Someone hat geschrieben:
WARUM hab ich mich selbst so hässlich erschaffen? Bzw. das ich mich so SEHE.?.
ich bin blockiert.. bitte hoppen..
Ich hätte das so erschaffen, weil es mir zeigt, wo es noch mit der Liebe bei mir hapert - auf mich selbst bezogen und auf andere.
Wenn ich keinem gängigen Schönheitsideal entspreche und ich lerne, das zu akzeptieren und mich trotzdem zu lieben, dann wird mein Blick automatisch auf etwas anderes, Wesentlicheres gelenkt.
Alle Formen von Anerkennung über das Äußere fühlen sich vielleicht zuerst schön und toll und erstrebenswert an, können sich aber bald in ihr Gegenteil verkehren: Die panischen Versuche, das zu erhalten, was uns die Natur für eine begrenzte Zeit geschenkt hat, machen extrem unfrei, selbstbezogen und unglücklich.
Das zu erkennen und in mein Herz zu lassen, dafür hätte ich mir diese Erfahrung geschaffen.
Ich hätte mir mit einem "fehlerhaften" Äußeren eine wunderbare Chance geschaffen zu erkennen, wieviel mehr die Liebe, die aus mir herausleuchtet, mich mit Menschen verbindet und mir Freundschaft und Nähe schenkt.
Der "Selbsthass" wäre der Indikator, mit dem meine Seele anklopft, um mich zu dieser Lektion einzuladen: mehr mit den Augen der Liebe zu schauen, auf mich und auf andere.
Ich hätte mir das alles geschaffen, um mich zu beschenken - mit kostbarsten Erfahrungen. Und die haben alle mit der Liebe zu tun, mit Verständnis, mit Verbundenheit, mit dem Blick, der tiefer geht, als Worte beschreiben können.
Kleine Kinder haben übrigens ein feines Gespür dafür, wer sich wirklich hinter dem Äußeren verbirgt. Wir sollten von ihnen lernen.
Ich hätte mir diese Erfahrung geschaffen, um erfahren zu dürfen, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt und wie relativ alle von Menschen gesetzten Ideale sind und wie unmenschlich es sein kann, sich und andere ihnen anpassen zu wollen. Ich hätte mir diese Erfahrung geschaffen, mir zu erlauben zu erfahren, worauf es wirklich ankommt im Leben, was tragfähig ist.
Mein Selbsthass würde mir zeigen, dass ich das bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht erkannt, sondern auf sehr gnadenlose Weise weiter mit meinem Äußeren gehadert und mich unfreundlich behandelt habe. Das würde ich mir verzeihen, denn der Hass auf mich selber war ein Irrweg, von dem ich mich auch wieder wegbewegen kann.
Diese Erfahrung würde mich dazu einladen, mich Menschen ohne Maske auszuliefern und ihnen auch zuzutrauen, dass sie durch meine Hülle hindurchsehen auf das, was mich wirklich ausmacht. Das hat was mit tieferem Vertrauen zu tun, das ich lernen darf. Und mit dem Verzicht auf doppelten Boden und falsche Sicherheiten in meinen Freundschaften
So weit erst mal ein paar unsortierte Gedanken dazu.
Lieben Gruß
von der Mondfischerin