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 Betreff des Beitrags: SEX
BeitragVerfasst: Mi Jan 11, 2012 8:28 pm 
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interessanterweise taucht gerade in meinem leben das thema sex überall auf. in mir und um mich herum.

ich selber habe total lust auf sex. ich habe noch nie einen mann richtig körperlich begehrt. aber jetzt den kollegen und das ist neu. mit dem kann ich ja aber keinen sex haben, weil er nicht will. obwohl er mir signalisiert, dass da anziehung ist zwischen uns.
und mit meinem mann könnte ich, aber mit dem will ich aus ganz verschiedenen gründen nicht.

so, meine nachbarin hat einen neuen freund. die beiden treiben es häufig und er ist extrem laut UND er stöhnt als würden ihm unglaubliche qualen zugefügt... sowas hab ich noch nicht gehört.

eine freundin von mir hat sex mit nem typen obwohl sie vorher sagt, sie will das nicht (auch ihm) weil er nur vögeln will und sie ne beziehung. dann schläft sie doch mit ihm und bis jetzt lief es immer so bei ihr: sex und die typen dann weg und sie megaliebeskummer. über hoppen sind wir drauf gekommen dass sie eigentlich nur sex will und sich mit dem liebeskummer bstraft weil sie sehr katholische erzogen wurde.

andere freundin: total wild auf sex mit ihrem neuen freund, aber der nicht wild auf sex. in 5 monaten 5 mal. sie sehr frustriert. da gibts dann nen typen mit dem sie sex haben könnte, von dem sie aber nicht mehr will und ihren freund betrügen will sie nicht.l ge3hoppt mit dem ergebnis: auch sie kann sich ihre lust nicht erlauben.

also, warum ziehe ich mir soviele seltsame sexgeschichten und ein unbefriedigtes sexleben an???

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 Betreff des Beitrags: Re: SEX
BeitragVerfasst: Do Jan 12, 2012 3:46 pm 
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Beiträge: 375
Wenn ich so ein Sexleben in mein Leben ziehe, wie ich es als Jenni beschreibe, dann liegt das an einem Mix aus Glaubenssätzen, die ich in mir trage.
Meine Mutter kaufte Joghurts, die ich nie mochte und wenn ich aufbegehrte, kam ein Spruch wie "Was? Auch noch Ansprüche stellen? Was glaubst Du, wer Du bist?? Sei froh und dankbar für das, was Du kriegen kannst!"

Nun habe ich mir diese Joghurts in mein Leben als Erwachsene geholt.
Und es gibt da, was ich sehr lecker finde: Erfüllenden, leidenschaftlichen Sex.

Aber mit dem verhält es sich wie mit den Joghurts meiner Kindheit:

Den Sex, den ich lecker finde (Kollege), der steht mir angeblich nicht zu, sage ich mir.
Stattdessen liege ich mit dem Joghurt im Bett, den ich nicht mag - und das ist mein Mann. Aber ich muss ja so froh sein, überhaupt Joghurt zu kriegen. Ob er mir schmeckt oder nicht, das hat mich nicht zu interessieren.

Ich glaube in meinem Leben, dass es für mich nur folgende Wahl gibt: Ich muss das nehmen, was ich eigentlich nicht will. Und das, worauf ich richtig Lust habe, was mich glücklich machen würde, das steht mir nicht zu. Wer bin ich überhaupt, dass ich auch noch wählerisch sein soll!!! Ein Unding - sagt meine Mutter.

Deshalb habe ich auch Freundinnen, die alle eines gemeinsam haben: Sie würden so gerne von diesem tollen Joghurt namens gutem Sex naschen! Aber auch sie haben immer Becher in ihrem Leben vorgesetzt bekommen, die sie nicht mochten, deshalb haben sie heute Beziehungen mit wenig Sex, schlechtem Sex, betrügerischem Sex - nichts Ehrliches, nichts Offenes, nichts Natürliches. Sondern alles auf Gedeih und Verderb auf Dauer ungenießbar.

Ich nehme es in mein Herz, dass ich mir nicht erlaube, das zu wählen, auf was ich Lust habe. Ich nehme es in mein Herz, dass ich mich dafür bestrafe, das zu begeheren, was mir schmecken könnte. Ich bin immer mehr dabei, auf den Geschmack meines eigenen Lebens zu kommen, und da gehört wohl der Kollege auch sexuell dazu. Vielleicht koste ich ihn einfach mal, um dann zu entscheiden, ob er mir tatsächlich schmeckt.
Ich liebe mich und meine Entwicklung. Amen. Danke!


