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 Betreff des Beitrags: Verknalltheit nervt - mal hoppen?
BeitragVerfasst: So Mai 24, 2009 10:10 pm 
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Hallo alle miteinander,

ich gehe ja eigentlich nicht so gerne mit privaten Themen ins Internet, hier aber bin ich gerade an einem Punkt, an dem ich Denkanstöße gebrauchen könnte. Vielleicht bietet ja das Hoppen neue Ansätze?

Ich bin seit vielen Jahren mit einem superattraktiven, lieben Mann zusammen, mittlerweile auch verheiratet, wir haben ein Kind zusammen und ich kann mich über die Beziehung echt nicht beschweren, viel persönliche Freiheit, gute Gespräche, Humor, gemeinsame Interessen, Verständnis und Respekt, er ist einfach super.

Vor einigen Monaten jedoch habe ich mich richtig fett verknallt. Anfangs habe ich das noch genossen einfach mal wieder vor mich hin zu schwärmen, ohne mir da weiter Gedanken zu machen, ist ja ein schönes Gefühl. Aber langsam nervt es.

Erstens steige ich nicht ganz dahinter, wieso mich aus einer intakten Beziehung heraus so der Blitz trifft.
Das Naheliegendste ist wohl, dass nach 10 Jahren Beziehung & 5 Jahren Elternschaft ich & meine Hormone - um es mal salopp auszudrücken - mächtig Appetit auf Frischfleisch bekommen haben... und dann tritt so ein unglaublich leckeres und sympathisches männliches Wesen in mein Leben, und *WATSCH* hat's gemacht.

So. Das wirklich auszuleben, ist aber keine Option, denn sowas wie "ein Ausrutscher kann mal passieren" war nie ein Teil der "Abmachung" in meiner Beziehung und ich will hier auch nichts unnötig riskieren oder kaputtmachen, da steht ja auch was auf dem Spiel, grade mit Kind.

Ein anderer Grund, warum es nervt: Ich würde gerne mit dem "Objekt meiner Begierde" einfach nur nett und normal kommunizieren können. Denn Abschleppen ist ja sowieso nicht drin, also warum sich weiter quälen?

Das funktioniert aber nicht. Letzte Woche habe ich ihn zweimal gesehen (kein Date oder so) und war irgendwie unfähig, mich normal zu verhalten. Ein hinreißendes Lächeln von ihm und ein Blick auf seine Oberarme haben mir sofort den Rest gegeben. ;-) Musste Reißaus nehmen und woanders weitersabbern, weil ich viel zu nervös war, und kam mir dabei natürlich ziemlich bescheuert vor.
Im Juli werden wir schon wieder mehrmals aufeinandertreffen und das wird dieses Jahr auch nicht das letzte Mal sein.

Ich möchte dann einfach wieder ein normaler Mensch sein, der sich normal unterhält, und kein blödes verliebtes Schulmädchen mit Herzklopfen. Ts...
Also muss ich das für mich klären und mich wieder einkriegen. Ist aber gar nicht so leicht, von alleine jedenfalls scheint die "Störung" nicht zu verschwinden. Darauf warte ich jetzt schon ne Weile vergebens.

Ich versuche jetzt einfach mal, ob sich mit Hilfe des Hoppens was ändert, vielleicht dringt ja was davon durch den Hormonnebel...

Kurz überlegen...wie würden dann die Fragen lauten?

"Womit könnte ich es in mein Leben gezogen haben, mich trotz glücklicher Ehe zu verlieben?"

Was noch?

"Wenn ich die Liebe/das Uni wäre, warum hätte ich diese Gefühle geschickt?"

Klingt bisschen seltsam vielleicht, ich tue mich grad echt schwer mit der Formulierung, hat jemand eine Idee, wie man das Thema "hoppbar" machen könnte?

