Ein Kind dass sich nicht anpassen kann

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momi
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Beitrag von momi » Fr Sep 28, 2007 1:33 pm

Hallo Bine
Nur gut dass mein Sohn noch nicht lesen kann ,Du würdest ihn auf eine Idee bringen :lol:

Gruß Momi

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kiki
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Beitrag von kiki » Fr Sep 28, 2007 4:08 pm

Hallo liebe Momi!

Also erst mal rein generell habe ich mal einen klein wenig komischen Eindruck von dieser Lehrerin, vor allem wenn du schreibst du hast das zweit-auffälligste Kind... ist diese Aussage auch von der Lehrerin?!?
Aber gut, der Ansatz dass sie dir jeden Tag sozusagen ein Feedback ins Heft deines Sohnes schreibt finde ich ja schon mal ganz gut - und du sollst auch zu ihr kommen - mach das doch und geh hin mit der Einstellung dass sie mit dir reden will, dir helfen will. Man kann doch durchaus auch bei Lehrern mal davon ausgehen dass sie etwas Gutes fürs Kind wollen, oder!? Ich mein, es stimmt natürlich dass man sich da manchmal vl. ziemlich ins Eck gedrängt vorkommt, aber ich denke wenn du auch Gesprächsbereitschaft signalisierst (was du ja hast wie mir scheint) dann könnt ihr vielleicht gemeinsam nach der Besten Lösung für alle suchen. Zuerst natürlich für deinen Sohn und dann auch für die Erwachsenen.

Dass er unterfordert ist halte ich für EINE Möglichkeit, nicht mehr und nicht weniger - ich denke das kann man jetzt nicht verallgemeinern, das würde einer Ferndiagnose gleichen und das ist nicht so ganz sinnvoll denke ich.
Wenn du glaubst du bist zu wenig konsequent ist auch das eine Möglichkeit die ich in aller Ruhe reflektieren würde - vl. sogar mit der Lehrerin? bzw. wenn du dir wirklich so unsicher bist, warum gehst du nicht zu einer Erziehungsberatungsstelle? Ich finde das immer sehr schade, wenn solche Einrichtungen erst als allerletzte Option gewählt werden... da kannst du dir Rat holen. Es kann ja auch sein dass du dir völlig unnötig Vorwürfe machst und dabei liegt das Pro-blem ganz woanders.

Vor allem aber find ich das schon mal super, dass du dir auch Gedanken machst, ob du einen Teil zu der Situation beiträgst - viele tendieren ja eher dazu, alle anderen als die Schuldigen zu sehen, dabei ist es wirklich oft so dass die Kinder einfach etwas aufzeigen wollen. Kinder haben da sehr sensible Antennen und reagieren sofort wenn etwas nicht im Lot ist - die einen halt nach außen (so wie dein Sohn) die anderen nach innen (was leider oft übersehen wird).

Wenn du auch gerne etwas lesen möchtest kann ich dir die Bücher von Jesper Juul ("Was Familien trägt" bzw. "Das kompetente Kind" hab ich schon gelesen) empfehlen, die sind zwar teilweise ein bisschen langatmig (phasenweise wenig praktische Beispiele) geschrieben, aber der Inhalt ist echt top und wie ich denke auch sehr hilfreich.

Ich wünsche euch beiden alles Liebe, kiki
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Anna
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Beitrag von Anna » Fr Sep 28, 2007 5:38 pm

Sorry, jetzt muss vielleicht mal was aus Lehrerinnensicht dazu geschrieben werden... ich bin zwar keine Grundschullehrerin, habe aber die Kinder, die danach kommen. Ich bin aus Überzeugung Lehrerin, weil ich Kinder mag und ich gehe auch gerne auf sie ein. Und trotzdem ist genau das, was du schilderst, Momi, ein ganz ganz großes Problem in der Schule: Kinder, die sich nicht an Regeln halten können. Und zwar, weil sie es zuhause nicht gelernt haben. Das ganze potenziert mit den anderen Kindern, die ähnlich drauf sind - uff. Ich rate nur mal jedem, mal einen Schulvormittag mitzumachen, bevor hier so großartige Ideen kommen von wegen: auf jedes einzelne Kind eingehen und es mit seinen Stärken und Schwächen annehmen und fördern. Prima! Und das 25 Mal gleichzeitig? Die Kinder sind nun mal in einer Gruppe, und dort müssen Regeln für alle gelten. Sonst gehen nämlich andere Kinder auch unter! Und es tut mir echt weh, wie schnell immer gleich die Schuld bei den Lehrern gesucht wird. Wir geben weitestgehen unser Bestes, gibt bestimmt wie in jedem Beruf Ausnahmen. Aber das ist auch einfach der bequemste Weg. Ist halt die Lehrerin blöd und schafft`s nicht.
Wie gesagt, ich möchte nicht über die Methoden der Kollegin urteilen. Das mit den Steinen finde ich z.B. eine gute Idee, das mit den Weinsmileys nicht. Aber das kann ich von außen nicht beurteilen. Aber dann zu lesen, der Kleine soll die Steine nach der Lehrerin schmeißen - kein Wunder, das wir immer mehr Probleme in der Schule bekommen, bei den Einstellungen der Eltern.

