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Interview über die Biografie Bärbel Mohr

Die Kunst der Leichtigkeit

Manfred Mohr spricht über sein Leben mit Bärbel Mohr

 

Intro:

Viele Menschen hat der frühe Tod von Bärbel Mohr zutiefst erschüttert. Ihr Ehemann Manfred führt ihre Arbeit weiter und stellt in seinem aktuellen Buch Bärbels Vermächtnis dar. Auf dem Rainbow Spirit Festival in München gab er Allegria im Anschluss an seinen Workshop über Selbstliebe ein Interview

 

Die Kunst der Leichtigkeit – das Vermächtnis von Bärbel Mohr: So ist der Titel Ihres neuen Buches. Es ist eine Biografie. Wie zeigte sich die Leichtigkeit bei Bärbel?

Es war Bärbels große Freude, Informationen zu sammeln und weiterzugeben – wie eine Biene oder ein Schmetterling. Die Leichtigkeit war ganz deutlich beim Schreiben. Stecker vom Laptop rein und dann stundenlang mit einem breiten Grinsen über beide Backen geschrieben, geschrieben, geschrieben, und das ohne dass später Änderungen nötig waren.

Im Buch haben Sie sehr anschaulich verschiedene Phasen in Bärbels Leben beschrieben, so auch, wie es zum Erfolg des ersten Buches „Bestellungen beim Universum“ kam. Können Sie darauf kurz eingehen, auch unter dem im Buch angesprochenen Satz, wie der Erfolgreiche sich nicht unterkriegen lässt?

Ja, ich habe da einen Satz – ich glaube von Henry Ford – zitiert: „Erfolgreiche Menschen haben nicht weniger Niederlagen in ihrem Leben erlebt als andere, sie haben nur gelernt, immer wieder aufzustehen und neu anzufangen.“ Das trifft in jedem Fall auf Bärbel zu. Der Antrieb für ihr Schreiben und Kommunizieren war nicht finanzieller Erfolg, sondern einfach die Freude am Vermitteln. Aus der Freude erwächst der Erfolg. Sie begann mit dem Rundbrief „Sonnenwind“, wo sie für Freunde und Bekannte vervielfältigte, was sie innerlich bewegte.

Aus dem „Sonnenwind“ ist ja ein Internetmagazin geworden. Machen Sie das nun weiter?

Ja, die Internetseite www.baerbelmohr wird weiter bestehen bleiben. Es wird weiterhin neue Artikel geben. Im Herbst wird es auch neue Seminare und workshops mit mir geben.

Wie haben Sie sich gefunden? Sie schreiben, Sie seien beide nicht dem „Beuteschema“ gefolgt. Was ist damit gemeint?

Ich glaube es ist eine Qualität unserer Zeit, etwa seit dem Jahrtausendwechsel, dass die Menschen immer stärker auf ihr Herz hören und sich fragen: Was passt zu mir? Vom Beuteschema her hätte Bärbel nicht zu mir gepasst, aber es fühlte sich an wie zwei Halbkugeln, die sich zu einer ganzen Kugel zusammenfügen. Bärbel vertrat stärker die männliche, wissenschaftliche Seite und ich eher die weibliche. Zusammen haben wir dann zunehmend versucht, den anderen so zu verstehen und zu nehmen wie er ist. Wie waren also nicht gleich – was ja viele suchen – sondern recht unterschiedlich. Im Akzeptieren des anderen entdecke ich Teile von mir selbst, die ich noch gar nicht lebe.

Ich finde interessant, dass Sie sich in dieser Beziehung als Vertreter des weiblichen Prinzips verstehen.

Ja, das ist so. Jetzt, wo der Mayakalender 2012 aufhört, verwandelt sich der Mensch. Dazu gehört auch, dass der Mann weiblicher und die Frau männlicher wird. Ich kenne viele Männer in meinem Alter, die nun stärker auf ihre Gefühle achten und ihre Intuition, während die Frauen im Beruf erfolgreich sind und sich stärker durchsetzen.

Hat sich das, wie Sie im Buch schreiben, nicht auch darin gezeigt, dass die Wunschliste von Bärbel strikter und ausschließlicher formuliert war als Ihre?

