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 Betreff des Beitrags: selbstwert - bitte helfen
BeitragVerfasst: So Apr 18, 2010 2:09 pm 
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Registriert: Sa Aug 01, 2009 8:49 pm
Beiträge: 32
hallo,
ich habe viel gehoppt in der letzten zeit und bin dabei darauf gestoßen, dass ich ein selbstwertproblem habe und tief in mir glaube, dass ich nichts wert bin und mich erst bessern muss bevor ich etwas gutes verdiene. ich merke, dass ich mich an vielen ecken selbst blockiere.
ich möchte gern ein buch schreiben und weiß auch genau was, aber ich tu es dann nicht und denke: will ja eh keiner lesen.
ich suche einen job, da ich derzeit arbeitslos bin und denke aber immer: mich wird eh keiner einstellen.

ich habe zwei beziehungen, die mich beide nicht glücklich machen und gehe aus beiden nicht raus UND denke auch: mich wird sowieso niemand wollen.
und ich hoppe und hoppe aber ich merke, dass allein zu hoppen nicht ausreicht und hoffe ihr hoppt mit.
danke im voaus

_________________
Lernen heißt, seine eigenen Möglichkeiten auszuloten.
P. Coelho


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 Betreff des Beitrags: Re: selbstwert - bitte helfen
BeitragVerfasst: So Apr 18, 2010 3:07 pm 
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Beiträge: 8405
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Wenn du dich als wertlos empfindest, würde es nicht einmal nützen, wenn der Papst für dich hoppt. Du hast die Zügel deines Lebens selbst in der Hand, mach was draus!

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In diesem Spiegelkabinett siehst du eine Menge Dinge. Reibe dir die Augen! Nur du allein bist da.
(Rumi, Das Lied der Liebe)


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 Betreff des Beitrags: Re: selbstwert - bitte helfen
BeitragVerfasst: So Apr 18, 2010 8:04 pm 
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Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
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Du hast kein Selbstwertproblem, du hast ein Selbstliebeproblem, wenn überhaupt.
Man muss sich nicht verändern, sondern sich so lieben, wie man ist, bedingungslos, uneingeschränkt.
Ich bin damit angefangen, dass ich das, was ich an mir liebe, herausgestellt habe.
Da sind z.B. meine langen schönen Beine oder mein Busen, meine Augen, meine Hände. Da helfen dann schon ein kurzer Rock und ein tiefer Ausschnitt und ich fühle mich wunderbar mit mir und liebe mich.

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Alles Liebe
Martina
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Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


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 Betreff des Beitrags: Re: selbstwert - bitte helfen
BeitragVerfasst: Di Apr 20, 2010 8:46 am 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 4075
Hallo sangay,

finde Deine Art zu hoppen wirklich gut.. deshalb hab ich das mal kurz in Deinen Thread rübergezogen.. ;o)

Hier können wir wirklich anfangen an uns zu arbeiten.. um mehr und mehr so zu sein wie wir sein wollen :!: .. Klasse.. :D D.h. schlichtweg unser Leben anfangen -selbst- zu bestimmen und nicht das zu leben.. was wir -vorher- für richtig hielten..
:P :) :D :lol:


sangay hat geschrieben:


wenn ich eigentlich über mich sage, dass ich positiv bin und stark, dass mich aber ereignisse leicht aus der bahn werfen und sich dann angst und das gefühl von klein und hässlich zeigt - warum würde ich mich so verhalten und wie würde ich mich fühlen?

also, folgendes finde ich in MIR:

1.: ich verhalte mich so, weil ich tatsächlich stark bin, aber merke in der stärke bin ich einsam. eigentlich könnte ich "rückschläge" gut verkraften, aber sie sind ein willkommener anlaß mich an andere zu wenden und zu bewirken, dass die sich dann kümmern um mich. das tun die sonst -mir jedenfalls- zuwenig, weil sie ja denken, ich als starke person brauche keine streicheleinheiten. wenn ich mir das verzeihe und in mein herz nehme, dann fühle ich meine emotionale bedürftigkeit und auch ratlosigkeit darüber, wie ich auf andere art "zuwendung" bekommen kann.


zu Punkt 1 bei mir: Ich verhalte mich so.. bzw. wünsche mir stark zu sein und auch positiv (d.h. "gut" und "recht-sein" in meinem Fall) weil ich es sein muss.. soll.. weil es erwartet wird.. ( :wink: ich von mir) .. ich bin es nicht.. und etwas wehrt sich in mir.. etwas.. möchte gern auch als klein, schwach und negativ gesehen werden.. vllt. inneres Kind?.. ich bin irgendwie auch trotzig.. ein Kampf mit mir selbst.. immer stark sein zu müssen.. aber irgendwann begann ich es zu wollen.. stark, unabhängig und frei.. das ist ein Punkt.. an dem ich merke.. ich sollte mehr meine schwache Seite bejahen.. und da mal gucken..
wenn ich das in mein Herz nehme.. kann ich mich gefühlt in den Arm nehmen.. schwach und menschlich, wie ich nun mal auch bin.

