Negative Emotionen ausleben!?

Hier kann jeder seine Meinung äußern und Fragen zur Diskussion stellen.

Wie stehst Du zum Umgang mit (niedrigen) Emotionen wie Ohnmacht, Eifersucht, Hass/Zorn, Rache, Wut, Ärger/Empörung, etc. ?

Ich habe keine Wahl, sie kommen in (m)einem Leben einfach vor
4
15%
Ich fühle mich gut / besser, wenn ich sie auslebe
4
15%
Ich gestatte mir nicht / selten, sie auszuleben
0
Keine Stimmen
Ich lebe sie noch (manchmal) aus, möchte aber gerne weniger davon in meinem Leben
10
37%
Ich lebe sie nicht aus, weil das Ausleben mich NICHT glück-lich(er) macht
0
Keine Stimmen
Es gibt (fast) keine solchen Emotionen in meinem Leben
9
33%
 
Insgesamt abgegebene Stimmen: 27

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Bhogisattwa
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Negative Emotionen ausleben!?

Beitrag von Bhogisattwa » Sa Nov 08, 2008 10:33 am

Guten Morgen, Ihr Lieben(den) :D,

ich bin in den letzten Wochen durch eigene Erfahrungen und Beobachtungen mit diesem Thema (wieder) in Berührung gekommen. Mein Ausgangspunkt für diesen Thread ist ein Wort von ABRAHAM:

"Deine Emotionen sind selbst nicht schöpferisch, aber sie zeigen an, was Du gegenwärtig in dein Leben ziehst."

Quelle: ABRAHAM (Esther und Jerry Hicks), Orakelset "Wünschen & Bekommen"
Einerseits kann man hier im Forum häufiger mal in Beiträgen (sinngemäss) lesen oder WAHR-nehmen:
„Wenn ich negative Emotionen (Ohnmacht, Eifersucht, Hass/Zorn, Rache, Wut, Ärger/Empörung, etc.) habe, dann lebe ich das (so richtig) aus. Das fühlt sich für mich gut an.“

Andererseits werden hier immer wieder Hinweise gegeben, wie man aus solchen Emotionen herauskommt, nämlich, indem man sich anhand der Leitskala der Emotionen (schrittweise) zu einer höheren Emotion hinaufhangelt.
http://www.baerbelmohr.de/forum/leitska ... t3173.html

ABRAHAM drücken nun sinngemäss (auch meine eigenen Beobachtungen / Erfahrungen) aus:
Wenn Du niedrige (im Sprachgebrauch „negative“) Emotionen auslebst, dann ziehst Du noch (viel) mehr Gelegenheiten / Möglichkeiten dafür in Dein Leben.

Mir ist auch hier im Forum, im Web oder im realen Leben noch kein Mensch begegnet, der negative Emotionen auslebt und der geschildert hat, dass solche Situationen in seinem Leben deutlich weniger geworden wären.

Ich habe es schon häufiger hier geschrieben, dass ich selbst irgendwann BEWUSST eine Lebensentscheidung getroffen habe, den Prozess des Hinaufhangelns nur noch ein einziges Mal zu machen. Und solche niedrigen Emotionen NICHT mehr auszuleben. Seitdem gibt es in meinem Leben (fast) keine Situationen mehr, die solche niedrigen Emotionen bei mir wecken. Mein Leben ist dadurch VIEL reicher und glück-licher geworden.

Warum WOLLEN (= wünschen, „bestellen“) Menschen solche niedrigen Emotionen in ihrem Leben ...zum aus-leben … aus-kosten …sich DAMIT gut fühlen?

Ich habe eine Umfrage vorangestellt, in der ihr anonym mit-(uns)-teilen könnt, wie Ihr es mit dem Ausleben niedriger Emotionen haltet. Natürlich freue ich mich, wenn ihr zusätzlich auch hier im Thread Eure Meinungen schreibt und diskutiert.

Ein schönes Wochenende Euch allen,
Liebe-voll,
der Bhogi
[i]Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart,
der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht,
das notwendigste Werk ist stets die Liebe.[/i]
(Meister Eckhart von Hochheim, ca. 1260 - 1328)

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Sanaei
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Beitrag von Sanaei » Sa Nov 08, 2008 10:47 am

guten Morgen,

ich weiss zwar nicht genau was und wann passiert ist, aber es gibt wirklich noch kaum solche Gefühle in meinem Leben.

