niemanden mehr "brauchen"

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Moderator:Positives Universum

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sonnenscheinchen19
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niemanden mehr "brauchen"

Beitrag von sonnenscheinchen19 » Mo Apr 23, 2012 10:05 pm

Ihr Lieben,

wenn ich mich so umsehe im Netz und auch entsprechende Bücher lese, dann begegnet mir immer wieder, dass wir dahin kommen sollen, einen "Partner" nicht mehr zu brauchen. Wir wünschen uns zwar einen Partner (wobei ich kürzlich in einem Buch meine Ansicht wiedergefunden habe, "Partner" hört sich eher nach Geschäftsbeziehung an, ich empfinde es auch tief innerlich genauso), also einen Gefährten, der mit uns durchs Leben geht, auch in schlechten Zeiten zu uns steht.
Doch dem steht entgegen - vielleicht ist das auch etwas ungeschickt ausgedrückt, also bitte mich nicht steinigen ^^ - dass wir so autark werden, so autonom, dass wir gar niemanden mehr an unserer Seite gebrauchen können, wenn wir den Rat-Schlägen folgen. Wenn ich mein Leben so einrichte, dass ich niemanden mehr brauche, dann ist auch für die Liebe kein Platz mehr. Ich bin dann so mit mir selbst beschäftigt, mit meinem eigenen Leben, dass keine andere Person mehr darin Platz findet. Wir werden immer mehr zu Individualisten. Wir sind alle Individuen, das ist wahr, jeder ist auf seine Art einzigartig. Mich beschleicht aber allmählich das Gefühl, dass wir zu Einzelgängern werden, weil sich unser Fokus immer mehr auf uns richtet, auf unseren Bauchnabel, anstatt auf den "anderen", die "andere".
Es gibt den Spruch, dass nicht gut ist, wenn ich sage: ich liebe dich, weil ich dich brauche. Doch es gibt das Andere: Ich brauche dich, weil ich dich liebe.
Ergo brauche ich doch jemanden, ich brauche meinen Spiegel. Und das ist doch sicher auch richtig so.

Ich mag schon gar keine Ratgeber mehr lesen, weil ich allmählich mich nicht mehr wohl fühle mit dem, was mir da geraten wird. Kann das auch der Grund sein, warum viele von uns wünschen und wünschen, auch einen Gefährten wünschen, und der Wunsch geht nicht in Erfüllung, weil hier zwei Richtungen sich widersprechen? Ich suche meinen Spiegel, meinen Gefährten, aber eigentlich darf ich es nicht, oder noch nicht, denn ich muss ja erst dahin kommen, dass ich ihn/sie nicht "brauche".

Ich bin mir vollkommen bewusst, dass ich mein Thema jetzt nicht kristallklar formuliert habe, da es zwar etwas ist, was schon länger in mir gärt, doch dennoch noch nicht ausgereift ist.

Wer hat eine Idee dazu?

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jenniferso
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Re: niemanden mehr "brauchen"

Beitrag von jenniferso » Di Apr 24, 2012 9:19 am

also, ich finde es sehr witzig, dass du dieses thema jetzt einstellst, denn ähnliche gedanken habe ich auch. wer sagt, dass es BESSER ist zu wissen dass man allein gut klar kommt und keinen anderen braucht. wer sagt, dass es BESSER ist eng zusammenzuklucken? wer sagt es ist BESSER als ehepaar zusammen zu wohnen?

es tut mir leid, dass ich immernochnicht auf MICH, MEIN gefühl und MEIN bedürfnis achte. es tut mir leid, dass ich mir nicht zugestehe zu fühlen was ICH eigentlich BRAUCHE und das dann umsetze. ich liebe mich trotzdem. ich liebe den teil in mir, der viele ratgeber brauchte um sich überhaupt zu informieren, was das leben verschiedenes zu bieten hat, weil niemand es mir beibrachte was geht oder wie ich mich finde.ich liebe den teil in mir, der sich jetzt langsam fühlt und abneigung spürt fgegen das, was nicht zu mir passt. es tut mir leid. danke


so, ein anderer aspekt KÖNNTE auch sein: ich will diese ratgeber gar nicht lesen, weil ich WILL mich nicht emanzipieren will. es tut mir leid, dass ein teil von mir lieber in abhängigkeit leben möchte zu einem mann, weil ich es so kenne und es mir sicherheit gibt. ich akzeptiere mich damit und liebe mich trotzdem. danke
danke sonne für dieses tolle thema
freedom comes, when you learn to let go.
creation comes, when you learn to say no...

Glückssteffi
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Re: niemanden mehr "brauchen"

Beitrag von Glückssteffi » Di Apr 24, 2012 8:28 pm

gelöscht, weil nicht gehoppt.

