Aktuelle Zeit: Fr Mai 25, 2012 12:43 am

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 10 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: Fr Jul 03, 2009 7:45 am 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo Aug 11, 2008 9:12 am
Beiträge: 177
Guten Morgen liebe Foris,

kennt ihr das Gefühl, dass alles im Leben eigentlich super läuft, aber man dennoch irgendwie kein 100% Zufriedenheitsgefühl bekommt? Bei mir ist es gerade so, dass ich irgendwas vermisse in meinem Leben und mir ist die letzten Tage klargeworden, dass es eine sinnvolle Beschäftigung ist bzw. ein tolles Hobby. Ich habe mich in der dieser Woche ab und an sehr gelangweilt, aber nur aus dem Grund, weil meine Freunde, mit denen ich sonst die Zeit verbringe, alle im Urlaub sind. Da fiel mir auf: das kann doch nicht alles sein womit ich nach der Arbeit meine Freizeit fülle: Aufräumen, Essen, Lesen, Joggen, Freunde?! An den Wochendenden unternehme ich viel mit meinem Freund, aber das war´s dann auch schon... ich habe mich dann mal umgehört, was man alles unternehmen könnte, aber irgendwie finde ich nichts, was gut zu mir passt... bzw. ich probiere es nicht mal aus, denn immer habe ich eine Ausrede parat: jetzt bin ich zu müde, um zu Malen.../ einmal die Woche Kanufahren? Hmm, das ist mir zu weit weg... usw.

Ich glaube, das liegt daran, dass ich einen richtig großen inneren Schweinehund bzw. irgendeine Blockade habe, die mich immer davon abhält etwas ernsthaft in Angriff zu nehmen... wie werde ich das wieder los?? Es ist ja nicht so, dass ich langweilig bin - ganz im Gegenteil... aber manchmal denke ich, ich vergeude meine Zeit mit "Nichts tun" - dann schaue ich mit Neid auf die Menschen, die ihre Zeit mit so vielen tollen Dingen füllen... das will ich dann auch, bekomm´s aber nicht hin...

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Bzw. weiß vielleicht jemand, wie ich da wieder rausfinde?

Liebe Grüße,

Trini

@Tinchen, falls du das liest: hab mit den Wochenübungen angefangen - aber auch da steht der Schweinhund neben mir und sagt - was soll dir das eigentlich bringen, leg dich lieber hin und ruh dich aus nach der Arbeit... grrrrr....

_________________
"Gedanken werden Dinge!" (the Secret)

"Alles was möglicherweise existiert - existiert bereits!" (Master Key System)


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Jul 03, 2009 1:58 pm 
Hallo TriniHH,

vielleicht musst Du noch ein bißchen in Dich hineinhorchen, was Du wirklich willst, was Dir wirklich Spaß macht, eine Herzensbeschäftigung suchen sozusagen. Etwas, das Dir abseits von Gründen für eine Beschäftigung, die das Ego liefert, Freude bereitet, also nichts aus Prestigegründen tun. Was bringt Dein Herz zum Singen? Hast Du z.B. einen besonders ausgeprägten Sinn für Ästhetik? Liebst Du gutes Essen?
Oder beschäftigst Du Dich vielleicht lieber mit Sprache? Es könnte auch eine Vorliebe für besondere Musik sein, Tanz ....etc. Vielleicht macht es Dich auch glücklich und zufrieden, wenn Du anderen Menschen helfen kannst.... Kontakt zur Natur....etc. Was sind Deine Werte?
Wenn Du gefunden hast, was Dir wirklich liegt, könntest Du Dich z.B. einer Gruppe anschließen. So überwindest Du Deinen Schweinehund leichter. Außerdem ist es doch sooo langweilig, etwas allein im stillen Kämmerlein zu tun.
Und wenn man dann einmal angefangen hat, etwas zu tun, fällt es auch zunehmend leichter sich aufzuraffen. Aktion ruft weitere Aktion hervor und außerdem bildet sich ein neues Gewohnheitsmuster, irgendwann tust Du es automatisch.
Was ich auch empfehlen kann, ist, sich vorzunehmen, etwas mindestens 5 Minuten lang zu tun. Wenn man dann erst einmal angefangen hat und die Sache Spaß macht, machst man meistens auch weiter.