sangay hat geschrieben:


2.: ich verhalte mich so, weil einfach immer stark zu sein langweilig ist. ich brauche herausforderungen in meinem leben. also, im übertriebenen sinn zusammenzubrechen und mich dann selbst aus dem schlammassel rauszuholen ist eine leistung an der ich (durch den gefühlten schmerz) messen kann, dass ich tatsächlich was "schaffen" kann. ich fühle mich eigentlich unterfordert in meinem leben.
wenn ich das in mein herz nehme, dann muss ich lachen und denk mir: geh lieber klettern oder so. das stärkt auch den selbstwert, ist ne herausforderung und macht dazu noch spaß.


2. bei mir:
-stark- sein.. ist mühselig.. anstrengend.. ich mag das eigentlich nicht.. alles wehrt sich in mir.. auch wieder eine Art Trotz.. warum sieht keiner.. dass ich eigentlich gar nicht stark sein will.. also erschaffe ich mir selbst Leid.. und da ich mich nicht bemitleidet fühle.. tu ich das selbst.. puh.. noch anstrengender.. wenn ich das genau und nahe genug anschaue.. :idea: :idea: gehen bei mir Laternen an.. viele.. Du meine Güte.. kann das tatsächlich sein.. dass ich mir nur nicht eingestehe.. schwach sein zu wollen.. ??.. Frau muss wohl stark SEIN.. :roll:
Ich will das schwache Geschlecht sein.. ist wohl der Wunsch hinter dem Wunsch.. okay.. ich suche mir jetzt wohl mal Gelegenheiten.. in denen ich -wirk-lich.. schwach sein -darf- :)

sangay hat geschrieben:

3.: unbewußt ziehe ich mir die rückschläge in mein leben, weil sie mich darauf aufmerksam machen wollen, dass ich vielleicht gar nicht stark oder erfolgreich sein darf aus einem unbewußten glaubenssatz heraus, oder das leben nicht leicht sein darf oder erfolg hart erkämpft sein muss. wenn ich das in mein herz nehme, merke ich, dass ich mich über meine mutter erheben würde, wenn ich es leicht und erfolgreich hätte im leben (zumindest nach meinem glaubenssatz) und wenn ich mir das verzeihe, merke ich dass ich tatsächlich die erlaubnis meiner mutter brauche, um mir ein entsprechendes leben erlauben zu können (oh, weia, da ist mir ja was aufgegangen ;-))


3. bei mir:
-- genau umgekehrt: :lol: -- ich ziehe mir unbewußt Dinge in mein Leben.. in denen ich mich dauernd beweissen muss.. stark sein muss.. aushalten muss.. keine Schwäche zeigen DARF..
weil ich eine starke Frau sein MUSS.. und nicht schwach sein -darf-..
Auch das ewige Leid.. ziehe ich mir in mein Leben.. um EEEndlich Mitleid zu erregen..
und Verständnis..
Auch der Glaubenssatz vom Vater übernommen.. das Leben ist kein Zuckerschlecken.. das Leben ist schwer und man muss stark sein.
Meine Mutter war schwach.. und ist am Leben zerbrochen.. also bin.. bzw. MUSS ich stark sein.
Ach herrje.. das nehme ich mal gaanz dolle in mein Herz.. das Leben muss eben nicht immer schwer sein.. und ich DARF es auch leicht haben.. :wink: .. ganz einfach eben..

sangay hat geschrieben:

4.: es wäre auch möglich, dass ich mich so verhalte (und jetzt wird es kompliziert) weil ich eigentlich wirklich voller angst und selbstzweifel bin, diese aber in jahrelangem training "bearbeitet" habe. aber leider habe ich mir nicht zugestanden sie wirklich zu fühlen. da sie aber eben mal gefühlt und wirklich angeschaut werden wollen, kommen sie immer wieder. das haus meiner stärke braucht quasi eine stabilere basis um nicht immer wieder zusammenzubrechen. wenn ich mir das vergebe, dann merke ich, dass diese angst schon sehr lange in mir ist und ein verunsichertes kleines inneres kind sich sehnlichst wünscht gesehen und gehalten und erMUTigt zu werden und oft gar nicht weiß, wie es mit seinen gefühlen umgehen soll oder kann.


