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 Betreff des Beitrags: Will ich zuviel?
BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 6:33 pm 
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Hallo alle

Habe schon öfters hier im Forum gelesen, nun möchte ich mich mal mitteilen vieleicht hilft es mir bei meinem Problem.

Unsere Ehe steht ziemlich am Abgrund, ende August hätten wir das Zehnjährige Jubiläum, aber uns ist gar nicht nach feiern zumute. Kennen tun wir uns schon ca 19 Jahre.

Mittlerweilen hat mein Mann 10 Kilo (in 10 Jahren) zugenommen er raucht noch, ich habe vor 5 Jahren aufgehört zu rauchen. Da liegt auch mein Problem.

Wenn ich meinen Mann so ansehe stösst es mich nur noch ab, was er natürlich mitkriegt (fühlt), dann versuchte ich es anzusprechen, dass ich es schön fände wenn er etwas abnehemen könnte (ca. 5 Kilos wäre ich schon zufrieden) mit dem Rauchen möchte er eigentlich schon aufhören er schafft es einfach nicht, schon zwei Versuche sind gescheitert.
Ich muss aber hinzufügen, dass mich alles erst seit einem Jahr ernsthaft stört vorher habe ich irgendwie darüber weggeschaut, nur schaffe ich ich es jetzt nicht mehr einen kugelrunden Aschenbecher zu küssen.

Durch diese Ablehnung verhält er sich mir gegenüber sehr distanziert und die Kommuniktaion besteht nur noch durch Angriffe und Abwehr.
Sein Argument ist wenn ich Ihn nicht akzeptieren kann wie er ist, soll ich die Konsequenzen ziehen, was mir sehr weh macht, bin ich Ihm so wenig wert? Dazu haben wir zwei herzige Jungs 9 und 8 Jahre.
Wenn er sich etwas Mühe geben würde wäre ich gerne noch lange mit Ihm zusammen, aber er will sich nicht ändern. Darf ich das von Ihm verlangen, sich etwas zu ändern? Hilft da hoponoppono noch? Oder muss ich lernen Ihn so zu lieben wie er ist, ich weiss nicht ob ich das schaffe?
Danke für Euer zuhören.
Eine Freundin meinte ich solle eine Affäre anfangen, dass will ich aber gar nicht. Und eine andere meint ich soll mir Mühe geben dass unsere Beziehung nicht scheitert. Warum müssen Männer nie etwas für eine Beziehung beitragen?

Alles Liebe wünscht Euch Chantal


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BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 9:28 pm 
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Hallo Chantal,

ich finde, du verdienst es, dass dein Mann sich Mühe gibt.
Alleine schon aus Respekt dir gegenüber.
Schließlich forderst du ja nichts Unmenschliches.
Er soll sagen, warum er das nicht tun will.
Vorher solltest du dir überlegen, ob und wenn ja, welche Konsequenzen du ziehen willst.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass du dich mit ihm zusammen
(sportlich) betätigst. Das kann auch plötzlich Spaß machen und ihr entdeckt euch dabei neu.
In jedem Falle eine Herausforderung, auf jeden Fall würde ich an deiner Stelle handeln, nicht warten.
Ich finde, "gefallen lassen" ist keine Lösung.
Keine von Dauer.
Ich drück dir die Daumen, dass etwas Gutes dabei rauskommt :wink:
LG kayman.

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BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 10:09 pm 
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Registriert: So Dez 21, 2008 10:16 pm
Beiträge: 6
Wohnort: Schweiz
Hallo kayman

Jetzt bin ich aber überrascht von einem Mann eine Antwort zu erhalten.
Danke für deine Worte, genau das empfinde ich auch, dass man durch Respekt dem Partner gegenüber solange man die Beziehung aufrecht erhalten will, sich etwas Mühe geben kann (sollte).
Das mit der Idee gemeinsam Sport zu treiben ist super, ich habe das auch schon versucht, irgendwie hat sich das durch Mangel an Zeit wieder im Sand verlaufen. Vielleicht sollte ich da nochmals anpacken, aber eben ich muss immer viel Initiative reinstecken und von der anderen Seite läuft gar nichts, das verleidet mit der Zeit.