Valerie


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Jul 03, 2009 6:00 pm 
Offline
Moderator
Benutzeravatar

Registriert: Fr Jun 30, 2006 8:25 pm
Beiträge: 435
Wohnort: Heidelberg
Nachdem du es in diesen Bereich geschrieben hast, vermute ich, dass du die Lösung hier erahnst. Wenn ich dir also sagen sollte, wie man sowas hoppen kann, um eine Antwort zu bekommen und ihn (den Schweinehund) gleich in sichere Verwahrung zu bringen, dann würde ich mir folgende Frage stellen "Warum erschaffe ich mir eine Situation, in der ich nichts mit mir anzufangen weiß, was mir wirklich Spaß macht."

Unabhängig davon kann es auch mal eine gute Übung sein, sich dem Schweinehund hinzugeben - wenn man dadurch natürlich sich selbst komplett vernachlässigt ... gut, du weißt sicher, was ich meine :roll: Ein gesundes Maß an Schweinehund ist sicher gut ... aber halt nicht übertrieben :)

_________________
Julia Nastasi
-------------
Leistung - Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags: Hallo TriniHH
BeitragVerfasst: Fr Jul 03, 2009 6:34 pm 
Offline

Registriert: So Jun 28, 2009 7:22 pm
Beiträge: 30
Der INNERE Schweinehund ist ein Teil dir. Willst Du ihn wegsperren- was würdest Du tun? ;)
Ich denke, der innere Schweinehund möchte einfach integriert u anerkannt werden. Er/sie ;) ist eine stille Erinnerung, dass der *offensichtliche Weg* wohl doch nicht der optimale ist.

Ich bin neu beim Hoopen, aber ich würde es gern mal ausprobieren.

Wenn ich die Leere wäre, warum würde ich gern zu Trini kommen? Weil sie empfänglich für äussere Einflüsse ist und ich nicht mit Ideen oder *mit mir selbst zufrieden* konkurrieren muss. Sie lässt sich gern unterhalten, und jetzt da ihre Freunde mal weg sind, sehe ich meine Zeit gekommen. Ich mache mich gern breit. Und solange sie im Aussen sucht, kann ich leicht und gern ihre Aufmerksamkeit auf mich ziehen. Sie ist es gewöhnt von aussen unterhalten zu werden, so bausche ich mich ein bischen auf, damit sie nicht hört, was in ihr ist. Dass sie das auf den Schweinehund schiebt, ist mir ganz recht, eigentlich kann das Arme Tierchen ;) ja nix dafür, aber ICH habe das ja nicht erschaffen, wieso sollte ich sie darauf aufmerksam machen? Ich verzeihe mir, und ich liebe mich. Ich nehme dies auf und kann mich etwas zurückziehen, dass sie einen freien Blick und freies Gehör für ihr Inneres bekommt, und Hundi ist ihr ein Begleiter u wacht darüber dass sie *sicher* ist.

