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 Betreff des Beitrags: weiter ER
BeitragVerfasst: Do Jan 26, 2012 10:13 am 
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Beiträge: 667
wieso verliebe ich mich in einen gebundenen mann?

...weil ich es kenne "die zweite geige" zu spielen.
...weil ich austesten will, ob ich SIE ausstechen kann.
...weil ich gar nicht will, dass es klappt, denn dann könnte ich nicht mehr jammern wie arm dran ich bin :?
...weil es unverbindlich bleiben wird und ohne verantwortung.
...weil es mir spaß macht mich flirtmäßig auszuprobieren ohne risiko
...weil ich mich eh nicht traue sex zuzulassen und trotzdem jemanden zum anhimmeln und begehren will.


wieso ziehe ich mir als ER eine frau ins leben, die mich haben will obwohl ich gebunden bin?
... als prüfung ob ich standhaft bleibe.
...weil ich eigentlich aus der beziehung raus will, aber mich nicht traue.
...für mein ego und meinen selbstwert.
...weil mir etwas fehlt in meiner beziehung
...weil es so schön prickelt
...weil ich nicht gedacht hätte, dass mir sowas in meinem alter nochmal passiert.
...als geheime rache an meiner frau, die mir nicht das gibt was ich will an bestätigung und dann kann ich denken "ätsch"

_________________
freedom comes, when you learn to let go.
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 Betreff des Beitrags: Re: weiter ER
BeitragVerfasst: Do Jan 26, 2012 12:58 pm 
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Registriert: So Okt 09, 2011 7:50 am
Beiträge: 375
(Achtung, sehr hart. Aber genau das kam heuer in mir hoch...ich weiß auch nicht, warum)

Wenn ich dieses Thema, in dem es wieder um IHN geht, hoppe, dann werde ich inzwischen so wahnsinnig müde. Müde. Vom Zappeln, vom Kämpfen um ein wenig Aufmerksamkeit von ihm. Ich weiß doch, warum ich ausgerechnet diesen Waschlappen anhimmle: Er sorgt dafür, dass ich mich schlecht fühle. Das ist meine Droge. Ich will mich mies fühlen. Abdriften, den Halt verlieren, und dafür reicht es mir schon, dass ich mein Lebensgefühl von einem dummen Lächeln von ihm abhängig mache. Nicht umsonst arbeite ich als Jenni in einer Suchtklinik.

Warum ich mich als "ER" so verhalte?

Ich weiß, dass ich ein ignorantes Arschloch bin. Aber ich fühle mich verdammt gut dabei. Irgendjemand hat mir mal gesagt, ich sei ein Narzisst. Narzissten konsumieren Menschen und deren Gefühle, um sich selbst zu spüren. Deshalb arbeite ich in einer Suchteinrichtung. Die einen geben sich den Kick mit Heroin und Tabletten. Ich bin ein Emotions-Junky. Jenny finde ich ganz süß. Die macht, was ich will. Wenn ich Lust auf ihre Nähe habe, werfe ich ihr Nettigkeiten wie Zuckerwürfel einem Pferd hin. Prompt springt sie drauf an. Wie geil ist das denn! Aber morgen...da ist sie mir schon wieder lästig. Das ist so bei Narzissten. Die fressen sich voll mit den Emotionen anderer Leute, und wenn sie fett und vollgefressen sind, lassen sie die anderen links liegen. Meine Frau...die geht mir am Arsch vorbei. Und Jenny auch. Die bildet sich tatsächlich ein, dass ich es besser bei ihr hätte...meine Masche, dass ich so ein trauriger Unglücksrabe bin, zieht halt immer bei den Weibern. Ein Lächeln, ein charmanter Blick, ein Kompliment vor allen anderen - mein Konzept geht auf. ich bin toll, ich bin ein cooler Hecht - und alle nähren mich mit Bewunderung und Emotionen. Wenn ich mit Jenny zusammen wäre, braucht sie sich gar nicht einbilden, dass ich dann treu wäre. Ich bin nämlich zu vielen Frauen sehr nett, und warum soll ich mich mit einer rumplagen, wenn ich viele haben kann? Ach, ich bin zufrieden, so wie es ist. Jenny ist mein kleiner, runder Spielball. Ich hole sie aus dem Schrank und rufe: "Hey, Lust, ein wenig zu spielen?" Und wow! Sie sagt immer Ja!!! Ich hab es sooo gut! Ich bin der Coolste und Beste auf der ganzen Welt.

Ich verzeihe mir meine Abhängigkeit von den Emotionen anderer Menschen.

Ich liebe mich. Frieden für mein Herz. Danke. Amen!


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 Betreff des Beitrags: Re: weiter ER
BeitragVerfasst: Fr Jan 27, 2012 7:58 am 
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Registriert: Fr Dez 16, 2011 9:07 am
Beiträge: 241
[quote="jenniferso"][color=#0000BF]wieso verliebe ich mich in einen gebundenen mann?

...weil ich es kenne "die zweite geige" zu spielen.
...weil ich austesten will, ob ich SIE ausstechen kann.
...weil ich gar nicht will, dass es klappt, denn dann könnte ich nicht mehr jammern wie arm dran ich bin :?
...weil es unverbindlich bleiben wird und ohne verantwortung.
...weil es mir spaß macht mich flirtmäßig auszuprobieren ohne risiko
...weil ich mich eh nicht traue sex zuzulassen und trotzdem jemanden zum anhimmeln und begehren will.