Das war das große Geheimnis, warum meine Wunschliste funktioniert hat und ihre nicht. Sie wollte es genau haben und ich habe meine offener formuliert. Je genauer du definierst, desto bestimmter sind die Vorgaben – allerdings auch ziemlich eingekastelt vom Verstand. Wenn ich zum Beispiel sagen würde, ich will Claudia Schiffer haben als Frau, dann lasse ich dem Universum nicht viel Spielraum zur Wunscherfüllung.

Sehr gut gefällt mir Bärbels Vorschlag, dem Universum nicht nur Wünsche zu stellen, sondern sich ihm auch mitzuteilen, etwa Freude zu schenken, zu danken.

Dazu passt eine herrliche Geschichte, die auch im Buch steht. Als wir unsere Kinder gezeugt haben, waren wir in einem Ashram in Indien – beim Guru. Ein weiser Freund hatte mir einmal geraten: Lade zu allem, was du tust, beim Spazierengehen und sogar beim Sex, die unsichtbaren guten Geister und Engel ein. Das haben wir damals ausprobiert und siehe da, es kamen Zwillinge dabei heraus.

Nun würde ich gerne von Ihnen erklärt bekommen: Was ist eigentlich „hoppen“?

Anfänglich widersetzt sich unser Verstand dieser Art zu denken. Normalerweise läuft es etwa so: du hast mir weh getan – du bist schuld. Nein, beim „hoppen“ nehmen wir alles, was uns zustößt, allein in unsere Verantwortung. Wir machen jeden, unsere Eltern, den Partner, aber auch Nachbarn, die uns stören usw. zu einem Teil von uns. Man braucht keinen Arzt oder Therapeuten, man heilt sich selbst. Der Teil, der das Problem verursacht hat, wird in unser Herz genommen. Wir übernehmen 100 Prozent Verantwortung für alles, was in unserem Leben geschieht.

Wir können nicht wirklich wissen, was im Innersten eines anderen vorgeht. Ein Weiser spricht davon, dass er unsterblich sei. Bald darauf sehen wir seinen toten Körper. Doch wo und was er wirklich ist, wer weiß?

Genau. Der Verstand weiß gar nichts. Wissen hat damit zu tun, in der Intuition und im Moment zu sein. Was die Seele betrifft, da hat der Verstand keine Ahnung. Wir waren gerade in einem sehr interessanten Vortrag von Gordon Smith, der mit Verstorbenen in Verbindung tritt. Der sagte ganz klar: Es gibt keinen Tod. Wir alle sind unsterbliche Seelen. Und für mich wird immer wieder klar: Es ist das Unbewusste, was unser Leben bestimmt, nicht unser Wachbewusstsein.

Ihr letztes gemeinsames Buch mit Bärbel hatte das Thema Selbstliebe. Und das war auch das Thema des Workshops, den ich gerade mit erlebte. Warum ist Selbstliebe so wichtig?

Selbstliebe ist die Antwort auf viele Fragen, die mit dem „Bestellen“ zu tun haben. Zu jedem Wunsch auf der Bestell-Liste gibt es einen gleichsam unsichtbaren Gegenwunsch bzw. eine Ablehnung. Ich möchte einen Partner (weil ich nicht allein sein möchte). Ich möchte einen Job (weil ich es ablehne, kein Geld zu haben). In diese Ablehnungen geht aber soviel Energie, dass der Wunsch keine Kraft mehr hat. Wird das Abgelehnte aber in der Selbstliebe akzeptiert und so integriert, können sich die Wünsche doch erfüllen. Selbstliebe lässt uns im Fluss des Lebens sein, sodass wir nicht einmal mehr gezielt zu wünschen brauchen. Das Universum beschenkt dich immer, auch wenn es nicht so aussieht.

Was könnte die Bedeutung von Bärbels Tod für ihre Freunde und diejenigen sein, die ihre Arbeit weiter machen wollen?

Eine Leserin schrieb mir, im ersten Impuls wurde sie so wütend, dass sie erst einmal alle Bücher von ihr in eine Kiste gestopft hat. Aber nach kurzer Zeit spürte sie: „Ich möchte nun nichts mehr über die Änderungen in meinem Leben lesen, nein und setzte jetzt alles daran, meine Träume auch umzusetzen“. Sie hatte immer gedacht, wünschen allein ist ausreichend. Aber nun verstand sie, es geht viel mehr darum, selbst die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen, und ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen! Ich glaube, genau darum geht es.

(Die Fragen stellte Christian Salvesen)

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