Wenn ich Trini wäre, warum würde ich den Schweinehund aufbauschen? Weil ich spüren würde, dass ich etwas füllen möchte. Ich habe mich unterhalten lassen, ich bin beschäftigt zu REagieren. Ich erkenne dass Energien Luft und Raum geschaffen haben, meine innere Stimme zu hören. Ich erkenne, dass der Schweinehund MIT mir arbeitet und mich auf dem Weg hält, der gut für mich ist. Ich danke ihm/ihr, dass er/sie nicht von meiner Seite weicht u auch mal bellt, wenn ich Aktion v Aussen u/o Anderen anziehen will. Ich entdecke Ideen und Reichtum IN mir, sodass ich mich nicht mit mir selbst langweile. Langweile ich mich mit mir selbst, habe ich keine Freude aus mir selbst heraus, spüre ich dies auch im Zusammensein mit anderen. Ich verzeihe mir, ich liebe mich, und ich nehme das in mein Herz, und spüre, dass ganz viel Lebensfreude in mir steckt, die raus darf, (und ich nicht warte, dass Lebensfreude v Aussen in mich strömt) Ich spüre in mich und was ich als Stille oder Leere empfand - sehe ich als Energie die in Bewegung gerät, mich durchströmen kann u die Formen annehmen möchte. Ich beobachte, spüre, kreiere, manifestiere. Und Hundi ist mein treuer freudiger Begleiter, *hechelnd u schwanzwedelnd* beoabachtet er/sie wie ich meine lebendige Stille geniesse. Stille ist ein Geschenk, nicht eine Strafe.

Die Stille zwischen Tönen/Noten macht aus Krach Musik. Ich wünsche Dir Stille zwischen den Noten Deines Alltags damit aus dem Ganzen eine wunderschöne Lebensmelodie werden kann.
Erst durch Leerzeichen geben wir Buchstabensalat die Möglichkeit ein Wort u ein Ausdruck zu werden..

Alles Gute und viel Vergnügen.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Jul 03, 2009 6:43 pm 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
Beiträge: 2693
Wohnort: Bremen
Ehrenamtliches Arbeiten!

Zeitweise in Bremen, muss es bei euch auch geben.

Anmerkung: Editiert, Link entfernt - siehe Abschnitt http://www.baerbelmohr.de/forum/verscho ... t6786.html

_________________
Alles Liebe
Martina
----------
Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So Jul 05, 2009 9:29 am 
huhu Trini

hier stehen doch schon viele schöne Antworten. 8) Aber ich will auch mal gucken :)

Wenn ich Trini wäre, warum hätte ich mir so ne Situation geschaffen? Weil ich es von haus aus nicht anders kenne. Ich gucke um mich und sehe nur lauter Frauen, die so sind wie ich, freundlich und dem Außen über alle Maßen zugewandt. Wie ich mich mir selber zuwenden könnte, und das gleichzeitig im Außen akzetriert wird, dafür fehlt mir ein inneres Bild. Ich bin untrainiert darin, IN mir nachzugucken, was ICH wirklich von mir aus will.

Das nehme ich in mein Herz. Ich fühle Leere. Ich fühle mich einsam. Auch das nehme ich in mein Herz. Ich fühle mich unwohl, ich fühle mich unsicher. Ich möchte Antworten von Außen. Auch das nehme ich in mein Herz. Eigendlich möchte ich auf den Arm von jemanden, während ich was tue. Das nehme ich in mein Herz. Ich möchte, dass wer liebevoll nach mir sieht, wenn ich was tue. Das nehme ich in mein Herz. Irgendwie hätte ich gerne wen, der mich an die Hand nimmt und mit mir tut. Das nehme ich in mein Herz. Ich nehme das alles in mein Herz und bin weiter ratlos.

Ich bin ratlos und fühle mich schlecht. Ich nehme es in mein Herz, dass ich auch mal ne Pause machen darf, das nehme ich in mein Herz. Dann komme ich nicht weiter.

ich komme nicht weiter
ich komme nicht weiter
ich komme nicht weiter

das nehme ich alles in mein Herz. Da tut sich Schmerz auf in mir. Ich will immer noch auf den Arm. Da kommt eine riesige Sehnsuchtswelle in mir hoch, weil ich beim Tun auf den Arm möchte. Ich kann kaum atmen und nehme das in mein Herz. Ich nehme mich in mein Herz. Ich nehme mich ganz in mein Herz. Meine Sehnsucht, mein Sehnen, alles das nehme ich in mein Herz.

