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 Betreff des Beitrags: chronisch unverbindlich
BeitragVerfasst: Fr Mär 31, 2006 11:47 am 
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Hallo Zusammen,

wie geht ihr mit chronisch unverbindlichen Menschen um die euch nahe stehen?

Ich meine damit, Menschen die sagen, dass sie einem natürlich jeder Zeit helfen möchten und Unterstützung zusagen, wenn man ihre Hilfe dann mal braucht, sich 100 mal bitten lassen?

Oder auch Menschen die trotz Absprache gern im letzten Moment einen Rückzieher machen und immer drauf achten sich auch ja alle Optionen offen zuhalten.

Menschen, die eben immer drauf achten, unverbindlich zu bleiben....
Menschen die sofort "Verpflichtungsdruck" empfinden, wenn man sie beim Wort nimmt...
Menschen, die sich immer ein Hintertürchen offen halten müssen...

Jeder hat so seine "Macken" und das darf auch so sein. Es gibt da diesen Satz "ich bin nicht hier, um die Erwartungen anderer Menschen zu erfüllen". Auch diese Aussage unterstütze ich voll und ganz.

Trotzdem finde ich es unglaublich schwer, mit dieser Art von ständiger Unverbindlichkeit umzugehen...

Fragende Grüße
Sonja


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BeitragVerfasst: Fr Mär 31, 2006 12:55 pm 
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Hi Sonja,

da ich selber so ein Kandidat bin, kann ich nur sagen, dass ich so bin, weil ich nciht als unzuverlässig gelten will.

Liebe Grüsse resi

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Charme ist die Fähigkeit,andere vergessen zu lassen,dass man so aussieht,wie man aussieht!!!


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BeitragVerfasst: Fr Mär 31, 2006 1:01 pm 
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Hi resi,

vielen Dank für deine offene Antwort!

Blöderweise beisst sich die Katze genau hier in den Schwanz.

Du möchtest nicht als unzuverlässig gelten, und wahrscheinlich auch niemanden entäuschen, ja?

Meine Empfindung zu besagten Personen ist inzwischen aber: da frage ich eh nicht mehr, weil ich mich nicht auf ihn/sie verlassen kann.
Da bitte ich lieber gar nicht erst um Unterstützung, weil ich es am Ende ja doch selber machen muss.

Ein Teufelskreis, oder?



Liebe Grüße
Sonja


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BeitragVerfasst: Fr Mär 31, 2006 1:04 pm 
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Hi Sonja,

nicht direkt Teufelskreis, am besten Du amchst es so, dass Du der Person sagst, dass Du dieses oder Jenes vorhast, wenn er/sie Lust hat, kann er/sie ja mitmachen. Ganz unverbindlich. Da fühlt man sich nicht so unter Druck gesetzt, so soll ich oder soll ich nicht, und kann ohne Gewissensbisse entscheiden. Weisst wie ich meine?

Liebe Grüsse resi

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BeitragVerfasst: Fr Mär 31, 2006 1:11 pm 
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Hi resi,

ich verstehe was du meinst.

Aber genau das funktioniert ja nicht.

Machen wir mal ein Beispiel:

Ich plane eine bestimmte Sache. Ich sag zu xy: ich hätte da gern deine Unterstützung, würdest du mir helfen?
XY sagt: aber natürlich, ich helfe dir doch gern, dass packen wir gemeinsam an, dann klappt das schon.

Ich verlasse mich dann auf diese Unterstützung und das Ende vom Lied ist, das ich wochenlang hinterherbetteln muss.

Würde xy von vorn herein sagen: nö, kein Bock, da brauchst mit mir nicht rechnen...könnte ich mir gleich überlegen, wo ich die Hilfe die ich benötige anderswo herbekommen könnte...

Liebe Grüße
Sonja


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BeitragVerfasst: Fr Mär 31, 2006 1:44 pm 
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Hi Sonja,

okay, so ganz extrem bin ich zwar nicht, aber ich glaub dass ich mich sehr gut in die Person hneinversetzten kann. Die Person möchte Dir helfen, da bin ich mir ganz sicher, aber irgendetwas blockiert ihn. (das weiss ich von mir, dass mich was blockiert, ich kann Dir aber nicht sagen was es ist.)
Am besten fährst Du damit, dass Du der Person halt sagst, dass Du dieses und Jenes gern tun möchtest, und dann halt anfragen, aber anstatt auf die Person zu zählen halt sagen, dass wenn er kommt ist gut und wenn nicht dann halt nicht. Also bei mir persönlcih funktioniert diese Methode am besten, es fällt halt viel Stress weg wergen Entscheidung, und es wird ncihts von mir erwartet, und damit fährt man jetzt bei mir am besten, denn dann kann man ziemlich sicher sein, dass ich dann ganz unverbindlich auftauche, ohne Stress und Erwartungen.