Ich hab in meinem Bestell-Erfolg-Thread das mal auch beschrieben: mein Kopfkino mit dem Horror-Szenario, das konnte ich loslassen... ich habe einen höheren Gefühls-Level auf dem ich lebe (soll nicht überheblich daherkommen) und die Ausreisser nach oben Richtung Euphorie werden länger und tragen mehr.

Klar, es gibt Momente, wo ich zornig, sauer, wütend, enttäuscht bin - und dann verjagt es mich auch einen Moment. Aber diese Momente werden immer kürzer und kürzer.

Ich persönlich hab damals viel vom 40 Tage-Programm profitiert, dass viele zusammen gemacht haben. Da muss "das" passiert sein, dass meine Grundstimmung sich massiv erhöht hat und zu einem Dauerzustand geworden ist.

Und zum anderen hilft mir das Buch the Work: Lieben was ist. Und was für mich wirklich sehr wichtig ist, ist die Frage im Ärger: Betrifft es mich wirklich? Ist das meins? Oder bin ich drauf und dran, etwas, was nicht meins ist zu "meinem" zu machen?

Hier kann ich das Buch: die 4 Versprechen von Ruiz empfehlen... nichts persönlich nehmen ist eines der Versprechen davon.

Für mich macht es sicher die Mischung aus allem. Aber grundsätzlich stimme ich mit Bhogi überein, dass ich kaum noch miese Stimmungen in meinem Leben habe und wenn, dann nur ganz kurz. Die positive Grundstimmung bei mir überwiegt. Auch kommt hier noch dazu, dass ich ein pathologischer Optimist bin und wirklich in allem was Gutes sieht. Und auch, dass ich nicht mehr alles bis ins kleinste Detail zerpflücke und zerrede sondern auch hier viel mehr zulassen kann - und dann auch loslassen.

Ich wünsche Euch allen ein gesegnetes Wochenende und grüsse Euch herzlich, Sanaei

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Beitrag von Moderator » Sa Nov 08, 2008 10:57 am

Guten Morgen!

Da schließe ich mich sanaei an, diese Gefühle kommen nicht mehr so häufig vor inmeinem Leben.
Wenn sie da sind, habe ich sie erschaffen, sie sind göttlich und wollen geliebt werden, das heißt für mich auch: ausgelebt werden, ohne vernichtend zu sein.
Eine Balance, die mir immer häufiger gelingt.