Da stockt es wieder. Ich bin zu stolz, mich ganz dem Leben zu öffnen, wenn ich nämlich was beginnen würde, wäre ich nicht perfekt beim tun. Das nehme ich in mein Herz. Ich möchte perfekt sein, weil ich so meine weniger befürchten zu müssen, verletzt zu werden mit den Ergebnissen meines Tuns. Das nehme ich in mein Herz. Ich gucke um mich, zu meiner Familie zurück und erblicke mich als erste, die was tut, da war vielleicht schon ein Ahne vor mir da, aber in dieser Generation bin ich die erste. DAS nehme ich in mein Herz.

Ich gucke freundlich zu meiner Mutter, ne das geht garnicht, da stockt es, das nehme ich in mein Herz. Wenn ich was tue, steht sie mir ja im Rücken, das halte ich aber kaum aus. Das nehme ich in mein Herz. Wenn ich dann anderen jüngeren Frauen beistehe, und dabei auch mal scheitere, wird der Druck hinter mir kleiner, das nehme ich in mein Herz. Ich nehme in mein Herz, dass ich alles richtig machen möchte und sofort die perfekte Lösung für meine Sehnsucht erleben möchte. Das nehme ich in mein Herz. Dann schaue ich zu kleinen Kindern hin, wie die sofort und gleich was Perfektes haben möchten und wenn nicht, sofort losheulen weil wenn nicht. Kein Eis. Keine Schokolade, nicht DIE Schokolade oder ganz genau DIESES Brötchen, DIESE Enttäuschung. Das nehme ich in mein Herz.

Und dann erlebe ich, wie ich wach werde und beginne


frohes Schaffen und erzähl uns hier, WAS Du gemacht hast

Tine grüßt freundlich


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Jul 06, 2009 9:24 am 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo Aug 11, 2008 9:12 am
Beiträge: 177
Hallo,

vielen lieben Dank für Eure Antworten! Ihr helft mir wirklich sehr gut weiter!! :-) wie schön, dass es dieses Forum gibt!

Gerade dieses "ich will gleich perfekt sein und meide Dinge, die ich vielleicht nicht auf Anhieb hinbekomme" - das passt super. Angst vor dem Versagen? Ungeduld? Das hatte ich auch schon als Kind: meine Mutter wollte mir Handarbeiten beibringen, aber ich war nicht sonderlich geschickt und habe das Ding immer nach ner Weile in die Ecke geworfen, weil ich keine Lust mehr hatte. Ich kann mich noch gut an ihre Reaktion erinnern. Sie hat immer gelacht: "Also, da war ICH als Kind aber wesentlich geduldiger - in deinem Alter habe ich schon...blabla..." Nun ja - ich verliere eben schnell die Lust an Dingen, wie schon beschrieben. Das nervt mich ja auch selber... :-/

Ich habe mir mal Gedanken über die Rahmenbedingungen gemacht, WAS bei einem neuen Hobby gegeben sein müsste - ich schreib´s jetzt einfach mal hier auf. Vielleicht steckt jemand in einer ähnlichen Situation und findet diese Infos hilfreich:

Es sollte eine Tätigkeit sein, die...

...mit Menschen zu tun hat, in einer Gruppe/einem Team stattfindet, die bei schönem Wetter draußen und sonst drinnen stattfindet, die mich kreativ fordert, die aber auch mit Bewegung zu tun hat, bei der ich auch mein Helfersyndrom ausleben kann, die mir etwas "zurückgibt", die sinnvoll ist, die bestenfalls mit Natur zu tun hat und bei der ich meine Zeit selbst einteilen kann (sprich keine Verpflichtungen)....