Vielleicht mag sich ja noch jemand von euch da mit einfühlen, Eure Hoppansätze/ Sichtweisen würden mich echt interessieren. Ich selber hoppe dann am Besten erst später im Thread mit, um erstmal garantiert "fremde" Antworten zu kriegen 8)

Danke schonmal! :-)

Auryn


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BeitragVerfasst: Mo Mai 25, 2009 6:47 am 
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Sich zu verlieben ist völlig normal, der Mensch ist von Natur aus nicht so angelegt, dass er ein ganzes Erwachsenenleben den gleichen Partner will, das ist lediglich ein erlernter Gedanke, der irgendwann zum Optimum erklärt wurde. Wenn du dich dieser Regel fügen willst, wird dir nichts anders übrig bleiben als abzuwarten, bis die Verliebtheit verfliegt und die Zusammentreffen mit ihm auszuhalten, man kann sich nicht entlieben, das ist (zum Glück!) nicht steuerbar, kannst höchstens deinen Fokus ein wenig verschieben, sprich ablenken.

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In diesem Spiegelkabinett siehst du eine Menge Dinge. Reibe dir die Augen! Nur du allein bist da.
(Rumi, Das Lied der Liebe)


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BeitragVerfasst: Mo Mai 25, 2009 6:57 am 
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Hallo Auryn,

ich versuch MICH einfach mal..

also.. (achtung: Der Grund (der Teil mit dem ich in Resonanz gehe) ist immer in mir angelegt.. im Grunde nix persönliches.. :wink: )..

Wenn ich Auryn wäre .. warum hätte ich mich in diese Gefühlssituation gebracht?

in den vielen Jahren ist meine Beziehung nicht mehr so intakt wie ich glaube.. vieles ist wie eingeschlafen..
mir dürstet geradezu nach "Gefühlsinput".. ich spüre ich bekomme zu wenig.. zu wenig Anerkennung, Gefühl..
Langeweile macht sich breit und die Sehnsucht nach was Neuem auch.

Wenn ich diese Gefühle anerkenne und von Näher betrachte.. ist die Person mit der ich "verknallt" bin gar nicht mehr so wichtig und ich merke.. ich sollte mich an mein Angebot zuhause richten..

Wenn ich meine Gefühle in mein Herz nehme, verspüre ich Sehnsucht.. und Liebe.. und ich schmiege mich weich und herzhaft.. an das was ich habe..
mache mir Gedanken.. wie ich meine Beziehung in Schwung bringe.. date mein Mann an.. flirte ihn an.. und tobe mich da aus.. !?


Alles Liebe und ich hoff es war was dabei.. :wink:

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irgendwo sind wir alle eins..


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BeitragVerfasst: Mo Mai 25, 2009 8:33 am 
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Meine HoppAbkürzung (sorry bin jetzt zu faul und zeitknapp um das nett in viele Worte einpacken) : wo ist denn dein Zielkärtchen hingekommen?


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BeitragVerfasst: Mo Mai 25, 2009 10:03 am 
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Naike hat geschrieben:
Sich zu verlieben ist völlig normal, der Mensch ist von Natur aus nicht so angelegt, dass er ein ganzes Erwachsenenleben den gleichen Partner will, das ist lediglich ein erlernter Gedanke, der irgendwann zum Optimum erklärt wurde. Wenn du dich dieser Regel fügen willst, wird dir nichts anders übrig bleiben als abzuwarten, bis die Verliebtheit verfliegt und die Zusammentreffen mit ihm auszuhalten, man kann sich nicht entlieben, das ist (zum Glück!) nicht steuerbar, kannst höchstens deinen Fokus ein wenig verschieben, sprich ablenken.


Jo, der Meinung bin ich eigentlich auch. Ich selbst wäre nach all den Jahren durchaus für etwas tolerantere Treueregeln, aber da müssen eben BEIDE Partner zu 100% dahinter stehen, sonst wird einer verletzt. Und wo der "Missbrauch" dieser Toleranz anfängt und aufhört muss ja auch ganz fest geregelt sein - gar nicht so einfach, das Ganze.
Also lassen wir's der Einfachheit halber so wie's ist und verkneifen's uns...Leider weiß ich momentan nicht so recht wohin mit meiner Gier :-)

"Nicht dran denken" klappt natürlich nicht, deshalb versuche ich hier mal eben das Gegenteil und setze mich damit auseinander, um so vielleicht wenigstens einen anderen Umgang mit den Gefühlen/mit ihm zu erreichen. Mal schauen :-)


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BeitragVerfasst: Mo Mai 25, 2009 10:14 am 
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Hast du denn mit deinem Mann schon einmal über das Thema geredet?