Bin übrigens auch Mutter, nur so am Rande.

Anna.

momi
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Beitrag von momi » Fr Sep 28, 2007 7:18 pm

Hallo Anna
Danke für Deine Antwort,ich bin absolut nicht gegen die Lehrerin,mir ist auch klar dass der Nico sich an die Regeln halten soll und muss.ich bin nur so endsetzt dass mein Kind der Störrenfried ist.Ich bin auch offen für die Tips,die hoffentlich von der Lehrerin kommen werden.Bin aber auch über jede Anregung von anderen froh.

Vielen Dank für die lieben Antworten von allen,habe meinen Wunsch schon ans Universum geschickt.
Gruß Momi

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Sky
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Beitrag von Sky » Fr Sep 28, 2007 7:20 pm

Hallo momi,

versteht Dein Sohn denn die Regeln, an die er sich halten soll, bzw. warum er sich daran halten soll? Vielleicht müssen sie ihm einfach nur mal liebevoll erklärt werden.

Liebe Grüße,
Sky

Anna
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Beitrag von Anna » Fr Sep 28, 2007 8:39 pm

Liebe Momi,

erstmal muss ich hinzufügen, dass ich deine Haltung zu der ganzen Sache total klasse finde und sich mein Ausbruch nicht gegen dich gerichtet hat. Ich bin einfach immer wieder entsetzt, wie schnell man bei der Hand ist mit dem Argument: Da wird halt ein Kind nicht verstanden und bevor man sich selbst eingesteht, dass da irgendwas schiefläuft, ist eben im Zweifelsfall die Schule bzw. der Lehrer/die Lehrerin schuld. Ich habe mich mittlerweile etwas abgeregt und kann sachlicher schreiben (hoffe ich). Im Übrigen ist diese Haltung auch die, die mich dann trotz meiner relativen Jugend im Lehrberuf schon resignieren lässt. Man muss nicht nur mit den Schülern kämpfen, sondern auch noch gegen elterliche Windmühlen - und manchmal fragt man sich, wer eigentlich unerzogener ist.
So, das reicht aber jetzt auch und ist auch in diesem Fall KEINESWEGS gegen dich gerichtet. Du machst nämlich eines ganz toll: Du gestehst dir ein, dass dein Kind Schwierigkeiten macht. Dass es sich nicht an Regeln halten kann. Und du hast offensichtlich einen Schwachpunkt (so nenne ich es jetzt mal) erkannt: Du bist oft zu inkonsequent (gewesen). Ob das jetzt die alleinige Ursache ist, sei mal dahingestellt. Das kommt im Zweifelsfall auf die Stärke und Häufigkeit der Inkonsequenz an. Hat dein Kind z.B. das Gefühl, du bist schwach und es hat dich im Griff, ist es kein Wunder, dass es im Unterricht dann auch nicht einsieht, eine Anweisung zu befolgen, wenn es sonst erlebt, dass es der Chef ist. Klingt erstmal krass, und ich weiß ja nicht, ob es bei dir zutrifft. Dann ist natürlich immer die Frage, wie es sein Umfeld erlebt. Gibt es familiäre Probleme, was hat es für eine Vergangenheit etc.. Und NATÜRLICH ist eine Einschulung immer schwer für Kinder, aber auch keine Entschuldigung. Schließlich machen das jedes Jahr Hunderte? Tausende? von Kindern durch und die Grundschullehrer sollten da eigentlich sensibel für sein und geschult mit umgehen.
Ich denke, dass es vernünftig ist, dass du auch das Gespräch mit der Lehrerin suchst. Gib deine Hilflosigkeit und dein Entsetzen ruhig zu. Die Lehrerin müsste dir eigentlich Lösungsvorschläge anbieten können bzw. ihr erarbeitet etwas gemeinsam. Wichtig ist immer das An-einem-Strang-ziehen, denn wenn ein Kind das Gefühl hat, die Eltern stehen eh immer hinter einem und es kann die Parteien gegeneinander ausspielen - das ist das reinst Gift.

