Wenn ich Steffi wäre, würde mir mein Mann zeigen wollen, wie sehr er sich verletzt fühlt von mir, verlassen und verletzt.
Wenn ich Steffis Mann wäre, würde ich Steffi nicht zeigen wollen, wie sehr ich sie geliebt habe. Ich muss wie ein Schild meine Missachtung vor mir her tragen, weil meine Liebe so sehr verletzt wurde. Doch das wurde sie nicht von Steffi. Das fing schon viel früher an. So wie ich handelte und verurteilte, Haare, Wohnung, Freunde, alles was mit Steffi zusammenhing, habe ich so - unkritisch - übernommen. Meine Missachtung Steffi gegenüber muss die Schuld und die Verantwortung dafür tragen, dass ich es nicht geschafft habe, mich aus alten Verhaltensmustern zu lösen. Ja, dass ich sie noch nicht einmal erkannt habe, dass es Muster waren, die zu jemand anderem, Vater, Mutter, Großeltern, gehörten. Nun muss meine neue Partnerin herhalten. Ich habe mich noch nicht aus meinem Kokon gelöst und habe nicht dazu gelernt.
Wenn ich als Steffis Exmann ihr die Hand geben würde, mit ihr sprechen würde, mit ihr die Einschulung unserer gemeinsamen Tochter feiern würde, dann würde es mein Herz zerreißen vor Trauer um die verlorene Liebe. Es würde mich zerreißen, weil es kein Zurück mehr gäbe, gibt, es ist nichts wieder wie früher und das täte zu weh.
Es tut mir Leid, dass ich nicht in der Lage war, meine übernommen Wertevorstellungen zugunsten der Liebe über Bord zu werfen. Es tut mir auch Leid, dass ich meine Liebe nicht rückhaltlos gezeigt habe und dass ein Teil von mir sich auch für erlittenes Unrecht rächen wollte

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Es ist wie es ist. Ich akzeptiere die Situation. Ich liebe mich. Ich liebe mich. Ich liebe mich. Frieden soll jetzt in mein Herz ziehen. Amen.