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Bärbel Mohr > Tipps > Tipps für angehende Autoren

Tipps für angehende Autoren

PS (ich fange mit den PS an, weil sie geballt die aktuellsten Informationen
enthalten, persönliche Infos weiter unten):

• Tipp einer Leserin:
Hallo Bärbel, ich bin zwar keine Autorin (sondern Grafik-Designerin,
die nebenbei Sachbücher verfaßt und gerade Deine Homepage entdeckt hat),
aber ich habe einen weiteren und viel günstigeren Tipp für Verlagsverzeichnisse:

1. die Homepage der Frankfurter Buchmesse (kostenlos)
2. "Deutsches Jahrbuch für Autoren & Autorinnen" vom Autorenhaus-Verlag
(ca. 20 Euro).
Darüber hinaus ist auch deren Homepage: www.AutorInnen.de wirklich empfehlenswert.
Liebe Grüße, Ella

• Es gibt seit Ende 2003 ein Buch mit dem Titel "SELBST PUBLIZIEREN
mit eBooks und Print-on-demand
– So kickstarten Sie Ihren Einstieg als
Autor". Der Autor Thomas Kirschner hat sich selbst längere
Zeit durch den Dschungel an Möglichkeiten gekämpft und gibt
hier seine gesammelten Erkenntnisse kompakt und praxisnah weiter.
Wer mehr darüber wissen will, kann unter www.ebookexperts.de nachsehen

Kostenfreie telefonische Beratung für unerfahrene Autoren
in allen Fragen zum Buchmarkt erhalten Sie beim Bund deutscher Schriftsteller
BDS, Römerstraße 2, 63128 Dietzenbach, Tel.: 06074-47566

• Das Verlagsverzeichnis Banger, www.banger.de, Verlag der Schillerbuchhandlung
in Köln, enthält alle Verlage in D, CH und A. Es kostet allerdings
um die 100 Euro.
Die Verlage sind darin nach Themenbereichen und alphabetisch sortiert.


Es gibt – in Kürze gesagt – zwei Hürden als Autor:
Die erste
ist die, einen Verlag zu finden und die zweite ist die, Leser zu finden.
Beides lässt sich überhaupt nicht kalkulieren, sondern man
muss zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.
Zwei Beispiele vorab zur kurzen Verdeutlichung und dass eine Ablehnung
nichts über die Qualität des Manuskriptes sagt, sondern nur
darüber dass man zur falschen Zeit oder am falschen Ort sein Glück
versucht hat:
2003 hatte ich ein neues Buch geschrieben und es ist von 20 Verlagen
abgelehnt worden. Auch als Bestsellerautor braucht man sich daher nicht
einzubilden, man würde automatisch immer einen Verlag finden.
UND: Die Bestellungen beim Universum, die sich neben Deutschland auch
in Italien, Tschechien, Holland und Dänemark (insgesamt 15 Länder) verkaufen, gehen ausgerechnet
in den USA gar nicht. Im ersten Jahr wurden in Amerika sage und schreibe
36 Stück verkauft. Es ist somit in USA der Megaflop schlechthin
(in Deutschland wurden bis 2006 von den Bestellbüchern insgesamt ca. 1 Mio. Stück verkauft, mit einem derartigen Totalflop in
den USA hat daher niemand gerechnet).
Ich wüsche Dir viel Glück und ein gutes Gefühl dafür
zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Alles Gute Bärbel

 

Hier kommen die persönlichen Infos von mir und wieviel ein
Autor so verdient, etc. pp.

Liebe LeserInnen,

ich werde häufig danach gefragt, wie es zur Veröffentlichung
meiner Bücher gekommen ist oder wie ich zum Bücherschreiben
gekommen bin oder ich werde nach Tipps gefragt, weil jemand gerne selbst
ein Buch veröffentlichen möchtest. Hier die Antworten:

Das erste Buch ("Bestellungen beim Universum") habe ich für
zirka 50 Leute geschrieben, die nicht verstanden hatten, was genau ich
mit diesen "Bestellungen beim Universum" meine. Es machte
dann als kopiertes Manuskript die Runde und verkaufte sich innerhalb
eines Jahres mehr als 500 mal. Aufgrund des offensichtlich großen
Interesses hielt ich nach Möglichkeiten Ausschau, das Manuskript
als Buch herauszugeben und fragte beim Omega-Verlag nach Tipps dazu,
weil ich diesen Verlag schon näher kannte, da ich einige Bücher
von dort schon in meiner Zeitschrift "Sonnenwind" vorgestellt
hatte. Statt mir einen Tipp zu geben, boten sie mir an, es selbst zu
verlegen.
Die nächsten Bücher sind im Laufe der Jahre aus verschiedenen
Zeitschriftenartikeln herausgewachsen, die ich damals für verschiedene Zeitschriften recherchiert und geschrieben habe.
Immer dann wenn ich zu viele Artikel recherchiert hatte, als dass sie
noch an Zeitschriften verkäuflich wären, machte ich einfach
wieder ein Buch daraus.


