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 Betreff des Beitrags: arbeitsstelle
BeitragVerfasst: Di Apr 17, 2012 8:47 am 
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Registriert: Mo Apr 19, 2010 10:22 am
Beiträge: 718
ihr lieben,
ich möchte heute mal hilfe beim hoppen meiner arbeitsstelle.

es sieht sehr danach aus, als ginge unsere klinik pleite. die belegung ist so schlecht wie nie (auch in meinem arbeitsbereich). alle kollegen haben angst um ihre arbeitsplätze. die kollegen, die die werbung machen um patienten in die klinik zu holen stehen vor dem problem dass wir nicht konkurrenzfähig sind, da andere kliniken wesentlich bessere qangebote und ausstattungen haben. zeitgleich investiert die geschäftsführung seit jahrzehnten nicht in nötige bauliche verbesserungen, nicht in mehr personal (im gegenteil) und nicht in mehr angebote. die mitarbeiter sollen sich überlegen wie sie die belegung erhöhen aber bekommen keine möglichkeiten irgendetwas attraktiver zu gestalten.
alle sind in angst, gereizt und resignieren.

mein eigener bereich ist da noch einer derjenigen der es am besten hat (von 4 bereichen). unsere belegung wird wieder hochgehen, trotzdem kalkuliert die geschäftsleitung unseren bereich für dieses jahr mit minus. im letzten jahr habe ich ohne abgeschlossen aber insgesamt hat unsere einrichtung ein minus von ca. 200.000,- euro gemacht. so, ich möchte jetzt was tun dagegen. gegen die stimmung, gegen den untergang der einrichtung.

was mir auch auffällt (und allen kollegen) ist das desinteresse unserer einrichtungsleitung, die zu alldem nur sagt: wäre das mein laden, er wäre längst zu. und irgendwie herrscht hier immernoch ein klima von mißtrauen, mauscheleien und mißgunst irgendwie. ideen?

_________________
freedom comes, when you learn to let go.
creation comes, when you learn to say no...


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 Betreff des Beitrags: Re: arbeitsstelle
BeitragVerfasst: Mi Apr 18, 2012 2:18 pm 
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Registriert: Fr Dez 16, 2011 9:07 am
Beiträge: 248
Liebe Jenni,

ich habe heute mit meiner Tochter telefoniert und interessanterweise berichtet sie von einem ähnlichen Phänomen in ihrer Firma.
Ich versuche es mal:

Mir wäre vollkommen egal, was aus dem Betrieb würde, weil ich nicht dahinter stehe, was ich tue. Ich arbeite da nicht aus Liebe zu meinem Beruf, ich sehe auch keinen Sinn in der ganzen Sache. Mir ist das alles zuwider und eigentlich würde ich gerne etwas ganz anderes machen. Soll der ganze Mist doch den Bach runtergehen, dann bin ich arbeitslos und dann vielleicht wieder ganz von vorne anfangen und habe eine für mich reelle Chance, m e i n Leben zu leben. Warum hab ich dann den Beruf gewählt? Weil es damals die einzig mögliche Alternative zu sein schien, Geld zu verdienen. Doch im Prinzip liegt mir nichts an dem Beruf. Das habe ich nur erst hinterher gemerkt.

Oops, liebe Jenni, das ist gerade mein Thema! Vielen Dank!

Es tut mir sehr Leid, dass ich meine, dass ich in meinem Leben immer nur Kompromisse eingehen darf. Ich gestalte mein Leben mit Provisorien und das ist nicht gut, das sehe ich jetzt ein. Dadurch lebe ich an meinem Potential vorbei.


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