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BeitragVerfasst: Mo Apr 27, 2009 2:02 pm 
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Hallo liebe Hopper,

ich habe ein - sagen wir mal - ganz neues Beziehungsproblem in meinem Leben, dass mir bisher noch nie so vor Augen geführt wurde. Es geht um ein intimes Thema und ich bin froh, dass es diese anonymen Foren gibt, sonst könntet ihr alle meine roten Ohren sehen ;-)

Also, ich bin nun seit 8 Monaten mit meinem (bestellten) Freund zusammen, den ich sehr, sehr liebe. Wir haben zwar so unsere Baustellen - aber ich weiß, dass viele Probleme mit mir selbst zu tun haben und arbeite intensiv daran mich selbst zu lieben (da hab ich noch einige Defizite). Aber es geht jetzt um die "neue" Sache, nämlich, dass mein Freund wenig körperlichen Kontakt mit mir möchte, was ich so noch nie kennengelernt habe. Und wenn es dann dazu kommt (höchstens 1x die Woche), dann ist er oft auch nicht in der Lage es für sich "zu Ende zu bringen". Klingt jetzt blöd, aber ihr wisst hoffentlich, was ich meine... Nun ja, ich habe ihn oft gefragt, woran das liegt usw. Aber er sagt immer nur, er weiß es nicht und mir scheint, er will auch nicht darüber reden. Er ist eh nicht der Mensch, der über seine Gefühle spricht, was mich oft wahnsinnig macht.

Ich bin dann jedes Mal total enttäuscht und habe gleich daran gedacht, dass er mich ja nicht richig lieben kann usw. - aber ich denke nicht, dass das das Problem ist. Denn er sagt mir ja, dass er mich liebt. Einmal hat er mir gesagt, dass es ihn ABTÖRNT, wenn ich so viel Kontakt mit anderen männlichen Freunden habe, dass er das Bild von mir im Kopf hätte, dass ich ne Frau wäre, die viele Männer nebenbei braucht (so´n QUATSCH) und dass das ein Faktor wäre, weshalb er ES gerade nicht so möchte.... Okay, und dann hab ich mich schuldig gefühlt....arrrghh. Aber im Grunde ist das ja SEIN Problem (hab ich ihm auch gesagt), was aber nichts daran ändert, dass ich die sinnliche, leidenschaftliche Nähe mit ihm sehr vermisse. Am Anfang war das alles auch noch anders... was hat sich da bei ihm geändert?

ich habe bereits gehoppt mit:

- seinem Druck, den er sich aufbaut, weil er ein Mann ist (Versagensangst)
- dem Druck, mit mir körperlich werden zu "müssen", weil ich´s will und er mich nicht verlieren will
- seinem Ärger über meine Männerfreunde, und dass er das Gefühl hat mir nicht zu reichen (Eifersucht)
- seinem Ärger über mich, weil ich ihn mit dem Thema nerve und den Druck aufbaue
- seinem schlechten Gewissen, weil er jedes Mal sieht, wie traurig ich bin, wenn er nicht bereit ist
- seiner fehlenden Entspannung, weil er im Kopf durch den Job und unsere Fernbeziehung sehr gestresst ist

Danach fühlte ich mich schon etwas besser... geändert hat sich aber noch nichts bisher (war vor 2 Tagen). Fällt euch noch etwas ein?? Vielen Dank für Eure Hilfe!

Trini

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BeitragVerfasst: Mo Apr 27, 2009 9:27 pm 
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Zitat:
lso, ich bin nun seit 8 Monaten mit meinem (bestellten) Freund zusammen, den ich sehr, sehr liebe. Wir haben zwar so unsere Baustellen - aber ich weiß, dass viele Probleme mit mir selbst zu tun haben und arbeite intensiv daran mich selbst zu lieben (da hab ich noch einige Defizite).


Ich kann da jetzt völlig daneben liegen, aber es schoss mir einfach durch den Kopf und ich schreibst mal so hin.

Vielleicht "arbeitet" er auch daran, dich noch mehr zu lieben.

