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Hallo liebe Hopper,
ich stand gestern in einem Supermarkt vor einem Regal - neben einem gut aussehenden Mann. Der hätte mich von seiner Physiognomie her schon interessiert erinnerte mich auch sehr an N.). Da bemerkte ich ganz deutlich wieder einmal, dass ich so, wie ich mich verhalte, niemals jemanden kennen lernen werde. Mein Blick geht nämlich sofort zur Seite (meistens nach rechts, falls das wichtig sein sollte, oder nach unten). So war es auch am vorherigen Dienstort, wo ich den Mann kennenlernte, der , zumindest, was die äußeren Kriterien wie Aussehen und Charakterzüge angeht, mir sehr zusagte. Um nicht zu sagen, dass ich mich in ihn verliebt hatte. Ich bin kein Typ der sich schnell verliebt. Wie schon in mehreren Posts erwähnt, war ich 25 Jahre lang verheiratet, davon lebte ich die letzten fünf Jahre mit dem Mann als eine Art Wohngemeinschaft. In der ganzen Zeit machte e r sich schon auf die Suche nach einer neuen Frau, und ich schaute mich vorsichtiger um, eher beobachtend, eher analysierend, wen ich mir denn , wenn schon, in mein Leben holen wollte. Der Ausdruck "ziehen" widerstrebt mir etwas, das hat so etwas kontrollierendes an sich. Ja, doch, ich möchte wieder in einer Beziehung leben. Fürs Alleinsein bin ich nicht geschaffen, das habe ich ganz klar erkannt. Angenommen, das Universum schickte mir jetzt einen Mann, den ich im Supermarkt, in der Bank oder was-weiß-ich beim Optiker kennen lernen sollte, dann würde ich es wahrscheinlich immer wieder vermasseln, weil ich zu schüchtern bin. Oder auch zu viele dieser Ratgeber gelesen habe. Zum Beispiel "Die Kunst den Mann fürs Leben zu finden". Da soll man sich ja sehr zurückhaltend geben und nicht gleich interessiert usw. Ich glaube , die Gefahr besteht bei mir jetzt nicht wirklich. Ich möchte gerne mutiger sein. Zum Beispiel fliege ich Ende des Monats wieder an den alten Dienstort um dort Freunde zu besuchen, weil ich schon ganz schön "Heimweh" habe. Dort werde ich höchstwahrscheinlich auch N. wieder begegnen. Allein wenn ich mir vorstelle, wie wir uns begegnen, habe ich schon Angst, dass ich es wieder versaue, weil ich zu schüchtern, z u spröde und zu linkisch reagiere.
Wer mag das mit mir hoppen?
Ich fange mal an:
Ich habe schon zu viele schlechte Erfahrungen gemacht. Es tut mir Leid, dass ich so daneben gegriffen habe und mein Pflichtgefühl mich in dieser Ehe , weit über die Halbwertzeit hinaus, gehalten hat. Ich versuche mir das zu vergeben.
Es tut mir Leid, dass ich mich für so klein und unwichtig halte, dass ich mich niemandem zumuten möchte. Es tut mir sehr Leid.
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