das bei mir auch. Ich musste 2 Jahre warten, ehe das Universum wortwörtlich den Satz "Die Zeit des Wartens ist vorbei" schickte. Und mir 6 Tage später meine neue Aufgabe auf dem Tablett servierte.

Deine Tips, was man sich alles hingeben könnte, find ich ausgesprochen gut. Und wenn man das mit dem freundlich sein nicht nur gegenüber den Nachbarn praktiziert, dann lernt man auch ganz schnell neue Menschen kenne, die einem wieder weiter helfen.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen eine glückliche Zeit
der Bhogi
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Beitrag von Hannah » Di Apr 10, 2007 10:04 pm

Na, da bin ich ja schwer froh, auch mal Gleichgesinnte zu treffen! Die ebenfalls eher gestärkt aus ihrer Warterei hervorgingen, statt zu verzweifeln und womöglich in Schimpfereien zu enden. Ich wünsche dir auch alles erdenklich Gute!

Liebe Grüße! Hannah

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Bhogisattwa
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Beitrag von Bhogisattwa » Mi Apr 11, 2007 3:00 am

Ja, Hannah, :wink:

dieses unglaublich gute Gefühl der Stärke, diese anscheinend grenzenlose Kraft ist schon was ganz Besonderes. Da schrumpfen schier unüberwindbare Hindernisse zu gerade mal noch Unebenheiten zusammen. Und Du weisst, dass der Weg Dir zwar immer wieder mal Unebenheiten bieten kann, aber abstürzen kannst Du nicht mehr. Und jetzt, wo Du den Blick zu den "Hindernissen" nicht mehr nach oben richten musst, nimmst Du mit einem Mal vor Dir wahr, was Dir so auf Deinem täglichen Weg vom Universum alles angeboten wird.

Da fällt mir noch was Wichtiges auf, was Du auch beschrieben hast. Als ich / wir es als Sackgasse empfanden, lag sie tatsächlich bei mir / uns beiden (?) da wohl eigentlich schon hinter uns. Als Sackgasse fühlte es sich für mich erst dann an, als ich mich schon auf den Weg gemacht hatte, nach meiner Entscheidung gegen die Lebensumstände, die mich so unglücklich sein ließen. Aber da, als ich auf dem Weg war, da schien es mir erst, als ginge nichts wirklich voran, wie bei Dir, die fehlenden Aufträge.....

Es ist vielleicht ein Phänomen in der eigenen Wahrnehmung:
In meinem Unglück schien die Zeit an mir vorbei zu rasen (Du nanntest es "Bewegung in meinem Leben"), mir zwischen den Fingern zu zerrinnen. Und als ich mich dann bewegte, mich viel stärker entwickelte, da schien die Zeit plötzlich still zu stehen. Vielleicht hatte ich aber auch "nur" gelernt, mit der Zeit anders, irgendwie nützlicher umzugehen.

Heute sehe ich eine solche "Sackgasse" als "geschenkte Zeit vom Universum" an. :lol:

Ganz herz-liche Grüße
der Bhogi
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Beitrag von Hannah » Mi Apr 11, 2007 12:36 pm

Hmmm, ich finde halt eher, dass alles Geschenke vom Universum sind, mit seiner Wahrnehmung udn Wertung erkennt man sie aber nicht immer! Man findet das oftmals erst schlimm und doof, was einem passiert, hinterher sieht man aber, wie sehr es einem geholfen hat, um auf seinen Weg zu kommen. Als ich z.B. kaum was zu tun hatte die ersten Monate, kam schön Panik hoch, so dass ich da wieder ansetzen udn Mittel und Wege finden musste (mich bewegen musste :wink: ), um nicht sozusagen verrückt zu werden. Aber dadurch habe ich das gefunden, was ich so gern haben wollte. Nämlich so eine innere Freiheit und dieses Gefühl, nach Hause zu kommen. Und zugleich scheint sich endlich mal was im Außen zu verändern. :)

Ja, man könnte es Stärke nennen, aber das hört sich dann so an, als hätten das andere nicht - Stärke. Die hat aber m.E. jeder, sie ist halt nur etwas verbuddelt udn verschüttet :wink: Diese Klarheit udn Stärke udn GElassenheit.

Eigentlich habe ich in den letzten Jahren (denn so lange geht meine gefühlte Sackgasse schon) ohne Ende Gelegenheit bekommen, schlechte Gefühle und hinderliche Glaubenssätze abzubauen. Bewusstseinsarbeit nennt man das, oder? Das habe ich mir m.E. auch immer vom Universum gewünscht. Dass es dann so einen Verlauf nimmt, hätte ihc nicht für möglich gehalten. ABer ihc habe ja noch mehr Wünsche, vielleicht brauchte ich deshalb diese Sackgasse. Halt, um mich vorzubereiten (wie du schon sagst). Wie das Fundament eines Hauses - da muss man auch erst mal ne Zeitlang den Keller ausheben und bauen, bis es an den wohnlichen Teil geht :wink:

Was hat dir denn deine Sackgasse gebracht?

Liebe Grüße von Hannah

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Beitrag von Bhogisattwa » Mi Apr 11, 2007 7:02 pm

Was hat mir meine Sackgasse gebracht?


körperlich
  • endlich wieder Gesundheit
    Tantra-Massagen
    Reiki



materiell
  • Schuldenabbau, "Wohlstand"
    Ende aller "Streite" (Familie, Ämter, Justiz, Kunden, Lieferanten)
    ein Motorrad :D
    viel neue Literatur, Pendel, Tarot, Astrologie, GigaByte-weise Internetwissen



geistig
  • Trennung / Überwindung von unlebbarer Partnerschaft (Negativität)
    völlig neues Bewußtsein für Werte, Menschen, Lebensziel(e)
    Positives Denken
    Viele neue Ideen für viele Bereiche



seelisch
  • Gleichgewicht
    Fallenlassen und Angenommensein
    Empfindungsvermögen
    Wärme, Licht und Liebe
    (tatsächlich scheint die Sonne glaube ich für mich täglich :wink: )



Ich habe auf meiner Suche wohl nur wenig ausgelassen und dabei etwas für mich sehr Wertvolles gefunden:
M I C H !

Lächelnde Grüße von einem sehr glücklichen
Bhogi
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Beitrag von Hannah » Mi Apr 11, 2007 10:56 pm

Ich bin beeindruckt! :o

Mensch, und ich dachte noch, dass ich meine Zeit vielleicht vergeudet hätte (mit diesem ewigen Aufräumen, Erkundigen, Nachdenken, Bestellen, Klären, Suchen und Finden etc.) ... Aber wenn du das so aufzählst ... Im Grunde habe ich das auch alles in der Zeit entwickelt und gewonnen. Jetzt weiß ich endlich, dass es doch nicht umsonst war ... Ich bin echt erstaunt gerade.

Someone
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Beitrag von Someone » Mi Apr 11, 2007 11:38 pm

Ja, toll..

Denke auch.. sich selbst zu finden.. gehört zur Pflichtübung :wink:

Echt ohne Witz mir ist es ähnlich ergangen.. als ich mich erst mal entdeckt hatte (ganz winzig in einer Ecke gekauert ) .. von da an gings aufwärts.. bin zwar noch am Klettern.. aber es wird!

Alles Liebe
Someone
irgendwo sind wir alle eins..

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