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Man kann mit gründlicher Arbeit in Familiensystemen Einflüsse aufdecken und entfernen. Wenn ich hier mehr schreiben würde, würde ich zuviel von meiner privaten Situation aufdecken, was ich nicht will.
Ich habe früher mit Kraft gegen Fremdeinflüsse deren Wirkung unten gehalten. Bis ich damit aufhören mußte, weil ich nicht mehr konnte. Dann habe ich mich dem gestellt. Und wenn man das aufdeckt und die Wirkungen dahinter entschärft, gehen diese Einflüsse weg.
Je mehr ich meine eigene Seele spüre und lebe, meine eigene Identität, desto deutlicher wird mir das von mir beschriebene. Das, was Du beschreibst, das man sich besser fühlt, wenn man sich besser und energie gelandener fühlt, geht unabhängig von den von mir beschriebenen Phänomenen einher. Geht parallel ab, sozusagen. Ich habe keinen Schimmer, wie ich Dir das erklären kann, vielleicht doch ein fremd beobachtetes Beispiel: Eine Frau geht zum Psychologen und erzählt, dass sie mehrfach von eigenem Vater mixxxxx wurde. Ihre konkrete Reaktion, sofrüh wie möglich aus der Herkunftsfamilie verschwinden, bloß weg und weit wegbleiben. Frage an sie, was hat den die eigene Mutter da getan, wußte sie von den Taten des Vaters dieser Frau? Antwort: die Mutter nahm das garnicht wahr, guckte irgendwie drumrum.
Könnte man jetzt den Vater und die Mutter dieser Frau verdammen. Man könnte aber auch genauer hinsehen und gucken, wieso Eltern sich so komisch verhalten. Antwort aus ner Aufstellung zum Vater, der steht als Ersatz für einen schlimmen Glaubenssatz seiner Oma und hält mit seiner Kinderseele (ganz normaler Größenwahn eines Kindes, mit zwei oder drei Jahren denkt man schnell mal so: "lieber ich als Du, mein lieber Papa, meine liebe Mama") die eigene Familie zusammen, egal, was ihn das kostet, das macht ihn so starr, dass er groß wird, sich umdreht und nur noch böses in der Welt tut. Soviel zum Vater.
Nur als Ergänzung der Größe dieser Kräfte, die Geschwister dieses Vaters sind alle früh gestorben. Da war jeder andere Platz so belastet, dass da keiner am Leben geblieben ist, nur dieser Mann, der spätere Vater.
Guckt man zur Mutter, wieso sie die bestimmt bemerkbaren Zeichen dieser Vergewalxxx vor ihrer Nase nicht gesehen hat: macht man ne Familienaufstellung dazu, findet man sie wieder als 12 jährige, die neben der eigenen Mutter steht, versteckt und aus diesem Versteck heraus zusehen muß, wie die von einer Horde von Soldaten (weil auf der Flucht und im 2. Weltkrieg) rangenommen wird, wie ein Stück Fleisch von einem Mann zum nächsten gereicht wird. Und die Mutter der oben genannten Frau hat das mit angesehen. Es wurde darüber, aus Hilflosigkeit und anderen Gründen, wohl nie mit Gefühlen drüber geredet, so trug sie diesen Schrecken unbearbeitet mit sich rum. Entsprechend eingeschränkt war ihre Wahrnehmung (das hier ist ein echtes Beispiel, keine Fiktion) und heiratete ausgerechnet einen Mann, der seinen eigenen Töchtern zunahe trat. Und nahm das buchstäblich nicht wahr.
Die erwachsene Frau, die hier in ihrer eigenen Familie gesucht hat, war so weise, das neutral anzusehen und es wurde in der Aufstellung auf eine Lösung hingearbeitet. Ergebnis, diese Frau stand plötzlich stabiler in der Welt, gründete eine Familie und bekam Nachwuchs. Nach der Aufstellungsarbeit. Ging vorher nicht.
Von der Sorte habe ich noch viele Beispiele.
Tinchen
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