Ich hab erfahren, daß ein Erlauben - was ja letztlich auch ein Loslassen ist, das so grundlegend für eine gute Beziehung ist - die Lust auf Seitensprünge nicht verstärkt, sondern im Gegenteil, sie senkt. Du stehst dann vor einem herrlichen Kuchenbuffet und weißt, daß du jederzeit von einer der Torten naschen darfst, wenn du das wolltest. Das allein ist schon ein super Gefühl und macht zufrieden, dann muß man gar nicht unbedingt probieren.

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BeitragVerfasst: Mo Mai 25, 2009 10:22 am 
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Beiträge: 72
Someone hat geschrieben:
Hallo Auryn,

ich versuch MICH einfach mal..

also.. (achtung: Der Grund (der Teil mit dem ich in Resonanz gehe) ist immer in mir angelegt.. im Grunde nix persönliches.. :wink: )..

Wenn ich Auryn wäre .. warum hätte ich mich in diese Gefühlssituation gebracht?

in den vielen Jahren ist meine Beziehung nicht mehr so intakt wie ich glaube.. vieles ist wie eingeschlafen..
mir dürstet geradezu nach "Gefühlsinput".. ich spüre ich bekomme zu wenig.. zu wenig Anerkennung, Gefühl..
Langeweile macht sich breit und die Sehnsucht nach was Neuem auch.

Wenn ich diese Gefühle anerkenne und von Näher betrachte.. ist die Person mit der ich "verknallt" bin gar nicht mehr so wichtig und ich merke.. ich sollte mich an mein Angebot zuhause richten..

Wenn ich meine Gefühle in mein Herz nehme, verspüre ich Sehnsucht.. und Liebe.. und ich schmiege mich weich und herzhaft.. an das was ich habe..
mache mir Gedanken.. wie ich meine Beziehung in Schwung bringe.. date mein Mann an.. flirte ihn an.. und tobe mich da aus.. !?


Alles Liebe und ich hoff es war was dabei.. :wink:


Danke Someone für deine Antwort :-)
Dass das nichts Persönliches ist, weiß ich, darum geht's ja beim Hoppen. Und hilft mir in dem Fall gerade deswegen weiter, weil ich eine ganz andere Resonanz spüre, das zeigt mir, was es ist bzw nicht ist.

Beim Lesen deiner "Version" wird mir z.B. klar: Nach Gefühlen, Aufmerksamkeit, Zuneigung dürstet's ich nicht, das ist alles großzügig vorhanden und für mich im Lot. Ich spüre bei mir viel mehr die körperliche Komponente, die Neugier auf was Neues, Anderes, was das "Alte" nicht per se schlecht macht, nur kennt man's halt inzwischen zur Genüge ;-)

Zweite Komponente: Was die Person, in die ich verliebt bin, mir gibt. Bei dir, sagst du, wäre diese Person dann nicht mehr so wichtig, wenn du diese Gefühle in dein Herz nimmst.
Bei mir sieht's so aus: Ich bewundere und mag diesen Mann, ganz unabhängig von den begleitenden Hormonkollern, die da so plötzlich auftauchten. So viel an ihm ist mit wichtigen Lebensthemen von mir in Resonanz, eigentlich kein Wunder, dass ich da Anziehung spüre:
Ich habe das Gefühl, er kann mir wirklich was geben/mitgeben. Wenn da eben diese Verliebtheit nicht wäre, die eben auch keinen so richtigen Platz in meiner Lebenssituation hat.

