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 Betreff des Beitrags: job und bewerben
BeitragVerfasst: Di Jan 10, 2012 11:35 am 
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liebe mitstreiter,
gerade hatte ich ein inoffizielles, kurzes gespräch mit unserem geschäftsführer und fragte ihn, ob ich mich bewerben sollte. er meinte: wenn die dinge tatsächlich so stehen (seitens unseres auftraggebers Jobcenter), dann wäre es gut wenn ich mich bewerben würde.

so, und ich bin jetzt an dem punkt, dass ich denke: ja, ich muss das jetzt auch tun. und dann kommt der wiederwillen und all die ängste. könnt ihr das bitte mit mir hoppen? es kommt ja langsam alles in bewegung, aber ich brauche noch unterstützung. ich bin auch einfach traurig, weil ich hir nicht weg will. ich fange mal an mit: ich liebe den teil in mir, der so traurig ist darüber hier vieleicht weg zu müssen.

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 Betreff des Beitrags: Re: job und bewerben
BeitragVerfasst: Di Jan 10, 2012 1:41 pm 
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Registriert: Di Jul 26, 2011 5:44 pm
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wenn ich jenni wäre und ich will das alte nicht verlassen,dann weil ich das neue ja noch gar nicht kenne.die neue möglichkeit hat sich ja noch gar nicht offenbart ,so das ich in vorfreude das alte verabschieden könnte.
wie an einem schulabschlussball in dem man mit einem lachenden und einem weinenden auge das alte verabschiedet ,sich aber schon freut auf das neue abenteuer der uni oder des jobs.stattdessen hänge ich als jenni jetzt in einer art niemandsland herum.das alte soll verabschiedet werden,aber das neue zeigt sich noch nicht.auf was soll ich mich da freuen ?

ich nehme jetzt das gefühl in einem niemandsland zu stecken an.ich spüre wie es ist durch eine nebelwand gehen zu müssen ohne zu wissen was mich auf der anderen seite erwartet.
ich nehme meine angst vor dem leben in mein herz.
es tut mir leid.
ich liebe dich.und ich danke dir .
ich lerne vertrauen zu haben in das leben.
immer mehr und mehr.


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 Betreff des Beitrags: Re: job und bewerben
BeitragVerfasst: Di Jan 10, 2012 2:15 pm 
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ja, das mit dem niemandsland ist sehr treffend. es tut mir leid. es tut mir leid, dass ich in fast allen bereichen meines lebens nicht weiß WIE und wohin. ich liebe mich trotzdem.

vorhin schaute ich mal anzeigen und da waren auch stellen die ich interssant fand, aber dann kam sofort sowas in mir hoch wie:
-wie wollen mich eh nicht, wenn die jemand anderen haben können.
- das klappt doh n icht
- ich bin denen bestimmt zu inkompetent
es tut mir leid, dass ich soviele ängste und zweifel habe.

bitte helft mir in diesem bereich beim hoppen. danke

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 Betreff des Beitrags: Re: job und bewerben
BeitragVerfasst: Di Jan 10, 2012 7:57 pm 
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Registriert: Fr Dez 16, 2011 9:07 am
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Wenn ich Jenni wäre und stünde gerade in diesem Niemandsland, die Grenze des Alten habe ich doch schon übertreten und bin noch nicht an der neuen Grenze, der neuen Schwelle angekommen, und wüsste nicht, wohin ich mich wenden sollte, dann hätte ich das Gefühl, dass meine Beine bleischwer sind, mir vor Angst der Schweiß ausbricht.
Ich nehme das Gefühl der Angst in mein Herz, ich spüre diese Angst, ich akzeptiere sie, es hat ja eh keinen Sinn wegzulaufen, ich stelle sie neben mich die Angst, wir geben uns die Hände und sind nicht mehr allein. Wir gehen zusammen, die Angst warnt mich vor Gefahren, vor unüberlegten Schritten. Ich habe jetzt eine Begleiterin. Vier Augen sehen mehr als zwei.
Ich danke der Schwester Angst, dass sie bei mir ist. Und wir schaffen das gemeinsam.

Es tut mir Leid, dass ich mir selber so wenig zutraue, und es tut mir Leid, dass ich keine Perspektiven sehe. Es tut mir auch unendlich Leid, dass alles nicht hilft, diese Angst bleibt, keine Worte des Trostes helfen. Es tut mir sehr sehr Leid, dass ich immer noch nicht das Licht am Ende des Tunnels erblicke. Es tut mir Leid, dass ich nie jemanden gehabt habe, der mir Mut gemacht hat, der an mich geglaubt hat, als es für meine Entwicklung so wichtig, lebenswichtig, gewesen war. Es wurde kein Grundstein, keine Basis, gelegt und ich akzeptiere, dass ich jetzt mit den Baumängeln leben und umgehen muss. Ich fange noch einmal ganz von vorn an.