Daher vielen Dank für deinen Link, liebe martina! Ich denke etwas ehrenamtliches ist genau das Richtige! Ich habe auch schon etwas gefunden, was mich dabei anspricht: Blinde Menschen zu unterstützen. Bei mir in der Nähe gibt es einen "Blindenverein", bei dem freiwillige Helfer gesucht werden. Die gehen dann mit den Blinden spazieren, lesen ihnen etwas vor (ich liebe vorlesen!!), unterhalten sich usw. :-)

Von daher haben mir eure tollen Antworten, das "Hineinhorchen" in mich, Euer Hoppen usw. sehr viel weitergebracht. :-) Ich danke euch!!

Liebe Grüße!!

Trini

_________________
"Gedanken werden Dinge!" (the Secret)

"Alles was möglicherweise existiert - existiert bereits!" (Master Key System)


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Jul 06, 2009 7:02 pm 
Hallo TriniHH,

dazu fällt mir auch noch etwas ein, wo Deine Initiative sicherlich sehr willkommen wäre. Falls es Dein Ding ist: In Altersheimen gibt es sehr viele einsame Menschen, die sich freuen würden, wenn sich mal jemand Zeit für sie nehmen würde (für Spaziergänge, irgendwelche kreativen Dinge jenseits des eintönigen Vormittagsbeschäftigungsprogramms etc. ) Was ich auch immer bewundernswrt finde, sind Menschen, die sich um Jugendliche aus schwierigen sozialen Verhältnissen kümmern. Da gibt es zum Teil auch Sportangebote, künstlerische Projekte usw. und man merkt, wie sehr sich diese Kinder freuen, ernstgenommen und geachtet zu werden.

Liebe Grüße,
Valerie


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Jul 08, 2009 9:45 am 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo Aug 11, 2008 9:12 am
Beiträge: 177
Hallo Valerie,

ja, das ist eine tolle Idee, daran habe ich auch schon gedacht. Allerdings hat meine Mutter in einem Altenheim gearbeitet und sie fand es stets furchtbar, wenn ein liebgewordener Mensch 'gegangen' ist. Daran musste ich dann denken...

Mit Jugendlichen finde ich auch super - allerdings kann ich mir vorstellen, dass die mir schnell auf meiner gutherzigen Nase rumtanzen würden. ;-)

Die Sache mit den Blinden gefällt mir schon sehr gut. Gestern habe ich einen blinden Mann an der Bahnstation gesehen wie er sich bemühte den Eingang in die S-Bahn zu finden. Da kam gleich mein Helfersyndrom hoch, genau wie bei den meisten anderen Menschen, die in seiner Nähe standen. Zwei Jungs haben sich gleich eingehakt und ihn in die Bahn manövriert... sowas anzusehen freut mich dann immer sehr. :-)

Blöd ist nur, dass ich vermutlich gar nicht mehr lange in Hamburg sein werde und sich das deshalb vielleicht nicht mehr 'lohnt', weil man ja nicht mehr so fix ne Bindung aufbaut - aber vielleicht ist das ja auch viel unkomplizierter...fragen kostet ja nichts. Ich ruf da mal an! :-)

Vielen lieben Dank und schöne Grüße!

Trini

_________________
"Gedanken werden Dinge!" (the Secret)

"Alles was möglicherweise existiert - existiert bereits!" (Master Key System)


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Jul 08, 2009 2:49 pm 
Offline

Registriert: So Jun 28, 2009 7:22 pm
Beiträge: 30
Liebe Trini, du schreibst : eine Tätigkeit, *die mir etwas zurückgibt*.
Weisst Du schon was? Weil, falls nicht, wird da früher oder später die Leere wieder da sein.

Hineinhorchen war hier wohl eher als *was ist alles in Trini, was gibt ihr ein Glücksgefühl, welche Situationen fallen ihr ein*.
Das *Suchen* nach etwas im Aussen heisst, du hast das noch gar nicht in deinem Inneren gefunden.