Wünsche dir auch alles Gute
Liebe Grüsse Chantal

Nun nimmt es mich wunder, hat Jemand schon ein ähnliches Problem mit Ho'oponopono lösen können?


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BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 11:36 pm 
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Beiträge: 142
Liebe Fantasia,

ja, Du willst zuviel. Denn es gibt nichts an jemanden was Veränderung verlangt. Ansonsten suche bitte das Weite. Dein Focus liegt auf Dingen, die mit Liebe nicht das geringste zu tun haben.

Und nun schreib Dir das mal ganz dick auf eine Tafel: Was Du an Deinem Mann nicht magst, sind Projektionen Deiner Selbst, die Du in dir hasst und selbst nicht angenommen hast.

So. Dein Mann ist nämlich ein Geschenk des Himmels. Nur weil Du denkst, ein Mensch habe nicht kugelrund zu sein und darf nicht rauchen, dann stinkt er - dreh das mal um. Wann hat Dich die Liebe zu dir selbst verlassen, damit Du jemanden so abstempelst? In meinem ganzen Leben ist mir noch nie jemand begegnet, der an so etwas seine Liebe fest- macht.

Das ist eine Aufforderung zur Arbeit an Dich. Deine Wahrnehmung und vor allem Dein Herz (und da hilft in der Tat Ho'oponopono - die Vergebung in Dir Selbst), zu öffnen, denn irgendwann hast Du Dich verschlossen.

Was stinkt Dir denn wirklich an Dir? Wo fühlst Du Dich zu dick oder kugelrund? Oder besser noch: gleichgültig? Was achtest Du an Dir nicht?

Alles zur Selbstliebe.

_________________
ALOHA
Lilly

The standard of success in life isn't the things. It isn't the money or the stuff -- it is absolutely the amount of joy you feel. (Abraham)


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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 12:13 am 
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Registriert: Sa Mai 16, 2009 3:25 pm
Beiträge: 66
Hallo Fantasia,

Zitat:
nur schaffe ich ich es jetzt nicht mehr einen kugelrunden Aschenbecher zu küssen.
Eine solche Aussage klingt für mich alles andere als respektvoll...
Zitat:
Durch diese Ablehnung verhält er sich mir gegenüber sehr distanziert
Was durchaus verständlich ist...
Zitat:
Oder muss ich lernen Ihn so zu lieben wie er ist
Wenn Du ihn nicht so liebst, wie er ist, dann würde ich behaupten wollen, dass Du ihn überhaupt nicht liebst.

Zitat:
Warum müssen Männer nie etwas für eine Beziehung beitragen?
Das, was Du tust, tust Du allein für Dich... oder möchtest Du behaupten, dass Du etwas für die "Beziehung" tust, wenn Du ihn nicht respektierst, ihn nicht annimmst, wie er ist?
Was an Deiner Haltung ihm gegenüber sollte ihn dazu motivieren, etwas für Dich zu tun?
Deine Ablehnung?
Dein Mangel an Respekt?
Die Überlegung Deiner Freundin, eine Affäre anzufangen?
Zitat:
Sein Argument ist wenn ich Ihn nicht akzeptieren kann wie er ist, soll ich die Konsequenzen ziehen, was mir sehr weh macht, bin ich Ihm so wenig wert?
Was ist er Dir wert?
Ich kann sein Argument verstehen: Wenn Du unzufrieden mit Dir und Deinem Leben bist, dann ändere Du Dich- aber erwarte nicht, dass sich andere für Dich ändern...

Wenn ich hier etwas lese, was "gehoppt" werden könnte, dann wären das, aus meiner Sicht, zunächst erst einmal Deine eigenen Anteile an der derzeitigen Beziehungssituation... und wenn Du Deinen Frieden mit euer Beziehung machst, dann wäre der Weg frei für ein "Wunder"...