Seraphina
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Re: niemanden mehr "brauchen"

Beitrag von Seraphina » Mi Apr 25, 2012 8:17 pm

liebes sonnenscheinchen,

es ist wirklich nicht einfach etwas zu hoppen wenn man nicht weiss was man denn nun hoppen soll....

aber wenn ich du wäre,dann würde in mir folgendes vorgehen....achtung sehr subtil

ich als sonnenscheinchen möchte im grunde sehr wohl unabhängig sein von einem partner.insbesondere die finanzielle unabhängigkeit.aber irgendwie glaube ich nicht daran das es mir irgendwie möglich wäre...woher sollen denn ein angemessenes monatliches regelmässiges einkommen herkommen das es mir ermöglicht im grunde alles selber zu bezahlen ,auch ohne einen festen lebenspartner.denn wenn es zu einer trennung kommt,dann muss ich mich nicht auch noch um die finanzen sorgen.selbst wenn es durch eine arbeitsstelle dazu kommt oder durch selbstständigkeit,fühle ich mich überfordert daran zu glauben das das geld auch ausreichend sein wird....und vorallem auch noch dauerhaft.

ach wie schön wäre es einen partner zu haben der als sicherheit bereit steht.falls ich nicht genug verdiene,dann macht das weniger was aus,denn sein gehalt ist ja meine,unsere sicherheit.auch wenn ich mal krank sein sollte,dann ist er ja da um die miete zu zahlen oder die lebenskosten.
im grunde will ich gar nicht finanziell unabhängig sein,sondern einen partner der mit mir harmoniert und der mir sicherheit gibt.....dann wäre alles paletti...


ich nehme mein sehr weibliches verhalten in mein herz und liebe mich dafür.es tut mir leid das ich mich durch mainstreaming und genderstreaming so sehr beeinflusst haben lassen. es ist in ordnung wenn ein mann für eine frau grundsätzlich finanziell aufkommt ,vorallem wenn sie kinder zu versorgen hat.. es ist in ordnung wenn ich als frau dann meinen part mit freude erfülle und meinen teil beitrage in der partnerschaft.
es tut mir leid das ich die erfahrung gemacht habe das männer dies ausnutzen und am ende stehe ich leer da .

es tut mir leid das ich den neuen genderboom mitmachen will und unbedingt alles unter einen hut bringen will.die selbstständige männliche frau die haus,kinder ,mann und karriere mit links managen soll.dazu am besten noch toll aussehen und geil im bett sein. eine taffe frau die bald am ende ihrer kräfte ist.
ich liebe mich und deshalb ist es in ordnung wenn ich mich nicht dazu einreihen will.


da wir aber nunmal in dieser zeit leben in der das alte modell der ehe ausgedient hat und auch deshalb weil männer die abhängigkeit der frau, durch die geburt von kindern, zum machtmissbrauch verleitet hat weil die frau dadurch stark vom mann abhängig war,vorallem finnziell,
nehme ich nun meine alte sehnsucht nach ´der romantischen frauenrolle in mein herz,ich liebe dich,aber jetzt darf ich mich ein wenig davon verabschieden und es ist in ordnung wenn das universum für mich sorgt und mir finanzielle unabhängigkeit,vor allem von meinem partner ermöglicht.




ich als sonnenscheinchen stelle mir vor wie es wäre wenn ich 25 millionen euro auf meinen konto hätte.
damit wäre ich finanziell unabhängig von einem neuen potenziellen partner.
weiter stelle ich mir vor wenn ich nun ebenfalls auf einen millionären treffen würde.
wir beide sind sehr verliebt ineinander,ach was,wir sind pazzo füreinander. :o

wir sind auch mit so vielen millionen füreinander da,wir sind zusammen weil wir es sein wollen und wenn mein partner mich verletzt oder ähnliches ,dann habe ich die freiheit sofort die beziehung zu beenden ,ohne wenn und aber.
wenn ich andere wege gehen möchte als mein partner,dann kann ich das tun ohne vor dem finanziellen nichts zu stehen.


wenn ich einen partner brauche,in diesem fall finanziell, dann muss ich vielleicht dinge aushalten die ich so nicht dulden würde wenn ich unabhängig wäre.
es tut mir leid das ich solchen wiederstand vor der finanziellen unabhängigkeit von einem partner habe,das ich darüber nachdenke eine partnerschaft zu wählen in der zwar alles harmonisch ist,aber ich den partner brauche....

ich leibe mich ,und deshalb öffne ich mich für die unabhängigkeit von einem partner.damit ich erst dann eine echte partnerschaft aufbauen kann in der echte freiheit herrscht. danke




puhhhh,also da gibt es noch 1 millionen aspekte meine liebe....



steffi,wie schön das du was geschrieben hast.wie gern hätte ich es gelesen 8)

sonnenscheinchen19
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Re: niemanden mehr "brauchen"

Beitrag von sonnenscheinchen19 » Do Apr 26, 2012 7:15 am

Du liebe Sera,

ich hatte ja geschrieben, dass es noch nicht kristallklar ist, was sich da in mir abspielt und ich auch nicht genau weiß, wie ich mein Anliegen formulieren soll. Ich merke nur, dass da etwas "quer" zu sitzen scheint. Durch Dein Hoppen allerdings ist es etwas klarer geworden :-), was ich ausdrücken wollte.