Anna.

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Amber
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Beitrag von Amber » Fr Sep 28, 2007 9:42 pm

Anna hat geschrieben:.... auf jedes einzelne Kind eingehen und es mit seinen Stärken und Schwächen annehmen und fördern. Prima! Und das 25 Mal gleichzeitig?
In unserer Grundschule ist das möglich. Im ersten Schuljahr werden die Klassen von einer Klassenlehrerin und einer pädagogischen Mitarbeiterin gemeinsam betreut. Jetzt in der Schuleingangsphase, also den ersten 3 Monaten, werden die Kinder gezielt beobachtet, um zu sehen, wo sie in ihrer Entwicklung stehen bzw wo sie abgeholt werden müssen. Es ist also nicht nur leeres Geschwätz des Kultusministers ;-) , sondern die Schule und jeder einzelne Lehrer unterstützen dies und setzen es um.

Meine Tochter ist zwar schon einige Jahre aus der Grundschule heraus und hat diese auch in einem anderen Bundesland besucht; aber auch dort klappte die individuelle Betreuung. Durch selbständiges Arbeiten ("Werkstattunterricht")
konnten die Kinder sehr gut entsprechend ihrer Fähigkeiten und Entwicklungsstand arbeiten. Meine Tochter wäre mit Sicherheit unter der herkömmlichen Unterrichtsmethode (Stichwort Frontalunterricht "Alle im Gleichschritt marsch") auch unangenehm aufgefallen.

Ich als z.T leidgeprüfte Mutter von zwei besonderen Kindern bleibe dabei: Es ist möglich...ich habe es erlebt und mache gerade bei meinem Sohn auch wieder sehr positive Erfahrungen mit sehr engagierten tollen Lehrern.

:D Amber

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kiki
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Beitrag von kiki » Sa Sep 29, 2007 8:00 am

Deine Aussage macht mich traurig, Anna.

Ich bin zwar keine Lehrerin, sondern arbeite im Kindergarten - habe dort allerdings auch 25 Kinder auf "einem Haufen" zu fördern... und ich befinde es sehr wohl als meine Aufgabe und die der Lehrer, jedes einzelne Kind sowohl in seiner Persönlichkeit wahrzunehmen als auch anzunehmen und individuell darauf einzugehen. Es mag schon sein, dass das nicht immer einfach ist und bestimmt auch nicht immer bequem, man sich auch immer wieder selber reflektieren muss und blinde Flecken ausmerzen... aber genau das ist doch auch das Schöne daran, dass jedes Kind eine eigene Persönlichkeit ist!

Ich hoffe, das war nur eine Aussage im Moment der Rage...

Im übrigen sehe ich auch jedes einzelne Kind als Spiegel meiner selbst... irgend eines Anteils in mir.
Wenn man das mal über die Jahre hinweg beobachtet, dann ist es immer wieder erstaunlich welche Tendenzen zu erkennen sind! Letztes Jahr hatte ich zb. gleich einige Kinder, die sehr stur waren - und nach einigem in-mich-gehen hab ich auch erkannt... JA - da gibt es durchaus einen Teil von mir, der sogar SEHR stur ist. Ich hab mich einfach gegen einen Entwicklungsschritt gesträubt und das sogar mit ziemlicher vehemenz. Mittlerweile ist die Gruppendynamik eine ganz andere - obwohl diese "sturen" Kinder allesamt immer noch in der Gruppe sind!

Ich schicke dir alles Liebe, kiki
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lawofattraction
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Re: Ein Kind dass sich nicht anpassen kann

Beitrag von lawofattraction » Sa Sep 29, 2007 8:25 am

momi hat geschrieben: Meint Ihr ich kann mir ein Kind bestellen(hört sich doof an gell) dass sich in die Gemeinschaft einfügt und nicht immer negativ auffällt.Und eine Mutter(mich) die total konsequent ist.

ich bin nur so endsetzt dass mein Kind der Störrenfried ist.