Wenn Du selbst einen Verleger für Dein Buch suchst:

• Zunächst, da ich immer wieder um Empfehlungen gebeten werde:
Die Verlage suchen grundsätzlich zwar ständig nach guten Manuskripten
(oder solchen, die sie für gut halten), aber SIE ENTSCHEIDEN SELBST.
Ob ich ein Manuskript empfehle oder nicht, hat allenfalls Auswirkungen
auf die Schnelligkeit mit der es gelesen wird, aber nicht darauf ob
es genommen wird. Von mir sind im Jahr 2001 beispielsweise
2 Bücher von 3 Verlagen abgelehnt worden! Der Verlag entscheidet
selbst und lässt sich nicht durch Namen beeinflussen.
Zusatz 2002: Dieses Jahr ist ein neues Manuskript von mir schon von

20 Verlagen abgelehnt worden. Ich muss also diese Tipps hier auch grad
alle selbst von vorne anwenden bzw. mir bestellen zur richtigen Zeit
die richtigen Hinweise vom Universum wahrzunehmen!!

• Der Omega-Verlag (mein Hauptverlag) ist ein kleiner Verlag,
der aus nur zwei Personen besteht. Seit den Erfolgen meiner Bücher
bekommen sie sehr viele Manuskripte zugesandt. Die Bearbeitung, bzw.
Sichtung dauert aufgrund der Fülle von Zusendungen sehr lange und
sie können natürlich nicht alles verlegen, was ihnen zugesandt
wird.

• Prinzipiell ist es sinnvoll wenn man sein Manuskript an einen
Verlag sendet in dessen Verlagsprogramm das Geschriebene hineinpasst.
Gut ist auch vorher anzurufen und nachzufragen, ob noch Bedarf an neuen
Manuskripten besteht, denn einige Verlage werfen unangefordert eingesandte
Manuskripte ungeöffnet in den Papierkorb. Wenn man vorher schon
angerufen hat, weiß man auch zu wessen Händen man sein Manuskript
senden muss und hat schon einen Ansprechpartner.
Antworten dauern bei den meisten Verlagen zwischen 3 und 6 Monaten.


• Es gibt auch Verlage, die mehr oder minder jedes Buch verlegen
und bei denen der Autor eine Selbstbeteiligung von 5000,- bis 10.000,- Euro bezahlen muss, damit sein Buch überhaupt erscheint. Das halte
ich für teuer und wenig sinnvoll.

• Besser ist dann, dass Buch bei "Books on demand" selbst
herauszubringen. Dort kann man Bücher einscannen lassen und je
nach Bedarf und Nachfrage einzeln drucken lassen. Das heißt, man
kann mit Miniauflagen von 100 Stück oder so ähnlich anfangen.
Und wenn man wieder 50 Bücher braucht, dann druckt man eben diese
50 genau dann, wenn man sie braucht. Man muss nicht gleich 3000 Stück
auf einmal drucken ohne zu wissen, ob man sie je verkaufen wird und
wo man sie lagern soll.
Nähere Infos dazu siehe unter www.bod.de (es gibt aber noch mehr
Anbieten, siehe Tipp zu ebook-Experts ganz oben).
Books on demand ist eine relativ risikofreie Art, den Markt zu testen.
Wenn ein Buch den Zeitgeist trifft und die Leser mögen es, dann
spricht es sich herum und dann kann es sein, dass irgendwann ein größerer
Verlag davon hört und das Buch übernimmt.
Wenn umgekehrt die Leser an einem Buch kein großes Interesse haben,
dann hilft alle Werbung der Welt auch vom größten Verlag
nichts. Das wird von manchen Autoren falsch eingeschätzt. Ich kenne
Autoren, die bei mehr als 50 Fernsehshows waren und damit ja wohl die
gigantischste Werbung aller Zeiten hatten und trotzdem haben sie nur
etwa 200 Bücher pro Monat verkauft. Was der Leser nicht lesen will,
das liest er nicht.

Vielleicht stellt Du Dir am besten selbst die Frage, wie groß
DEIN Interesse wäre, Dein Buch zu lesen, wenn jemand anders es
geschrieben hätte. Wobei man natürlich nie restlos klären
kann, welches Wunder wo über einen hereinbricht. J.K. Rowling hat
sicherlich auch nie mit zig Mio. verkauften Exemplaren gerechnet.

• Inzwischen kann man Bücher auch als reine E-Books (Elektronic
Books)
herausgeben. Stephen King beispielsweise macht das. Gegen eine
Gebühr von beispielsweise 5,- € kann der Leser sich das Buch
dann aus dem Internet herunterladen. Es gibt dazu auch schon reine Internet-Verlage,
die nur E-Books anbieten. Kontaktadressen siehe wieder im ebook-experts-Buch.

