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Wenn ich Jenni wäre und stünde gerade in diesem Niemandsland, die Grenze des Alten habe ich doch schon übertreten und bin noch nicht an der neuen Grenze, der neuen Schwelle angekommen, und wüsste nicht, wohin ich mich wenden sollte, dann hätte ich das Gefühl, dass meine Beine bleischwer sind, mir vor Angst der Schweiß ausbricht. Ich nehme das Gefühl der Angst in mein Herz, ich spüre diese Angst, ich akzeptiere sie, es hat ja eh keinen Sinn wegzulaufen, ich stelle sie neben mich die Angst, wir geben uns die Hände und sind nicht mehr allein. Wir gehen zusammen, die Angst warnt mich vor Gefahren, vor unüberlegten Schritten. Ich habe jetzt eine Begleiterin. Vier Augen sehen mehr als zwei. Ich danke der Schwester Angst, dass sie bei mir ist. Und wir schaffen das gemeinsam.
Es tut mir Leid, dass ich mir selber so wenig zutraue, und es tut mir Leid, dass ich keine Perspektiven sehe. Es tut mir auch unendlich Leid, dass alles nicht hilft, diese Angst bleibt, keine Worte des Trostes helfen. Es tut mir sehr sehr Leid, dass ich immer noch nicht das Licht am Ende des Tunnels erblicke. Es tut mir Leid, dass ich nie jemanden gehabt habe, der mir Mut gemacht hat, der an mich geglaubt hat, als es für meine Entwicklung so wichtig, lebenswichtig, gewesen war. Es wurde kein Grundstein, keine Basis, gelegt und ich akzeptiere, dass ich jetzt mit den Baumängeln leben und umgehen muss. Ich fange noch einmal ganz von vorn an.
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