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 Betreff des Beitrags: Re: SEX
BeitragVerfasst: Do Jan 12, 2012 8:25 pm 
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Registriert: Mo Apr 19, 2010 10:22 am
Beiträge: 667
Glückssteffi hat geschrieben:
Wenn ich so ein Sexleben in mein Leben ziehe, wie ich es als Jenni beschreibe, dann liegt das an einem Mix aus Glaubenssätzen, die ich in mir trage.
Meine Mutter kaufte Joghurts, die ich nie mochte und wenn ich aufbegehrte, kam ein Spruch wie "Was? Auch noch Ansprüche stellen? Was glaubst Du, wer Du bist?? Sei froh und dankbar für das, was Du kriegen kannst!"

es tut mir leid, dass ich das so erlebt habe. ich liebe mich trotzdem. ich liebe den teil in mir, der nicht verstehen konnte wieso ich nicht das haben durfte was mir schmeckte und der das heute noch so mit sich macht... ich liebe mich trotzdem.

Nun habe ich mir diese Joghurts in mein Leben als Erwachsene geholt.
Und es gibt da, was ich sehr lecker finde: Erfüllenden, leidenschaftlichen Sex.

ich akzeptiere mein bedürfnis nach erfüllendem leidenschaftlichen sex. ich liebe mich.


Den Sex, den ich lecker finde (Kollege), der steht mir angeblich nicht zu, sage ich mir.
ich vergebe mir das. und ich vergebe mir, dass ich mein gewicht daüfr benutze mir sex nicht zu gönnen. es tut mir leid.
Stattdessen liege ich mit dem Joghurt im Bett, den ich nicht mag - und das ist mein Mann. Aber ich muss ja so froh sein, überhaupt Joghurt zu kriegen. Ob er mir schmeckt oder nicht, das hat mich nicht zu interessieren.
es tut mir leid, dass ich immer wieder versuche mir diesen joghurt schmackhaft zu machen, auch wenn ich weiß dass sich mein geschmack längst geändert hat und ich ihn nicht mehr will und er mich nicht satt macht. ich liebe mich, auch wenn ich ansprüche stelle.

Ich glaube in meinem Leben, dass es für mich nur folgende Wahl gibt: Ich muss das nehmen, was ich eigentlich nicht will. Und das, worauf ich richtig Lust habe, was mich glücklich machen würde, das steht mir nicht zu.

es tut mir leid, dass ich nach diesem glaubenssatz lebe. ich nehme den anteil, der das lebt in mein herz. ich nehme in mein herz, dass ich es meiner mutter recht machen will. es tut mir leid, dass ich mein leben wegwerfe um ein leben zu leben von dem meine mutter will dass ich es lebe...



Ich nehme es in mein Herz, dass ich mir nicht erlaube, das zu wählen, auf was ich Lust habe. Ich nehme es in mein Herz, dass ich mich dafür bestrafe, das zu begeheren, was mir schmecken könnte. Ich bin immer mehr dabei, auf den Geschmack meines eigenen Lebens zu kommen, und da gehört wohl der Kollege auch sexuell dazu. Vielleicht koste ich ihn einfach mal, um dann zu entscheiden, ob er mir tatsächlich schmeckt.
Ich liebe mich und meine Entwicklung. Amen. Danke!


danke steffi, für diesen coolen vergleich mit dem joghurt.... geil!

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 Betreff des Beitrags: Re: SEX
BeitragVerfasst: Sa Jan 14, 2012 9:39 am 
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jenniferso hat geschrieben:

und mit meinem mann könnte ich, aber mit dem will ich aus ganz verschiedenen gründen nicht.

