Religion, LOA und der Mangel ....

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orelie
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Religion, LOA und der Mangel ....

Beitrag von orelie » Mo Okt 08, 2007 7:12 pm

Hallo ihr lieben,

seit einigen Tagen diskutieren wir hier ja: LoA - ja, oder nein, funzt es - funzt es nicht ...

Unabhängig davon, ob es jetzt für mich schlüssig ist oder nicht (ich bin mir da nämlich noch nicht so sicher) kam mir folgender Gedanke (hoffe ich kann es einigermaßen rüberbringen...)

Seit Anbeginn der Zeitrechnung beten Menschen zu Göttern, einem Gott, leben ihren Glauben (u.a.) in der Hoffnung dadurch etwas zu bekommen. Sei es nun, dass sie um Regen, Liebe, Fruchtbarkeit der Felder, Gesundheit - was auch immer - bitten.

Nicht selten bitten Menschen aus einer Situation des Mangels heraus um etwas.
Meine erste Frage: Müssten nicht alle! Menschen, die aus dieser Ausgangssituation heraus beten - enttäuscht werden, sprich: ihr Gebet dürfte nicht!! erhört werden? Auch, wenn sie die Hoffnung haben, dass "Gott" "ganz bestimmt" hilft???? und:
Zweite Frage: Auch, wenn Menschen heutzutage nach der Suche nach "neuen Religionen" sind, gibt es Zig-Millionen - bzw. Milliarden Menschen, die durch ihre Kultur geprägt einer Weltreligion angehören.
Bsp: Juden, die an der Klagemauer beten - das Wort sagt es schon - ich klage nicht, wenn es mir gut geht - entstehen diese Gebete nicht ganz oft aus einer tiefen Verzweiflung (Mangel) heraus? Würden all diese Gebete nicht!!! in irgendeiner Form zufriedenstellend erhört werden, würden Sie dann noch beten?
Dritte Frage: Ist nicht immer gerade in Zeiten von Katastrophen (Tsunami, 11. September) ein "Run" auf die Kirchen zu verzeichnen? Der Grund ist immer der gleiche: "Menschen bitten aus Verzweiflung, Angst, Trauer, Wut um Hilfe, ein Wunder, Rettung ...
Würden Sie dies machen, wenn sie dort keine Hilfe erfahren würden??

Wünschen, Bitten aus einem Mangel heraus ... Ja oder Nein ... wie seht ihr das???
lg Orelie

Das Glück deines Lebens hängt von der Beschaffenheit deiner Gedanken ab.

Mark Aurel

Frechbine

Beitrag von Frechbine » Mo Okt 08, 2007 7:20 pm

Meiner Meinung nach ist das der Unendliche Glaube dieser Menschen!

Sie beten zwar aus einem Mangel heraus, aber sie lassen dann auch los, sie sind davon überzeugt, dass ihr Gott (schreibe das mal so weil Gott in den einzelnen Religionen ja andere Namen hat und um die nicht alle aufzuzählen), ihnen jetzt die nötige Hilfe gibt. Sie beten, vertrauen und lassen los, sie widmen sich dann dem Guten zu. Sie sind überzeugt von ihrem Gebet.

Vertrauen und loslassen!

Daisy

Beitrag von Daisy » Mo Okt 08, 2007 7:25 pm

Orelie,

für mich als "Heidin" hat das eine nix mit dem anderen zu tun. Sprich - ich bin die Göttin, niemand "da oben", und darum wünsche ich auch net in Bitt- oder Gebetsform.

Joseph Murphy hat immer wieder erklärt, warum Bittgebete nicht erhört werden. Der Herr lohnt sich wirklich mal zu lesen.

Ein kleiner Gedanke als Ergänzung: Reverend Camden aus "7th Heaven" sagte mal: "Die meisten Menschen handeln aus Angst, nicht aus Überzeugung."
Ich denke mal, darum warten sie auch immer, bis die Kacke am Dampfen is, dann können sie zu ihrem Gott beten, und ihn verantwortlich machen, statt selbst ihr Leben in die Hand zu nehmen.

Hilf dir selbst, DANN hilft dir Gott...
Das heißt, du brauchst seine Hilfe gar net, weil du es ganz allein kannst. Denn du bist Gott.

Kurzum - das LOA funzt nur bei denen, die die Verantwortung net abgeben. Es ist alles IN uns, net da oben, net da draußen, net bei jemand anders.
Das begreifen die wenigsten..ich selbst falle auch noch manchmal in diese Falle..

LG

Frechbine

Beitrag von Frechbine » Mo Okt 08, 2007 7:29 pm

Daisy hat geschrieben:
..ich selbst falle auch noch manchmal in diese Falle..
Ich auch... bleib zwar bei meiner Meinung warum diese menschen beten und auch Erfolg damit haben, aber Du hast natürlich auch recht...

sollt ich das Buch von Murphy jetzt doch vor dem von Tolle lesen??? stehen beide hier rum...wer die wahl hat :-)

Frechbine

Beitrag von Frechbine » Mo Okt 08, 2007 7:46 pm

Nachtrag:

Obwohl, ich glaube ja an Gott, aber aus einer anderen Überzeugung heraus, daher bin ich auch aus der Kirche ausgetreten.

