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BeitragVerfasst: Sa Mai 02, 2009 8:49 am 
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Die Wahrnehmung allein macht uns noch nicht zum Spielball, nur gewisse Reaktionen darauf. Und ich denke auch, daß eine entsprechende Wahrnehmung erst gar nicht stattfindet, wenn man sich auf einer Schwingungebene befindet, die nicht mit "Hausenergien" übereinstimmt. Es gibt ja Menschen, die dauernd irgendetwas "im Äther" spüren. Das wird dann meist als sensitiv bezeichnet und positiv bewertet, man könnte es aber auch als zu niedrige Schwingung interpretieren.

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BeitragVerfasst: Sa Mai 02, 2009 11:14 am 
Huhu in die Runde,

so habe ich auch mal gedacht, das eine Umgebung mich gewiss nicht beeinflußt. Mittlerweile sehe und erlebe ich das anders. Meine Meinung heute ist, jede/r findet seinem Meister. Das heißt, es gibt Einflüsse, denen man nicht widerstehen kann, denen man ausgeliefert ist. Und das passiert auch, wenn man für sich die volle Verantwortung trägt.

Einflüsse kommen aus Systemen genauso wie aus Orten oder von Plätzen. Und die alten Bauern und andere wußten das. Und haben entsprechend gebaut. Und den Einflüssen aus Systemen kann sich auch niemand entziehen, auch wenn er oder sie etwas anderes behauptet. Ich habe zuviele Familienseelen (in Familienaufstellungen) beim Arbeiten zugesehen, diese Einflüssen wirken unterhalb unserer Wahrnehmungsgrenze, kann man nur zusehen, die aufzudecken und andere, heilere Wege für die Bindungs Liebe in den Familien zu finden, ansonsten wirkt das weiter und man reagiert wie eine Marionette an unsichtbaren Fäden. Besonders wenn man sich sooooooo sicher ist, ist das Motiv des Handelns oft ein systemischer Einfluß. Handeln aus eigenem Entschluß, aus der Mitte der eigenen Seele ist meist mit unsicherem Bangen verbunden.

Familienaufstellungen sind eigendlich eine neuzeitliche Variante von schamanischen Techniken. Unsere Vorfahren waren keine dummen Dussel, manches von dem spirituellem Wissen von früher stimmt, gefühlsmäßige Turbulenzen geistern unhinterfragt durch mehrere Generationen auf den kuriosesten Wegen. Man selber meint aus eigenem Antrieb zu handeln, dabei ist das Gegenteil der Fall. AUflösung erst, wenn man sich auf die Suche macht und die Turbulenzen auflöst, also Frieden ins System bringt.

Nach meiner Beobachtung nach gibt es wohl in einem Menschen eine Seele und in einem System auch. Bei Menschen nennt man das auch Bewußtsein. Ich lese ja grade viel beim Jörg Starkmuth, der beschreibt das sehr schön. Meine Wahrnehmung geht dahin, dass ich die Seele von wem irgendwie wahrnehme, aber auch die Seele von Systemen. Und sowie man in ein System eintritt, unterliegt man diesem Einfluß. Wenn man allerdings bindungslos umhergeht, kann einem auch nix beeinflussen. Da ich beide Zustände kenne, schreibe ich hier aus Erfahrung.


meint Tinchen


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BeitragVerfasst: Sa Mai 02, 2009 11:23 am 
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Tinchen hat geschrieben:
Das heißt, es gibt Einflüsse, denen man nicht widerstehen kann, denen man ausgeliefert ist.

Uff, tut dir das gut, dies zu glauben, Tinchen? Für mich fühlt sich das sehr unangenehm an und mir zeigt es sich auch im Alltag nicht so. Dem Gesetz der Anziehung nach wirst du genau das erleben, ausgeliefert zu sein. Willst du das wirklich?