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 Betreff des Beitrags: Re: job und bewerben
BeitragVerfasst: Di Jan 10, 2012 9:30 pm 
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sonnenscheinchen19 hat geschrieben:
Es tut mir Leid, dass ich nie jemanden gehabt habe, der mir Mut gemacht hat, der an mich geglaubt hat, als es für meine Entwicklung so wichtig, lebenswichtig, gewesen war.

oh, hierbei muss ich voll weinen. das trifft es genau. und es tut mir leid, dass ich selbst nicht an mich glaube. und dass ich mich so gottverlassen fühle und si voller schmerz. danke
und danke sonnenscheinchen

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 Betreff des Beitrags: Re: job und bewerben
BeitragVerfasst: Mi Jan 11, 2012 12:04 pm 
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also, mein gefühl hat sich sehr verändert. zu hoppen, dass es mir angst macht noch nicht zu wissen wohin und die sache mit dem ermutigen war sehr hilfreich. danke nochmal.
ich würde jetzt gerne noch dran bleiben. also, ich habe noch weitere stellen gefunden auf die ich mich bewerben und und sofort ist da ein gefühl von: diese stelle ist zu anspruchsvoll und zu gut. vielleicht könntet ihr nochmal mit mir so hoppen:
wenn eine stelle nicht zu mir kommt, was hält sie ab. oder: wenn ein areitsgeber mich nicht einstellt, was hält mich ab.

außerdem denke ich auch: ich finde bestimmt keine stelle mit arbeitsbedingungen, die mir gefallen, sondern eben nur "irgendwas" und da kommt wieder dieser glaubenssatz: du kannst es dir nicht aussuchen - du musst nehmen was du kriegst und dankbar sein. und dann denke ich: dann werde ich bestimmt unzufrieden sein und das wird mich psychisch beeinträchtigen. es tut mir leid, dass ich denke, dass das leben immer hart und auswegslos ist. irgendwie glaube ich einfach nicht, dass ich einen job finde, der besser sein könnte als dieser her und das gilt irgendwie auch für meine ehe. und das obwohl bei beiden parallel gilt: es gibt viele sehr positive aspekte, aer eben auch negative und wirklich glücklich bin ich nicht. wobei im job noch mehr als in der ehe.

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 Betreff des Beitrags: Re: job und bewerben
BeitragVerfasst: Sa Jan 14, 2012 9:51 am 
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mir fiel ein: am anfang fand ich den job perfekt. bis auf das etwas geringe gehalt. aber sosnt perfekt. vielleicht habe ich mir all die probleme auch einfah nur geschaffen, weil ich das nicht glauben konnte: es kann nicht einfach und schön sein und leicht. und weil das ein fetter glaubenssatz ist, der ja für alle lebensbereiche gilt, hoppe ich das jetzt mal. ich liebe den teil in mir, der nicht glauben kann, dass es schön und einfach und leicht sein kann. dann kommt in diesem teil so etwas wie: es muss doch schwer sein, sonst weiß man die guten zeiten nicht zu schätzen. ich liebe den teil der das denkt und ich vergebe mir, dass sich dieses denken verselbstständigt hat und jetzt immer alles schwer und kompliziert anzieht. es tut mir leid. ich lebe es so: lange strecken hart - kurz mal super. es tut mir leid, ich akzeptiere, dass ich das bis jetzt so gemacht habe. und dann kommt noch ein glaubenssatz: man kann auch in allem schlimmen etwas positives sehen. es tut mir leid, dass ich das quasi zu meinem sport gemacht habe: zu leiden und darin etwas positives zu sehen. ja, als teenie hat mich das überleben lassen, aber jetzt möchte ich nicht nur negatives positiv sehen, sondern mein leben POSITIV HABEN. ich vergebe mir, dass ich mir immer wieder "prüfungen" kreiere. dass ich mir schwierigkeiten ins leben ziehe. unerfülltheit. mangel. es tut mir sehr sehr leid. ich liebe den teil in mir, der das respektabel findet und vergebe ihm. er wollte mich nur stärken. ich nehme meine stärke an und erlaube mir jetzt das leben LEICHT zu nehmen und zu genießen. ganz positiv und voller freude und mit viel lachen. und mit viel himmlischer hilfe. lange super strecken in dem wissen, dass SOLLTE mal eine harte strecke kommen ich sie meistern kann. ich akzeptiere, dass ich den teil loslassen möchte, der mir die schwere ins leben zog, weil er dachte es kann nicht immer leicht und schön sein. ich liebe mich. danke