Zumindest lese ich das so heraus. Du wirst also nichts geben können o wollen (ausser Zeit) u möchtest etwas zurück.
Die Beschäftigungen, die das *automatisch* hinbekommen, sind die, von denen wir nichts ERWARTEN. Haben wir eine latente Erwartungshaltung, sind wir automatisch damit beschäftigt, zu *kontrollieren* ob sich unser Konto auch füllt. Und übersehen dabei vielleicht, dass wir uns selbst dieses Gefühl geben. Und nur wir selbst.
Gebe ich meine Zufriedenheit u meinen Frieden einer Tätigkeit, ist alles was ich *zurückbekomme* ein Plus. Verschleiere ich, dass ich eigentlich was möchte, scheint das durch.
Und *Helfersyndrom* - (kenne ich ;) ) - hat 2 Seiten. Hast Du schon mal Hilfe annehmen wollen? Hast Du schon gefühlt, wie es ist, um Hilfe zu bitten oder wie es ist, zu erkennen, dass man Hilfe bräuchte?

Sicher ist es bei ehrenamtlicher Hilfe noch etwas anders. Aber selbst da ist- die Leute wissen, dass sie Hilfe benötigen, und viele können das NICHT annehmen. Sie lassen es vielleicht über sich ergehen. So kommt da ev nicht das zurück was du erwartest.

Ich hatte vor ein paar Jahren mal relativ viel Geld u auch Zeit. Und von MEINER Seite her hab ich das gern gegeben. Ich wusste nicht, wie es ist, wenig o nichts zu haben u dann was zu bekommen. Ich erlebte, dass *etwas ausgeben* (selbst in Familie, o da was kaufen) auch den Mangel beim anderen hervorhebt.
Ich durfte lernen wie es ist *brauchst du noch was*- dass man immer mit Stolz kämpft. Dass ich zwar froh bin, aber trotzdem unzufrieden, da ich irgendwie nicht SELBST in der Lage bin mental o mit Aktionen/Dingen für mich zu sorgen. Und auf der anderen Seite, wird meine *Hilfe* ständig genommen, ohne was zu tun - ist das frustrierend.

Ich denke Hilfe sollte *Hilfe zur Selbsthilfe* sein. Nicht *Kommando übernehmen*. Ich hatte das Gefühl, ich könne anderen besser helfen. Ich bin dadurch abgelenkt das zu suchen o zu finden was MIR gut tut. Für mich selbst war ich nicht Helfer. Und ich war eine Zeit lang nur dann zufrieden, wenn ich meine *hilfsangebote* anbringen konnte. Mittlerweile weiss ich, wie *gute Ratschläge* sich anfühlen, und arbeiten mit hilfebedürftigen Personen bedarf viel Feingefühl. Das durfte ich von meinen Grosseltern lernen, die mit 80 noch fit waren/sind u sich teilweise NICHT helfen lassen wollen.
Eine Lampe AM Bett??? NEIN. Neue Matratze - die ist doch noch gut. AUCH wenn die Veränderungen aus unserer Sicht positiv sind, lösen sie doch Ängste aus. Bekocht werden? *Da kann ich ja gleich ins Altersheim gehen*. Wir holen dich ab für ein paar Tage - *ich will euch nicht zur Last fallen*
Erzählen/in uns selbst spüren u das wiedergeben, was wir toll finden hilft da super. *selbst ausprobiert- phantastisch- auch mal ausprobieren*?

Und DAFÜR müssen wir selbst erstmal wissen, was wir toll finden.
Ein *ich hab einfach mal wg Autos geschaut dort u dort (einfach weil es MICH interessiert hat, und ich DANN an dich gedacht hab)* ist MIR viel mehr Hilfe als *Na, guck doch mal* (u ich dann denke, toll, meinste das hab ich nicht schon?? so ist es, wow, Interesse, so tun als Er/sie ich wären. Und dieses Gefühl trägt mich dann zu Aktion meinerseits) Auch *hör dich mal mit um* brachte nicht viel (meine Ansicht v hilf mir mal), erzählen - ich hab da geschaut - das sieht gut aus, motiviert ohne dass ich es *wünschte* zu selbst mal rumhören.