Alles Gute


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BeitragVerfasst: Mo Apr 27, 2009 9:35 pm 
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Hmmmm .... da fehlt doch was? Wieso hoppst du nicht, wieso du dir sowas in dein Leben gezogen hast? Wieso meinst du, dass es SEIN Problem ist, wo du doch eher ein Problem damit hast, dass er nicht mit dir schläft? ;)

Also, wenn ich er wäre, der nicht mit seiner Freundin shclafen möchte, jedenfalls nicht so oft, dann würde ich es nicht machen, weil ich nihct reinkomme, d.h. ich fühle mich etwas überrollt von ihrer Überpräsenz. Und mich würde das nerven, weil ich denke: Braucht die vielleicht noch was anderes als Sex?! Udn ich würde absichtlich zumachen, weil es mir zu sehr vom Kopf gesteuert wäre von wegen "Man muss Sex haben in einer Beziehung". Das würde mich abtörnen udn ich könnte nicht mehr. Wenn ich sage, ich liebe dich, es tut mir leid, udn ich liebe mich trotzdem würde plötzlich dieser Machtinstinkt wegfallen. Wie ein Schleier von meinen Augen. Udn ich könnte mich plötzlich drauf einlassen, mich einbringen, mich zulassen, mich verbinden. Wow!

So, wenn ich du wäre, warum hätte ihc mir dann einen Freund in mein Leben gezogen, der nicht so viel mit mir schlafen will? Hmmm ... vielleicht weil ich mal eine andere Beziehung führen wollen würde statt den Fokus so auf Sex zu legen. Hmm, oder um ein Problem zu haben, bringt ja Spaß, auf diese Weise sich mit dem anderen auseinander zu setzen. Wenn er sich allerdings nicht auseinandersetzen will - warum habe ich mir das erschaffen? Um zu mir zurückzukommen. Um weniger beim anderen zu sein, sondern mehr bei mir. Bei mir zu schauen und mich mit mir zu vereinen. Wenn ich nun sage: Es tut mir leid, ich liebe dich, verzeih mir bitte udn ich liebe mich trotzdem bin ich mir plötzlich dessen gewahr, dass ich Druck aufbaue. Udn ich sehe, dass ich selbst gar keinen Sex so recht will, ich dachte, dass er den Sex haben wollte (!). Ich möchte auch mal zu mir kommen, statt mich um die Bedürfnisse des anderen zu kümmern und mich dafür verantwortlich zu fühlen.

So, schönes Thema ;).

Lieben Gruß
Hannah


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BeitragVerfasst: Di Apr 28, 2009 8:59 am 
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Hallo Hannah,

vielen lieben Dank für deinen Beitrag. Ist richtig gruselig, denn das kann sehr gut sein, was du da schreibst. Ich bin wirklich zu "überpräsent", weil ich den sexuellen Kontakt bei ihm als "Liebesbeweis" sehe und auch nie NEIN sage, wenn es dazu kommt. Und du hast recht: ich höre noch meine Worte:"Für mich gehört guter Sex einfach dazu. Das ist mir echt wichtig." zu ihm sagen...oje...

nur als Hintergrund: bisher war ICH in meinen vorherigen Beziehungen immer der "limitierende Faktor" und es hat mich genervt, dass ich nur mit dem Finger schnippen musste und schon standen sie da. Und ich habe mir immer einen Freund gewünscht, dem das nicht ganz so wichtig ist.... und LOA hat ihn geliefert!! Und so habe ich ihn in mein Leben gezogen. Aber WARUM wollte ich ihn in meinem Leben haben?

(Hoppe ich jetzt auch nochmal)
Ich habe mich als Frau immer abgewertet und verletzt gefühlt, wenn ein Mann dauernd Befriedigung bei mir gesucht hat, damit es ihm besser geht. Ich fühlte mich oft benutzt und deshalb wollte ich einen Mann, der seinen Fokus mehr auf gemeinsame Aktivitäten und Kuschelei legt; einen Mann, der mehr MICH sieht, anstatt "meinen Körper". (Damit hast du also recht, liebe Hannah!!). Und mich hat es gelangweilt jeden Tag Intimität auf Knopfdruck bekommen zu können. Ich wollte auch mal ein "Nein" zu hören bekommen, damit mein natürlicher Jagdinstinkt erweckt wird und der Mann interessant bleibt. Denn ich bin es gewohnt um Zuneigungen kämpfen zu müssen und es macht auch mehr Spaß. Ich sage mir nun: es tut mir leid, dass ich mir diese Situation erschaffen habe, ich verzeihe mir das und ich liebe mich trotzdem von ganzem Herzen.

Dadurch ändere ich meine Sichtweise und ich merke, dass ich genau das bekommen habe, was ich immer wollte und es nur nicht zu schätzen wusste. Und das es im Grunde gar nicht um den Wunsch nach Sex geht, sondern nur dem Wunsch nach Nähe/Zuneigung. Ich möchte einfach mehr seine Zuneigung spüren, anstatt sie mir über den sexuellen Kontakt erkämpfen zu müssen.