Mir graut es halt nur davor dass mein Kind das zweit Auffälligste in der Klasse ist.

Hallo Momi,

Du hast ja hier schon ganz viele gute Ratschläge von anderen Müttern bekommen, daher möchte ich einmal etwas dazu sagen, wie mich Deine Beiträge anmuten, unabhängig von der eigentlichen Situation.

Aus allen Deinen Bemerkungen heraus empfinde ich, dass Du Deinen Sohn wohl auch nicht akzeptierst. Ich habe drei Zitate erwähnt, und es geht davon eine ganz deutlich Tendenz aus. Nirgendwo habe ich gelesen „ich möchte, dass mein Kind glücklich ist“ "ich liebe meinen Sohn" – statt dessen empfinde ich Deine Angst, dass er nicht in die Gemeinschaft passt und die Frage, wie kann ich ihn da hineinpressen.

Erst einmal – Kinder, vor allem Kinder diesen Alters, haben keine Probleme und sind auch kein Problem. Kinder sind von ihrem Umfeld, ihrer Familie geprägt. Ist ein Kind „verhaltensauffälllig“, so ist das Sache der Familie und Ursachen sind in der Familie zu suchen, und die Familie als solche muss auch bei der Lösung berücksichtigt werden. Irgendwo vermisse ich Deine Frage, in wieweit Du an der ganzen Sache beteiligt bist. Ich höre nur Beschwerden über Deinen Sohn und sein Verhalten. Durchweg ist ein solches Verhalten ein Verlagen nach Aufmerksamkeit, nach Liebe, nach Anerkennung, nach dem Bedürfnis in seiner Eigenart wahrgenommen zu werden – Kinder „funktionieren“ nun mal nicht alle nach einem Schema.

Eine andere Sache ist die Schule/Lehrerin. Aus einer solchen Schule würde ich mein Kind umgehend entfernen - was für Methoden, kreative kleine Menschen systematisch zu Ja-Sagern, Konformisten und Duckmäusern zu erziehen. Wo ist da Raum für die Eigenart des Kindes, wo für die Entwicklung ihrer Kreativität, ihres individuellen Ausdruckes? Mit dieser Art Erziehung werden Kinder in eine Schablone gepresst, um nur für die Lehrer keine zu grosse Herausforderung zu sein, damit alles in geregelten Bahnen läuft und diese als Störenfriede abgestempelten hochsensiblen und oft hoch intelligenten und sehr kreativen Kinder nur ja nicht ihre Eigenarten leben können. Wenn ich mir vorstelle, was durch eine solche Erziehung zerbrochen wird, so empfinde ich nur Traurigkeit.

Ich kenne andere Beispiele, auch in Deutschland, wo die Unterrichtsgestaltung den Kindern angepasst wird und nicht umgekehrt, und ich sehe, wie selbst Kinder, die als „schwierig“ eingestuft werden, aufblühen, wenn ihnen Liebe und Verständnis angedeihen, wenn ihre Persönlichkeit gefördert statt gehemmt wird und wenn eingesehen wird, dass auch Kinder höchst individuell sind und wenn diese Einzigartigkeit gefördert wird. Vielleicht bedarf es ja dazu noch einer Schulreform, aber die wirklich Aufgabe liegt doch bei den Eltern, ihre Kinder auf bestmögliche Art zu fördern. Und dazu gehört auch, eine geeignete Schule auszusuchen, und wenn es die eine nicht ist, weiterzusuchen, bis die gefunden ist.

Letzendlich noch eine Anmerkung, vielleicht gibt es in dieser Richtung ein paar Hinweise und Erklärungen für Dich, wie Du mit Deinem Sohn zusammen Euer Leben gestalten kannst, dass er sich frei entfalten kann und Du auch Deine Seelenruhe hast: Hast Du schon einmal von den Indigo-Kindern oder Kristall-Kindern gehört? Wenn nicht, kannst Du dazu googlen, und vielleicht macht vor dem Hintergrund dieser Information das Verhalten Deines Sohnes für Dich mehr Sinn.