Darüber habe ich mit Susanne Hühn gesprochen, die ja auch ein Buch über Lichtarbeit rausgebracht hat.
Sie schrieb mir unter anderem folgendes, sie gab mir von sich aus, die Erlaubnis, das hier zu Posten:
"Wenn wir wirklich offen werden wollen für die göttliche Ordnung, dann gehört ALLES dazu, all deine Gefühle, deine Zustände, Licht, Schatten, einfach alles, sogar die Erlösung von Luzifer. Letztlich ist alles Licht, ja klar, aber hier in der Dualität können wir nicht so tun, als gäbe es keine Schatten, im Gegenteil, wir sind ja hier, um das Licht der Bewußtheit auch in die dichteste Materie hineinzubringen und das geht nicht, wenn wir rosarote Spiri-Sosse drüberkippen. Ich befasse mich sehr viel und ausdrücklich auch mit Schatten, vor allem mit Süchten, weil ich die sehr gut kenne. Es geht immer um Erlösung, Lichtwerdung, aber das können wir nur erreichen, wenn wir alles zulassen, was in uns ist und uns die schatten anschauen. Wut und Aggessionen sind (außer, sie nehmen überhand und bilden die Standard-Reaktion auf das Leben) übrigens kein Schatten, sondern einfach Ausdruck der ganz gesunden natürlichen und vitalen Lebenskraft. Diese spirituelle Scheinwelt, in der alles rosa und heiter ist und SEIN MUSS, ist letztlich nur wieder ein Teil der Astralwelt, in die wir uns flüchten, , eine Illusion. Sie ist nicht echt und deshalb können wir von hier aus auch kein echtes Licht in die Welt bringen. E chte Energie ist klar, kraftvoll und zwar voller Liebe, aber dabei nicht weichgespült, sondern klar und wenn es sein muss, auch ausgesprochen kraftvoll und machtvoll. Viele Esoteriker verwechseln Liebe mit Harmoniesucht. Echte Liebe ist immer gepaart mit Klarheit, Handlungsfähigkeit und einer gewissen Kompromisslosigkeit. Wenn du den Lichtweg gehst, braucht du das Schwert der Klarheit, das an das Herz angebunden ist, du brauchst Mut, zu deiner Wahrheit zu stehen, auch wenn sie anderen nicht gefällt und du brauchst die Kraft, dich allem zu stellen, was kommt, auch und gerade deinen eigenen Schatten. Jeder Lehrer, der im Dienst der Klarheit und des Lichtes steht, sagt das übrigens, das ist nicht neu, das IST einfach so.
Die Leute, die Licht und Liebe mit Zuckerwatte verwechslen, sind oft sehr coabhängig und es ist das innere Kind, das Konflikte nicht aushält. Gehst du den Lichtweg wirklich, dann stellst du dich allem, was dir begegnet und nutzt genau dieses Licht, um es auf eine höhere Stufe des Bewußtseins zu bringen, aber das heißt nicht, es mit Zuckerguss zu überziehen, sondern klar und eindeutig zu reagieren und die Einhaltung der geistigen Gesetze einzufordern.
Ich hoffe, das dient dir und beantwortet die Frage, wie ich dazu stehe."
Ich empfand das, was sie mit "Zuckerwatte" umschreibt vorher auch schon als rosa Zuckerguß- ich finde beides trifft es sehr gut.
Ich war froh, dass es noch jemand so sieht.
Und nun dein Thread, bin schon gespannt drauf.
Herzlichst Peti
Erfahrungen sind ein wahrer Schatz, der sich verdoppelt, wenn man ihn teilt.
Was denkbar ist, ist machbar.

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Beitrag von Bhogisattwa » Sa Nov 08, 2008 11:15 am

Noch eine Ergänzung(sfrage):

Was bedeutet aus-leben = heraus-leben für Euch?

Ich verstehe darunter schimpfen, fluchen, motzen, stänkern, schreien, Gegenstände schmeissen, Aggressionen leben, etc.

Also ungefähr all das, was nach "A Complaint Free World" einen Wechsel des Armbands nahelegt.
http://www.baerbelmohr.de/forum/a-compl ... t5480.html

Alles Liebe,
der Bhogi
[i]Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart,
der bedeutendste Mensch ist immer der, der dir gerade gegenübersteht,
das notwendigste Werk ist stets die Liebe.[/i]
(Meister Eckhart von Hochheim, ca. 1260 - 1328)

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Beitrag von TinaP » Sa Nov 08, 2008 12:02 pm

etwas aus-leben kann man auch im positiven Sinn...


in dem man seine Freude heraus schreit, jemand Fremden umarmt, etwas "verrüktes" tut oder einfach nur macht was einem in dem Moment Spaß macht .. zum Beispiel am Stand mit Eimerchen, Förmchen und Schüppchen allein als Erwachsender spielen :) oder schaukeln ... was auch immer !

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Beitrag von Moderator » Sa Nov 08, 2008 12:08 pm

Ausleben für mich

Ich bastel jetzt mal eine Situation, um ein Beispiel zu bringen:

Jemand drückt einen Knopf bei mir und ich bin explodiert.
Das ist etwas, was mir ab und an passiert und ich merke es sofort, wenn es passiert ist, tobe zu Ende und sofort ist die Energie aus der Sache heraus.
Ich erlaubte mir, mein Toben in diesem Augenblick bis zum Schluß auszuleben, anstatt mir sofort auf die Zunge zu beissen, mich schlecht zu fühlen und in eine Rechtfertigungsschleife zu geraten.
Ich kann dann meinem Gegenüber sagen: "Entschuldige, du hast da einen Nerv bei mir getroffen, es hatte nichts mit dir zu tun."
Meist drücken Menschen, die mir ganz nah sind, fast schon bewußt den Knopf und wissen, was dann folgt- so muß ich ich noch nichtmal entschuldigen- es ist alles klar.
Es kommt dann auch schonmal vor, dass sich bei mir entschuldigt wird und alles ist gut.