Weil ich ihn auch als Mensch toll finde, finde ich es ja so schade, dass ich bei seinem Anblick anscheinend nur noch an Sex denke, völligen Mist labere und dann verstört Reißaus nehme :-D

Okay, jetzt kommen wir doch langsam dahinter- ich hatte das noch gar nicht so differenziert betrachtet, was hinter dieser Anziehung eigentlich steckt. Könnte helfen, sich etwas mehr abzukoppeln.

Danke! :-)


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BeitragVerfasst: Mo Mai 25, 2009 10:26 am 
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PP hat geschrieben:
Meine HoppAbkürzung (sorry bin jetzt zu faul und zeitknapp um das nett in viele Worte einpacken) : wo ist denn dein Zielkärtchen hingekommen?


Haha, sehr gut :-D
Das wüsste ich auch gerne, wo das Zielkärtchen ist. Irgendwo verlegt, aber ich bemühe mich ja gerade, es wiederzufinden ;-)

LG, Auryn


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BeitragVerfasst: Mo Mai 25, 2009 10:53 am 
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Naike hat geschrieben:
Hast du denn mit deinem Mann schon einmal über das Thema geredet?

Ich hab erfahren, daß ein Erlauben - was ja letztlich auch ein Loslassen ist, das so grundlegend für eine gute Beziehung ist - die Lust auf Seitensprünge nicht verstärkt, sondern im Gegenteil, sie senkt. Du stehst dann vor einem herrlichen Kuchenbuffet und weißt, daß du jederzeit von einer der Torten naschen darfst, wenn du das wolltest. Das allein ist schon ein super Gefühl und macht zufrieden, dann muß man gar nicht unbedingt probieren.


:shock: Volltreffer, Naike!
Ich habe 8 Jahre lang am Kuchenbuffet gestanden und nur zufrieden geschaut - freiwillig. Habe ja schließlich selber einen superleckeren Kuchen, von dem ich jederzeit naschen kann. Es hat mir absolut nichts ausgemacht.
Anfang voriges Jahr dann Heiratsantrag in Südfronkraisch, Ring, alles supertoll, ich freu mich riesig und sag' ja.
Aber in den Wochen vor der Hochzeit tauchen dann plötzlich Gedanken umgekehrter Torschlusspanik auf:

Ich DARF nie wieder mit einem anderen Mann schlafen!

Sowas denken eher Männer, sollte man meinen, aber neenee :-)
Meine Freundinnen haben mich für verrückt erklärt und mir befohlen, mich über meinen tollen Mann zu freuen und gefälligst etwas romantischer zu sein, dann hält man halt irgendwann die Klappe.

Könnte also wirklich sein, dass da z.T. Trotz oder Angst dahintersteckt. Gut, das Interesse an meinem momentanen "Opfer" ist schon echt, ist schon sehr mein Fall, aber ich bin alt genug um zu wissen dass die ersten krassen Schmetterlingsgefühle zwar stark, aber vergänglich sind.

Ich habe das Thema "Treueregeln in Dauerbeziehung" vor einigen Wochen mit meinem Mann tatsächlich mal besprochen, aber ich denke, er hat das nur theoretisch aufgefasst und weniger auf die Wirklichkeit unserer Beziehung bezogen. So nach dem Motto "FALLS (hochtheoretisch) mal aus Versehen was verrutschen WÜRDE, müssten wir nicht gleich Schluss machen." Das ist ja nicht ganz dieselbe Baustelle wie das, was ich meine.
Anscheinend kommt er generell mit der Idee lebenslanger körperlicher Treue ganz gut klar, ich weniger.

