Visualisieren ohne Gesicht?

Hier kann jeder seine Meinung äußern und Fragen zur Diskussion stellen.
Sybille
Beiträge: 186
Registriert: Mo Jan 12, 2009 9:49 pm

Beitrag von Sybille » Mo Jan 19, 2009 3:25 pm

Ich verstehe beide Standpunkte! Den von Kaloderma und den von Naike. Klar - ich mag ihn noch sehr, aber ich werde nicht erwarten, dass er zurückkommt. Eben weil er einige mögliche Konsequenzen nicht tragen wollte. Wenn man sich dann einmal mit der Selbstliebe beschäftigt, muß einem klar werden, dass nur das Beste, die reine Liebe, für einen gut genug ist. Also keine Halbheiten, keine faulen Kompromisse. Wenn er aus freien Stücken zurückkäme, wollte ich ihn nur, wenn ich auch den 1.Platz in seinem Herzen einnehme. Neben seinem Sohn - und nicht erst weit dahinter. Oder sehe ich das falsch?

LG, Sybille

Kaloderma
Beiträge: 28
Registriert: Mo Dez 10, 2007 4:27 pm

Beitrag von Kaloderma » Mo Jan 19, 2009 4:36 pm

huhu sybille!

natürlich NEBEN seinem sohn. DEN platz und keinen irgendwo im kellerabteil hast du - wir alle - verdient. wir müssen diese überzeugung auch fühlen und vor allem leben, dann passieren uns solche "restplätze" nicht.

alles liebe für dich - kaloderma

Benutzeravatar
LaMer
Beiträge: 303
Registriert: Do Apr 19, 2007 5:32 pm

Beitrag von LaMer » Mo Jan 19, 2009 4:57 pm

Hallo Sybille,

also ich finde auch nicht, dass eine gewisse Zeit vergehen muss. Das ist Quatsch... es kann natürlich sein, muss aber nicht. Nur Du selbst kannst beurteilen, wie weit Du bist!!!! Das hängt ja auch mit Erfahrungen usw. zusammen.

Warum nicht visualisieren!? Ich meine, wenn Du es unter Druck machst und am nächsten Tag gleich nach dem Ergebnis Ausschau hälst, würde ich Dir eher davon abraten. Wenn es Dir aber gute Gefühle bereitet und es Dir Spass macht, dann mach es auf jeden Fall!!!!!

Wenn sich dann eben manchmal der Kopf Deines Ex-Freundes einschleicht :lol: , dann nehme es auch an und konzentriere Dich eher auf das schöne Gefühl des Endergebnisses......

Liebe Grüsse

Benutzeravatar
orelie
Beiträge: 1079
Registriert: So Jan 28, 2007 6:33 pm

Beitrag von orelie » Mo Jan 19, 2009 5:55 pm

Hallo Sybille,

ich verstehe Deinen Standpunkt ...

Du hast geschrieben:
aber mir ist sehr bewußt, dass ich nur noch einen Mann haben möchte, der mich ohne "Wenn und Aber" liebt.
ohne Wenn und Aber ... Bedingungslose, reine Liebe sozusagen ....

andererseits schreibst Du auch:

...
Eben weil er einige mögliche Konsequenzen nicht tragen wollte
...


...
Wenn er aus freien Stücken zurückkäme, wollte ich ihn nur, wenn ich auch den 1.Platz in seinem Herzen einnehme. Neben seinem Sohn - und nicht erst weit dahinter.
....


Damit stellst Du aber Bedingungen der Art: Nur WENN Du mich so und so behandelst ... so und so liebst ... ich diesen oder jenen Stellenwert einnehme usw. DANN liebe auch ich Dich ...

Ich hoffe, ich hab Dich richtig verstanden ...

Soll keine Anklage sein, nur eine Feststellung ...
Ich befinde mich gerade in einer ähnlichen Situation und bin hin - und hergerissen zwischen meinem "Ego", das gewisse Dinge einfordern will und dem was ich über "bedingungslose" Liebe höre und lese ...

Gar nicht so einfach, das mit der Liebe :roll: :wink:
lg Orelie

Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.