Einflüssen sind wir alle ausgesetzt , das ist klar und auch überhaupt nicht generell als negativ zu bewerten, im Gegenteil, aber dass wir ihnen ausgeliefert sind, sollte man hinterfragen, wenn man sich mit Realitätsgestaltung beschäftigt und deren Grundsätze auch wirklich annehmen mag. Ansonsten hat das neue Paradigma hier doch eher wenig Sinn. *find*

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BeitragVerfasst: Sa Mai 02, 2009 11:42 am 
Ich habe jahrelang so gedacht wie Du. Es kann doch nicht sein, dass mich was von außen her beeinflußt. Kann garnicht.



Und ich sehe das mittlerweile anders. Es gibt Einflüsse, denen ich ausgeliefert bin, ich kann mich an diesen Einflüssen reiben oder die akzeptieren oder weggehen, letzteres geht ja auch. Mir stellt sich die Frage, inwieweit ich diesem Einflüssen ausgesetzt bin. Und was ich dann mit diesem Wissen tue. Danach habe ich die letzen Jahre gehandelt und viele Fremdeinflüsse gezielt gesucht und deren Wirkung entfernt.

Tinchen


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BeitragVerfasst: Sa Mai 02, 2009 11:52 am 
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Es nun anders zu sehen als früher heißt ja nicht automatisch, daß es deswegen jetzt wahrer ist. Du hast deine Ansicht geändert und meine Frage war jetzt einfach nur: Fühlst du dich damit nun besser? Weil ich mir das schlecht vorstellen kann, denn bei mir lief es genau umgekehrt, ich dachte früher, ich wäre Einflüssen ausgeliefert und erlebe meine Realität jetzt deutlich angenehmer mit der neuen Annahme, viel freier und losgelöster.

Zitat:
... und viele Fremdeinflüsse gezielt gesucht und deren Wirkung entfernt.

Wie kannst du denn Einflüsse entfernen, wenn du ihnen doch ausgeliefert bist? Oder sind es nur einige Einflüsse, denen du ausgeliefert bist? Warum dann diese und andere nicht? Das verwirrt mich irgendwie.

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BeitragVerfasst: Sa Mai 02, 2009 12:22 pm 
Man kann mit gründlicher Arbeit in Familiensystemen Einflüsse aufdecken und entfernen. Wenn ich hier mehr schreiben würde, würde ich zuviel von meiner privaten Situation aufdecken, was ich nicht will.

Ich habe früher mit Kraft gegen Fremdeinflüsse deren Wirkung unten gehalten. Bis ich damit aufhören mußte, weil ich nicht mehr konnte. Dann habe ich mich dem gestellt. Und wenn man das aufdeckt und die Wirkungen dahinter entschärft, gehen diese Einflüsse weg.

Je mehr ich meine eigene Seele spüre und lebe, meine eigene Identität, desto deutlicher wird mir das von mir beschriebene. Das, was Du beschreibst, das man sich besser fühlt, wenn man sich besser und energie gelandener fühlt, geht unabhängig von den von mir beschriebenen Phänomenen einher. Geht parallel ab, sozusagen. Ich habe keinen Schimmer, wie ich Dir das erklären kann, vielleicht doch ein fremd beobachtetes Beispiel: Eine Frau geht zum Psychologen und erzählt, dass sie mehrfach von eigenem Vater mixxxxx wurde. Ihre konkrete Reaktion, sofrüh wie möglich aus der Herkunftsfamilie verschwinden, bloß weg und weit wegbleiben. Frage an sie, was hat den die eigene Mutter da getan, wußte sie von den Taten des Vaters dieser Frau? Antwort: die Mutter nahm das garnicht wahr, guckte irgendwie drumrum.