?


da ist mir auch einiges klar geworden.
ich liebe den teil, der sich sexuell körperlich und seelisch verletzt fühlt von meinem mann. es tut mir leid, dass ich beschlossen habe lieber auf sex zu verzichten, als das so weiter zu erleben. es tutmir leid, dass ich da nie genau hinsehen wollte, weil es bedeutet hätte zu erkennen, dass da was zwischen uns gar nicht geht und ich dann vielleicht wirklich schon viel früher hätte gehen müssen, obwohl ich ihn lieb(t)e. es tut mir leid, dass ich lieber furchtbar dick geworden bin, statt meinen körper mit seinen bedürfnissen und auch schmerzen zu fühlen. ich vergebe mir all das - zumindest versuche ich es. ich akzeptiere, dass ich die dinge so gehandhabt habe. ich akzeptiere, dass ich mir jetzt einen schlanken körper und viel körperliche erfüllung wünsche. ich akzeptiere, dass ein teil von mir ganz vehement versucht mir das zu verbieten und ich akzeptiere, dass ich nicht herausbekomme warum genau. ich liebe mich. mit all diesen blockaden und problemen und vergebe mir die momente wo ich mich nicht akzeptiere und auf mir herumhacke, statt LIEBEvoll mit mir zu sein. ich danke für diese erkenntnisse.

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 Betreff des Beitrags: Re: SEX
BeitragVerfasst: Mi Jan 18, 2012 11:24 am 
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Wenn ich Jenni wäre, dann würde ich mit dem Thema Sex im Moment so sehr konfrontiert werden, weil ich mich mit dem, was ich will, was ich mir erlaube, was ich mir nicht erlaube, was ich mir erhoffe, was ich mir wünsche, auseinandersetzen soll.

'Wenn ich das Thema Sex wäre, dann würde ich zu Jenni sagen, schau mich mal an. Ich bin so schön. Ich will begehrt werden. Ich will geliebt werden, in Würde. Ich bin viel mehr als nur körperliches Begehren. Mach dich auf den Weg und erkenne mich. Lass alles hinter dir, was du bisher über mich gelernt hast, gehört hast, wie es sein soll. Vergiss die Geschichten, denn das was ich dir zu bieten habe, ist viel mehr. Viel mehr. Ich wecke gerade die Lust in dir, damit du dich aufmachst, das zu entdecken, ent - decken, was ihc dir verspreche.

Liebe Jenni, ich habe jetzt lange gebraucht, bis ich die Ruhe hatte, mich mal hinzusetzen, um m i c h
mit diesem Thema, diesem sehr schmerzhaften Thema, auseinanderzusetzen. Tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat.


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 Betreff des Beitrags: Re: SEX
BeitragVerfasst: Mi Jan 18, 2012 12:03 pm 
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Registriert: So Okt 09, 2011 7:50 am
Beiträge: 375
Spontan kommt mir in den Sinn:

Ent-decke das, was da zuge-deckt ist. Zieh die Decke weg und schau, was sich darunter verborgen hält. Schluss mit dem Versteckspiel, schluss mit der Heimlichtuerei. Ich, Sex, will ent-deckt werden.

Ich verzeihe mir, dass ich auch die schönen Seiten des Sex' verdeckt gehalten habe. Und erst jetzt wird mir bewusst, dass Sex für mich gar nicht so problemlos war, wie ich immer dachte. Ich lebe jetzt seit Monaten ohne Sex, ganz bewusst, und merke, dass mir das jetzt erst mal gut tut. Und dass es viele Wunden gibt, die enstanden sind. Ich habe Sex benutzt, um mich be-liebt zu machen. Liebe und Offenheit waren dabei doch nie wirklich möglich. Es fühlte sich hinterher selten gut und richtig und glücklich und entspannend und entspannt an.
Erst jetzt wird mir das bewusst.

Danke, dass mir dieses thema noch mal begegnet ist. Es hat mehr mit mir zu tun als gedacht und vermutet.

Ich nehme in mein Herz, dass Sex für mich mit wenig Liebe, dafür mit Druck und Erwartung und Leistung zusammen hing. Ich verzeihe mir, dass ich Sex dazu benutzt habe, um bei meinen Partnern be-liebt zu sein, ich habe dabei oft meine Seele verkauft. Ich verzeihe mir. Ich liebe mich. Ich liebe meinen Sex. Amen. Frieden.


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 Betreff des Beitrags: Re: SEX
BeitragVerfasst: Mi Jan 18, 2012 2:13 pm 
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Registriert: Mo Apr 19, 2010 10:22 am
Beiträge: 667
DANKE,ihr beiden, ich hattes chon gedacht, dass das thema nicht mehr behoppt wird.
mir kommt da noch: ich möchte begehrt werden und spüre, dass in mir etwas denkt ich wäre es nicht wert. es tut mir leid. ich liebe mich. ich liebe meine angst zu begeheren und begehrt zu werden. danke
und später mehr.

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