Termine

• Jahresausbildung
• Wochenend-Seminare

• Vorträge

Termine Manfred Mohr

Hier alle Seminarinfos

Newsletter Abo

Heiler und Co.

Wunschprojekte

Bärbel Mohr > Online-Magazin > Bestellungen FAQ > Ich schaffe das mit dem Loslassen nicht

Ich schaffe das mit dem Loslassen nicht

Auszug aus „Reklamationen beim Universum“

Frage: Warum darf ich nicht unbedingt und ganz doll etwas wollen? Je mehr und dringender ich etwas will, desto mehr fokussiere ich doch meine Kräfte. Das muss die Lieferung doch beschleunigen?! Was soll der Mist mit dem Loslassen?

Antwort: Das ist ein Punkt, der vielen zu schaffen macht. Eine Leserin schrieb, das komme ihr vor, als solle ein Hungernder den Hunger loslassen und vergessen. Wenn man etwas zum Überleben bräuchte, dann könne man es eben nicht loslassen und vergessen.
Das Loslassen und Vergessen hat zwei Aspekte: Wenn du hundertprozentig davon überzeugt bist, dass DU Schöpfer deiner Realität bist und wenn du dir selbst vertraust, dass du selbst dein Leben genau so lenken kannst und wirst, wie du es möchtest und wie es dir gut tut, DANN kannst du dir das loslassen sparen. Folgenden Gedanken brauchst du nicht loszulassen: "Ich weiß, dass ich der Schöpfer/die Schöpferin meiner Realität bin und ich weiß, dass ich schnellstmöglichem Wege dieses oder jenes erreichen werden und ich freue mich schon drauf, denn es ist quasi schon hier."
Wenn diese Überzeugung wirklich in dir ist und es nicht nur ein mentales Konzept ist, mit du dir selbst etwas vormachst (ähnlich wie Ikarus, der sich vormachte, er könne fliegen und konnte es doch nicht), dann gibt es nichts loszulassen. Dann stellst du aber auch die Frage nach dem Loslassen gar nicht mehr, denn du befindest dich sowieso in einem Zustand des Vertrauens.
Übrigens: Zweifel, Rückfälle und Ungeduld sind ERLAUBT, solange sie deutlich in der Minderheit sind.

Loslassen wird wichtig, wenn deine Gedanken in etwa folgender Weise um deine Bestellung kreisen: "Ich MUSS dies oder jenes haben. Es für mich überlegenswichtig, ich kann nicht leben ohne…“ Damit erschaffst du dir eine Realität in der du täglicher immer schwächer und kränker wirst, denn du sagst dem Leben, dass du eigentlich schon so gut wie tot bist… Du hast quasi Glück, wenn das Universum deine ungeordneten, kraftlosen Gedanken an dich selbst nicht ganz so wörtlich nimmt, sondern nur schleichend die Mangelgefühle wachsen lässt, je mehr du sie mit "Aufmerksamkeit fütterst".
Loslassen in so einer Situation bedeutet: Aus deinen täglichen Mangelgedanken heraus formulierst EINMAL eine "Bestellung", die klar, kraftvoll und lichtvoll ist und die das enthält, was du möchtest und nicht ständig nur das, was du nicht möchtest (das Wiederholen im Kopf dessen, was du NICHT möchtest, ist dasselbe als würdest du genau das beim Universum bestellen, dann du gibst diesem Bild ganz viel Aufmerksamkeit und damit Kraft und Energie).

Wegen dem speziellen und sicherlich extremen Beispiel mit dem Hunger habe ich, als ich im November 2000 zum Drehen eines Videos unter anderem in Bangladesh war, Menschen danach befragt, die ihrer persönlichen Hungersnot und Armut entkommen sind und mittlerweile zumindest im Mittelstand mit eigenem Wellblechhaus leben.
Die Antwort, wie man dem Hunger entfliehen könnte, war, man müsse aufhören müßig herumzusitzen und nur zu jammern, man solle lieber aufstehen und nach den Gelegenheiten Ausschau halten. Es wären immer welche da – sprach eine Frau aus den ehemaligen Slums, die sich früher mit Bambusblättern und Zeitungspapier zudeckte, weil sie sonst nichts hatte.
Ich habe schriftlich auch noch einer Bekannten aus Afrika die Frage gestellt, ob sie denke, man solle einem Hungernden raten, seinen Wunsch nach Essen loszulassen. Sie meinte, sie würde es vielleicht nicht so formulieren, aber sie hätte auch schon erlebt, dass sie, je mehr sie Panikgefühle schürte, umso weniger eine Lösung fand. Wenn sie sich dagegen selbst abgelenkt und ihre Aufmerksamkeit vom Hunger weggenommen hätte, dann hätte sie beim nächsten Spaziergang eine essbare Wurzel oder einen Busch mit kleinen Früchten gefunden, den sie bisher noch nicht kannte. Und mit wachsendem Vertrauen in sich selbst hatte sie schließlich auch einen Weg ganz heraus aus dieser Situation gefunden.