Mark Aurel

Benutzeravatar
Naike
Beiträge: 8405
Registriert: Mo Apr 30, 2007 7:51 pm
Wohnort: Düsseldorf

Beitrag von Naike » Mo Jan 19, 2009 6:00 pm

Warum zu bedingungsloser Liebe knechten, nur weil es als Ideal in irgendwelchen Büchern steht? Es ist bedeutend pragmatischer, sich seinen persönlichen Bedingungen bewußt zu werden und diese entweder zu verwerfen (wenn sie zu rigide sind) oder sie so anzunehmen, wie sie sind (wenn sie vertretbar sind).
In diesem Spiegelkabinett siehst du eine Menge Dinge. Reibe dir die Augen! Nur du allein bist da.
(Rumi, Das Lied der Liebe)

Benutzeravatar
orelie
Beiträge: 1079
Registriert: So Jan 28, 2007 6:33 pm

Beitrag von orelie » Mo Jan 19, 2009 6:12 pm

@ Naike

Du hast geschrieben:

Es ist bedeutend pragmatischer, sich seinen persönlichen Bedingungen bewußt zu werden und diese entweder zu verwerfen (wenn sie zu rigide sind) oder sie so anzunehmen, wie sie sind (wenn sie vertretbar sind).
... leuchtet irgendwie ein .... Nur: Wo ziehe ich die persönliche Grenze zwischen dem, was vertretbar ist und dem was den Partner evt. überfordern würde ... :?

Meistens ist es ja so, dass man gewisse Dinge vertretbar findet, der Partner aber irgendwann sagt: Sorry, aber Deine "Bedingungen" überfordern mich ...

Wäre er dann automatisch nicht "der Richtige" für mich, oder will mein EGo einfach zuviel ...

Verstehste? :? :D
lg Orelie

Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.

Mark Aurel

Someone
Beiträge: 4076
Registriert: Mi Mär 30, 2005 5:22 pm

Beitrag von Someone » Mo Jan 19, 2009 6:34 pm

Ich finde ja eh in einer Partnerschaft geht es gar nicht ohne Bedingungen bzw. Erwartungen.. ich finde schon, man sollte sie stellen!

Ich liebe zwar meinen Partner an sich schon bedingunglos.. äh nur.. deshalb habe ich trotzdem Erwartungen.. er doch auch.. ;o)

Bzw. ich versuche meine Liebe speziell nicht an Bedingungen zu knüpfen..
Ähnlich, nur noch mehr "ohne Bedingung" ist es mit meinem Kind.. ich sage ihm.. dass ich es liebe, auch wenn ich jetzt z.B. ärgerlich bin..

Und Sybille HAT ja gar keine Partnerschaft.. sie kann jetzt sich Bedingungen FÜR die zukünftige Partnerschaft.. bzw. AN den Zukünftigen stellen.. warum nicht?

oder verstehe ich das nur nicht?

Bedingungslose Liebe muss wachsen.. sie kann m.E. nicht am Anfang schon bestehen..

Nur für sich selbst.. also.. ich selbst übe MICH selbst bedingungslos zu lieben und stoße dabei ganz schön an meine Grenzen.

Also für mich ist das mit dem bedingungslosen Lieben selbst ja gar nicht so einfach.. hm.. :roll:
irgendwo sind wir alle eins..

Benutzeravatar
Naike
Beiträge: 8405
Registriert: Mo Apr 30, 2007 7:51 pm
Wohnort: Düsseldorf

Beitrag von Naike » Mo Jan 19, 2009 6:54 pm

orelie hat geschrieben:Meistens ist es ja so, dass man gewisse Dinge vertretbar findet, der Partner aber irgendwann sagt: Sorry, aber Deine "Bedingungen" überfordern mich ...
Dann wäre er nicht der "Richtige" für dich, ja. Bleib immer bei dir, was du vertretbar findest. Es wird sich immer jemand finden, der ebenso denkt.
In diesem Spiegelkabinett siehst du eine Menge Dinge. Reibe dir die Augen! Nur du allein bist da.
(Rumi, Das Lied der Liebe)