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 Betreff des Beitrags: Re: job und bewerben
BeitragVerfasst: Do Jan 19, 2012 6:39 pm 
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Ich kenne den Satz: Es hätte auch noch schlimmer kommen können. Und schau doch mal die armen Kinder in Afrika, denen geht es schlecht!
Wie kann es mir gut gehen, was denke ich denn wer ich bin, wenn in dieser Welt so viel Elend zu finden ist und ich lebe wie die Made im Speck?
Auch ein Spruch aus der Vergangenheit. Eigentlich mehrere Sprüche. Was, denkst du eigentlich , bist du? Wer denkst du eigentlich, bist du. Auf dich haben wir gerade noch gewartet.
Nobel geht die Welt zugrunde (mit einem sehr ironischen Ton in der Stimme). Na, die weiß aber, was schmeckt.

Es tut mir Leid, dass ich mir den Mangel in mein Leben eingeladen habe, damit es mir nicht besser geht als anderen. Damit es mir nicht besser geht als meiner Mutter (heul). Ich nehme meine Kleine in den Arm, die so sehr darunter gelitten hat, dass die eigene Mutter neidisch auf Aussehen, Intelligenz, Können und Auftreten war. Ich liebe diese Kleine und auch Größere, ich gebe ihr meine ganze Liebe. Amen.


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 Betreff des Beitrags: Re: job und bewerben
BeitragVerfasst: Do Jan 19, 2012 8:59 pm 
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Beiträge: 667
danke sonne :-)

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 Betreff des Beitrags: Re: job und bewerben
BeitragVerfasst: Fr Jan 20, 2012 1:06 pm 
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Registriert: So Okt 09, 2011 7:50 am
Beiträge: 375
Wenn ich als Jenni erstarre, wenn es darum geht, sich zu be-WERBEN, dann ist es deshalb so, weil ich Angst davor habe, dass Veränderungen kommen und vielleicht damit auch etwas Schönes. Besseres und Schöneres habe ich sowieso nicht verdient, denke ich. Alle haben Besseres und Schöneres verdient - nur ich nicht.
Im Wort bewerben steckt Werben drin. Männer werben um Frauen. Die Werbung lockt Kunden an, schöne Dinge zu kaufen.
Wenn es darum geht, Werbung für mich zu machen, fühle ich mich ganz mies und klein. Was hab ich schon?! Was ich kann ich schon?! Ich bin nichts. Ich habe nichts. Wer sollte mich schon mögen. Wer sollte mich schon wollen. Männer wollen mich nicht. Ich selbst mag mich auch nicht besonders. Warum sollten Chefs also auf mich abfahren???

Selber die Werbetrommel für mich zu rühren, als Frau und als Arbeitnehmerin, fällt mir so unendlich schwer, weil ich meine eigenen Vorzüge nicht kenne und die, die ich kenne, sind mir selbst nicht wertvoll genug.

Und dann kommt da noch die Angst vor Ablehnung dazu. Was ist, wenn ich Absagen bekomme? Wenn meine Bewerbungsmappen zurück kommen? Ich weiß, dass sich damit ein immer wiederkehrender Kreis schließen würde: Ablehnung, mich nicht haben wollen, mich zurückweisen. Das kenne ich - das tut mir unglaublich weh. Deshalb vermeide ich diesen Schmerz, in dem ich das Bewerbungthema so vor mir her schiebe.

Dabei offeriert es mir herrliche Möglichkeiten: Ich kann einen Katalog erstellen über das, was ich kann. Was kann ich denn gut? Was sind meine Stärken?

Und wieso blicke ich immer nur auf meine vermeintlichen Schwächen? Ich weiß es noch nicht. Ich weiß nur, dass dieses Bewerbungsthema ein wichtiger Schritt ist in meinem Leben. Es stehen Veränderungen ins Haus - und ich bin mitten drin.

Ich erkenne meine Angst vor Veränderung und Ablehnung. Ich nehme mein inneres Kind, das nie gelernt hat, sich selbst zu mögen, tief in mein Herz und tröste es mit all meiner Liebe. Und dann richte ich mich auf und zeige meinem inneren Kind, was man dafür tun kann, sich selbst besser zu be-werten. Ich nehme einen Stift und Papier und schreibe auf, was ich alles kann und was gut an mir ist. Am Anfang fällt es mir schwer, die Liste zu füllen. Aber je mehr ich mich auf mich einlasse, desto besser geht es und umso mehr Eigenschaften und Pluspunkte kommen zusammen.
Ich danke dafür, dass ich erkenne, dass mich das Bewerbungsthema lähmt. Das Erkennen ist der erste Schritt zur ÄNderung. Danke. Amen. Ich liebe mich.


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