Ich weiß da ehrlich gesagt auch nicht ganz, wie ich das Terrain sondieren kann, ohne auf seinen Gefühlen rumzutrampeln.
"Du, ich würde seit Monaten schon total gerne mal den XY *beep*en, ist das OK oder hast du was dagegen? " ist ja irgendwie nicht so optimal... :-D

Das, was man nicht darf, ist reizvoll - kenn ich zur Genüge von meinem Fünfjährigen (was sagt das über meine Reife aus, hehe?) :-)

LG, Auryn


Zuletzt geändert von Auryn am Mo Mai 25, 2009 11:02 am, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mo Mai 25, 2009 11:02 am 
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Huhu,
mensch, tolles Thema, ma gucken, was ich da finde:

Wenn ich mich Knall auf Fall in einen fremden Mann verlieben würde, dann würde ich das tun, weil ich mich noch immer nach "dem" Himmel sehne. Es ist doch so manches, was mich an meinem Göttergatten arg nervt, er drückt schon seit Jahren meine roten Knöpfe, und das verhindert, dass ich ihn sexuell noch so richtig dolle anziehend finde. Jetzt kommt dieser neue Mann, und alle meine Träume und Wünsche und Erwartungen projeziere ich juchheissassa auf diesen Mann: mit dem wäre es toll, einzigartig. In meinen Träumen mache ich diesen Mann vollkommen, und das turn mich so richtig an.
Nehme ich es in mein Herz, dann entdecke ich, dass viele Männer, wenn nicht sogar alle, liebenswerte Eigenschaften haben. Und alle haben auch Eigenschaften, die ich gar nicht so mag. Ich entdecke, dass ein großer Teil meiner Begeisterung für diesen neuen Mann daher rührt, dass ich meine eigene Fehler und Schattenseiten an mir am liebsten gar nicht sehen würde, und noch weniger mag ich, dass mein Gatte diese Seiten immer wieder spiegelt und antriggert. Meine Liebe zu diesem neuen Mann ist eigentlich auch eine Art Flucht, endlich mal wegzukommen von diesen dauernden Nervereien in meiner Partnerschaft, um endlich mal Ruhe zu haben.
Nehme ich es weiter in mein Herz, dann wird mein Partner wieder viel interessanter als dieser neue Mann, den ich eigentlich gar noch nicht kenne. Ich komme mir sogar etwas ferngesteuert vor, diesen neuen Mann so toll zu finden, welcher Teil in mir ist das überhaupt? Es ist der Teil, der gelobt werden will, der übertoll sein möchte und vollkommen, makellos.

Viele Grüße
Manfred


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BeitragVerfasst: Mo Mai 25, 2009 12:06 pm 
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Auryn hat geschrieben:
PP hat geschrieben:
Meine HoppAbkürzung (sorry bin jetzt zu faul und zeitknapp um das nett in viele Worte einpacken) : wo ist denn dein Zielkärtchen hingekommen?


Haha, sehr gut :-D
Das wüsste ich auch gerne, wo das Zielkärtchen ist. Irgendwo verlegt, aber ich bemühe mich ja gerade, es wiederzufinden ;-)

LG, Auryn


jaha.. zu dem Thema.. is mir grad sogar noch was eingefallen.. :wink: :wink:


ZIEL.. ich bin schon am Ziel.. Traummann, Traumhaus/wohnung..(?), Traumhochzeit..
Alles da, oder?

wars das schon? Oder gibts da noch was..

Wie wärs denn mit nem tollen Abenteuer??
(natürlich rein hypothetisch betrachtet... )


Na ? Was dabei?

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


Zuletzt geändert von Someone am Mo Mai 25, 2009 12:43 pm, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Mo Mai 25, 2009 12:38 pm 
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Hallo Manfred,

da ist ja einiges dabei, was sich "personalisieren" lässt :-) Ich nehm' mal was für mich raus:

Es ist nicht mal so, dass mich an meinem Angetrauten im Alltag groß was nervt, wir sind schon seit jeher erstaunlich gut auf einer Wellenlänge und haben uns eigentlich noch nie richtig gefetzt, was aber nicht etwa mit Vermeidung zu tun hat, wir sind einfach ganz gut darin unsere Standpunkte zu klären und keiner von uns beiden steht auf dramatische Selbstinszenierungen.

