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BeitragVerfasst: Do Mai 27, 2010 2:28 pm 
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Registriert: Do Aug 20, 2009 8:17 am
Beiträge: 18
Hallo,

ich wäre Euch allen sehr dankbar, wenn Ihr mit bei folgendem helfen könntet:

Ausgangsbasis:
Ich habe einen gut dotierten Job, der keine Überstunden verlangt und einfach zu handeln ist.
Allerdings arbeite ich sehr eng mit meinem Chef zusammen, der einige Eigenschaften an sich hat, die ich sehr schwer ertragen kann (Eitelkeiten, Überheblichkeit,...). Im Laufe der letzten Monate konnte ich zwar immer besser damit umgehen, aber der Job an sich ist, meiner Meinung nach, völlig unwichtig.

Ich bewege nichts oder stelle irgendwas da. Ok, das Umfeld ist begeistert, weil ich top im Organisieren bin und überhaupt einfach alles geregelt bekomme, also einen wirklich guten Assistentenjob mache, aber das war's auch.

Ich habe jetzt Aussicht auf einen Job, der schlechter bezahlt wird, viel mehr Arbeit verlangen wird, aber wiederum viel mehr direkte Reflektion bieten wird. D. h. ich hätte mit Gästen zu tun, die ich schön betüteln kann und bei denen man sofort eine Rückmeldung bekommt, ob man etwas gut oder schlecht gemacht hat - das ist ja das schöne am Arbeiten mit Menschen.

Der Job ist mir noch überhaupt nicht sicher, aber innerlich habe ich meinen jetzigen Job schon gekündigt und sogar meinen Urlaub verschoben, da der ja in der Kündigungszeit nicht genommen werden könnte. D. h. so oder so will ich kündigen, egal, ob es was mit dem neuen Job wird.

Die letzten Jahre habe ich immer gekündigt, ohne was neues zu haben und auch immer etwas adäquates gefunden, manchmal aber auch in allerletzter Minute, was mir doch die ein oder andere schlaflose Nacht bereitet hatte.
Dieses Mal dachte ich, ich sei erwachsener geworden (bin immerhin schon 39) und warte erst mal, bis ich etwas neues gefunden habe?

Aber: Pustekuchen!

Warum möchte ich dieses Risiko, ohne Job dazustehen (da gekündigt und neuer Job nichts werden könnte) immer wieder eingehen?
Warum kann ich nicht warten?
Diese Gedanken hatte ich übrigens letztes Jahr auch schon mal, aber da hatte ich mich zusammengerissen und meinen Chef als ein Übungsobjekt gesehen, das mir in meiner persönlichen Entwicklung auch weitergeholfen hat. Aber noch ein weiteres Jahr halte ich im Kopf nicht aus.

Ich weiß, es ist jammern auf hohem Niveau, aber wir haben doch nur ein Leben, müsste ich nicht da versuchen, das allerbeste draus zu machen und meine Zeit nicht mit unnützen Arbeiten zu verschwenden?

Hat jemand eine Idee??? Daaaaaaaaaaaaaanke


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BeitragVerfasst: Do Mai 27, 2010 7:02 pm 
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Registriert: Di Apr 20, 2010 2:42 pm
Beiträge: 35
Ich hätte mich nie getraut zu kündigen, ohne neuen Job, weil mir das so von der Familie suggeriert wurde (hab ich schon mal gehoppt).
Und: Es kann nur etwas neues kommen, wenn was altes vorher geht.
Anscheinend geht es dir ja NICHT gut- da stimmt was nicht (wie bei mir – kann ich total nachvollziehen – Arbeit zwar ok – aber alles andere zum kotzen).

Aber nun zum hoppen (ist gar nicht so einfach den Einstieg zu finden).
Ich versuchs mal so:
Wenn ich baroni089 wäre, warum würde ich immer meine Job kündigen, ohne die Sicherheit eines neuen Jobs und obwohl ich denke, dass es mir doch gut geht im alten. Womit hätte ich diese Situation erschaffen?

Ich habe noch nie das gemacht, was ich WIRKLICH will, was mir wirklich liegt. Ich fand die Jobs
anfangs immer toll, aber mein Unterbewusstsein merkte schnell, das ist aber nicht dein Traumjob.

Ich stelle mir vor, ich wäre ein Affe und hangel mich von Liane zu Liane immer auf der Suche nach DER Banane, ich hangel zum nächsten Baum – wow sind die Bananen schön und gelb und süß, aber halt! Da drüben, die sehen aber gelber aus und leckerer. Ich verlasse jetzt diesen Baum – egal ob die Liane lang genug ist, zur Not baumel ich halt bissl herum und lande erst mal auf einem leeren Baum. Dann geht’s weiter zur nächsten Staude – oh ja die sind viel besser - aber die da hinten - ja – ich muss hier weg, da hinten sind bestimmt bessere. Ich komme hier aus der Plantage gar nicht heraus, weil ich engstirnig immer nur hier suche. Und im Endeffekt sind doch alles nur die gleichen Bananen. Ich bin unzufrieden, unschlüssig, hin und hergerissen und kann mich nicht entscheiden. Wie wär es mal mit Nadelwald?
Ich nehme mein Unschlüssigkeit und Unzufriedenheit in mein Herz – verzeihe mir, liebe mich.
Vielleicht kann ich dadurch diese Plantage verlassen um die ich selbst einen Zaun gezogen habe.