• Was verdienen Autoren eigentlich so?
Bei der ersten Auflage sind 5-8 Prozent vom Verkaufspreis üblich.
Ab dem zehntausendsten verkauften Buch sind 10 Prozent ein gängiger
Satz und manche Verlage staffeln dann noch weiter und zahlen beispielsweise
ab 100.000 verkauften Büchern bis zu 14 Prozent an den Autor (soviel
bekomme ich z.B. aber nicht, das können nur große Verlage
mit sehr niedrigen Druckpreisen).
Wieso so wenig, werde ich oft verwundert gefragt. Ganz einfach: 50 Prozent
Rabatt bekommt der Großhandel, 4 Prozent die Buchhandelsvertreter,
zirka 12 Prozent vom verbleibenden Rest der Vertrieb und dann kommen
noch Druck-, Satz-, Titelgestaltungs-, Werbe- und Presseaktionskosten
dazu. Wer nachrechnet stellt schnell fest, dass da nicht mehr viel übrig
bleibt.

• Und wie viel Bücher verkauft man so als Bestseller-Autor?

Kann man davon leben?
Joanne Rowling soll angeblich schon 75 Millionen Harry Potter-Bücher
weltweit verkauft haben (2004). Das ist aber wohl das so ziemlich größte
Buchwunder, das es je gegeben hat. Die VG-Wort gab bei einem Radiointerview
an, dass bei der Flut von Büchern, die heutzutage jedes Jahr veröffentlicht
werden, schon ein Verkauf von 50.000 Exemplaren als Bestseller gilt.
Wenn man im Schnitt 1,- € pro Buch für den Autor rechnet,
dann kann man nicht sehr lange davon leben.
Um zum Beispiel in der Esoterik-Bestsellerliste auf Platz 5 zu landen,
reicht oft der Verkauf von etwa 1000 Büchern pro Monat aus (zirka
1000,- € für den Autor). Das ist ein schönes Zubrot,
langt aber auch nicht zum Leben, vor allem deshalb nicht, weil so eine
Hochverkaufszeit ja meist nur 1-2 Jahre lang anhält.

• Wieviele Bücher werden eigentlich jährlich in Deutschland veröffentlicht?
2008 waren es fast 100.000 neue Bücher, die in Deutschland veröffentlich wurden. Es ist leicht vorstellbar, dass da nicht viel pro Buch hängen bleibt. Die meisten Bücher verkaufen sich insgesamt nur ein paar hundert Mal und das war es. Ein gut gehendes Buch schafft eine Gesamtauflage von 5.000 Stück. Wenige Ausnahmen von sehr erfolgreichen Autoren schaffen mehr. Alles ab 20.000 aufwärts kann man getrost als seltenes Wunder betrachten. 

• Wie schaffe ich es, dass mein Buch in den großen Buchhandelsketten verkauft wird?
Nur durch ein großes Wunder. Von den 100.000 neuen Büchern, die es jedes Jahr in Deutschland gibt, nimmt der Großhandel genau 500 ins Zentrallager, den Rest kauft jede Filiale einzeln dazu nach Gutdünken des Einkaufsleiters. Dieser Einkaufsleiter informiert sich aber natürlich auch nicht über alle 100.000 Neuerscheinungen, da wäre er ja das ganze Jahr mit nichts anderem beschäftigt. Der trifft die Buchhandelsverteter der ganz großen Verlage und fertig. Bücher aus kleinen Verlagen kann man zwar bestellen von einem Tag auf den anderen, aber sie landen normaler Weise nicht im Regal.

• Aber es gibt doch so viele bekannte Autoren… z.B. alle die, die nebenbei Vorträge halten und Seminare.
Das ist ein Irrtum. Es ist genau anders herum. Leute, die durch gute Vorträge und Seminare bekannt geworden sind, finden irgendwann auch einen Verlag. Die Bücher unterstützen dann die Vorträge und Seminare und machen denjenigen noch ein wenig bekannter. Aber leben tun die alle von den Seminaren und Vorträgen und nie von den Buchverkäufen. Bücher schreibt man nicht, um davon zu leben. Bücher schreibt man weil man die Informationen verbreiten möchte und vielleicht noch um die Vorträge und Seminare zu promoten.

Ich hoffe damit alle wesentlichen Fragen beantwortet zu haben und wünsche
Euch viel Glück auf Eurem Weg. Das Beste ist wenn man ein Buch
zu aller erst einmal nur für sich und aus Freude am Schreiben schreibt.
Dann kann es einem egal sein, wie erfolgreich es wird oder nicht. Der
Erfolg ist dann quasi ein Zusatzbonbon zu dem Spaß, den man schon
hatte. Bestseller zu planen ist vermutlich nur möglich, wenn man
sich als Simmel oder Rowling oder ähnlich bereits einen sehr bekannten
Namen gemacht hat.

Viele Grüße

Bärbel