Nun drücken ja auch Fremde z.B. in der Bank mal auf so einen Knopf und da flippe ich natürlich nicht aus, sage oft gar nichts.
Aber wenn ich Draussen bin, geht diese ganze Wut in mich hinein. Und dann? Wenn ich die dann nicht auslebe, verletze ich mich selber, bekomme sogar einen Schub...ich lasse dann bewußt die Wut hochkommen, gehe nochmal rein und kläre das dann in Ruhe und vertrete meinen Standpunkt oder, wenn ich schon zu weit weg bin, keine Zeit, keine Traute- was auch immer habe- lebe ich es anders aus: Trommeln, Fahrradfahren, laut schimpfen, jemanden anrufen und mich ausnödeln......und das finde ich dann auch okay, das gehört dann zu mir.
Wenn man die Gefühle wieder und wieder unterdrückt, vielleicht mit rosa Zuckerguß beträufelt, dann explodiert man so, dass man Amok läuft.
Dass man wirklich austickt.

Ich akzeptiere dann meine Wut und verurteile sie nicht. Das ist für mich ausleben. Indem ich das Armband dann wechsle, mich dabei schlecht fühle, verurteile ich mich und das möchte ich nicht.
Es sei denn ich könnte es wechseln in Liebe und Freiheit- das ist wieder so ein Balance-Akt.
Herzlichst Peti
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inspiration
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Beitrag von inspiration » Sa Nov 08, 2008 12:23 pm

Danke für dieses interessante Thema, Bhogi :D

Ich gehöre nicht zu denen, die nur auf dem oberen Drittel der Emotional Guidance Scale zuhause sind. Allerdings würde es mir viel schlechter gehen, wenn ich aufkommende Aggressionen unterdrücken würde, wie Peti gerade beschrieben hat. Ausleben heißt ja nicht notwendigerweise, dass man sie an anderen auslassen muss - vielleicht findet sich ein stiller Ort, an dem man seine Wut herausschreien kann.

Mit "A Complaint Free World" käme ich ehrlich gesagt nicht weit. Und würde mich ständig mies fühlen, weil ich dauern das Armband wechseln müsste.

Obwohl ich mich schon geraume Zeit mit Abraham beschäftige und sie sehr schätze, habe ich meine Probleme damit, mich sozusagen rein verständesmäßig, also mit "Argumenten" für die nächsthöhere Emotion, die Emotional Guidance Scale hinaufzuarbeiten. Ich habe mich diesbezüglich auch schon in den amerikanischen Abraham-Foren ausgetauscht, leider bisher ohne Aha-Effekt.

Ich beschäftige mich jetzt seit einiger Zeit eingehend mit EFT, klopfe jeden Tag. Meistens abends, und ich schlafe schon viel besser mit positiven Träumen. Für mich persönlich ist EFT zur Zeit die beste Methode mit den Blockaden umzugehen, die von den negativen Gefühlen angezeigt werden.
LG, inspiration

The best vitamin to be a happy person is B1. (Author Unknown)

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Beitrag von Moderator » Sa Nov 08, 2008 12:28 pm

Mit "A Complaint Free World" käme ich ehrlich gesagt nicht weit. Und würde mich ständig mies fühlen, weil ich dauern das Armband wechseln müsste.
Danke für deine Inspiration :wink:

Das meinte ich mit dem Balance-Akt.
Ich habe da auch nicht mitgemacht- aus fehlender Resonanz oder Faulheit? Wer weiß das schon?
Herzlichst Peti
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Maffi
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Beitrag von Maffi » Sa Nov 08, 2008 12:41 pm

Ich muß erst mal definieren, was ausleben für mich heißt, bevor ich beantworten kann, ob ich das auslebe.
(ich unterscheide da für mich in Kleinigkeiten und Großigkeiten)
Bhogi hat geschrieben:Was bedeutet aus-leben = heraus-leben für Euch?
Ich verstehe darunter schimpfen, fluchen, motzen, stänkern, schreien, Gegenstände schmeissen, Aggressionen leben, etc.

