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BeitragVerfasst: So Nov 22, 2009 11:51 am 
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Habt Ihr auch schon einmal das Thema LOA versteckt in irgendwelchen Romanen entdeckt - evtl. sogar zufällig, so dass der Autor es nur intuitiv zu wissen scheint, ohne sich jemals damit beschäftigt zu haben?

Der Horror- und Lieblingsroman meiner Teenagerzeit war "ES" von Stephen King. Da gelang es sieben Kindern ein Monster zu besiegen, das serienmäßig Menschen tötete und ursprünglich aus dem Makroversum stammte, bevor es zur Erde kam. Damit war es fast eine mythologische Gestalt mit unvorstellbaren Kräften. Und dennoch konnten ausgerechnet ein paar Kinder es besiegen.

ES entstand in der Mitte der 80er Jahre - also lang bevor LOA-Bücher und Ähnliches auf den Markt kam. Irgendwie war ich die Tage in düsterer Novemberstimmung und bekam noch einmal Lust, den erschreckenden Roman zu lesen, der seit Ewigkeiten in den Tiefen meines Schrankes lag und bei manchen Ausführungen von King klingelte es mir in den Ohren.

Ich zitiere:

"ES (das Monster) verstand vage, dass diese Kinder SEINE eigenen Waffen irgendwie auf ES gerichtet hatten - dass ES durch unglücklichen Zufall sicherlich nicht geführt von der Hand irgendeines ANDEREN - durch den ungewöhnlichen Zusammenhalt von sieben außerordentlich fantasievollen Menschenwesen in große Gefahr geraten war.

Jedes von diesen sieben Kindern wäre, auf sich allein gestellt, SEINE Nahrung geworden, und wenn sie nicht zufällig zusammengekommen wären, hätte ES sie mit Sicherheit eines nach dem anderen vertilgt, von ihrer Fantasie angezogen - ebenso wie der Löwe durch den Geruche eines Zebras vone iner ganz speziellen Wasserstelle angezogen wird. Aber gemeinsam hatten sie ein gefährliches Geheimnis entdeckt, dessen nicht einmal ES sich selbst bewusst gewesen war - nämlich dass Glaube ein zweischneidiges Schwert ist. Wenn 10.000 Bauern im Mittelalter Vampire schaffen, indem sie glauben, diese Monster seien real, so wird vielleicht irgendein Mensch - höchstwahrscheinlich ein Kind - den Pfahl ersinnen, mit dem man den Vampir töten kann. Aber der Pfahl erfüllt diesen Zweck nur, weil der Pfählende felsenfest daran glaubt. Ein Pfahl ist nur dummes Holz, weiter nichts. Der Geist ist das Schlagholz, das ihm tödliche Wirkung verleiht. "

Beeindruckend, oder? Also entweder King war voll der Insider, oder dieses Wissen steckt tief versteckt in uns allen - tief versteckt im Unterbewusstsein. Vielleicht haben gerade Künstler/Literaten ein Händchen dafür, es nach außen zu transportieren.

Ich gehe mal davon aus, King schlug einfach nur von einem Rausch an Kreativität in die Tasten, ohne sich selbst der Tragweite bewusst zu werden, die eigentlich in diesen Zeilen steckt. :)


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BeitragVerfasst: So Nov 22, 2009 11:59 am 
Stephen King ein LOA Autor - Spannend ;-)

Ich denke das er einfach ein guter Autor ist, der seine Art von Geschichten erzählt. Ich habe ihn früher auch gerne gelesen, nach uns nach habe ich für mich festgestellt das es mir viel besser tut mich mit positiven Dingen zu beschäftigen - doch das soll jeder für sich entscheiden.

Liebe grüße und einen wunderbaren Sonntag.


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BeitragVerfasst: So Nov 22, 2009 12:04 pm 
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Registriert: So Okt 12, 2008 1:55 pm
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Yo Nastel, da gebe ich Dir generell recht! Kingromane sind negative Energie pur! Die sind ja teilweise wirklich brutal und gruselig.

Aber was reizt einen, ein Horrorbuch zu lesen oder einen solchen Film zu schauen? Man sitzt ja selbst gemütlich in eine Decke eingehüllt auf einem Sofa und wiegt sich in Sicherheit.

Und das Gefühl des "sich gruselns" ist auf irgendeine morbide Weise auch wieder was Schönes! Dieser Thrill, der unter die Haut geht, der packend ist und nicht mehr loslässt... Damals als Kind hat mir der Roman echt zu schaffen gemacht. Heute ist er halt Entertainment. Sicher eine nettere Freizeitbeschäftigung als sich das anzuschauen, was teilweise auf den privaten Kanälen im TV läuft (peinliche Dokusoaps usw.).

Aber den zitierten Abschnitt fand ich echt beachtlich! Das ist ja LOA pur - auch wenn nur ein Zufall gewesen.


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BeitragVerfasst: So Nov 22, 2009 12:49 pm 
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Registriert: Mo Apr 30, 2007 6:51 pm
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Nicht Inhalte sind entscheidend, sondern die Gefühle des Betrachters.

Warum sollte Stephen King nichts von der Macht der Gedanken wissen? Ist doch ein uraltes Thema, in den einschlägigen Büchern heutzutage lediglich neu verpackt und umfassender verbreitet.

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(Rumi, Das Lied der Liebe)


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