Punkt 4:

war für mich DER Anlass und überhaupt.. d.h. Punkt 4 kommt mir am nächsten..
ja.. so stark.. bin ich eben nicht, auch ich bin voller Selbstzweifel.. und Ängste.. nur.. die sind ja "schlecht".. also gesteh ich mirs nicht zu.. weg damit.. Aber so stark bin ich eben nicht.. und das ist genau das Problem.. am -STARKSEINMÜSSEN-.. Das innere Kind.. das frühere Kind.. wurde ganz -einfach nicht genug- ermutigt :!: .. Jetzt können wir es lernen uns zu erlauben.. uns selbst zu ermutigen..
:wink: sagt mein Herz :mrgreen:

Danke Dir..

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 Betreff des Beitrags: Re: selbstwert - bitte helfen
BeitragVerfasst: Sa Apr 24, 2010 10:43 am 
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Registriert: Sa Aug 01, 2009 8:49 pm
Beiträge: 32
hallo someone,
danke für deine antwort. interessanterweise habe ich die erst heute entdeckt. hab sie ausgedruckt und werd sie nachher in ruhe lesen, weil ich jetzt losmuss.

liebe grüße
sangy

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 Betreff des Beitrags: Re: selbstwert - bitte helfen
BeitragVerfasst: Sa Apr 24, 2010 3:00 pm 
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Registriert: Sa Aug 01, 2009 8:49 pm
Beiträge: 32
someone...
WOW!!!!
also, DAS ist das geile am gemeinsamen hoppen: die aspekte, die man so herrlich vor sich selbst verbirgt, kommen ENDLICH zutage, dürfen sein und ENTWICKLUNG kann geschehen. dein beitrag hat tief in mir viel ausgegraben, an das ich allein sicher nichtgekommen wär.... scheuklappen eben...
ja, ich find es so scheiße stark sein zu müssen und dafür auch noch "lob" zu bekommen und niemanden zu finden der sieht wie es wirklich in mir ist... und wie schlimm, dass ich selbst nicht sehen will, wie es wirklich in mir ist...
und daran arbeite ich jetzt weiter

DANKE; DANKE; DANKE!!!!

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 Betreff des Beitrags: Re: selbstwert - bitte helfen
BeitragVerfasst: Mo Apr 26, 2010 7:28 am 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 4075
.. ja.. freut mich wirklich, wenn es Dir auch was gebracht hat.. stimmt, das ist das tolle am Hoppen.. es finden sich Gedankengänge.. da wär man für sich im stillen Kämmerlein nie drauf gekommen.. ;o)..

Ausserdem.. bezugnehmend aufs Thema..
jawoll.. das ist wohl der Preis der Emanzipation .. Der Druck.. dem männlichen Geschlecht.. das Wasser zu reichen.. genauso stark zu sein.. und die besten unserer Art sind die, die es dann trotzdem und zusätzlich noch hinbekommen .. nicht männlich zu wirken bzw. mit weiblichen Reizen.. -nicht- zu geizen.. :P

Nein.. ich merke wie ich das Bedürfnis mehr und mehr -bewußt- verspüre.. schwach sein zu dürfen.. ausruhen.. zu dürfen.. den Druck (den ich mir höchswahrscheinlich selbst auferlegt habe).. loszulassen.. und einfach mal wirklich leiden darf.. ;o).. uii.. aus Versehen selbst in mir gefunden...

Ich meine.. ganz bewußt mir zu erlauben.. Schmerz wahr zu nehmen.. um mich damit selbst zu heilen..
und nicht nur schmerz verdrängen.. weil eine echte indianer-frau.. darf doch keinen Schmerz kennen..

hm.. da lässt sich doch was draus machen *find*..

wunderbar..

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 Betreff des Beitrags: Re: selbstwert - bitte helfen
BeitragVerfasst: So Mai 02, 2010 10:32 am 
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Registriert: Mo Apr 19, 2010 10:22 am
Beiträge: 721
wenn ich zwei beziehungen hätte, die mir beide nicht gut tun und ich würde sie nicht beenden, warum würde ich mich so verhalten?
also ICH würde mich so verhalten, weil ich das gefühl hätte, dass das WAS sie mir geben mir so gut tut, dass ich das andere in kauf nehmen würde...
wenn ich das vergebe, dann merke ich, dass eigentlich das schlimmste überhaupt für mich wäre allein zu sein. und bevor ich allein bin, nehme ich beziehungen in kauf, die mir nicht gut tun.
wenn ich das in mein herz nehme, dann merke ich, dass ich andere brauche um mir gut zu tun, weil ich selbst nicht weiß, wie ich mir gut tun kann.
wenn ich mir das vergebe, dann... ups... alte geschichte aus der kindheit, die lautet: ich muss anderen gut tun und daf nicht an mich denken. und ich muss darauf warten, dass andere MIR gut tun... ganz schön verdreht... ich liebe diesen alten, verdrehten glaubenssatz...

_________________
freedom comes, when you learn to let go.
creation comes, when you learn to say no...


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