Da bin ich froh, Foxi!
harry hat geschrieben:
Fehlt ihnen der Mut oder die Überzeugung?
Habe auch ziemlich lange lieber theoretisiert, zum einen wohl aus Gewohnheit, denn neues Denken in den Alltag zu integrieren, ist zunächst einmal anstrengend, man muß üben, bevor das spielerisch wird, das sagen sogar die lieben Abraham. Weiterhin hatte ich auch ein bißchen Schiss, dass alles Unsinn ist, also lieber diese Ideen erstmal in einem Kästchen, einem
Wunderkästchen

aufbewahrt, denn man kann ja iiiiiirgendwann mal drauf zugreifen. *verdräng*
Vor vielen Jahren erfuhr ich die Welt plötzlich als Illusion, da war einfach klar, dass wir keinen freien Willen haben, weil einfach keine Individuen existieren, die diesen haben könnten. Dennoch haben unsere Entscheidungen definitiv wahrnehmbare Konsequenzen, deshalb paßt das Beispiel Kinofilm recht gut. Auch in Filmen scheint es ja echte Persönlichkeiten mit ihren ganz eigenen Gedanken, Gefühlen und Handlungen zu geben, die ihren Lebensweg gehen, aber in Wahrheit wird gespielt bzw. stehen bei einem Roman lediglich Buchstaben auf Papier, bis der Inhalt durch Lektüre (beim Film mit Licht) zum Leben erwacht. Oder nimm den Klartraum, noch passender. Die Traumwelt ist zwar deutlich instabiler und kennt auch keine kontinuierliche Fortführung von Zeit. Aber dennoch erscheint alles ebenso echt, wie im normalen Alltag, die Kulissen sind nicht nur brillant, sondern auch alle anderen Sinne können sich austoben. Eine ganze Welt breitet sich nachts vor uns aus - wieso sollte also das, was wir tagsüber als Realität bezeichnen, realer sein?
Frage ist noch: Ist von vornherein alles festgelegt, also sogar sowas wie das Interesse von Berta P. an Realitätsgestaltung, oder befindet sich permanent einfach alles in Entfaltung? Also, das weiß ich natürlich auch nicht.
P. S. Ist Foxi bärtig oder nicht? *rätsel*