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 Betreff des Beitrags: Voller Selbstzweifel und Mangel.
BeitragVerfasst: Mo Jan 16, 2012 4:11 pm 
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Registriert: So Okt 09, 2011 7:50 am
Beiträge: 375
Hallo Forum.

Seit heute Mittag quelle ich über von Selbstzweifeln. Ich zweifle an mir, meiner Ausbildung, meinem Beruf, meinen Entscheidungen. Ich habe Angst, dass ich meinen Weg nicht schaffe und habe immer wieder die Gedanken, mich doch lieber wieder klein und angepasst zu machen.
Mit-Auslöser für meinen Rückfall war ein Blick auf meinen Kontoauszug, der mich deprimiert hat. Seit Monaten befasse ich mich intensiv mit meinen Finanzen, führe Haushaltsbuch, mache mir Gedanken über Anschaffungen und vor allem hefte ich meine Kontoauszüge ab, habe die Ausgaben im Blick. Aber ich komme auf keinen Grünen Zweig. Ich mache Preisvergleiche, kündige unnötige Versicherungen, mache einen Wocheneinkaufsplan für die Lebensmittel, damit nichts verdirbt. Es reicht vorne und hinten nicht. Ich bin wieder mitten drin - im Mangelgefühl...

Ende Januar habe ich einen Termin bei einer Motorradfirma, die mein Patent kennen lernen will. DIE Chance - und ich weiß nicht mal, ob ich bis dahin noch Kohle für den Sprit habe...
Mir stehen die Tränen in den Augen vor lauter...Enttäuschung.
Ich bin so was von frustriert...und all mein Enthusiasmus, mein Mut sind dahin.

Was ist das jetzt?? Eine Prüfung von "oben", um zu sehen, ob ich mich durchbeißen kann?? Eine Stolperfalle, um zu testen, ob ich mich wieder aufrapple und schön brav weitermarschiere?

Ich bitte um Hilfe...


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 Betreff des Beitrags: Re: Voller Selbstzweifel und Mangel.
BeitragVerfasst: Mo Jan 16, 2012 4:31 pm 
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Registriert: Di Jul 26, 2011 5:44 pm
Beiträge: 321
hallo steffi,
gelöscht, weil nicht gehoppt
jenniferso


es tut mir leid das ich mehr von mir verlange als im moment machbar ist.es tut mir leid das ich meine zukunft von einem motoradpatent abhängig mache.es tut mir leid weil ich so einen druck habe raus zu kommen aus der misere.


so long


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 Betreff des Beitrags: Re: Voller Selbstzweifel und Mangel.
BeitragVerfasst: Mo Jan 16, 2012 5:33 pm 
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Registriert: So Okt 09, 2011 7:50 am
Beiträge: 375
Und wieder das Wort "Abhängigkeit"...ich kann es nicht mehr ertragen...

Und wegen dem besagten Pferd...allein der Gedanke, dass ich es tun würde, wenn ich könnte, ist für mich heilsam. Aber ich zermartere mir hier das Hirn, was um alles in der Welt ich noch bewegen muss, um endlich aus diesen Abhängigkeitskreisläufen zu kommen...

Ich fühle mich im Moment vom Leben vera...t..., weil ich so viel auflöse und mit stoischer Ruhe die Knoten und Wirren auflöse. Ich stehe hin und sage: Ja, das tut weh, aber ich schaue es mir an.

Ich weiß, dass ich großes Potenzial habe - aber irgendwie kassieren immer die anderen ab und ich schau hinterher. Wo liegen denn die Barrieren?? Ich habe so vieles angeschaut, mein Handeln überdacht, ebenso mein Denken und Fühlen. Ich ordne und schaffe Klarheit an allen Ecken und Enden - und fühle mich heute wie die allergrößte Versagerin!

Ja, ich fühle mich als Versagerin. Nix kriege ich auf die Reihe. Ich hab nicht mal ne angenehme Wohnsituation, in der ich mich entspannen und konzentrieren kann.

Natürlich schaffe ich mir das selbst - Asche auf mein Haupt. Aber WAS muss noch passieren, damit endlich auch mal finanzielle Entspannung eintritt???? Ich habe sogar meine Buchhaltung an einen Steuerberater abgegeben, damit die Finanzamtskiste jetzt in geordnete Bahnen abläuft und seither ist ja auch dieses Thema besser.