Puhhh... harter Tobak!! :-)
Aber das klingt doch einleuchtend für mich...sehr schöön!
Mal schauen, ob sich jetzt was tut...

Lieben Gruß!

Trini

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BeitragVerfasst: Di Apr 28, 2009 10:31 am 
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Hallo,

na ja, es geht ja nicht darum, dass ich mit meinem Hoppen udn meinen Assoziationen recht habe, denn es sind ja einfach nur Gefühle, wie ich sie bei mir wahrnehme (und sicher genauso intus habe ;) ), wäre ich in so einer Geschichte. Soll ja nur zur Inspiration dienen.
Ich würde aber gerne noch wissen, wieso du seine Zuneigung haben willst - hopp das doch noch mal! Vielleicht willst du gar nicht seine, sondern in der Tiefe deines Herzens lieber deine Zuneigung (dir selbst gegenüber) haben? Dafür ist er da: Er zeigt dir, dass du ihn nicht brauchst, um Nähe und Zuneigung zu haben, er macht dich selbständig und ganz sozusagen. Aber das kann man nicht durch Worte verstehen, sondern eher durchs ERfahren, durchs Hoppen ;). Also schau oder spür noch mal hin! Und wenn du dann rund bist, platzt sicher auch der Knoten in der Beziehung ;) .

Wünsche weiterhin viel ERfolg!
Lieben Gruß
Hannah


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BeitragVerfasst: Di Apr 28, 2009 12:22 pm 
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Hallöchen,
wenn ich ein Mann wäre und nicht mit meiner Frau schlafen möchte/könnte, dann hätte das gar nicht mit Sex zu tun. Irgendwas in der Beziehung stimmt sonst für mich nicht. Ich käme mir kleiner vor als sie, sie ist die stärkere, sie dominiert sehr stark, sie sagt immer wieder: so ist es nicht gut. Ich ziehe dauernd den Kürzeren, also ziehe ich mich auch in sexuellen Dingen zurück.
Wenn ich den Teil, der für dieses Verhalten verantwortlich ist, in mein Herz nehme, dann bin ich gut wie ich bin, dann muss nichts sein, ich muss ihr nicht mehr genügen, ich darf so sein wie ich bin.

Wenn ich eine Frau wäre und mir so einen Mann erschaffen würde, dann würde ich das tun, um zu spüren und zu lernen, dass ein anderer Mensch kein Klumpen Ton ist, den ich nach meinem Anspruch formen und modellieren kann, wie es mir passt. Ich möchte lernen, dass mein Partner gerade durch seine Unvollkommenheit, seine Ecken und Kanten erst "er" ist- ich lasse dann seine ganze Art zu, und versuche nicht offen oder versteckt, ihn solange zu manipulieren, bis er meinem Idealbild vom Prinzen auf dem weissen Pferd entspricht.
Nehme ich den Teil, der das erschaffen hat, in mein Herz, merke ich, dass ich mich selbst auch nicht so sein lasse, wie ich bin, dauernd denke ich, dass ich auch anders und besser und toller sein müßte. Dieser Mann spiegelt mir nur meinen eigenen Überanspruch an mich selbst. Ich beginne, mich selbst anzunehmen, und darf so sein, wie ich bin. Und plötzlich darf es mein Partner auch.

Viele Grüße
Manfred


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 Betreff des Beitrags: @Hannah
BeitragVerfasst: Do Apr 30, 2009 7:52 am 
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Hallöchen Hannah,

ja, das kann ich gut nachvollziehen, was du zum Thema Zuneigung sagst und es stimmt auch, dass ich mich momentan noch in einem Zustand befinde, indem ich mir selbst wenig Zuneigung entgegenbringe (dazu eröffne ich auch nochmal nen Thread).

Aber unabhängig davon: ist das Im Grunde nicht auch das, was wir alle wollen, wenn wir uns verlieben? Die Liebe und Zuneigung des Partners? Bedeutet das für dich, dass dann jeder, der sich diese Liebe und Wertschätzung von seinem Partner wünscht, sich selbst zu wenig Liebe und Wertschätzung entgegenbringt? Hmm, und bedeutet das weiterhin, dass man - wenn man sich selbst 100% liebt, gar keine "normale" Beziehung oder Liebe zu einem Menschen leben kann, weil ich dann ja gar nichts von diesem Menschen "bräuchte" bzw. er mir nichts geben könnte, weil ich für mich schon alle Tools besitze, die mich glücklich machen.
Irgendwie macht mich dieser Gedanke mich gerade traurig und ich bekomme auch ein Gefühl der Einsamkeit. Müsste ich mal eingehender drüber nachdenken.