ABER dass es schon so lange der gleiche Mann ist, der auf mehr oder weniger bekannte Art die gleichen Knöpfe (nicht unbedingt die roten ;-) ) an mir drückt, damit hat es wohl was zu tun ;-)

Also Sehnsucht nach dem "Kick" des Anfangs oder so, den anderen unbedingt und mit jeder Faser zu wollen, den man nach 10 Jahren irgendwie nicht mehr so verspürt.

Ich versuche das liebevoll anzunehmen, aber es fällt mir schwer. Wenn ich das schaffen würde, dann könnte ich entweder mit der Idee lebenslanger bedingungsloser Treue Frieden schließen, oder ich würde einen Weg finden, mit meinem Mann ein anderes "Modell" zu leben.

Aber da herrscht ganz klar noch ein Zwiespalt/eine Blockade/Angst, was einerseits damit zu tun hat, wie ich denke, dass mein Mann das Thema im Gegensatz zu mir sieht (oje, war das verständlich? =) ). Und auch damit, dass ich nicht weiß, wie ich mir mit ihm den erwünschten "Kick" nach 10 Jahren nochmal hochholen könnte.

Manfred hat geschrieben:
Jetzt kommt dieser neue Mann, und alle meine Träume und Wünsche und Erwartungen projeziere ich juchheissassa auf diesen Mann: mit dem wäre es toll, einzigartig. In meinen Träumen mache ich diesen Mann vollkommen, und das turn mich so richtig an.


Interessant - es stimmt, dass ich projiziere, aber ein bisschen anders als du es hier meinst, nämlich nichts, was mit Beziehung zu tun hat.

Ich stelle fest: Ich genieße es, diesen neuen Mann zu bewundern. Mit dem Partner fühle ich mich auf vertrauter Augenhöhe, zu dem "Neuen" schaue ich auf. Er hat was erreicht, das ich auch gerne schaffen würde: er lebt ganz kompromisslos und leidenschaftlich seinen größten Traum und arbeitet hart dafür, etwas, das bei mir zu meinem Bedauern völlig ins Hintertreffen geraten ist: Elternzeit, Bequemlichkeit, Zweifel, aus was für Gründen auch immer.
Bin ich also in die Vision, das Vorbild verliebt, die er darstellt? In die Eigenschaften, die er mir in dieser Sache voraushat, so als könnte ich sie mir so zu eigen machen? Gut, da reichen ja in erster Linie nur mal Anerkennung und Bewunderung. Habe ich mich nur zusätzlich "hormonell" verknallt, weil er dazu zufällig auch noch sehr lecker aussieht? Es stimmt ja, dass ich ihn nicht besonders gut kenne. Meine ich gar nicht ihn, sondern meine eigenen unerfüllten Träume, die er im Gegensatz zu mir ja lebt?

Total spannend, auf was mich das bringt. Ich gewinne bereits Abstand.

Denn wenn ich das annehme, kann ich mir vorstellen, ohne lästige Hintergedanken mit diesem Mann umzugehen, ohne innerlich jedes Mal ganz aus dem Häuschen zu geraten, denn dann ist er für mich eine Inspiration und das bringt mich weiter, anstatt zu bewirken dass ich mich lächerlich fühle (und obendrein eine latente Gefährdung für meine Beziehung darstellt).

Manfred hat geschrieben:
Ich komme mir sogar etwas ferngesteuert vor, diesen neuen Mann so toll zu finden, welcher Teil in mir ist das überhaupt? Es ist der Teil, der gelobt werden will, der übertoll sein möchte und vollkommen, makellos.


Absolut zutreffend, in jeder Hinsicht. Ich fühle mich von dem hirnlos verliebten Teil in mir völlig genervt und ferngesteuert, ich betrachte ihn von außen und denke: Du störst. Wo kommst du her, was willst du? Wieso lässt du mich handeln und denken wie ein pubertierendes Etwas? Gehst du auch wieder weg? Und es scheint tatsächlich der Teil von mir zu sein, der mehr, besser, toller sein möchte, der mehr erreichen und darstellen will, der selbst angehimmelt werden will.