Benutzeravatar
LaMer
Beiträge: 303
Registriert: Do Apr 19, 2007 5:32 pm

Beitrag von LaMer » Mo Jan 19, 2009 7:20 pm

Bedingungslose Liebe ist m.E. nicht möglich, weil immer das Ego dazwischen funkt. Meine Versuche, das Ego zu kontrollieren, beziehungsweise ohne es zu leben :oops: sind kläglich gescheitert. :evil: Man kann bedingungslos lieben, ja, wenn man loslässt. :lol:

Logische Schlussfolgerung: wenn ich das Ego nicht kontrollieren kann, dann muss ich mein Leben an das Ego anpassen. Es wird immer einen passenden potenziellen Partner geben, der genauso denkt, wenn man klar für sich festlegt, was man will und wie man sich fühlen will.

Die Gefühle sind auch hierbei wichtiger Indikator.

LG

Sybille
Beiträge: 186
Registriert: Mo Jan 12, 2009 9:49 pm

Beitrag von Sybille » Mo Jan 19, 2009 10:15 pm

Hallo Orelie,

du schreibst:

Damit stellst Du aber Bedingungen der Art: Nur WENN Du mich so und so behandelst ... so und so liebst ... ich diesen oder jenen Stellenwert einnehme usw. DANN liebe auch ich Dich ...


Ja das sind Bedingungen - aber er hätte doch die freie Wahl, ob er sie so annehmen will, oder nicht. Er nimmt sie offensichtlich (in meinem Fall) nicht an. Aber sagt das gleichzeitig etwas darüber aus, ob ich ihn nicht auch dann noch liebe, wenn er sie nicht annimmt und geht? Das ist ja in solchen Fällen gerade das Komplizierte: Man liebt den anderen auch dann noch, wenn er diese Bedingungen nicht mitmachen will und die Beziehung beendet. (Bei uns kam es gar nicht so weit, da er die Beziehung schon weit vor irgendwelchen Bedingungen meinerseits beendet hat)

Man steckt in einer Zwickmühle. Stellt man gar keine Bedingungen, besteht die Gefahr, dass man in einer möglichen Partnerschaft irgendwann regelrecht untergebuttert wird. Das Kind aus einer früheren Beziehung könnte zu einer großen Bedrohung für die neue Partnerschaft werden, wenn der leibliche Elternteil immer zum Kind hält, das Kind ausschließlich bevorzugt - und die neue Partnerin/Partner sich zurückgesetzt fühlt. Kinder sind ja oft sehr eifersüchtig auf den neuen Partner und können ganz schöne "Bestien" sein. Ich war noch nie in dieser Situation, aber habs bei Bekannten oft genug miterlebt.

LG, Sybille

Sybille
Beiträge: 186
Registriert: Mo Jan 12, 2009 9:49 pm

Beitrag von Sybille » Di Jan 20, 2009 11:44 am

Guten Morgen ihr Lieben,

nun habe ich schon wieder eine Frage: Gestern bekam ich eine mail von ihm, wo er schreibt, dass es so nicht weiter gehen darf und kann. Er säße aber so im Dreck und wüßte nicht, wo er mit Änderungen anfangen soll. Die emotionalen und körperlichen Symptome sind gravierend. Im Prinzip ist alles ein Hilferuf - so interpretiere ich das.

Natürlich wüßte ich sofort eine Antwort: Er müßte da raus (Ehe) und auch beruflich einiges ändern, aber dazu ist wohl seine Angst zu groß. Diese lähmt ihn total. Er schrieb mal, er könne nicht allein sein - also lieber einen ungeliebten Partner um sich rum - dafür aber mit Sohn - als alleine ihn einer kleinen Wohnung. Klar, den Sohn könnte selbst ich nicht ersetzen.

Da er nun selbst Änderungen WILL, (wie auch immer die aussehen) kann ich ihm dazu meine (Wunsch)energie zusenden? Und wie sollte der formulierte Wunsch genau aussehen?

Wißt ihr Rat?
Sybille

Antworten