Das sind für mich die "Kleinigkeiten"
Ausleben in diesem Sinn findet bei mir so gut wie nicht mehr statt.
Wenn ich morgens aufstehe und schlechte Laune habe, dann merke ich, dass hat NUR mit mir zu tun hat.
Wenn ich dann eine Verkäuferin beim Bäcker zu mir unfreundlich ist, dann meckere ich nicht (mehr) über sie oder mit ihr.
Denn:
1. kann ich ja gar nicht sicher sein, ob sie wirklich sooo unfreundlich war, wie ich das empfunden habe, oder ob ich das eben "nur" so empfunden habe.
2. kann ich nicht sicher sein, ob sie nicht "nur" auf meine Schwingung reagiert hat.
In sofern maule und nörgele ich nicht (mehr) den ganzen Tag rum. Nicht weil ich beschlossen habe, das nicht mehr zu tun, weil das "Böse" ist, sondern weil es keinen "Grund" gibt...




"Großigkeiten"
Ausleben bedeutet für mich, wenn ich in die Situation komme, in der ich wütend bin, dann BIN ich in DIESER Situation wütend.
Das kann sich äußern, dass ich sofort meiner Wut freien lauf lass, oder ich halt die Klappe nehm die Wut mit, und geh dann etwas machen, was meine Wut "abbaut"...

Das eigentliche "Ausleben" kommt eigentlich danach.
Für mich bedeutet das, was habe ich für ein Urteil in mir (über mich).
Warum hat mich der andere so auf die Palme gebracht, dass ich das gesagt habe, was ich gesagt habe.
Egal ob ich getroffen wurde, oder getroffen habe.
Ob ich beleidigt wurde, oder warum ich beleidigt habe.
(Das Opfer braucht den Täter, aber der Täter braucht auch das Opfer.)
Solche Situtaitonen sind immer für beide Seiten "gedacht"...

Als Beispiel:
Wenn ich herumlaufe und ich "Depp" genannt werde und mich das trifft, dann halte ich mich selbst für einen "Deppen"
Wenn ich aber herumlaufe und zu jedem "Depp" sage, dann versuche ich mich krampfhaft davon zu überzeugen, dass ich KEIN Depp bin, aber das Urteil schwebt noch in mir. Ich akzeptiere nicht, dass ein Depp in mir ist.
(Das ist nicht hinphilosophiert. Das sind zwei Mögliche Gründe, meine Gründe - ich war schon der Depp, ich hab auch schon zu allen anderen Depp gesagt)

Fazit von mir: Es gibt keine Deppen, bzw. steckt in jedem ein Depp.
(Je nachdem wie man es sehen will)
Solche Großigkeiten kommen vor, weil sie einen Grund haben...

Das Armbandwechseln ist für mich eine "zweischneidige" Sache.
Wenn es mir bewußt macht, wieviel ich urteile (meckere) ohne es zu merken. Finde ich es sinnvoll.
Wenn es aber "nur" zeigt, wie oft ich etwas "falsch" mache, und mich letztendlich verurteile, dass ich vermeintlich anders hätte handeln können - dann finde ich das Armband absolut sinnfrei...
Es muß jeder für sich herausfinden, wie im das Armband nutzt.

Maffi
""Was nicht im Menschen ist, kommt auch nicht von außen in ihn hinein."
Wilhelm von Humboldt

italiana
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Beitrag von italiana » Sa Nov 08, 2008 12:47 pm

Wie so viele andere bin ich ein sehr emotionaler Mensch, der in einer Sekunde von 0 auf 180 ist.
Bei mir ist es so: Wenn ich Nichts mehr sage, wird es gefährlich.
Wut zu unterdrücken liegt mir nicht, denn das funktioniert nicht lange. Irgendwann kommt der Punkt an dem ich nen Anfall kriege, und die gestaute Wut zum Ausdruck kommt.

Also bringe ich meine negativen Gefühle direkt genauso zum Ausdruck wie meine positiven Gefühle. Reinigendes Gewitter.
Hier im Forum halte ich mich jedoch zurück, und habe so manchen Text in dem ich meine Wut/Ärger zum Ausruck brachte nicht gepostet sondern wieder gelöscht. Oft genug hat dadurch, dass ich die Wut raus "geschrieben" habe, sie sich aufgelöst.

Wut muss raus, aber das kann sie auch still und sachte.