Es gibt kleinere Bereiche des Lebens, in denen ist jedem von uns klar, dass loslassen wichtig ist und wir wissen auch, wie es funktioniert, denn fast jeder hat es schon erlebt. Kannst du dich beispielsweise an eine Situation erinnern, in der du einen bestimmten Namen vergessen hattest (oder ein Fremdwort oder ähnliches)? Du brauchtest den Namen unbedingt, um die Person aus dem Telefonbuch heraussuchen zu können, um sie mit dem richtigen Namen ansprechen oder anschreiben zu können oder was auch immer. Und du hattest das Gefühl, der Name liegt dir auf der Zunge und du hast ihn fast, aber im letzten Moment entgleitet er dir doch immer wieder.
Je mehr man in so einem Moment die Erinnerung an den Namen oder das richtige Wort erzwingen will oder sie aus dem eigenen Gedächtnis herausquetschen will, desto weniger erinnert man sich.
Es hilft nur eins: Sich damit abzufinden, dass der Name einem gerade nicht einfällt, das zwanghafte erinnern Wollen loszulassen und sich anderen Dingen zuzuwenden. Sobald man die Situation ganz losgelassen hat und wieder entspannt und wahrscheinlich gerade mit ganz etwas anderem beschäftigt ist, macht es plötzlich "Plopp" und der Name schießt aus dem Langzeitgedächtnis hoch und wir erinnern uns wieder.
Unser Loslassen und Entspannen hat die Bahn freigemacht, damit wir wieder innerlich in einen Fluss kommen, in dem von ganz alleine alle Informationen zu uns kommen. Das zwanghafte Wollen ist wie eine Sperre, die den Fluss unterbricht und alles lahm legt.
So ist es beim Bestellen auch. Wann immer du meinst, etwas nicht loslassen zu können, denke an die vergessenen Namen oder Begriffe. Dann fällt dir sofort wieder ein, wie du mit dem dran Festhalten und es herauszwingen wollen, nur das Gegenteil erreichst. Und dir fällt vor allen Dingen auch ein, dass du Loslassen eigentlich schon kannst, denn bei den vergessenen Namen kannst du es ja auch, oder?


Das mit dem Loslassen beinhaltet noch eine andere Qualität. Denn: "Bestellungen beim Universum" ist nur eine andere Formulierung für "Ich erschaffe meine äußere Welt mit meiner inneren Welt".
Das heißt es funktioniert NICHT mir alle möglichen Dinge zu bestellen, weil ich den IST-Zustand so unerträglich finde und das Universum soll dann ein neues IST erschaffen, während ich meine inneren Zustände lasse wie sie sind. Meine inneren Zustände SIND ja die Bestellung ans Universum. 

Es geht vielmehr darum eine bewusste Absicht zu kreieren (mich entscheiden, was ich will, die meisten Menschen können nur formulieren, was sie NICHT wollen). Und indem du diese klare Absicht ins Universum schickst, beginnt es dir neue Gelegenheiten zu senden und dir zu zeigen, mit welchen anderen Augen du die Welt betrachten kannst so dass du das erschaffst, was du möchtest.

Das ist das was ich immer mit der kindlichen Freude meine, mit der man bestellen soll. Es kann nur kommen, was du aus Freude bestellst. Was immer du aus Mangel oder als Vermeidungsstrategie bestellst, kann nicht kommen, denn diese Bestellung enthält die Energie des Mangels und der Vermeidung.  

Das nicht-loslassen-Können ist ja nur ein Ausdruck einer Vermeidungsstrategie. „Ich halte es nicht mehr aus wie es ist, deswegen kann ich mir immer nur vorstellen, wie es sein sollte. Ich kann die Vorstellung nicht loslassen.“
Du lebst also in der Vorstellung wie es sein wollte, weil du die – überwiegend von dir selbst erschaffene – Realität deines Alltags nicht aushältst.

Damit kultivierst du aber intensive Gefühle um das, was du alles nicht habe willst – und erschaffst es damit immer wieder neu.

Lösung: Versöhne dich mit der Realität so wie sie ist (Byron Katies „The work“ ist sehr hilfreich dabei oder „Jetzt“ von Eckehard Tolle)! Versöhne dich damit, dass du dich selbst in diese Situation hineinmanövriert hast und sie dir erschaffen hast. Versöhnen = loslassen. Es ist dasselbe. Nicht loslassen können heißt gegen den IST-Zustand zu kämpfen. Du verlierst dabei all deine Kraft, auch deine Kraft die Dinge neu zu manifestieren und zu verändern.

Auch Dankbarkeit für das was ist zu praktizieren hilft und stets Ausschau zu halten nach der Schönheit des Lebens in jeder Kleinigkeit des Alltags. Dann bist du im Jetzt und schließt Frieden damit. Und kaum tust du das, kehren deine Kräfte zu dir zurück.