Es geht mir nicht einmal primär um das Finanzielle. Ich lese immer öfter von (meistens Frauen), dass sie so lange auf einen Partner gewartet haben (kenn ich) und dann ihr Leben so eingerichtet haben, dass sie sich selbst immer näher kamen, sich selber kennen lernten, Wunden aufdeckten und heilten usw.

Was mir Angst macht, ist, dass diese Frauen nahezu einhellig resümieren, dass sie nach einer Weile an dem Punkt angelangt sind, dass sie gar keinen Partner mehr wollen, weil es ohne viel besser ist. Sie eben auch keinen mehr "brauchen". Ohne Mann lebt es sich doch viel angenehmer, ist ein häufig geäußerter Satz und das macht mir Angst. So will ich nicht leben und ich fürchte, dass mich das an meiner Entwicklung hindert (ich will auch überhaupt nicht so heilig werden ;-) ), weil ich eben genau diese Angst habe, auch so wie die vielen Anderen zu werden. Meine Angst ist, zu einem Egomanen zu werden, der nur noch sich selbst braucht. Leider habe ich auch zu viele Frauen schon gesehen, die tatsächlich sich abgefunden haben, keinen Partner zu haben, sich das Leben schön machen, ins Theater gehen, reisen, tun und lassen, wie sie wollen. Aber die meisten sind verschroben und seltsam! Ich will nicht seltsam werden! Ich sehe nicht den Sinn darin, allein durchs Leben zu tapern. Bin aber da mit meiner Meinung schon wieder auf dem besten Wege ein Außenseiter zu werden.

Ich bin durch die Ratgeber verunsicherter als je zuvor. Ich liebe mich und nehme meine Verunsicherung in mein Herz. Ich will den für mich richtigen Weg finden. Und auch gehen.

Es tut mir Leid, dass ich Angst habe, vor dem was kommt. Vielleicht entdecke ich in mir, dass ich so verletzt bin, dass ich in mir einen Anteil trage, der eigentlich auch keinen Partner mehr , keinen Mann mehr an seiner Seite haben will und das macht mir Angst. Diesen Anteil in mir will ich gar nicht sehen. Es tut mir Leid. Ich kann mir auch nicht mehr vorstellen, mit einem Mann zusammen zu leben und das macht mir Angst. Es tut mir Leid. Ich bin auf dem Weg verschroben und seltsam zu werden und das macht mir Angst. Es tut mir Leid. Es tut mir so Leid. Ich kann und will auch nicht glauben, dass das der Zweck der Übung sein sollte. Es tut mir Leid.

mahee
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Re: niemanden mehr "brauchen"

Beitrag von mahee » Do Apr 26, 2012 12:12 pm

Hallo Sonnenscheinchen,

bevor ich hoppe möchte ich sagen, dass es keine Aussenseiter Meinungen gibt,
es gibt Meinungen - eben verschiedene.
Und jeder Mensch darf zum Glück so leben wie jeder es will.

Warum würde ich mich als Sonnenscheinchen mit diesem Thema so beschäftigen,
es würde mich so beschäftigen warum andere so oder so leben,
weil ich Angst habe, mich mit mir selber zu beschäftigen
den Mut zu haben mein eigenes Leben zu führen,
und da zu stehen, und zu sagen " Ja so bin ich "
Aber auf der anderen Seite, bin ich mir total unsicher , ob ich nicht doch auch so sein will ,
eben unabhängig und egoistisch,
vielleicht bin ich auch neidisch auf all die Anderen die einfach sagen,
ich mache nur was ich will,
ich nehme keine Rücksicht auf all die Anderen,
die immer versuchen mein Leben mir vorzuschreiben.

Ich will mein eigenes Leben leben, egal was andere mir sagen.

Ich nehme all das in mein Herz und ich verzeihe mir und liebe mich trotzdem

P.s.: Nochmal als Nachtrag,
Abhängigkeit und Egoman zu sein,
sind ja zwei extreme Seiten niemand ist wirklich total unabhängig jeder braucht jeden,
und jeder benutzt auch jeden-und das nicht im Negativen gemeint.
Und ich finde ich kann nur mit anderen mich gut fühlen , wenn ich egoistisch bin,
anders funktionieren gute Beziehungen nicht.

Liebe Grüße

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