Glückssteffi hat geschrieben:
Obwohl ich merkte, dass mich die Projekte des Partners von meiner Arbeit ablenken und mir nichts einbringen, habe ich alles brav abgewickelt.
ich liebe den teil in mir, der immernoch das brave mädchen sein will, das alles erfüllt, was es SOLL. es tut mir leid. bitte verzeih mir, ich liebe dich, danke.
so dass ich Tage lang nur mit diesen Projekten beschäftigt war. Zwar merkte ich das und hatte sehr schlechte Gefühle dabei, aber immer sagte ich mir: "Ich muss eben in die Beziehung investieren. Ich muss meinen Anteil dazu beitragen, dass wir eine gute Beziehung haben."
ich liebe den teil in mir, der aus meiner beziehung zu meinen eltern gelernt hat, dass in beziehungen das wohl der anderen vorgeht und es normal ist, dass ich mich dabei unwohl fühle. es tut mir leid, ich liebe mich trotzdem.
Es war auch stets so, dass ich finanziell investierte: Mein Ex-Verlobter besaß zum Beispiel kein einziges Unterhemd, als wir uns kennenlernten und war immer erkältet und krank. Was tat ich? Ich kaufte ihm ein Dutzen Unterhemden, damit er es auch schön warm hat und schön gesund bleibt...
ich liebe den teil in mir, der die verantwortung für das wohlergehen des anderen übernimmt, weil er meint es wird von ihm so erwartet. es tut mir leid. ich liebe mich trotzdem. danke
"Ich muss eben in die Beziehung investieren."
ich liebe den teil in mir, der zwanghaft etwas TUN MUSS ohne sich mal zu fragen: WILL ich all das investieren, oder wieviel will ich investieren, oder was soll der andere in die beziehung investieren? ich liebe den teil, der überhaupt nicht auf die idee kommt es könnte anders laufen. es tut mir leid.
Ich weiß heute, dass das natürlich ein ziemlich beknackter Gedanke ist. Aber warum habe ich ihn so vehement verfolgt?
ich liebe den teil in mir, der statt voller mitgefühl zu schauen, wie ich zu diesem verhalten (das ja für mich logisch und wichtig war) kam, mich abwertet als jemanden mit ziemlich beknackten gedanken. es tut mir leid, dass ich immer wieder in alte muster falle mich abzuwerten und es nicht bemerke.
ich liebe mich trotzdem. danke.
Ich bedanke mich fürs Mithoppen.
Liebe Grüße.