Könnte man jetzt den Vater und die Mutter dieser Frau verdammen. Man könnte aber auch genauer hinsehen und gucken, wieso Eltern sich so komisch verhalten. Antwort aus ner Aufstellung zum Vater, der steht als Ersatz für einen schlimmen Glaubenssatz seiner Oma und hält mit seiner Kinderseele (ganz normaler Größenwahn eines Kindes, mit zwei oder drei Jahren denkt man schnell mal so: "lieber ich als Du, mein lieber Papa, meine liebe Mama") die eigene Familie zusammen, egal, was ihn das kostet, das macht ihn so starr, dass er groß wird, sich umdreht und nur noch böses in der Welt tut. Soviel zum Vater.

Nur als Ergänzung der Größe dieser Kräfte, die Geschwister dieses Vaters sind alle früh gestorben. Da war jeder andere Platz so belastet, dass da keiner am Leben geblieben ist, nur dieser Mann, der spätere Vater.

Guckt man zur Mutter, wieso sie die bestimmt bemerkbaren Zeichen dieser Vergewalxxx vor ihrer Nase nicht gesehen hat: macht man ne Familienaufstellung dazu, findet man sie wieder als 12 jährige, die neben der eigenen Mutter steht, versteckt und aus diesem Versteck heraus zusehen muß, wie die von einer Horde von Soldaten (weil auf der Flucht und im 2. Weltkrieg) rangenommen wird, wie ein Stück Fleisch von einem Mann zum nächsten gereicht wird. Und die Mutter der oben genannten Frau hat das mit angesehen. Es wurde darüber, aus Hilflosigkeit und anderen Gründen, wohl nie mit Gefühlen drüber geredet, so trug sie diesen Schrecken unbearbeitet mit sich rum. Entsprechend eingeschränkt war ihre Wahrnehmung (das hier ist ein echtes Beispiel, keine Fiktion) und heiratete ausgerechnet einen Mann, der seinen eigenen Töchtern zunahe trat. Und nahm das buchstäblich nicht wahr.

Die erwachsene Frau, die hier in ihrer eigenen Familie gesucht hat, war so weise, das neutral anzusehen und es wurde in der Aufstellung auf eine Lösung hingearbeitet. Ergebnis, diese Frau stand plötzlich stabiler in der Welt, gründete eine Familie und bekam Nachwuchs. Nach der Aufstellungsarbeit. Ging vorher nicht.

Von der Sorte habe ich noch viele Beispiele.

Tinchen


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BeitragVerfasst: Sa Mai 02, 2009 12:44 pm 
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Warum so weit ausholen mit irgendwelchen Vergangenheitsdramen? Jetzt ist jetzt, es ist vorbei. Ich kann mich entscheiden, ob ich mich davon noch beeinflussen lassen will oder nicht. Bei schlimmen Umständen sicher nicht von heute auf morgen, manches muß erst verarbeitet werden und da leisten Familienaufstellungen sicher gute Dienste, aber keiner ist Einflüssen aus der Vergangenheit für den Rest seines Lebens ausgeliefert.

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BeitragVerfasst: Sa Mai 02, 2009 12:52 pm 
Naike hat geschrieben:
Warum so weit ausholen mit irgendwelchen Vergangenheitsdramen? Jetzt ist jetzt, es ist vorbei. Ich kann mich entscheiden, ob ich mich davon noch beeinflussen lassen will oder nicht. Bei schlimmen Umständen sicher nicht von heute auf morgen, manches muß erst verarbeitet werden und da leisten Familienaufstellungen sicher gute Dienste, aber keiner ist Einflüssen aus der Vergangenheit für den Rest seines Lebens ausgeliefert.


Diese Kräfte fragen einen nicht danach, ob man da dagegenankommt oder nicht. Viele Themen sind so versteckt, kommen ans Licht, weil man sich über sein eigenes Verhalten wundert, so jedenfalls die Motivation vieler, die Aufstellungen gemacht haben möchten. Und wenn es sehr erstaunliche Auswirkungen gibt, liegt das oft viele Generationen zurück. Ich habe auch so gedacht wie Du, bis ich mit diesem Wissen konfrontiert wurde.