Das hab ich gemeint. Also, ist nur so ein Tipp.

LIebe Grüsse resi

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BeitragVerfasst: Fr Mär 31, 2006 3:55 pm 
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Hi resi,

wenn es nichts weiter wichtiges ist, ok.

Mal ein anderes Beispiel, dass sich tatsächlich so ereignet hat:

Mein Hund musste operiert werden. Am Tag nach der Op durfte er nicht allein gelassen werden. Ich hatte an dem Tag einen Kundentermin.
Also fragte ich Person A. ob er ein paar Stunden auf den Hund aufpassen würde. Die Antwort war ja.

Tja, der Termin rückte näher und kein Bild und kein Ton von A.
Ich musste also wie eine Doofe hektisch rumtelefonieren, um auf die schnelle eine andere Betreuungsperson aufzutreiben.

Ich verstehe diese "komm' ich heut' nicht, komm' ich morgen" Haltung einfach nicht.

Wenn ich sage: wenn du Lust hast, komme doch morgen zum Kaffee, und man sagt mir: ok, mal sehen...kann ich damit leben, wenn man dann doch nicht kommt.
Grundsätzlich möchte ich mich aber auf Zusagen verlassen können.

Wenn dein Chef zB zu dir sagt: Frau resi, machen Sie morgen den Auftrag Meier fertig? sagst du wahrscheinlich: ja Boss mache ich oder nee Boss das schaffe ich morgen nicht. Und erzählst ihm dann ja auch nicht, das dir seine Erwartungshaltung Druck macht etc.

Ist jetzt kein persönlicher Angriff gegen dich, mir gehts in erste Linie darum zu verstehen wie diese "Kandidaten" (wie du so schön sagst :-) ) ticken.

Ein anderes Beispiel, welches sich auch so ereigent hat:
Als ich vor einigen Jahren umgezogen bin, war ich ziemlich in Sorge ob ich das alles termingerecht hinbekomme, zumal ich kein Auto hatte und den großteil der Renovierung selber machen musste. Meine damalige Freundin meinte die ganze Zeit, dass ich mir mal keine Sorgen machen solle, und sie mir nach besten Kräften helfen würde. Mich hat das beruhigt und ich habe mich auf ihr versprochene Hilfe verlassen. Tja, und wer war wohl dann nicht verfügbar?
Das einem immer mal etwas dringendes dazwischen kommen kann, dafür habe ich jederzeit Verständnis. Aber jemanden ohne triftigen Grund einfach hängen lassen.... will mir nicht in den Kopf....

Liebe Grüße
Sonja


Zuletzt geändert von Sonja am Fr Mär 31, 2006 4:07 pm, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Fr Mär 31, 2006 4:04 pm 
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Hi Sonja,

das ist jetzt schon etwas heftig, also ich bin dann wenigstens schon noch jemand, der absagt.

Und wenn etwas fest ausgemacht ist, dann mach ich das natürlcih auch, und wenn nicht sag ich auch ab.

Ich denke die Person meint das echt nicht böse, das Problem ist denke ich mal über den eigenen Schatten zu springen. Wie gesagt, es hat was mit irgendeiner Blockade zu tun, irgentwas hält die Person auf,das zu machen, was er/ sie versprochen hat. Dass die Person dann dann aber nciht mal absagt, kann ich ncht verstehen. Vielleicht hat die Person Angst, davor abzusagen, weil er/sie sich dann noch mehr unter Druck fühlt, und Angst hat sich Vorwürfe anhören zu müssen. Das hört sich zwar wirklcih sehr komisch an, st aber durchaus möglich, obwohl es dafür keinen Grund gibt.

Es ist wirklich schwer zu erklären.

Liebe Grüsse Resi

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BeitragVerfasst: Fr Mär 31, 2006 4:11 pm 
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Huhu resi,

da ist noch etwas was ich nicht verstehe.
Warum bieten manche Menschen überhaupt aus freien Stücken erst ihre Unterstützung an, wenn sie dann doch nicht in die Hufe kommen?

Würdest du gern herausfinden, was dich blockiert?