Warum WOLLEN (= wünschen, „bestellen“) Menschen solche niedrigen Emotionen in ihrem Leben ...zum aus-leben … aus-kosten …sich DAMIT gut fühlen?

Gute Frage... :wink:

Desertflower
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Beitrag von Desertflower » Sa Nov 08, 2008 1:11 pm

Hm bei mir kommt es auch darauf an ob ich aufmerksam bin in dem was ich tue .
Bin ich unaufmerksam lasse ich mich noch in die Richtung schieben von meine Emotionen (ich meine jetzt sogenannte negative ) kochen hoch und ich lebe sie aus .Ärger Wut mit motzen schimpfen und so weiter .
In dem Moment wo ich "wach" bin merke ich halt ne das sind doch äußere Dinge haben mit dir garnix zu tun und der Druck ist verpufft.
Ich finde immernoch den Paten klasse (insbesondere mit meiner süßen pubertären Tochter ) reingeschäftlich nix persönliches Das hilft mir ganz oft klar zu kriegen ,dass es nicht um mich geht sondern um den Prozess des erwachsen werdens von uns beiden ;)
LG Desertflower
Ich bin die Ursache ich bin die Wirkung. S.Yesudian

pluto
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Beitrag von pluto » Sa Nov 08, 2008 3:18 pm

Hallo bhogi,

puh, was für eine herausfordernde Frage bzw. Thema.

also ich kann schon mal sagen, das ich mir die „negativen“ Emotionen und deren Situationen, die sie bei mir auslösen nicht bewusst bestelle, denn gut tut es mir sicherlich nicht.

Bevor ich auf die Frage, wie gehe ich damit um, eingehe, möchte ich noch für mich einige Definitionen mit reinstellen.

Ausleben bedeutet für mich, ich zeige die Emotion auch nach Außen (manchmal nur für mich selbst, manchmal halt auch anderen gegenüber). Ich denke aber schon, das selbst wenn ich sie nicht nach außen hin zeigen will, die anderen es trotzdem irgendwie merken. Aber egal.

Du hast jetzt ja eher die ganzen „Wut-Emotionen“ und deren Ausläufer angesprochen. Für mich gehören zu den negativen Emotionen all die, die im Grunde aus der Angst herauskommen. Also auch Hochmut, Geiz, Besserwisserei, Rechthaberei, sich über den anderen stellen und all die „netten“ die auf der Emotional Guidance Scale beschrieben sind.

Ich selbst habe für mich beschlossen, diese ganzen Emotionen möglichst nicht auszuleben, aber sie trotzdem und ganz bewusst WAHRZUNEHMEN, mir meiner SELBST BEWUSST ZU SEIN, sie anzunehmen, als einen Teil von mir, der im Moment noch da ist und diesen Teil zu lieben, ihm Liebe senden. Denn ich weiß doch, dahinter steckt im Grunde nur Angst.

Diese negativen Emotionen, die da bei mir raus-hochkommen, sind doch nur ein Hilferuf, „Hallo, hier bin ich irgendwie überfordert, ich habe tierischen Bammel, das ….. was auch immer geschieht, hilf mir, liebe mich, tröste mich, erkenne mich an“.

Erst wenn das bei mir geschehen ist, komme ich aus der Situation wirklich raus, kann sie distanziert betrachten und mich dann neu entscheiden, wo will ich hin? Was will ich wirklich leben?
Ganz besonders genial finde ich hier jetzt den Satz von Abraham, den Du zitiert hast. Klasse, wenn meine „negativen Emotionen“ für mich ein Wegweiser sind, mir anzeigen „ach schau mal Pluto, da bist Du schon wieder meckerig, rechthaberisch, das gefällt Dir nicht, wie sieht denn die Situation aus, die Du Dir da geschaffen hast, und wo willst Du denn eigentlich wirklich hin?“ Superklasse, da wird mir meine eigene Schöpferkraft doch noch einmal wieder mehr bewusst.

Ich musste bei Deinem Beitrag spontan an zwei Geschichten von Bärbel denken. Die erste,
„ich muss wissen wo ich wirklich stehe/bin, wenn ich mich selbst z.B. in Hamburg am Hauptbahnhof denke (meine zu sein) und will nach Altona, stehe aber tatsächlich erst in Frankfurt, und suche da nach der S-Bahn nach Altona, dann wird mir das nicht viel nützen, denn ich muss ja erst in einen Zug, nach Hamburg.

