Hallo sangay,
finde Deine Art zu hoppen wirklich gut.. deshalb hab ich das mal kurz in Deinen Thread rübergezogen.. ;o)
Hier können wir wirklich anfangen an uns zu arbeiten.. um mehr und mehr so zu sein wie wir sein wollen

.. Klasse..

D.h. schlichtweg unser Leben anfangen -selbst- zu bestimmen und nicht das zu leben.. was wir -vorher- für richtig hielten..
sangay hat geschrieben:
wenn ich eigentlich über mich sage, dass ich positiv bin und stark, dass mich aber ereignisse leicht aus der bahn werfen und sich dann angst und das gefühl von klein und hässlich zeigt - warum würde ich mich so verhalten und wie würde ich mich fühlen?
also, folgendes finde ich in MIR:
1.: ich verhalte mich so, weil ich tatsächlich stark bin, aber merke in der stärke bin ich einsam. eigentlich könnte ich "rückschläge" gut verkraften, aber sie sind ein willkommener anlaß mich an andere zu wenden und zu bewirken, dass die sich dann kümmern um mich. das tun die sonst -mir jedenfalls- zuwenig, weil sie ja denken, ich als starke person brauche keine streicheleinheiten. wenn ich mir das verzeihe und in mein herz nehme, dann fühle ich meine emotionale bedürftigkeit und auch ratlosigkeit darüber, wie ich auf andere art "zuwendung" bekommen kann.
zu Punkt 1 bei mir: Ich verhalte mich so.. bzw. wünsche mir stark zu sein und auch positiv (d.h. "gut" und "recht-sein" in meinem Fall) weil ich es sein muss.. soll.. weil es erwartet wird.. (

ich von mir) .. ich bin es nicht.. und etwas wehrt sich in mir.. etwas.. möchte gern auch als klein, schwach und negativ gesehen werden.. vllt. inneres Kind?.. ich bin irgendwie auch trotzig.. ein Kampf mit mir selbst.. immer stark sein zu müssen.. aber irgendwann begann ich es zu wollen.. stark, unabhängig und frei.. das ist ein Punkt.. an dem ich merke.. ich sollte mehr meine schwache Seite bejahen.. und da mal gucken..
wenn ich das in mein Herz nehme.. kann ich mich gefühlt in den Arm nehmen.. schwach und menschlich, wie ich nun mal auch bin.
sangay hat geschrieben:
2.: ich verhalte mich so, weil einfach immer stark zu sein langweilig ist. ich brauche herausforderungen in meinem leben. also, im übertriebenen sinn zusammenzubrechen und mich dann selbst aus dem schlammassel rauszuholen ist eine leistung an der ich (durch den gefühlten schmerz) messen kann, dass ich tatsächlich was "schaffen" kann. ich fühle mich eigentlich unterfordert in meinem leben.
wenn ich das in mein herz nehme, dann muss ich lachen und denk mir: geh lieber klettern oder so. das stärkt auch den selbstwert, ist ne herausforderung und macht dazu noch spaß.
2. bei mir:
-stark- sein.. ist mühselig.. anstrengend.. ich mag das eigentlich nicht.. alles wehrt sich in mir.. auch wieder eine Art Trotz.. warum sieht keiner.. dass ich eigentlich gar nicht stark sein will.. also erschaffe ich mir selbst Leid.. und da ich mich nicht bemitleidet fühle.. tu ich das selbst.. puh.. noch anstrengender.. wenn ich das genau und nahe genug anschaue..

gehen bei mir Laternen an.. viele.. Du meine Güte.. kann das tatsächlich sein.. dass ich mir nur nicht eingestehe.. schwach sein zu wollen.. ??.. Frau muss wohl stark SEIN..
Ich will das schwache Geschlecht sein.. ist wohl der Wunsch hinter dem Wunsch.. okay.. ich suche mir jetzt wohl mal Gelegenheiten.. in denen ich -wirk-lich.. schwach sein -darf-
sangay hat geschrieben:
3.: unbewußt ziehe ich mir die rückschläge in mein leben, weil sie mich darauf aufmerksam machen wollen, dass ich vielleicht gar nicht stark oder erfolgreich sein darf aus einem unbewußten glaubenssatz heraus, oder das leben nicht leicht sein darf oder erfolg hart erkämpft sein muss. wenn ich das in mein herz nehme, merke ich, dass ich mich über meine mutter erheben würde, wenn ich es leicht und erfolgreich hätte im leben (zumindest nach meinem glaubenssatz) und wenn ich mir das verzeihe, merke ich dass ich tatsächlich die erlaubnis meiner mutter brauche, um mir ein entsprechendes leben erlauben zu können (oh, weia, da ist mir ja was aufgegangen
)
3. bei mir:
-- genau umgekehrt:

-- ich ziehe mir unbewußt Dinge in mein Leben.. in denen ich mich dauernd beweissen muss.. stark sein muss.. aushalten muss.. keine Schwäche zeigen DARF..
weil ich eine starke Frau sein MUSS.. und nicht schwach sein -darf-..
Auch das ewige Leid.. ziehe ich mir in mein Leben.. um EEEndlich Mitleid zu erregen..
und Verständnis..
Auch der Glaubenssatz vom Vater übernommen.. das Leben ist kein Zuckerschlecken.. das Leben ist schwer und man muss stark sein.
Meine Mutter war schwach.. und ist am Leben zerbrochen.. also bin.. bzw. MUSS ich stark sein.
Ach herrje.. das nehme ich mal gaanz dolle in mein Herz.. das Leben muss eben nicht immer schwer sein.. und ich DARF es auch leicht haben..

.. ganz einfach eben..
sangay hat geschrieben:
4.: es wäre auch möglich, dass ich mich so verhalte (und jetzt wird es kompliziert) weil ich eigentlich wirklich voller angst und selbstzweifel bin, diese aber in jahrelangem training "bearbeitet" habe. aber leider habe ich mir nicht zugestanden sie wirklich zu fühlen. da sie aber eben mal gefühlt und wirklich angeschaut werden wollen, kommen sie immer wieder. das haus meiner stärke braucht quasi eine stabilere basis um nicht immer wieder zusammenzubrechen. wenn ich mir das vergebe, dann merke ich, dass diese angst schon sehr lange in mir ist und ein verunsichertes kleines inneres kind sich sehnlichst wünscht gesehen und gehalten und erMUTigt zu werden und oft gar nicht weiß, wie es mit seinen gefühlen umgehen soll oder kann.
Punkt 4:war für mich DER Anlass und überhaupt.. d.h. Punkt 4 kommt mir am nächsten..
ja.. so stark.. bin ich eben nicht, auch ich bin voller Selbstzweifel.. und Ängste.. nur.. die sind ja "schlecht".. also gesteh ich mirs nicht zu.. weg damit.. Aber so stark bin ich eben nicht.. und das ist genau das Problem.. am -STARKSEINMÜSSEN-.. Das innere Kind.. das frühere Kind.. wurde ganz -einfach nicht genug- ermutigt

.. Jetzt können wir es lernen uns zu erlauben.. uns selbst zu ermutigen..

sagt mein Herz
Danke Dir..