Vielleicht kommen wir ja gemeinsam dem "Phänomen" auf die Schliche. Dann ist uns vielleicht beiden geholfen :-)

Liebe Grüße
Sonja


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BeitragVerfasst: Fr Mär 31, 2006 7:13 pm 
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hallo sonja,
ich finde eure diskussion sehr amüsant.
einerseits bin ich eine absolut verlässliche person, und mein pflichtbewusstsein ist überdurchschnittlich hoch. aber gerade deswegen, weil ich mich unter so großem inneren druck fühle, einem gewissen verlässlichem bild zu entsprechen, bin ich gleichzeitig am liebsten unverbindlich. Widerspruch? nein, ich versuche es zu erklären: kleinigkeiten, wie geburtstagseinladungen (zu denen ich keine lust habe), schulden zurückgeben, für die freundin babysitten (um mich zu revanchieren),etc...führe ich natürlich sofort pflichtbewusst aus. Doch ich stehe dabei unter riesigem gedanklichen Druck, der erst besser wird, wenn ich meine Schuld eingelöst habe.(tagelang)
Also vermeide ich am liebsten Verpflichtungen von vornherein, da ich weiß dass mich diese mehr belasten als den Durchschnittsmenschen. Sich nicht festzulegen heißt, ich muss nicht zum Fest , nicht jemanden besuchen ,usw.. es heißt, ich darf mich nach meiner momentanen stimmungslage spontan entscheiden ob ich will, und muss nicht aus einem Verpflichtungsdruck heraus handeln.
Der unterschied ist, sich von vornherein nicht festzulegen und nicht, wie deine freunde (?) erst zusagen und dann unverbindlich sein.

Vielleicht ein kleiner einblick in das seelenleben von unverbindlichen typen?
bei mir ist übrigens bei großen dingen des lebens unverbindlichkeit angesagt: keine beziehung darf endgültig werden, kein job und auch sonst gibts keine langen verträge bei mir... aber das ist eine andere geschichte!

marlene


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BeitragVerfasst: Fr Mär 31, 2006 8:02 pm 
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Beiträge: 556
Wohnort: Oberschwaben
Ich muss zugeben, ich bin auch eine dieser unverbindlichen Personen... also... naja, ich versuch dann meistens schon gar nicht mehr meine Hilfe zu "versprechen"...

Meine Gründe: was ist, wenn mir jetzt... also Sonja, mal konkret beim Beispiel mit deinem Hund: mir ginge es jetzt so, ich würde gar nicht erst zusagen glaube ich oder auch eher "mal schauen", weil ich ja nicht weiß, was an dem TAg passiert, was, wenn ich selbst ganz plötzlich weg muss wegen etwas... dringendem? Wat weiß ich, meine eigene Katze wurde angefahren und jetzt ist erstmal handeln angesagt?

Dann ... ja, habe ich einfach Angst das, worum mich die Person bittet, schlichtweg nicht in ihrem Sinne machen zu können... bei mir könnte das daran liegen, wenn ich als Kind was gemacht hab (wat weiß ich... Teig ausgewellt für Kuchen), ist meistens meine Oma mit dem Satz "Komm ich mach das" gekommen... das macht sie heute noch und das vermittelt mir so das Gefühl "Du kannst das eh nicht, ich mach das lieber selber"... vielleicht hatten viele deiner Bekannten auch so Eltern/Großeltern/Verwandte?
Würde da übrigens auch gerne rauskommen, weil ich es auch nicht mag, wenn ich Leute um Hilfe bitte, sie mir zusagen und dann aber nicht kommen... also wenn ich weiß, dass ich davor zurückschrecken werd, biete ich meine Hilfe schon mal gar nimmer an, aber dann kann ich auch keine Gegenleistungen erwarten... also was ich jetz tnicht aus egoistischen Gründen tue, helfen... so nach hilst du mir helf ich dir, aber .. ja, das ist so eine komplette Verhaltensweise von mir, die ich gerne anders haben möchte, weil ich glaube, dass daher auch die Distanziertheit vieler Leute mir gegenüber kommt... weil ich generell da sehr unverbindlich bin, also nicht nur, was das (aus-)helfen betrifft...

Jaa und marlene möchte ich auch zustimmen bzw. das ist auch ein Grund, warum ich möglichst unverbindlich bleibe... eben dieser Druck, ich sollte mich revanchieren etc. ...


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BeitragVerfasst: Fr Mär 31, 2006 8:04 pm 
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Ich seh' schon, was wird noch spannend hier :-)

Mir gehts dabei so: ein Verpflichtungsgefühl kenne ich nicht (entweder ich tue was ich tue gern oder ich lasse es gleich), und ich würde es auch furchtbar finden, wenn man mir nur hilft, weil man sich verpflichtet fühlt.

Ich finde es aber schön, wenn ich jemandem helfen kann (aus freien Stücken) und freue mich, wenn dem anderen durch meine Mithilfe etwas gelingt. Ich erwarte dann auch keine Gegenleistung weil ich denke, dass sich soetwas in freundschaftlichen Beziehungen sowieso immer irgendwie automatisch ausgleicht.