Wenn ich die neue Firma / Chef / Job wäre, warum wäre ich nichts auf Dauer für baroni089?
Wieso sollte ich mich von meiner besten Seite zeigen, wenn baroni089 schon insgeheim nach den anderen, besseren schielt. Ich muss mich nicht bemühen und toll sein, sie wollte doch zu mir – ich wollte doch nicht zu ihr. Ich bin eben nur so nett und gut, wie derjenige ist, der sich mit mir einlässt.

Also das ist mir jetzt nur eingefallen – vielleicht ein Ansatz für Dich oder andere.
Hört sich alles bissl abgedreht an? :oops:

Lg
Girl


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BeitragVerfasst: Fr Mai 28, 2010 8:11 am 
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Registriert: Do Aug 20, 2009 8:17 am
Beiträge: 18
Liebes girl,

wow - das war nicht abgedreht (bzw. passt Deine Antwort zu mir...), sondern bei einigen Sachen echt treffend.

Vor allem bei dem Thema "das ist dann doch nicht mein Traumjob"...
Ich möchte die ganze Zeit schon was mit Menschen machen, lande aber trotzdem immer wieder im persönlichen Assistentenbereich bzw. im Organisationsbereich, weil dieser Arbeitsinhalt auch wirklich außergewöhnlich ausgeprägt bei mir ist.
Allerdings bin ich auch sehr stark in der Gäste-/Kundenkommunikation.

Dahin werde ich endlich wieder zurückgehen. Habe auch schon ein Vorstellungsgespräch in Aussicht, was mich diesem Job näher bringen wird. Ich bin also guten Mutes und nehme die Herausforderung sehr gerne an!!

Im letzten Jahr war ich zwar auch schon an diesem Punkt, aber warum ich mich dann wieder habe einlullen lassen, lag daran, dass ich schon zwei Wochen ohne Job war und doch etwas nervös geworden bin.

Daher wundert es mich jetzt ein bisserl, warum ich schon wieder das Risiko eingehen will, auf die Gefahr hin, dass ich eine Zeitlang jobless da stehe. Vielleicht liegt es daran, dass mir das letzte Jahr ohne Schnörkel gezeigt hat, dass ich auf mich hören und meinen Weg unbeirrt gehen soll.

Na - wir werden sehen, wohin es führt. Ich fühle mich auf jede Fall großartig. Alleine dafür hat sich diese Entscheidung gelohnt und da ich davon ausgehe, dass ich meine zukünftigen Chefs von mir begeistern kann, ist doch alles gut :-)

Die Sicht auf meinen Chef fand ich auch ganz interessant, leider ist es aber völlig egal, ob er sich nun Mühe gegeben hat oder nicht. Er hat einfach nicht das Zeug dazu, mich zu "fesseln" und zu begeistern. Und das brauche ich.

Also, vielen Dank noch mal und ich wünsche ein herrliches Wochenende!
baroni


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BeitragVerfasst: Mo Jun 07, 2010 12:49 pm 
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Moderator
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Registriert: Mo Apr 19, 2010 10:22 am
Beiträge: 495
hallo, hier ist ja schon ganz viel und super gehoppt worden, aber mir ist da noch was aufgefallen und zwar der titel deines threads und den hoppe ich jetzt mal.
wenn ich die frage stellen würde "warum will ich unbedingt kündigen, obwohl es mir gut geht", was würde ich damit eigentlich ausdrücken?
ich würde damit sagen, dass in mir der dringende wunsch ist nach veränderung bei gleichzeitigen gefühl, dass es mir "eigentlich" gut geht. warum würde ich mich so verhalten?
ich würde mich so verhalten, weil...
...etwas in mir fühlt, dass obwohl oberflächlich an meinem arbeitsplatz alles stimmig ist, mir dennoch nicht ausreicht was ist. wäre das so, dann wären die ganzen querelen, die mit dem bewerben zusammenhängen einfach die aufforderung für mich nochmal in mir zu schauen WAS fehlt mir eigentlich und daraufhin einen neuen job auszuwählen...
...ich vielleicht auch unterfordert bin, nicht genug gefordert, aber ich mir noch keine gedanken gemacht habe darüber WIE denn eine ausreichende aqber nicht überfordernde forderung im job aussehen sollte...
... ich vielleicht auch gar nicht glauben kann, dass ich mich auch einfach im job gut fühlen darf und deswegen meine, ich müsstge kündigen...

so, vielleicht stößt das ja auch nochmal was an...
liebe grüße
jenniferso

_________________
freedom comes, when you learn to let go.
creation comes, when you learn to say no...


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BeitragVerfasst: Mo Jun 07, 2010 1:12 pm 
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Registriert: Do Aug 20, 2009 8:17 am
Beiträge: 18
Liebe Jenniferso,

das ist ja witzig, ähnliches habe ich mittlerweile auch für mich erkannt.

Ich empfinde meinen jetzigen Job tatsächlich gerade als völlig oberflächlich und unnütz. Dem einzigen, den dieser gut tut, ist meinem Chef. Von seiner Warte aus ist mein Job natürlich großartig. Aber ich möchte mehr Leute glücklich machen. Daher habe ich mich jetzt für einen Job unmittelbar in der Dienstleistungsbranche entschieden.

Quasi: ein gutes Werk tun (Gäste glücklich machen) und dabei Geld verdienen. Damit werde ich zwar nicht reich, aber glücklich. Schließlich war ich schon in früherer Zeit in dieser Branche tätig und hatte währenddessen meine schönste Zeit. Nur das liebe Geld hatte mich damals verleitet, einen anderen Weg einzuschlagen. Aber dieser ist nun endlich und ab geht es "back to the roots".

Alles Gute - baroni


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