Die Angelegenheit ist vielschichtiger als ich dachte, cool :-)

Danke!!

Auryn


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BeitragVerfasst: Mo Mai 25, 2009 12:59 pm 
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Registriert: Mi Nov 26, 2008 2:35 pm
Beiträge: 72
Hallo someone,

Someone hat geschrieben:

jaha.. zu dem Thema.. is mir grad sogar noch was eingefallen.. :wink: :wink:


ZIEL.. ich bin schon am Ziel.. Traummann, Traumhaus/wohnung..(?), Traumhochzeit..
Alles da, oder?

wars das schon? Oder gibts da noch was..

Wie wärs denn mit nem tollen Abenteuer??

:wink:
Na ? Was dabei?


:wink: Jaaaaa...
Damit hat es sicher was zu tun. Glück (ganz allgemein, nicht romantisch gesprochen) hat für mich ganz viel mit Bewegung, neuen Erfahrungen, Begegnungen, Wachstum zu tun.

Und daran fehlt es gerade, nicht völlig, für andere Begriffe ist mein Leben vielleicht sogar hochactionreich, aber ich fühl' mich z.B. durch die Verpflichtung meinem Kind gegenüber (z.B. nicht verreisen, umziehen oder auswandern können wie oft, wohin und wann man will) in meiner Entscheidungs- und Bewegungsfreiheit schon eingeschränkt, wenn's auch schon besser geworden ist als noch vor 2, 3 Jahren.
Wir wohnen jetzt seit 4 Jahren am selben Fleck und ich krieg nach Jahren der Zufriedenheit seit einiger Zeit jetzt wieder Hummeln im Hintern...aber zum Aufwachsen ist es einfach toll, man will den Kleinen nicht entwurzeln und mein Mann hat auch grad keinen Drive "grundlos" umzuziehen...und dann keimt das mild panische Gefühl: Okay, heißt das, mein Leben ist ab jetzt immer so? Heißt das, ich bin in 10 Jahren immer noch hier und es hat sich nichts geändert? Tick, tick, tick...mach deine anderen Träume endlich wahr, die Zeit läuft...

Das alles wirkt unterschwellig mit, auch wenn's am Bestehenden/Erreichten eigentlich nichts zu meckern gibt.
Und dann kommt so ein Teil von mir als "Lösung" vielleicht auf den tollen Gedanken: Och, is grad so langweilig. Tut sich nix mehr, oder? Bau doch einfach mal ein bißchen Scheiße, dann kommt wieder Leben in die Bude... :lol:

LG, Auryn


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BeitragVerfasst: Mo Mai 25, 2009 1:05 pm 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
Zitat:
Das alles wirkt unterschwellig mit, auch wenn's am Bestehenden/Erreichten eigentlich nichts zu meckern gibt.
Und dann kommt so ein Teil von mir als "Lösung" vielleicht auf den tollen Gedanken: Och, is grad so langweilig. Tut sich nix mehr, oder? Bau doch einfach mal ein bißchen Scheiße, dann kommt wieder Leben in die Bude...

LG, Auryn


eigentlich schon witzig.. wenn man alles hat.. wirds irgendwie langweilig.. ich kenn das gar nicht..
ich stecke mit meinem Mann seit Jahren.. in der Achterbahn.. mal mehr mal wenig..

oh wie gern würd ich tauschen..

Mal langweilig.. danach sehne ich mich sogar.. :roll:

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BeitragVerfasst: Mo Mai 25, 2009 1:12 pm 
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Registriert: Do Apr 20, 2006 1:07 pm
Beiträge: 593
eben.

Aber deine 'Verliebtheit' zeigt dir, dass dir was fehlt. Wie lange füttert dich ein Abenteuer, ein neuer Mann, ein neuer Ort? Wie wirst du satt? Weißt du das überhaupt? (iIch weiß es über mich nicht. Das dazu!:-))

interessant auch, dass du ihn bewunderst und sogar weiß wofür. Das ist sicher einen weiteren Blick wert.


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