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lawofattraction
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Beitrag von lawofattraction » Sa Sep 29, 2007 8:29 am



Liebe Kiki,

hätte ich noch Kinder im Vorschulalter - zu Dir würde ich sie sehr gerne schicken. :D

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chantal
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Beitrag von chantal » Sa Sep 29, 2007 9:25 am

Liebe LOA - was für ein wundervoller Beitrag *ganzdollvirtuelldrück :D

Liebe Momi - ich wiederhole meine Frage gerne, da Du bisher mit keinem Wort darauf eingegangen bist (was ebenfalls für LOAs Sichtweise spricht):
Hat schon mal irgendeiner das Kind gefragt?

Liebe Grüße
chantal

momi
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Beitrag von momi » Sa Sep 29, 2007 10:22 am

Hallo Loa

Ja,da hast Du schon Recht,ich kann meinen Sohn so sicher nicht akzeptieren,ich habe wohl selber kein Selbstwertgefühl und möchte auch nicht dass irgendjemand von meiner Familie,auch ich nicht, in die Gesellschaft passt.Mir ist schon klar dass es auch an mir und meiner zum Teil inkonsequenz liegt.Ich arbeite auch an mir,so ist es nicht.Ja,ich habe ein Problem damit,ein Großes,sonst hätte ich hier sicher nicht geschrieben.Ja,lieben tu ichmeinen Sohn,sehr sogar und ich möchte für ihn das Beste.Mit Deinem Komentar zur Schule,ich lebe auf dem Land,da kann ich nicht einfach sagen,ne in diese Schule geht er nicht mehr.

Danke für Deinen schönen Beitrag ich werde mich jetzt gleich mal über Indigo-Kinder schlau machen.

Liebe Grüße Momi

momi
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Beitrag von momi » Sa Sep 29, 2007 10:25 am

Ach ja,zum Fördern der Kinder,ich habe da kein Problem mit,nur wie soll ich fördern?In unserer Schule geht man (denke ich mal,ich muss ja erst noch zur Sprechstunde,dann weis ich wie die Lehrerin denkt und was sie spricht)nicht unbedingt auf den Einzelnen ein,da müssen die KInder funktionieren und sich einfügen und anpassen.Ich finde es schön wenn es auch ander Schulen und Kiga gibt,bei uns in der Nähe leider nicht.

Gruß Momi

detay
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Beitrag von detay » Sa Sep 29, 2007 10:36 am

momi hat geschrieben:Ach ja,zum Fördern der Kinder,ich habe da kein Problem mit,nur wie soll ich fördern?
Mit Liebe,Liebe,Liebe...liebe Momi.

lawofattraction
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Beitrag von lawofattraction » Sa Sep 29, 2007 10:40 am



Liebe Momi,

ich sehe das natürlich, dass die Praxis nicht immer so leicht ist wie die Theorie..

Und ich denke, wenn Du in die Besprechung mit der Lehrerin gehst - tu es nicht, um es ihr Recht zu machen, um bereit zu sein, Deinen Sohn an ein System anzupassen, sondern mit der Überzeugung, dass Du dort bist, um für ihn das Beste zu finden und Bedingungen zu schaffen, die ihn fördern und ihn ein glückliches Kinderleben leben lassen. Sprich für ihn, nicht gegen ihn.

Die Schule - auch auf dem Land - ist für die Kinder da, nicht umgekehrt. Lehrer sollten diesen Beruf nicht ausüben und versuchen, dass es dabei so bequem wie möglich zugeht, sondern weil sie sich darüber klar sind, welch enorme Verantwortung sie in der Formung junger Menschen haben und Spass und Freude und Erfüllung in diesem Beruf finden.

Wie schnell können Bemerkungen, Aburteilungen "der ist so ...ist nie das ...kann nicht ...." einen nachhaltigen Endruck auf Kinder machen, den sie im späteren Leben mit sich rumschleppen als mangelndes Selbstwertgefühl, Minderwertigkeitskomplexe, Gefühlen der Unzulänglichkeit.

Wir leben doch in einer Zeit, wo auch dem psychologisch nicht Gebildeten klar wird, wie beeindruckbar die Psyche eines Kindes ist und wie einfach es ist, durch Liebe und Ermunterung und Bekräftigung seiner Einzigartigkeit ein Kind aufblühen lässt, so dass es dieses einzigartige Potential auch leben kann.

Liebe und Freude
Loa
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