Wenn ich jetzt einfach meine Emotionen nicht mehr „auslebe“ und anerkenne, und der Meinung bin, ich bin aber schon „ganz toll nur in den positiven Emotionen“ aber unterschwellig ist da noch so viel, was ich nicht sehen will, dann denke ich staut es sich irgendwo bei mir.

Die andere Geschichte ist die von dem Newsletter von Bärbel:

http://www.baerbelmohr.de/forum/neuster ... t5476.html

Die Ärztin hat doch sehr erfolgreich Liebe an die „negative Emotion“ des anderen gesendet. Sie hat sich nicht gesagt, „hach, das hier macht mich aber mal gar nicht glücklicher und tschüss“ sondern sie hat die Liebe verwendet.

Und genau DAS möchte ich mir selbst auch erlauben, mir selbst, meinen negativen Emotionen die Liebe geben, die sie verdienen und den Emotionsauslöser heilen und dann kann ich diese Liebe auch wirklich nach außen hin leben.

Lieben Gruß von Pluto

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LaMer
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Beitrag von LaMer » Sa Nov 08, 2008 9:21 pm

Hallo an alle,

ich finde, da muss unterschieden werden.

Im Alltag, wenn alles ziemlich rund läuft, lasse ich negative Emotionen weitgehend an mir abprallen. Die motzige Verkäuferin macht mir nichts mehr aus, denn ich weiss, dass sie ihren eigenen Film fährt, der mit meinem nichts zu tun hat.

Wenn es meine nähere Umgebung betrifft, bin ich jedoch leider noch nicht so weit. :oops: Negative Gefühle sind ja mal primär nichts Schlechtes, sie können als Wahrnsignale sehr dienlich sein, wenn das Ego jedoch zu sehr mitmischt, können kleine negative Gefühle schnell zu Riesen-Problemen werden. Das Ego braucht Spannung! Versuche im Moment, mir meine negativen Gefühle anzuschauen und sie auf ihre Daseinsberechtigung zu prüfen. :lol:

Dann gibt es natürlich die negativen Gefühle hervorgerufen durch eine Krise. Da habe ich leider noch keinen Weg gefunden, negative Gefühle sofort in positive umzuwandeln. Da bin ich - bisher - der Meinung, dass man diese Phasen einfach leben muss, um danach auf einem anderen Level weiter zu gehen. Das ist Dualität!

LG
LaMer

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Schmetterling
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Beitrag von Schmetterling » Sa Nov 08, 2008 9:31 pm

Ein sehr komplexes aber äußerst interessantes und spannendes Thema!

An der Umfrage habe ich nicht teilgenommen, da ich mehrere Punkte, nämlich Punkt 1-4 (mit ein paar Einschränkungen) hätte anklicken müssen.

Mich haben, wie bei Sanaei, das 40-Tageprogramm und TheWork nicht nur im Bezug auf Emotionen weitergebracht. Aber auch Passagen aus Kapitel 2 + 3 des Buchs 'Unsichtbare Kräfte' von J. v. Buttlar, in denen es um die evolutionäre Entwicklung des Menschen bzw. unseres Gehirns geht, fand ich sehr hilfreich.

Ich stellte fest, dass ich ziemlich schnell und immer häufiger am rummosern, meckern und fluchen war, und natürlich zog ich damit nur mehr Situationen und Ereignisse in mein Leben, die es wiederum 'Wert' waren weiter zu mosern.

Dank Selbstreflexion habe ich dann irgend wann doch mal festgestellt, dass das auch mal anders war und erkannte für mich, dass ich mir Meckern und Fluchen zur Angewohnheit gemacht hatte, und wenn man sich etwas angewöhnen kann, dann kann man es sich auch wieder abgewöhnen. Diese 'Angewohnheiten' bin ich dank der Inhalte des 40-Tageprogramms und vieler Themen hier im Forum losgeworden bzw. habe mir etwas Anderes, Besseres, Schöneres im Einklang mit mir selbst 'angewöhnt'. Soviel zu den 'oberflächlichen' antrainierten, selbstprogrammierten 'Habbits'.