Ich weiß keine Antwort mehr! Und irgendwie habe ich das GEfühl, dass "da oben" einer sitzt, mir eine lange Nase macht und sagt:"Ätsch, reingefallen...Du hast doch nicht ernsthaft gedacht, dass es Dir mal länger gut geht als zwei Wochen? Dich ärgere ich noch ne Weile..."

*seufz*


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 Betreff des Beitrags: Re: Voller Selbstzweifel und Mangel.
BeitragVerfasst: Mo Jan 16, 2012 7:33 pm 
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Registriert: Fr Dez 16, 2011 9:07 am
Beiträge: 241
Wenn ich mich so als Versagerin fühlen würde, dann, weil ich mir etwas versage. Es tut mir leid, dass ich mir versage, die Dinge ein wenig laufen zu lassen. Die neuen Wege müssen sich erst einspielen. Es ist wie im Urwald, in dem du einen neuen Weg mit der Machete schlägst, der muss jeden Tag wieder begangen werden, weil er die erste Zeit jeden Tag wieder zugewachsen ist. Es tut mir Leid, dass ich die Dinge zwar mit dem Kopf verstanden habe, dass sie aber noch nicht in Herz und Bauch gerutscht sind. Es tut mir Leid, dass mein Herz noch nicht mitschwingt.
Es tut mir Leid, dass ich immer noch in der verspannten Wohnsituation verharre, wo ich mich nicht entfalten kann und einfach mal die Seele baumeln lassen kann. Es tut mir Leid, dass ich mich mit meiner Mutter fetze, dabei meine Energie auf das Negative richte, anstatt mich auf meine positiven Ziele einzustimmen. Ich spüre dabei so etwas Angespanntes, die Dinge können sich nicht entwickeln, weil zu viel Spannung drin ist. Es tut mir Leid.
Ich liebe mich dennoch mit meinen Anteilen und ich gebe jetzt allen Zeit zu wachsen und zu gedeihen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Voller Selbstzweifel und Mangel.
BeitragVerfasst: Mo Jan 16, 2012 7:35 pm 
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Moderator
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Registriert: Mo Apr 19, 2010 10:22 am
Beiträge: 667
Glückssteffi hat geschrieben:
Und wieder das Wort "Abhängigkeit"...ich kann es nicht mehr ertragen...

ich liebe den teil in mir, der sich mit dem thema abhängigkeit nicht mehr befassen will. es tut mir leid, dass es mir so oft begegnet und mir das so aufstößt. es tut mir leid, dass ich dachte ich bin schneller fertig damit und jetzt sehe, es kommt immer wieder.

Und wegen dem besagten Pferd...allein der Gedanke, dass ich es tun würde, wenn ich könnte, ist für mich heilsam. Aber ich zermartere mir hier das Hirn, was um alles in der Welt ich noch bewegen muss, um endlich aus diesen Abhängigkeitskreisläufen zu kommen...

Ich fühle mich im Moment vom Leben vera...t..., weil ich so viel auflöse und mit stoischer Ruhe die Knoten und Wirren auflöse. Ich stehe hin und sage: Ja, das tut weh, aber ich schaue es mir an.

ich liebe den teil in mir, der denkt: wenn ich brav die knoten löse und den schmerz ertrage, dann hat das leben mich lieb und macht alles besser. es tut mir leid, dass ich dem leben gegenüber die gleiche verfahrensweise habe wie meiner mutter gegenüber: ich muss es richtig machen, dann hat das leben mich lieb und alles ist gut. es tut mir leid, dass ich noch nicht erkenne, dass alles so wie es gerade ist schon gut ist. dass angst und zweifel auch sein dürfen und mal dazugehören und hilfen sind wach zu bleiben. es tut mir leid, ich liebe mich und ich vergebe mir.ich liebe den teil in mir der noch zweifel und ängste hat.

Ich weiß, dass ich großes Potenzial habe - aber irgendwie kassieren immer die anderen ab und ich schau hinterher. Wo liegen denn die Barrieren?? Ich habe so vieles angeschaut, mein Handeln überdacht, ebenso mein Denken und Fühlen. Ich ordne und schaffe Klarheit an allen Ecken und Enden - und fühle mich heute wie die allergrößte Versagerin!

ich liebe den teil in mir, der sich selbst als versagerin beschimpft, wenn nicht alles so läuft wie ich meine, dass es sein MÜSSTE. es tut mir sehr leid, dass ich manchmal noch hart und unfair zu mir bin. es tut mir leid, dass ich verzweifle. ich liebe mich trotzdem.