Liebe Grüße,

Perceval

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"DIE MENSCHEN MACHEN DAS LEBEN INTERESSANT. WUSSTEST DU, DASS SIE ES GESCHAFFT HABEN, IN EINEM UNIVERSUM VOLLER WUNDER DIE LANGEWEILE ZU ERFINDEN?"
Gevatter TOD (Schweinsgalopp von Terry Pratchett)


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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 5:06 am 
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Registriert: Mo Jan 12, 2009 8:49 pm
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Das mit den Projektionen ihrer Selbst und das ihr Mann in Wahrheit ein Geschenk des Himmels ist, steht sinngemäß auch bei Colin Tipping (in " Ich vergebe") Es ist auch klar, dass sie das Problem mit ihm gemäß dem LOA angezogen hat. Das Problem mit dem Ehemann hat also auch mit ihr zu tun.

Aber:

Heißt das nun, dass sie in Wahrheit selber gerne rauchen würde und gerne ein paar Kilo`s zuviel hätte? :shock: (wäre doch die Projektion)

Das geht mir nicht ganz in den Kopf. :roll:

LG, Sybille


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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 5:35 am 
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Registriert: So Jul 05, 2009 9:08 pm
Beiträge: 142
Hallo Sybille, moin

genau kann ich das nicht sagen. Eher in der Art, dass da ein Schutzwall ist (das rund-sein), und dass rauchen böse ist (evtl. Angst) und darum verteufelt wird.

Mal sehen, wer das wie hoppt ;)

Liebe Grüße und

_________________
ALOHA
Lilly

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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 7:34 am 
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Registriert: Mi Mär 21, 2007 10:45 am
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Na, dann wolln wir mal gucken

Wenn ich ein Mann wär, der zuviel raucht und zunimmt, dann stecke ich irgendwie fest. Einerseits möchte ich für meine Frau und meine Kinder da sein, andererseits möchte ich was für mich tun (Sport z.B.). Da ich kleine Kinder habe, für die ich da sein will, und natürlich auch noch arbeiten gehe, bin ich voll und ganz ausgefüllt, ja eigentlich sogar überfordert. Ich mache mir innerlich Stress, allen zu genügen (meiner Frau und den Kindern), und schaffe dabei gar nicht mehr, was für mich zu tun. Also muss ich anderswie Dampf ablassen. Das ist das Rauchen.
Natürlich möchte ich was ändern, aber komme da nicht raus. Für meine Frau "bin ich da", aber sie sieht es nicht, nein, sie hackt sogar noch auf mir rum und zementiert damit meinen Zustand. Ihr Ablehnung zwingt mich in diesen Zustand, da ich jetzt auch noch mit ihr "kämpfe", wo ich doch sowieso schon überfordert mit allem bin. Dabei liebe ich sie und unsere Kinder und möchte doch alles für sie tun.
Nehme ich es ins Herz, dann tut die Überforderung erstmal nur weh. Ich suche Frieden, in mir und meiner Familie. Ich sehne mich, in meiner Familie angenommen zu werden, und vor allem von meiner Frau. Nehme ich es weiter in mein Herz, dann werde ich langsam langsam ruhiger, und finde langsam auch den Frieden in mir.

