Glückssteffi hat geschrieben:
Wenn ich so ein Sexleben in mein Leben ziehe, wie ich es als Jenni beschreibe, dann liegt das an einem Mix aus Glaubenssätzen, die ich in mir trage.
Meine Mutter kaufte Joghurts, die ich nie mochte und wenn ich aufbegehrte, kam ein Spruch wie "Was? Auch noch Ansprüche stellen? Was glaubst Du, wer Du bist?? Sei froh und dankbar für das, was Du kriegen kannst!"
es tut mir leid, dass ich das so erlebt habe. ich liebe mich trotzdem. ich liebe den teil in mir, der nicht verstehen konnte wieso ich nicht das haben durfte was mir schmeckte und der das heute noch so mit sich macht... ich liebe mich trotzdem.
Nun habe ich mir diese Joghurts in mein Leben als Erwachsene geholt.
Und es gibt da, was ich sehr lecker finde: Erfüllenden, leidenschaftlichen Sex.
ich akzeptiere mein bedürfnis nach erfüllendem leidenschaftlichen sex. ich liebe mich.
Den Sex, den ich lecker finde (Kollege), der steht mir angeblich nicht zu, sage ich mir.
ich vergebe mir das. und ich vergebe mir, dass ich mein gewicht daüfr benutze mir sex nicht zu gönnen. es tut mir leid.
Stattdessen liege ich mit dem Joghurt im Bett, den ich nicht mag - und das ist mein Mann. Aber ich muss ja so froh sein, überhaupt Joghurt zu kriegen. Ob er mir schmeckt oder nicht, das hat mich nicht zu interessieren.
es tut mir leid, dass ich immer wieder versuche mir diesen joghurt schmackhaft zu machen, auch wenn ich weiß dass sich mein geschmack längst geändert hat und ich ihn nicht mehr will und er mich nicht satt macht. ich liebe mich, auch wenn ich ansprüche stelle.
Ich glaube in meinem Leben, dass es für mich nur folgende Wahl gibt: Ich muss das nehmen, was ich eigentlich nicht will. Und das, worauf ich richtig Lust habe, was mich glücklich machen würde, das steht mir nicht zu.
es tut mir leid, dass ich nach diesem glaubenssatz lebe. ich nehme den anteil, der das lebt in mein herz. ich nehme in mein herz, dass ich es meiner mutter recht machen will. es tut mir leid, dass ich mein leben wegwerfe um ein leben zu leben von dem meine mutter will dass ich es lebe...
Ich nehme es in mein Herz, dass ich mir nicht erlaube, das zu wählen, auf was ich Lust habe. Ich nehme es in mein Herz, dass ich mich dafür bestrafe, das zu begeheren, was mir schmecken könnte. Ich bin immer mehr dabei, auf den Geschmack meines eigenen Lebens zu kommen, und da gehört wohl der Kollege auch sexuell dazu. Vielleicht koste ich ihn einfach mal, um dann zu entscheiden, ob er mir tatsächlich schmeckt.
Ich liebe mich und meine Entwicklung. Amen. Danke!
danke steffi, für diesen coolen vergleich mit dem joghurt.... geil!