Bin gespannt auf weitere Stimmen....

Liebe Grüße
Sonja


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BeitragVerfasst: Fr Mär 31, 2006 8:11 pm 
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Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
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"Meine Gründe: was ist, wenn mir jetzt... also Sonja, mal konkret beim Beispiel mit deinem Hund: mir ginge es jetzt so, ich würde gar nicht erst zusagen glaube ich oder auch eher "mal schauen", weil ich ja nicht weiß, was an dem TAg passiert, was, wenn ich selbst ganz plötzlich weg muss wegen etwas... dringendem? Wat weiß ich, meine eigene Katze wurde angefahren und jetzt ist erstmal handeln angesagt?"

Wie gesagt, ich habe absoutes Verständnis wenn jemand kurzfristig absagen muss.

Dein Beispiel mit der Katze..hmmm....dann dürfte man ja gar nichts mehr tun, weder zur Arbeit oder ins Kino gehen oder sonst was machen (um das mal sehr überspitzt auszudrücken).
Vielleicht kuller ich auch morgen die Treppe runter und breche mir die Gräten...darf ich mich deswegen nicht für morgen Abend verabreden? (um es noch drastischer zu formulieren).

Interessant (und vielleicht auf dem Weg zu einer Lösung) finde ich, was du Socata über die Angst sagst. Irgendwie denke ich, das da der Hase im Pfeffer liegt.
Wenn ich nichts tue, kann ich auch nichts falsch machen....hmmmmm

Grübelnde Grüße
Sonja


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BeitragVerfasst: Fr Mär 31, 2006 9:38 pm 
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Registriert: Fr Jun 03, 2005 10:38 am
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Ich hätte da noch eine andere Frage an die "Unverbindlich-Fraktion".

Ist Bindungsangst / Beziehungsangst auch ein Thema für euch?

Liebe Grüße
Sonja


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BeitragVerfasst: Sa Apr 01, 2006 9:42 am 
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Registriert: So Mär 26, 2006 12:19 pm
Beiträge: 19
Ich muß sagen, manchmal lasse ich mir auch gern ein Hintertürchen offen, bevor ich eine feste Zusage gebe - es könnte ja sein, daß sich für meine Tagesplanung noch etwas aufregenderes ergibt. Ich mag z. B. lieber etwas mit Gleichgesinnten unternehmen als an einer Familienfeier teilzunehmen, auf der ich mich mit meinen Ansichten und Interessen wie ein Fremdkörper fühle...

Also sage ich meist auch zunächst "mal sehen, ob ich es einrichten kann".

Aber wenn ich soweit bin, daß ich eine Zusage gebe, dann ist sie auch 100%ig. Einfach gar nicht melden ist bei mir nicht drin, und für Absagen auf den letzten Drücker muß wirklich etwas plötzliches passiert sein, das die Sache unmöglich macht (z. B. Auto kaputt, 40 Fieber oder so...).

Und genau solches Verhalten erwarte ich auch von anderen. Jemanden einfach ohne rechtzeitige Absage in der Luft hängen lassen ist einfach menschlich enttäuschend. Ich möchte von anderen nicht so behandelt werden und ich behandle andere Menschen auch nicht so.

Ich bin allerdings nicht nur anderen gegenüber so, sondern auch bei Entscheidungen, die allein mich selbst betreffen. Erst ein "abwarten", aber sobald ich einen Impuls (z. B. aus der geistigen Welt, bin dann regelrecht be-geistert ;-)) erhalte, ich solle es machen, dann fällt die Entscheidung und ich kenne kein Halten mehr. Dann setze ich alle Energie darein, meine Entscheidung umzusetzen.

In dem Zusammenhang wären die astrologischen Konstellationen (besonders die Elementeverteilungen) der einzelnen Leute mal interessant. Ich selbst habe eine starke Feuerbetonung (Löwe, 9. Haus), d. h. wenn ich Feuer und Flamme für etwas bin, gibt es nur ein Vorwärts, aber kein zurück.

Das unverbindliche Sich-nicht-festlegen-wollen klingt nach einer starken Betonung des Luftelements (Zwillinge, Waage, Wassermann). Dazu gehört auch die Bindungsangst bzw. -flucht. Der Zwilling legt sich nicht gern fest, weil er Angst hat etwas zu verpassen, die Waage mag sich nicht entscheiden, weil sie niemandem wehtun und sich selbst keinen Streß machen will, und der Wassermann fürchtet um seine Freiheit und Individualität.

Aber auch die Wasserzeichen, zumindest der emotionale, launenhafte Krebs und die verträumten, etwas chaotischen Fische können schon mal etwas wankelmütig sein.


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