Wäre ich eine Frau, die so mit ihrem Mann unzufrieden ist, warum würde ich mir das erschaffen? Warum würde ich mich so verhalten?
Ich bin es gewöhnt, dass alle nach meiner Pfeife tanzen. Das gestehe ich mir aber überhaupt nicht ein, sondern verstecke es hinter "Sorge", "Fürsorge" und "Kümmern". Genau wie mein Mann beschäftige ich mich vielmehr mit dem Aussen, will alles gut und richtig haben, aber so, wie ich es gern hätte. Dabei übersehe ich aber völlig, dass ich andere dabei gar nicht fühle, sondern nur denke, was am besten wäre- vor allem fühle ich gar nicht, dass die anderen, allen voran mein Mann, mich sehr lieben. Irgendwo, tief in mir drin, ist meine Ablehnung gegen das dicke und stinkige in meinem Mann die Angst, seine Liebe zu spüren, die immer in ihm innen da ist. Ich werfe ihm vor "so, wie du bist, kann ich dich nicht lieben", aber eigentlich stimmt der Satz sorum besser: "Ich kann dich nicht lieben, (so wie du bist)". Und das war schon immer so, meine Gedanken und Gefühle in dieser Richtung haben das Äußere meines Mannes erst so verändert, bis es "stimmt". Denn früher habe ich auch nicht ihn geliebt, sondern ich war verliebt in das Ideal von einem Mann: Sportlichkeit, gut riechen, was auch immer. Jetzt fällt das Ideal weg, und was bleibt da noch übrig?
Nehme ich es in mein Herz, dann spüre ich, dass ich mich selbst nicht mag, denn ich entspreche selbst auch nicht meinem Ideal. Es ist genau das, was ich mir immer selbst vorwerfe. Nun projeziere ich es auf meinen Mann: Meine Unzufriedenheit mit mir selbst.
Nehme ich es in mein Herz, dann kann ich gut sein, wie ich bin. Ich fange an, meine Fehler zu lieben. Und dann beginne ich auch, die Fehler meines Mannes zu lieben. Und dann braucht er irgendwann keine mehr zu zeigen, denn ich liebe sie ja, wie ich meine liebe. Dann "heilen" sie, da ich meine eigenen Fehler liebe.

Mal wieder ein PS: Viiiielen Dank für dieses Thema, aus meiner Sicht ich es eines der wichtigsten überhaupt. Normalerweise aber vorgetragen vom Mann, wenn seine Frau älter wird.


Beste Grüße
Manfred


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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 8:07 am 
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Es ist ein dicker Unterschied, ob man nicht damit klar kommt, daß der Ehepartner älter wir und an früheren Reizen verliert oder ob er sich gehen läßt. Altern ist ein natürlicher Vorgang, der nicht zu stoppen ist, sich hängen zu lassen eine Entscheidung.

Ich habe diesen Fall selbst erlebt und zwar war ich in der Rolle der Schlampe. Es hatte damals allein mit mir zu tun, nicht daß mein Partner sich selbst nicht mochte. Viel kann dahinter stecken, wenn man sich gehen läßt, z. B. sich dem Partner zu sicher zu sein, die falsche Erwartung, er oder sie müßte alles akzeptieren, und oft spielen innere Konflikte eine Rolle, z. B. mit dem Leben überfordert zu sein. Dies nur ein paar Beispiele, bei mir war es von jedem etwas.

Heute bedauere ich sehr, meinem Partner das zugemutet zu haben, auch wenn ich weiß, daß es aufgrund meiner falschen Einstellung damals nicht zu vermeiden war. Auf eine solche Weise einen Liebesbeweis zu fordern, ist keine gute Sache.

Das Problem hat sich auf sehr kuriose Weise gelöst, ich verliebte mich in einen anderen Mann. Und plötzlich war ich auf einmal aus meiner Jogginghose draußen und hatte wieder sichtbare Muskeln. So nahm die Sache einen Umweg, bis ich wieder bei meinem Partner gelandet bin, und meine Einstellung hatte sich verändert.

Da ich deinen Mann nicht kenne und was genau sein Problem ist, Chantal, kann ich dir jetzt nicht sagen, wie Veränderung konkret zu erreichen ist. Vielleicht ist es wirklich Überforderung, wie Manfred schrieb. Vielleicht das mal ansprechen, ihm zeigen, daß er dir sehr wichtig ist. Aber ebenso, daß du ebenfalls gewisse Bedürfnisse hast, wie geruchsfreie Küsse, etc.

Und eins möchte ich noch sagen: Wenn man das Verhalten und negative Entwicklung seines Partner ablehnt, heißt das nicht, daß man ihn nicht mehr liebt.