Ja, ich fühle mich als Versagerin. Nix kriege ich auf die Reihe. Ich hab nicht mal ne angenehme Wohnsituation, in der ich mich entspannen und konzentrieren kann.

ich akzeptiere jetzr, dass mir deutlicher wird wie unzufrieden ich mit meiner wohnsituation bin. noch nicht unzufrieden genug, denn sonst würde ich sie ändern, aber ich bin auf dem weg. ich akzeptiere, dass es ein prozeß ist, der seine zeit braucht. ich liebe den teil in mir.

Natürlich schaffe ich mir das selbst - Asche auf mein Haupt. Aber WAS muss noch passieren, damit endlich auch mal finanzielle Entspannung eintritt???? Ich habe sogar meine Buchhaltung an einen Steuerberater abgegeben, damit die Finanzamtskiste jetzt in geordnete Bahnen abläuft und seither ist ja auch dieses Thema besser.

ich liebe den teil in mir, der auch da lieber schimpft mit mir, als mich dafür zu loben, dass die finanzkiste schon in besseren bahnen läuft. es tut mir leid.

Ich weiß keine Antwort mehr! Und irgendwie habe ich das GEfühl, dass "da oben" einer sitzt, mir eine lange Nase macht und sagt:"Ätsch, reingefallen...Du hast doch nicht ernsthaft gedacht, dass es Dir mal länger gut geht als zwei Wochen? Dich ärgere ich noch ne Weile..."

ich liebe den teil in mir, der unbewußt immernoch erwartet, dass das leben nicht schön sein kann und der sich jetzt im moment bestätigt sieht. danke für diese erkenntnis.

*seufz*


wäre ich das leben, warum würde ich steffi nicht hoppla di hopp die positive veränderung schicken?
zum einen weil sie nicht glaubt, dass sowas geht. ich liebe den teil in mir, der nicht ernsthaft glaubt, dass sich das leben leicht zum positiven wenden läßt. es tut mir leid, ich vergebe dir, ich liebe dich, danke.

zum anderen weil ich glaube, wenn alles super wäre auf eoinmal, dann würde steffi die orientierung verlieren, weil nichts mehr so ist wie sie es kennt und sie würde überschnappen. ich liebe den teil in mir der glaubt, ich würde orientierungslos wenn mein leben sich völlig verändern würde. es tut mir leid, bitte verzeih mir, ich liebe dich, danke.

danke steffi für viele tiefgreifende erkenntnisse.
jenniferso

_________________
freedom comes, when you learn to let go.
creation comes, when you learn to say no...


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 Betreff des Beitrags: Re: Voller Selbstzweifel und Mangel.
BeitragVerfasst: Mo Jan 16, 2012 9:50 pm 
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Registriert: So Okt 09, 2011 7:50 am
Beiträge: 375
Hallo, auch diese Beiträge sehr ergreifend. Herzlichen Dank!

Ja, ich habe heute wirklich nur das gesehen, was NICHT gut läuft. Alles andere, was ins Rollen kommt und was ich angeschubst habe, ignoriere ich partout. Ich habe noch immer meine persönliche Negativ-Brille auf und schreie empört bei jeder Gelegenheit auf: "DA! Hier hast Du mal wieder versagt, Steffi! Schäm Dich!" Sofort habe ich mich wieder verurteilt - womit sich ja ein altbekannter Zirkel schließt: Ich werde verurteilt, ich habe Angst vor Verurteilung - und verurteile mich selbst.

Dass heute und in den letzten Tagen auch viele andere, sehr konstruktive und erfolgreiche Dinge passiert sind...nehme ich gar nicht zur Kenntnis.
Ich berichte nicht mal davon.

Ich nehme den verletzten Teil in sein Herz, der noch immer selbstzerstörerisch mit sich umgeht und sich verurteilt, wenn hier und da noch ein Stein im Weg liegt, obwohl in den letzten Wochen eine wahre Geröllhalde beseitigt wurde. Ich verzeihe mir, dass ich so hart mit mir umgehe und mir keine Gelegenheit zum Verschnaufen lasse. Ich liebe mich. Danke. Amen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Voller Selbstzweifel und Mangel.
BeitragVerfasst: Mi Jan 18, 2012 3:52 pm 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
..........Ich lieeebe jeden Stein.. jede neue Geröllhalde.. ist eine Herausforderung für mich.. eine Aufgabe.. an der ich wachse.. Danke.. liebes Universum.. dass Du mich täglich neu.. forderst.. und auch förderst!!.. Danke dass ich es so sehen kann.. ich liebe Dich.. und auch mich!!

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


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