Ich schrieb das alles, weil auch ich immermal auf der Suche nach *etwas* bin. Und ich habe festgestellt, wenn ich Dinge für andere mache u die nicht wenigstens auch für mich selbst - bleibt ein Gefühl des gedrängt seins (auch wenn es *ich dränge mich, weil xy dachte es wäre toll für mich es zu tun*) ist. Suche nicht im Aussen wenn du für Dich etwas vermisst. (fällt mir gerade dazu ein). U vielleicht mit meinem Erlebten, kommst du ein Stück weiter. Manche Erlebnisse müssen wir nicht durchleben, wenn wir Sinn u Zweck erkannten.

Ich wünsche dir alles Gute u bin gespannt auf Zwischenberichte ;) -

was vielleicht noch interessant wäre, eine *Sammlung* von *Tätigkeit/Hobby/Beschäftigung - was GENAU befriedigt mich daran*
meist ziehen wir Befriedigungen nicht nur aus einer Sache allein, so kann es nützlich sein, dies aufzusplitten.

So weiss ich für mich - ich brauche für einen Teil meiner Beschäftigungen einfach Ruhe und Zeit u Raum für mich selbst, wenn ich NUR gesellig bin, füllt mich das nicht aus mit der Zeit. Wenn ich NUR für mich bin, ist es etwas ruhig. Ich habe also einiges was ich mache, wenn ich allein bin. U da habe ich mehreres, da ich nicht jeden Tag Lust habe zu lesen. Ich habe einige Optionen für *gesellig* , auch da, wenn ich mich nicht fühle, mach ich das was *passt*. Ich habe Tätigkeiten die ich machen kann, wann ICH will, und welche, die einen gewissen *fixen* Zeitplan erfordern.
Ich weiss für mich ich BRAUCHE das Wissen flexibel sein zu KÖNNEN (so z.B. auch auf Arbeit) ansonsten würde ich mich von vorherein unwohl fühlen. Mein Unterbewusstes erkennt die Grenze und arbeitet dagegen. Da das meist positiv ist (ich überprüfe *Grenzen* auf Notwenigkeiten*) Ist das ein Pkt, den ich haben MUSS. Ich bin gern kreativ, auch mal auf Bestellung - nur auf Bestellung - da haperts bei mir schon wieder, ich arbeite daran ;) (also kein eigenes Geschäft auf *muss* (ich hab das noch nicht mit * will*, genauso für Kurse)

Klopf doch einfach mal ab, was du haben willst - alles mögliche. Dann auch was du NICHT haben willst, und lege die Tätigkeit *darüber* und schau inwiefern es passt, und wo nicht - ob das was wäre was du in Kauf nehmen würdest, oder absolut nicht. So hab ich meine Liste für eine Partnerschaft gemacht. Und so weisst Du dann schon von vorherein bei einigen *Lieferangeboten* ob es was ist o nicht. Du sparst Zeit u *Elend*, und das ist *Hineinhorchen* :)

Ich hoffe, der Text ist nicht zu lang. Ich gebe gern Beispiele o *Erlebtes*, kann aber auf Wunsch daran arbeiten mich etwas einzuschränken.
(Übrigens *eigentlich* weisst darauf hin, dass wir *eigentlich* ;) was anderes mögen bzw es schon anders ist. Und *versuchen* beinhaltet schon ein einkalkuliertes mögliches Scheitern. Will man es umformulieren u merkt es fühlt sich nicht gut an (ich versuche etwas, o ich arbeite daran), dann haben wir schon einen *Knackpunkt* ;) ) Worte werden Taten, vage Worte werden vage Taten...

Damit beende ich meinen Post. LG Nele


Nach oben
  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 10 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu: