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BeitragVerfasst: Fr Okt 20, 2006 9:35 pm 
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Begrüße...

... da ich auch nicht so eine tolle Bestellerin bin, hab ich mir mal ein paar Gedanken gemacht, wieso das denn bitte schön nicht gar so super funktioniert und vor allem, warum ich denn immer so ein (nicht näher bestimmbares aber) schlechtes Gefühl dabei habe, wenn ich meine Wünsche verwirklichen möchte... irgendwie denke ich mir nämlich immer, ich bin ja ein ach so spirituelles Wesen und ist das denn legitim, wenn ich mir den Traummann und ausreichend Geld bestelle, anstatt mich den Lektionen des Lebens zu stellen, so wie sie nun mal sind und mich vor allem nach "höheren" Gesichtspunkten ausrichten, sprich mich um den Weltfrieden, die Umwelt und die Armut in der Welt kümmern (überspitzt formuliert), anstatt ständig meine persönlichen Bedürfnisse zu analysieren... jaja, ich weiß natürlich auch, nur wenn man selbst glücklich und zufrieden ist, kann man anderen helfen, deswegen muß ich mich in erster Linie um mich selbst kümmern, aber wieso denn bitteschön, wenn ich schon so spirituell bin, kann ich mich nicht einfach so mit meinem (nicht perfekten, aber doch sehr angenehmen) Leben zufrieden geben, mein Glück aus meinem Inneren schöpfen und es nicht von äußeren Zuständen abhängig machen??? Ich sollte doch auf dieser Stufe meines Bewusstseins bereits fähig sein, in jeder Situation das Gute zu sehen und immer und überall glücklich und zufrieden in meiner Mitte zu ruhen....
Naja, übersehen hab ich dabei, dass jeder Mensch seine eigenen Ziele verfolgt und meine nicht notwendigerweise jene von Mutter Teresa sind. Das macht mich aber nicht schlechter (hoffe ich zumindest). Ich muß das tun, was ich tun will und mein Herz sagt nun mal folgendes:

Sodala, und jetzt folgt ein recht langer Text, den ich eigentlich für mich selber geschrieben habe. Sorry dafür, aber manche lesen das vielleicht gerne, die andern können sich ja ausklinken *grins*... Bitte danke Zuckermanke, beste Grüße und viel Spaß!

A) Ich will im Moment gar nicht "mehr" sein, als ich gerade bin. Ich bin vollauf zufrieden damit, ein "normaler" Mensch zu sein, eine junge Frau, in ihrer Wahrnehmung hauptsächlich darauf ausrichtet, Spaß an ihrem alltäglichen Leben zu haben. Es besteht auch absolut keine Notwendigkeit dazu, mich "weiter zu entwickeln". Ich "DARF" einfach "nur" diese junge Frau sein mit diesen scheinbar "banalen" Bedürfnissen. Das ist gut und in Ordnung so!

B) Das einzige, was ich derzeit wirklich will, ist, mir meine "Realität" zu versüßen. Ich will zufrieden und schöpferisch in meinem Alltag sein und wirken. Ich will mir ein schönes Alltagsleben schaffen! Ich brauche keine besonderen Wunder, ich brauche keine "erweiterte Wahrnehmung". Ich will diese Ebene in all seinen Besonderheiten erleben, meine Möglichkeiten HIER ausschöpfen. Insofern ist es vollkommen okay, dass ich mir alle Voraussetzungen dafür erschaffen will. Es ist okay, den Wunsch nach einer wunderbaren Beziehung, nach finanziellen Verhältnissen, die mir die Erfüllung meiner irdischen Bedürfnisse (schöne Wohnung, gutes Essen, sportliches Equipment, berufliche Ausrüstung, etc.) ermöglichen, zu haben, und es ist vor allem okay, diese Wünsche von der virtuellen auf die für mich derzeit "reale" Ebene zu holen! Das ist mein derzeitiges Ziel.

C) Wenn ich dieses Ziel erreicht habe, bin ich noch nicht am Ende! Ich bin erst am Anfang. Ich habe dann meine Startvoraussetzungen erschaffen und kann anfangen, zu genießen... als hätte ich mir alles zugelegt, was ich beispielsweise zum Snowboarden brauche (ein Board, geeignete Kleidung, eine Liftkarte und ein Gebiet, in dem Schnee liegt,...), tja, und jetzt kann ich anfangen und das Snowboarden erfahren. Und das darf ich so lange machen, so lange es mir Spaß macht! Wird es mir irgendwann langweilig, dann werde ich mich eben weiterbewegen, so einfach ist das.
Was bringt es mir, wenn ich schnell schnell an all meinen Möglichkeiten vorbei rausche und sie nicht ausschöpfe? Ich befinde mich in keinem Wettbewerb! Ich selbst setze mir meine Ziele! Und auf dieser Ebene bin ich noch nicht fertig! Ich habe noch nicht das alles ausgekostet, was ich auskosten möchte! Also bleibe ich noch.

D) Denn ich bin NOCH NICHT FERTIG! Ich habe mir nun die Basis erschaffen, mir die Möglichkeit erarbeitet, das Leben besser als je zuvor zu meistern! Mehr Spaß als je zuvor zu haben! Die Schönheit und die Möglichkeiten, die die Erfahrung "Leben als Mensch" bietet, besser als je zuvor auszukosten. Warum sollte ich nun aufhören und wieder mit der "Arbeit" beginnen, mich zur nächsten "Basis" hinaufzuarbeiten? Ich trete doch meine eigenen Anstrengungen mit Füßen, wenn ich meine Errungenschaften nicht schätze! Weshalb lerne und lerne ich, wenn ich das erhaltene Wissen nicht irgendwie anwende? Ich vergebe es... ich WERTSCHÄTZE es nicht! Und so würde ich das Wichtigste, die Freude am Tun und Sein, verlieren. Als würde ich das Snowboarden aufgeben, genau zu dem Zeitpunkt, als dass ich es endlich so gut erlernt habe, dass es beginnt, richtig Spaß zu machen!

E) Andere Maßstäbe haben für mich keine Gültigkeit! Ich bin Schöpfer meiner Realität! Ich bestimme, was für mich Wahrheit wird und somit ist!
Ich will mich nicht einfach treiben und vom Leben überraschen lassen. Ich will nicht alle meine Bedürfnisse aufgeben und voller Entzücken erkennen, wie ich alles bekomme, ohne es mir gewünscht zu haben... Das bin nicht ich!
Ich will im Gegenteil durch meine gerichtete Energie das erzeugen, was ich zu erzeugen gedenke!
Ich will nicht einfach sagen: Universum, mach mich glücklich, du weißt am besten wie... Das bin nicht ich!
Ich will erfahren, wie es sich anfühlt, gezielt Wünsche zu erfüllen!
Und dies ist legitim, da es in Freude geschieht!
Ich bin nicht Bedürfnislos.
Natürlich "weiß" ich, dass ich eigentlich alles schon besitze. Aber ich will diese Bedürfnislosigkeit gar nicht erfahren. Ich will eigentlich vielmehr erfahren, wie es sich anfühlt, wenn meine Bedürfnisse Schritt für Schritt erfüllt werden und ich mich dieser Bedürfnislosigkeit aktiv annähere.

F) Insofern macht es für mich keinen Sinn, mir Dinge einfach so beim Universum zu bestellen, ohne das Gefühl zu haben, sie tatsächlich zu brauchen. Denn dies wäre für mich eine Lüge. Ich brauche ja all das, was ich mir eigentlich wünsche, obwohl ich es trotzdem doch eigentlich auch nicht brauche. Ich "weiß" ja wie gesagt, dass ich grundsätzlich wunschlos glücklich bin. Aber diese Erfahrung interessiert mich im Moment nicht. Ich will vielmehr erfahren, wie der Weg dahin war/ist. Dieses unglaubliche Gefühl, zu erkennen, dass ich alles haben kann, was ich mir wünsche! Und der Schlüssel in diesem Satz ist das Verb "erkennen". Dies setzt voraus, dass ich mir der Fülle des Universums eben noch nicht wirklich bewusst bin, sondern sie gerade eben erst erkennen lerne, auch wenn es nur ein "Wiedererkennen" ist...
Ich gehe gerade noch einmal den Weg zum Ziel, obwohl ich im Ziel schon war und es auch noch immer bin. Allerdings war/ist der Weg dahin für mich derart faszinierend, dass ich ihn gleich noch einmal beschreite, viel gelassener diesmal, weil ich ihn ja schon kenne, weswegen ich ihn auch vielmehr genießen kann! Vielleicht stellt sich deswegen manchmal diese Ungeduld ein, dieses Gefühl von "was mache ich hier eigentlich, habe ich das wirklich nötig, Herrgott noch einmal, ich kenne das doch alles schon, ich bin diesen Schwierigkeiten schon einmal begegnet und habe sie gemeistert, wieso denn noch einmal???".
Aber die Wahrheit ist, dass auch eine Wiederholung Neues bringen kann! Und wenn ich den Berg schon hundertmal mit meinem Snowboard hinunter gefahren bin, muß das nicht heißen, dass ich es nicht auch beim hunderterstenmal noch genießen kann. Möglicherweise tue ich das intensiver, als je zuvor, weil ich alle Feinheiten schon kenne, alle Hindernisse, welche man als Schanzen nutzen kann, ich weiß jetzt, wie man auf sie zufahren muß, in welchem Winkel, wie man sich in der Luft auf die Landung vorbereiten sollte und wie man am besten aufkommt, um gleich zum nächsten Schwung anzusetzen... Vielleicht kann ich ja diesmal einen Salto in der Luft drehen, wer weiß? Solange es mir immer noch Spaß macht, wieso sollte ich aufhören???

G) Es ist also in Ordnung, es ist sogar notwendig, dass sich meine Bestellungen nicht alle sofort erfüllen! Ich will ja den Prozess des "Realisieren meiner Wünsche" erfahren und nicht die Bedürfnislosigkeit. Jeder kleine Erfolg ist eine einzigartige Erfahrung und Schritt für Schritt werden die Erfolge größer! Welche Freude liegt im Erlernen, im Ausbilden von Fähigkeiten!? Welche Kraft in der Überwindung von Schwierigkeiten!? Zumindest für mich ist das ein wunderbarer Zustand!

H) Somit habe ich nun erkannt, dass ich, trotzdem ich noch keine toll funktionierende Beziehung, keine Millionen am Bankkonto und kein komplett sorgenfreies Leben habe, grundsätzlich im Paradies lebe, denn jene Erfahrung, die ich mir wünsche, erfahre ich ja gerade. Schritt für Schritt erlerne ich das "Bestellen".

I) Diese Erkenntnis nimmt mir erheblichen Druck von den Schultern, da ich sehe, das eigentlich alles in Ordnung ist. Ich brauche nicht ständig hin und her zu überlegen, was denn an meinem Weltbild so falsch ist, dass das mit dem Wünschen nicht richtig funktioniert, ich brauche mich nicht krampfhaft davon abhalten, "Negatives" zu denken, damit sich das bloß nicht materialisiert, es ist nicht notwendig, ständig an mir herumzudoktern. Irgendetwas hat sich beim Bestellen nämlich immer "ungut" angefühlt, als würde ich schummeln, mir eine zu bequeme Abkürzung nehmen... Dabei habe ich nur das Ziel mit dem Ziel verwechselt! Ich will nämlich gar nicht wunschlos glücklich sein, sondern eben das Wünschen erlernen, bzw. die Erfahrung "das Wünschen erlernen" noch einmal machen!
Ich bin doch tatsächlich mit meinem Snowboard unterm Arm am Gipfel des Berges gestanden, habe mich gefragt, was ich denn eigentlich hier tue und mich schlussendlich zurück ins Tal gewünscht?!? Dabei bin ich doch zum snowboarden hier herauf gekommen!!! Für die Erfahrung, da hinunter zu gleiten. Bin ich im Tal, dann ist es zu Ende und das ist das allerletzte, was ich in diesem Moment möchte! Es ist der Weg nach unten, für den ich hier herauf gekommen bin! ES IST DER WEG!

J) Und da ich das vergessen habe, ist auch nichts weiter gegangen! Ich habe intuitiv gespürt, dass ich meine Mitte verloren und das "falsche" Ziel angesteuert habe. Der schnellste und einfachste Weg ins Tal wäre nämlich mit der Gondel gewesen, aber irgenwie wurde ich ständig daran gehindert, in sie einzusteigen. Und das nicht etwa, weil mir das Universum das Tal nicht "gegönnt" hätte, sondern weil das Universum eben gottseidank nicht auf meinen vergesslichen Verstand sondern auf mein intuitives Wissen gehört hat! Und deswegen sitze ich noch immer (wenn auch ein wenig verwirrt) auf meinem Berg. Doch nun habe ich bemerkt, wieso!?! Ich bin doch zum Snowboarden hier, nicht zum Gondelfahren!!!

K) Insofern kann ich jetzt beruhigt wieder zu meinen Wünschen zurück kehren und auf ihre Verwirklichung "warten". Ich weiß nun, dass mein Leben danach nicht langweilig sein wird, ich nicht in wunschloser Lethargie versinken und charakterlich ob der Fülle an Glück verfallen werde. Ebenfalls nehme ich keine bequeme Abkürzung, sondern erfülle im Gegenteil meinen Lebenszweck. Ich lerne erneut, was es bedeutet, welche Freude es impliziert und was für ein immerwährender kreativer Akt es ist, schöpferisch tätig zu sein. Denn nur durch die Materialisierung meiner Wünsche hinsichtlich toller Beziehung und Geld ist es noch lange nicht getan... Um tatsächlich die wahnsinnige Schönheit des Lebens zu begreifen, ist es auch notwendig, diese "Geschenke" auszukosten, sie zu nutzen, sie also zu genießen!
Die Snowboardausrüstung alleine kann mir das Gefühl "snowboarden" auch nicht vermitteln. Ich muß sie schon benutzen lernen und dies wiederum erfordert mehrmaliges Wiederholen, will ich denn besser und besser werden... Irgendwann allerdings nähert sich mein Können einem Maximalwert soweit an, dass es mich möglicherweise tatsächlich zu langweilen beginnt, oder aber, etwas anderes taucht in meinem Blickfeld auf und fesselt meine Aufmerksamkeit weit mehr, sodass ich beginne, mich auf etwas Anderes zu konzentrieren. Das ist der Lauf der Dinge und das ist gut so!

L) Meine Bedürfnisse haben also ihre Berechtigung, ihre Erfüllung genauso, denn damit vernichte ich sie nicht, sondern kann meine Erfahrung im Gegenteil ausweiten, indem ich erkenne, welches Gefühl sich hinter meinen Bedürfnissen ursprünglich versteckt hatte und wie ich es am besten ausleben kann. Auch sind sie weder banal noch bin ich eigentlich schon über sie erhaben, da ich sie sonst schlichtweg nicht haben würde und meine Aufmerksamkeit auf ganz etwas Anderes gerichtet wäre.
Ich will im Moment erfahren, wie es ist, sein eigenes Glück zu erschaffen (und nicht, wie es ist, glücklich zu sein). Und genau das werde ich nun tun, indem ich meine Beziehung realisiere und meine Geldprobleme und meine beruflichen Versagensängste revidiere, indem ich mich selber eines Besseren belehre und die Magie des Universums erkennen lerne...

;)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Okt 29, 2006 10:21 am 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
Hallo!!

Super... mir hat es zwar ein bisschen "gegraust".. den gaaanzen Text zu lesen... aber es hat sich gelohnt!

So ganz verstand ich zwar nicht worauf Du hinaus wolltest.. (wunschlos oder doch nicht?)

Aber ich habe intuitiv gespürt es steckt viel Wahr (Weis-)heit drin!


Danke!

_________________
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