Und ich kenne viele Menschen, bei denen unerledigtes so wirkt. Eigendlich wollen alle Gefühle angesehen werden, ob aus der eigenen Biografie oder aus der Familiengeschichte. Im Grunde geht es immer ums Gleiche, um gelebte Liebe. Die Liebe ist eine der stärksten Kräfte und geht manchmal die verschlungensten Wege. Das hat nix mit Drama oder so zutun. Das ist die Realität. Das Klebemittel für Beziehungen aller Art ist Liebe.


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BeitragVerfasst: Sa Mai 02, 2009 12:56 pm 
Tinchen hat geschrieben:
..... Und den Einflüssen aus Systemen kann sich auch niemand entziehen, auch wenn er oder sie etwas anderes behauptet. Ich habe zuviele Familienseelen (in Familienaufstellungen) beim Arbeiten zugesehen, diese Einflüssen wirken unterhalb unserer Wahrnehmungsgrenze, kann man nur zusehen, die aufzudecken und andere, heilere Wege für die Bindungs Liebe in den Familien zu finden, ansonsten wirkt das weiter und man reagiert wie eine Marionette an unsichtbaren Fäden.


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BeitragVerfasst: Sa Mai 02, 2009 1:57 pm 
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Ob tief innen etwas schlummert, was dich beeinflusst, wird dann nicht mehr zum Problem, wenn du dich grundsätzlich bewußt auf dein Wohlgefühl ausrichtest. Das ist ja gerade das Schöne am Loa, man muß nicht mehr im Gestern kramen, sondern kann sich entscheiden, wie man sich fühlen will. Und dann kommen Lösungsmöglichkeiten ganz von selbst, das kann das z. B. auch eine Familienaufstellung sein oder auch nur ein hilfreicher Gesprächspartner.

Der Ausgangspunkt der kleinen Diskussion war ja die Frage, ob man Einflüssen ausgeliefert ist oder nicht. Für mich steht zweifelsfrei fest, daß wir uns unser jeweiliges Erleben gestalten, insofern hast du vollkommen Recht, wenn du sagst, du wärest Einflüssen ausgeliefert, und ich ebenso, obwohl ich es gegenteilig sehe. Unsere jeweiligen Sichtweisen kreieren unsere Realitäten.

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BeitragVerfasst: So Mai 03, 2009 8:40 am 
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Registriert: So Apr 02, 2006 8:44 pm
Beiträge: 582
Hallo,

ich bin großgeworden und lebe jetzt noch immer in einer Plattebausiedlung der unteren sozialen Schicht. In meinem Viertel wohnen über 150.000 Menschen auf recht engem Raum, also viele Energien und für manche wohl eher die niedirgeren. Aber ich spüre davon gar nix :D . Mittlerweile habe ich schon 6 Umzüge in meiner Stadt hinter mir. Vier Jahre wohnte ich in "bessern" Gegenden und es hat mir überhaupt net gefallen. Ich hatte das Gefühl das man sich immer um ein gutes nachbarschaftliche Verhältnis künstlich bemühen muss. Hier kann ich nach Lust und Laune schreien, streiten, Musik hören, lachen, mit Freundinnen bis Mitternacht auf dem Balkon quatschen. Keinen störts der Nachbar machts genauso. Trotz der ganzen vielen Jahren in meinem Viertel hatte ich fast noch nie eine Nacht, wo ich aufgrund Lautstärke nicht schlafen konnte. Ab einer bestimmten Uhrzeit ist immer Ruhe. Es gibt auch hier einen Verhaltenskodex.

Fazit: Ich glaube nicht das mich die Wohnenergienenergien hier soweit beeinflussen, dass ich mich persönlich eingeschränkt fühlen würde.

_________________
In meiner Welt gibt es nur Ponys.
Und die fressen den ganzen Tag Regenbögen und pupsen Schmetterlinge.


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