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In diesem Spiegelkabinett siehst du eine Menge Dinge. Reibe dir die Augen! Nur du allein bist da.
(Rumi, Das Lied der Liebe)


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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 8:35 am 
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Nachtrag:
Hab überlegt, ob ich das Schreiben soll, wollte eigentlich keine Flöhe in Ohren setzen. ;) Aber vollständigkeitshalber - und weil wir hier ja nunmal nicht in einem Psychologie- sondern Realitätsgestaltungsforum sind - schreibe ich es doch noch dazu:

Im Grunde kannst du durch das Gesetz der Anziehung dafür sorgen, daß sich dein Partner ändert, theoretisch sehr schnell. Du mußt ihn dir "einfach" nur so vorstellen, ihn so erleben, wie du ihn haben willst. Das "einfach" steht deshalb in Anführungszeichen, da es nicht leicht ist, wir haben gelernt, nur dem zu vertrauen, was wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Dies wäre also mehr ein Tipp zum langfristigen Ausprobieren, gleich mit so einer großen Sache in diese Praxis einzusteigen, kann frustrierend sein, es sei denn, du bist ein Naturtalent. ;)

So, jetzt fühlt sich das für mich runder an, denke, die Ergänzung war wichtig, was auch immer jemand daraus macht.

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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 6:15 pm 
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Moderator
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Registriert: Fr Jun 30, 2006 8:25 pm
Beiträge: 427
Wohnort: Heidelberg
Und falls du in der Tat ein Naturtalent bist - hier noch ein Tipp: Überleg dir mal, was an ihm du im Moment (noch) magst - und dann konzentrier dich darauf.

Zum Thema ertragen müssen und zu viel wollen: Ich denke, auch in Eso-Kreisen sind es noch irdische Beziehungen und da sollte man auch mal sachlich ansprechen dürfen, was einen stört - und evtl. wirklich Hilfen anbieten.
Wobei ... was man da auch nicht vergessen sollte: Es hat was mit ihm zu tun ... dick sein ist auch ein Schutzwall vor äußeren Angriffen und wenn ich das richtig verstehe, lehnst du ihn auch recht direkt ab. Was nicht heißt "Du bist Schuld, dass das passiert ist" - und rauchen, sich einnebeln ... schafft ja auch eine Art von Distanz. Könnte auch Rebellion sein - ich kenn ihn ja nicht.
Das waren nur meine Gedanken dazu.

Und ja - mit Hoppen kannst du was machen - deine Anteile heilen, die zur Situation beitragen - denn immerhin ist das Resultat eine Ehe am Abgrund.

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Julia Nastasi
-------------
Leistung - Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen.


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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 7:11 pm 
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Registriert: Sa Mai 16, 2009 3:25 pm
Beiträge: 66
Hallo,

@Bluejupiter:
Zitat:
Und ja - mit Hoppen kannst du was machen - deine Anteile heilen, die zur Situation beitragen - denn immerhin ist das Resultat eine Ehe am Abgrund.
Da würde ich doch eher eine Ehe- oder Paarberatung aufsuchen, vorausgesetzt, ich habe wirklich vor, die Ehe zu retten und suche nicht nur nach einem eleganten Weg, die Verantwortung des "Scheiterns" meinem Partner aufs Auge zu drücken... mit dem Hinweis, dass ich selbst ja doch alles Menschenmögliche (sogar "gehoppt" habe ich") versucht hätte- erfolglos zwar, aber doch nur, weil der andere nicht einsehen wollte, dass er sich mir zuliebe hätte ändern müssen- dann wäre alles wunderbar gewesen... :wink:


@Fantasia:
Kennst Du vielleicht zufällig die vier Vorboten,die vier apokalyptischen Reiter, die die emotionale Grundlage einer Beziehung oder Ehe zerstören?
Als da wären:
1. Verletzung / Kritik
2. Verachtung
3. Verleugnung /Rechtfertigung
4.Rückzug / Kontaktabbruch
Der Trennungsprozess wird dabei von einer Spirale der gegenseitigen Machtausübung begleitet...

