So, liebe Leute, die Zusammenfassung.
Wenn ich das jetzt für mich hoppe, kommt Folgendes dabei heraus:
Womit habe ich es in mein Leben gezogen, mich aus einer intakten Beziehung heraus in einen anderen Mann zu verlieben?
Bei mir ist es so, dass mir dieser spezielle Mann in seinem Leben und Wesen meine nichtgelebten Träume und Potenziale spiegelt und mich deshalb anzieht.
Wenn ich mir das verzeihe und mich trotzdem liebe, dann sehe ich ein, dass ich die Wahl habe, den Fokus zu verlagern: Ich kann anfangen meine Träume wieder direkt zu lieben und zu leben, Begeisterung und Leidenschaft zu fühlen, ohne Umweg über ihn und sein Beispiel.
Außerdem ruft dieser Mann in mir das aufregende Gefühl frischer, neuer körperlichen Anziehung wach, das in meiner Partnerschaft über die Jahre schwächer geworden und der Vertrautheit gewichen ist.
Ich gestehe mir ein, dass ich von dem Modell "lebenslange Monogamie um jeden Preis" von Anfang an nicht überzeugt war und mir in der Hinsicht, dass mir das leichtfallen wird, was vorgemacht habe.
Trotz "gesundem Appetit" 10, 20, 30 Jahre treu bleiben ist was ganz anderes als 3 oder 5 Jahre, stelle ich fest.
Wenn ich mir aus vollem Herzen erlaube, mich nunmal verliebt zu haben ohne dass ich dafür meinen Mann aufgeben will, und das vielleicht nicht zum letzten Mal, dann fühle ich mich nicht mehr wie ein verräterischer Arsch, sondern entspanne mich und lasse das Thema mit all seinen Facetten und möglichen Konsequenzen mal in nächster Zeit auf mich wirken.
Und ansonsten fahre ich jetzt mal folgende Strategie: Auf Knopfdruck Ent-lieben geht nicht, okay, aber ich kann es zumindest vermeiden, das Gefühl durch Träumerei, Schwärmerei und Besuche auf seinem Blog noch mehr anzustacheln und am Leben zu erhalten.
Vielleicht klappt's ja schon bald und ich berichte dann im Juli über ein entspanntes, lustiges, cooles Gespräch mit "the man in question", bei dem ich das Gefühl hatte: Super Typ, ich kann mich schon verstehen, aber ich bin drüber weg und zum Glück wieder normal
Ganz ehrlich, ich freu mich drauf...ist doch viel zu anstrengend für ne alte Frau, so ne Schwärmerei
Ganz lieben, herzlichen Dank an alle für die tollen Denkanstöße, es hat echt was gebracht!
Auryn
PS: Ja, und dann geh ich am besten auch gleich ein paar Schritte in Richtung Potenzialverwirklichung unternehmen...schwätzen kann man viel, aber nur Selbermachen macht groß