Negative Emotionen, die ich als Reflex auf Ereignisse, selbstprogrammierter Schutzmechanismen etc aus der Vergangenheit erkannte, konnte ich weitestgehend u.a. mit Hilfe von TheWork, ‚Jills Geschichte’ Tipping im Allgemeinen und Hinweisen hier im Forum bearbeiten.

Dennoch bin ich nicht frei von Emotionen, seien es die schönen oder negativen. Das ist weder gut, noch schlecht, es ist. Das erste Viertel Jahr war ein Auf und Ab. Das zweite Viertel war ein gleichbleibendes ‚Gut’ mit mehr ‚Auf’.

Doch vor ca. 2 Monaten, aus heiterem Himmel (ich dachte mich könnt’ kein Wölkchen mehr trüben) ich war gerade aufgewacht, mein Partner kam zu Tür herein, sagte irgend was, und aus den tiefsten Tiefen schoss es aus mir haraus , eine Schimpftirade meinerseits erfolgte! Aber während ich am Schimpfen war (diese Emotion also auslebte) fuhr ich im selben Schimpfton fort, mich laut zu fragen woher denn nun diese Aggression plötzlich herkomme. Gleichzeitig viel mir die Evolutionsgeschichte des Gehirns ein. Ich ließ diesen Fluss aus Aggression letztendlich auslaufen indem ich laut ungefähr folgendes aussprach: ’Meine Aggression hat jetzt etwas mit Revierverhalten zu tun und wurde durch mein Reptilgehirn ausgelöst, also liebes Reptilgehirn, nimm jetzt diese Emotion und komm erst wieder, wenn Du was Schönes zu berichten hast.’ (abgekupfert auch aus Threads mit dem Donald Duck auf der Schulter). Das war’s und hat geholfen, auch später noch paar Male.

Das bedeutet jetzt nicht, dass ich alle Verantwortung gegenüber meinen Emotionen abgebe, aber es gibt meiner Meinung nach Dinge/Verbindungen zwischen Himmel und Erde, da kann mir nur mein Entwicklungsgrad, bestimmt durch die Evolution weiterhelfen.

All die Reflexe, die ich angesammelt habe (aus welchen Gründen auch immer), überprüfe ich mal mehr mal weniger, und vertraue darauf, dass alles gut ist wie es ist.

Über die ganze Thematik hat schon Seneca (dessen Philosophien mir sehr gefallen und die bei all den heutigen modernen ‚Philosophen’ wiederholt werden) geschrieben. Noch brauche ich Emotionen als Wegweiser um irgend wann einmal eventuell ein Weiser zu werden! Und wieder einen Glaubenssatz entdeckt!

So komplex, vielschichtig und unendlich Tief wie’s Universum und darüber hinaus ist dieses Thema so wie jedes andere.

All is well!!!

Schmetterling
[size=92][color=darkblue][b]Ich bin ein manifestierter Wunsch![/b][/color][/size]

Someone
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Beitrag von Someone » Sa Nov 08, 2008 9:55 pm

Also.. ich finde auch, man sollte sich die Gefühle mal genau anschauen..

WARUM werde ich wütend.. ist es berechtigt?.. ich meine wirklich, weil ich z.b. betrogen werde.. oder so.. hm..

Dann die Wut.. selbst.. was macht sie mit mir..
Dann frage ich mich auch.. zermürbt mich diese Wut?..

Hatte so laute Nachbarn.. und irgendwann entschied ich mich.. das mir meine Nerven zu schade sind um sie mit den lauten Nachbarn kaputt zu machen.. es war eine Entscheidung..
Natürlich würde ich noch wütend.. aber immer kürzer .. und irgendwann kam die Entscheidung.. wir ziehen um.. und gut!

Somit wurde der Lärm irgendwie erträglicher.. mit der Aussicht auf Erlösung.. vorher dacht ich immer.. ich verzweifel.

Aber.. ich kann das nicht immer so rational.. ich habe meine Situationen.. da reg ich mich auf.. auch wenn ich mich oft entschloss mich nicht mehr aufzuregen.. leichter gedacht als getan.. find :roll:
irgendwo sind wir alle eins..

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