Für mich sind Abraham so was wie Gott, sicher bin ich auch mein eigener Gott! Aber es gibt da für mich die Nicht-Physische-Einheit, die auf uns achtet und uns hilft wenn wir es wollen und offen dafür sind!

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Sky
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Beitrag von Sky » Mo Okt 08, 2007 7:59 pm

Ich bin der Meinung, dass das LoA ausnahmslos und immer funktioniert. Wichtig ist nur, dass man nicht vergisst, dass man das bekommt, in das man die meiste Energie steckt (Liebe, Angst,...). Und wenn man mit inbrunst bittet - nun ja, dann bekommst Du auch genau das: Reichlich anlass zum bitten. Wenn man dagegen seine Energie auf den Gegenstand der Bitte richtet setzt sich das Universum in diese Richtung in Bewegung. Das gilt auch für Zweifel oder "Nichtfunktionieren". Manchmal kann man beobachten, dass manche Menschen mit solcher Kraft zweifeln, dass sie in gewisser Weise das LoA bestätigen.
Religionen sind für mich ein Weg, dem Verstand dieses Schöpfungsprinzip begreifbar zu machen. Etwas an das man sich "klammern" kann falls es nötig sein sollte.

lawofattraction
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Beitrag von lawofattraction » Mo Okt 08, 2007 9:41 pm


Hallo Ihr Lieben

Ein sehr interessanter Thread, danke Orelie für den Anstoss.

Meiner Meinung ist es ganz egal, wo der Fokus des Glaubens liegt und wie man ihn nennt, solange überhaupt ein Fokus vorhanden ist.

Wie werden Wünsche denn geboren? Aus Mangel. Sonst bräuchte man doch keine Veränderung einer Situation oder des Status oder Objekte, die man gerne haben möchte. Ohne auf eine Situation des Nicht-Habens zu schauen, kann also auch kein Wunsch nach Veränderung entstehen. Frechbine hat das schön beschrieben.

Was Orelie sagt unter Punkt drei: Wir sind, egal ob wir einer der existierenden Religionen angehören oder nicht, kulturell geprägt durch 2000 Jahre der christlichen Tradition, die Menschen als unwürdig und schuldig darstellt. Menschen werden in Angst erzogen, dass ein richtender Gott da sei, der ein Übertreten der Gebote zensiert und Strafe schickt. Passieren also Ereignisse, die Massenvernichtungen nach sich ziehen, so wird wieder Angst geschürt, es wird gebetet, damit das „mir“ nicht passieren wird. Viele Menschen beten zu Gott, um Unheil abzuwenden und sich als würdig zu erweisen, Wohlwollen auf sich zu ziehen – aus Angst und Gefühlen der Unwürdigkeit.

Daisy sagt – sie erklärt sich als Heidin (was immer das auch für jeden einzelnen bedeuten mag) – es ist in uns, nicht irgendwo aussen. Ich stimme vollkommen zu. Ich habe die Fähigkeit, ich habe die Macht, und das WIE der Konkretisierung ist vollkommen egal. Ich könnte denken, dass mein Hund meine Wünsche erfüllt, und bin ich davon überzeugt, werden meine Intentionen sich konkretisieren. Gerade weil die Fähigkeit dazu nicht im Aussen ist, sondern in uns.

Allerdings, für mich als jemand, der an eine Instanz glaubt, die allem „übergeordnet“ ist im Sinne eines Schöpfers, macht es Sinn, mich mit diesem Schöpfer zu verbinden, der in mir ist und die Macht der Schöpfung selbst hat. Also bin ich mir meiner Schöpferkraft bewusst. Ich bete also nicht zu einer äusseren Instanz, sondern glaube an ein Erschaffen aus mir in dieser Eigenschaft, bin ich doch Teil Gottes und Gott ist in mir – ich bin Gott (jeder andere Name ist hier austauschbar).

Sprechen wir nicht im Prinzip alle über das Gleiche und benutzen nur andere Namen?

Liebe und Freude
Loa
[color=green]If you keep asking the question, you hold
yourself away from the solution - Abraham[/color]

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orelie
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Beitrag von orelie » Mo Okt 15, 2007 12:07 pm

Hallo ihr lieben,

sorry, dass ich heute erst antworte. Die vergangenen Woche war "etwas" stressig :wink:
Dennoch vielen Dank für Eure Antworten.
Ich konnte die Frage für mich selbst noch nicht wirklich klären, aber ich habe aus euren Antworten einige Denk-Anstöße bekommen.

Allen einen schönen Start in die Woche!

Sonnige Grüße :D
lg Orelie

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Mark Aurel

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