Ums mal anhand Deines Eingangsbeitrages zu verdeutlichen:
1. Verletzung / Kritik &
2. Verachtung:
Zitat:
Mittlerweilen hat mein Mann 10 Kilo (in 10 Jahren) zugenommen er raucht noch, ich habe vor 5 Jahren aufgehört zu rauchen. Da liegt auch mein Problem.

Wenn ich meinen Mann so ansehe stösst es mich nur noch ab, was er natürlich mitkriegt (fühlt), dann versuchte ich es anzusprechen, dass ich es schön fände wenn er etwas abnehemen könnte (ca. 5 Kilos wäre ich schon zufrieden) mit dem Rauchen möchte er eigentlich schon aufhören er schafft es einfach nicht, schon zwei Versuche sind gescheitert.
Ich muss aber hinzufügen, dass mich alles erst seit einem Jahr ernsthaft stört vorher habe ich irgendwie darüber weggeschaut, nur schaffe ich ich es jetzt nicht mehr einen kugelrunden Aschenbecher zu küssen.

3. Verleugnung / Rechtfertigung:
Zitat:
Wenn er sich etwas Mühe geben würde wäre ich gerne noch lange mit Ihm zusammen, aber er will sich nicht ändern. Darf ich das von Ihm verlangen, sich etwas zu ändern? Hilft da hoponoppono noch? Oder muss ich lernen Ihn so zu lieben wie er ist, ich weiss nicht ob ich das schaffe?

4. Rückzug / Kontaktabbruch:
Zitat:
Sein Argument ist wenn ich Ihn nicht akzeptieren kann wie er ist, soll ich die Konsequenzen ziehen,(...)
Durch diese Ablehnung verhält er sich mir gegenüber sehr distanziert

Der Trennungsprozess wird dabei von einer Spirale der gegenseitigen Machtausübung begleitet...:
Zitat:
die Kommuniktaion besteht nur noch durch Angriffe und Abwehr.


Ich würde mal sagen, wenn ihr euch da nicht ernsthaft um Hilfe bemüht , ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis einer von euch beiden aussteigt...

Ich wünsche euch Beiden viel Glück und eine gute -für euch beide annehmbare- Entwicklung!

Liebe Grüße,

Perceval



P.s.:
Vielleicht ist das alles auch an den Haaren herbeigezogen, was ich schreibe ... es ist ja durchaus möglich, dass alles auch ganz anders ist... dann möchte ich Dich bitten, meinen Beitrag einfach nicht weiter zu beachten...

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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 7:58 pm 
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Beiträge: 6
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Hallo ihr Lieben

Das musste ich zuerst einmal verdauen.
Dass ich mit mir unzufrieden bin und deshalb auch unzufrieden mit meiner Umgebung da habt Ihr Recht.
Irgendwie möchte ich da aber wieder rauskommen und deshalb wollte ich in diesem Forum Hilfe holen. Auch wenn die Antworten nicht immer angenhem sind, es vordert mich heraus darüber nachzudenken.

Wie gesagt mein Mann ist schon länger rundlich und Ihn hat es auch gestört, dann machte ich kein Büro auf, er jammert nur immer die anderen essen und er nehme zu, was aber nicht stimmt alle rundlichen essen selber zuviel. Ich versuchte Ihm zu helfen durch gesundes kochen etc. aber wenn man im Versteck Schokolade isst, nützt auch die gesündeste Küche nichts.
Ich halte mich für nicht so empfindlich wenn jemand Raucht, aber wenn maximal eine halbe Stunde bis zur nächsten Zigarette vergeht dann riecht diese Person schon ohne Zigarette aus allen Poren.

Seit ca. einem Jahr bin ich auf alle Frauen neidisch die annähernd einen statlichen Mann an der Seite haben und nicht um jede Ecke eine anzünden muss.