Ich nehme den Teil in mir an, der lieber die Taube auf dem Dach hat als den Spatz in der Hand. Die Taube sieht von Weitem so schön aus, so verlockend, und ich muss mich echt anstrengen, wenn ich sie erreichen will. Tief in mir drin weiß ich ,dass es unmöglich ist sie zu erreichen, aber es spornt meinen Wettbewerbsgeist ungemein an. Vielleicht schaffe ich das Unmögliche?
Doch allmählich geht mir die Puste aus und ich werde müde. Meine Lebenskraft wird nicht genährt, sie wird mir genommen durch diesen ewigen Kampf. Letztendlich ist es ein Kampf. Ohne lohnendes Ziel.
Ich werde mir jetzt darüber klar, was ich wirklich will in meinem Leben und gehe darauf jetzt zu. Jeden Tag komme ich meinem wirklichen Ziel ein Stückchen näher. Das ER der Falsche und der Weg zu ihm auch der falsche Weg ist, erkenne ich daran, dass es sich nicht gut anfühlt. Ich fühle mich nicht gut. Ich will nicht weiter Futter für sein Ego sein. Ich bin nicht mehr seine Tankstelle. Ich lasse mich jetzt nicht mehr aussaugen von ihm. Amen.


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 Betreff des Beitrags: Re: weiter ER
BeitragVerfasst: Fr Jan 27, 2012 4:47 pm 
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Registriert: Mo Apr 19, 2010 10:22 am
Beiträge: 667
sonnenscheinchen19 hat geschrieben:
jenniferso hat geschrieben:
wieso verliebe ich mich in einen gebundenen mann?

...weil ich es kenne "die zweite geige" zu spielen.
...weil ich austesten will, ob ich SIE ausstechen kann.
...weil ich gar nicht will, dass es klappt, denn dann könnte ich nicht mehr jammern wie arm dran ich bin :?
...weil es unverbindlich bleiben wird und ohne verantwortung.
...weil es mir spaß macht mich flirtmäßig auszuprobieren ohne risiko
...weil ich mich eh nicht traue sex zuzulassen und trotzdem jemanden zum anhimmeln und begehren will.


Ich nehme den Teil in mir an, der lieber die Taube auf dem Dach hat als den Spatz in der Hand. Die Taube sieht von Weitem so schön aus, so verlockend, und ich muss mich echt anstrengen, wenn ich sie erreichen will. Tief in mir drin weiß ich ,dass es unmöglich ist sie zu erreichen, aber es spornt meinen Wettbewerbsgeist ungemein an. Vielleicht schaffe ich das Unmögliche?
Doch allmählich geht mir die Puste aus und ich werde müde. Meine Lebenskraft wird nicht genährt, sie wird mir genommen durch diesen ewigen Kampf. Letztendlich ist es ein Kampf. Ohne lohnendes Ziel.
Ich werde mir jetzt darüber klar, was ich wirklich will in meinem Leben und gehe darauf jetzt zu. Jeden Tag komme ich meinem wirklichen Ziel ein Stückchen näher. Das ER der Falsche und der Weg zu ihm auch der falsche Weg ist, erkenne ich daran, dass es sich nicht gut anfühlt. Ich fühle mich nicht gut.

[color=#FF0040]ich liebe den teil in mir, der sich nicht gut fühlt. dem es schlecht geht, aber auch der der sich nicht gut fühlt im sinne von "sich nicht gut fühlen können". dann merke ich, dass ich mich zwar sogar fühlen KÖNNTE aber mich nicht traue meine gefühle dann in handlung umzusetzen. wenn ich dann vielleicht sauer reagiere oder wütend, dann verliere ich bestimmt die menschen, die ich mag - besonders IHN. es tut mir leid, bitte verzeih mir, ich liebe dich, danke. und ich merke, wenn ich meine wut zulasse, dann wende ich mich innerlich von ihm ab und das will ich nicht. es tut mir leid, ich liebe mich trotzdem. dann kommt: er braucht mich doch. verwunderlich. wie komme ich denn da drauf? es tut mir leid, ich liebe den teil in mir der denkt, dass er mich braucht. als bild kommt ein bockiges kind, das geliebt werden will. ich verstehe: ich sehe in seinem ambivalenten verhalten mich selbst: mein inneres kind, das den anderen wegstößt, obwohl er so sehr nähe und liebe braucht. es tut mir leid, ich liebe mich. es tut mir leid, dass ich mich dnn besonders um menschen kümmern will, wenn sie abweisend sind, weil ich es mißverstehe als art hilferuf. es tut mir leid, ich liebe mich trotzdem. ich bin dankbar, dass ich diesen mechanismus erkenne. ich liebe den hilferuf in MIR. ich liebe den teil in mir, der das alles so gelernt hat durch das verhalten meiner mutter. ihre ambivalenz, ihr schutz. ich gebe ihr das jetzt zurück.

Ich will nicht weiter Futter für sein Ego sein.
ich liebe den teil in mir, der futter für sein ego sein will. es tut mir leid, ich liee mich trotzdem.
Ich bin nicht mehr seine Tankstelle.
ich liebe den teil in mir, der oft tankstelle ist für andere.
Ich lasse mich jetzt nicht mehr aussaugen von ihm. Amen.

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