LillyB, du hast ja recht dass man einen Menschen nicht abstempeln darf nur weil er etwas anders ist als man sich das vorstellt. Aber ich denke es ist auch ein Unterschied ob dieser Mensch wie Naike sagt sich gehen lässt oder sich einfach verändert weil wir älter werden.

Perceval, also ich habe ihn sehr geliebt sonst hätte unsere Beziehung nicht solange gehalten, wir haben auch schon kleinere und grössere Krisen überstanden, nur diesmal sehen wir beide nur noch Schwarz.
Ich weiss auch nicht ob man sich nach 19 Jahren noch liebt oder sich aneinander gewöhnt hat und deshalb zusammengehört.
Aber durch das Verhalten von meinem Mann, empfinde ich dass ich im egal bin. Oder wir haben uns in ganz andere Richtungen entwickelt die nicht mehr zusammenpassen.

Manfred, Naike, und bluejupiter, vielen Dank für eure Ansätze, durch diese Lebenssituation werde ich wohl viel lernen und wer weiss vielleicht kann ich das hoponopono erst so richtig kennenlernen.
Habe das Buch schon gelesen und auch viele andere von Baerbel und troztdem stolpere ich in Krisen hinein. Lesen ist einfacher als anwenden, deshalb schenkt mir das Leben wohl ab und zu einen Stolperstein um daran zu wachsen.

Vielen Dank euch allen
und alles Liebe Chantal


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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 8:20 pm 
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Beiträge: 6
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Hallo Perceval

Ja du hast es erkannt, es ist nicht nur eine kleine Zankerei sondern die Spirale wird schon ziemlich eng. Ich denke es nützt auch nichts mehr herauszufinden wer ist schuld, denn meistens sind ja beide beteiligt.

Aber was mich noch zusätzlich ärgert, während ich unsere Beziehung hier im Forum versuche zu retten, vertreibt er seine Zeit vor dem Fernsehen, was mich nochmals enttäuscht, dass ist was ich meine, ich könnte einfach gehen und sagen ok dann nimm deine Flimmerkiste und gehe. Aber das will ich eigentlich gar nicht, ich möchte das er mich wahrnimmt.
Übrigens habe ich ihn schon öfters darauf angesprochen ob er unsere Beziehung nicht mehr wichtig findet, aber das endet wieder in "du willst zuviel".
Die Spirale dreht weiter zu.

Liebe Grüsse Chantal


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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 8:29 pm 
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Registriert: Sa Mai 16, 2009 3:25 pm
Beiträge: 66
Hallo Fantasia,

Ich bin überzeugt davon, dass Du ihn, Deinen Mann, sehr geliebt hast und wahrscheinlich (oder möglicherweise) immer noch sehr liebst...
Und wenn ich lese, dass ihr euch seit 19 Jahren liebt, verdienen Dein Mann und Du meinen allerhöchsten Respekt!
Was ich Dir noch schreiben möchte, ist dies: Ich meine aus Deinen Worten heraus zu lesen, dass Du Deinem Mann noch lange nicht egal zu sein scheinst, sondern dass auch ihm die Hoffnung fehlt und er angefangen hat zu resignieren...


Zitat:
nur diesmal sehen wir beide nur noch Schwarz.
Mein Eindruck ist, dass ihr ein großes Stück Hoffnung verloren habt ... aus meiner Sicht könnte hier das "Hoppen" eine hilfreiche Methode sein, um die Hoffnung neu wachsen zu lassen und die Liebe von der Last des Alltags mit ihren kleinen und größeren Verletzungen und Kämpfen zu befreien.

Um der Hoffnung einer glücklichen Zukunft willen -für Dich und Deinen Mann- würde ich gerne Dein Thema mit Dir hoppen...
Dass ihr einen Weg für euch - egal ob gemeinsam oder getrennt- findet, der geprägt ist von gegenseitiger Wertschätzung, Respekt und Dankbarkeit für das, was ihr euch all die Jahre hindurch bedeutet und geschenkt habt!

Liebe Grüße,

Perceval

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