Lieben Gruß,
Trini

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 Betreff des Beitrags: @Manfred
BeitragVerfasst: Do Apr 30, 2009 8:12 am 
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Registriert: Mo Aug 11, 2008 9:12 am
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Hallo Manfred,

herzlichen Dank für dein "Mithoppen". Deine Gedanken waren wirklich interessant, da sie mir noch einmal einen völlig neuen Blickwinkel eröffnet haben. Bisher war ich steif und fest der Überzeugung, das ER der Dominante in unserer Beziehung ist, weil ich wesentlich emotionaler bin und er immer alles rational sieht und seine Gefühle (scheinbar) völlig unter Kontrolle hat. So gelingt es ihm aufgrund seiner sachlichen Argumente oft seinen Willen zu bekommen, während ich bei meinen Argumenten heulend auf dem Tisch tanze - na ja, nicht ganz so, aber so ziehe ich schon öfter den Kürzeren.

Aber in sexuellen Dingen könnte er es durchaus anders sehen, denn da habe ich wesentlich mehr Erfahrungen gesammelt in meinem Leben und auch schon mehr ausprobiert. Zudem bin ich sehr offen für die Wünsche meines Partners, kann mich gut ausleben und bei ihm habe ich oft das Gefühl, dass er sich ab und an nicht fallenlassen kann, so als wäre es ihm irgendwie peinlich, was er da gerade mit mir tut (anders kann ich das nicht beschreiben). Außerdem kann ich mich auch sehr gut kontrollieren dabei und er eben nicht, denn er muss sich oft anstrengen und konzentrieren, weil er sich selbst Druck macht (wow, das heißt da hab ICH mal die Hosen an!). Von daher bin ICH wirklich die Dominante! Manchmal merke ich, dass seine Anspannung etwas nachlässt, wenn ich ihm ins Ohr flüstere, dass er sich keinen Druck machen soll, sondern alles tun kann, was ihm Spaß macht und solange es ihm Spaß macht. Deutet ja auch schon darauf hin, nicht wahr?

Und es ist auch wahr, dass ich einen Überanspruch an mich und eben auch an meine Partner habe. Ich muss gestehen, für mich war noch nie ein Partner genau so, wie ich ihn wollte. Oje... das ist echt hart. Es gab immer Dinge, die mich gestört haben und die ich im Freundeskreis lang und breit diskutieren musste. Und auch jetzt bei ihm gibt es eine Menge, was ich gerne ändern würde - es ist grausam, dass ich das tue. :-( Warum lass ich ihn nicht sein wie er ist - hmm, weil es mir zu sehr weh tut. Aber warum tut es mir weh? Weil er mich ergänzen soll, in den Dingen, die bei MIR fehlen. Es läuft also wieder auf das Thema Selbstliebe hinaus....

Hast du eine Idee, wie man das Lösen könnte?

Vielen Dank und lieben Gruß,

Trini

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BeitragVerfasst: Do Apr 30, 2009 9:59 am 
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Hallo nochmal,
also diese Frage nach "wie bekomme ich mehr Selbstliebe" läßt mich ganz breit Grinsen. Bärbel hat dazu eine Menge in ihrem Büchern stehen. z.B. aktuell in Zweisam statt Einsam, gerade zum Thema Partnerschaft, mit einem Anhang einiger typischer gehoppter Beziehungsthemen.

Aber zu deinem gehoppten Thema mit deinem Freund: Aus dem Hoppen heraus ist für mich sehr deutlich: Was auch immer im Aussen geschieht, es muss mit dir zu tun haben. Und was du deinem Partner gibst an Energie, gibst du eigentlich dir selbst. Also- wenn du mit deinem Partner unzufrieden bist- dann bist du es mit dir selbst. Nörgelst du rum, redest mit Freunden über ihn, wie mangelhaft er ist- nörgelst du über dich. Hoppen verwandelt diese Kritik am aussen (also an dir), indem du dir Liebe gibst- und damit verwandelst du dich aus dir heraus zu mehr Selbstliebe. Kein anderer kann dir geben, was du suchst, bis du es in dir gefunden hast. Also ran an den Speck! Es liegt in dir.

Frohes Hoppen
Manfred


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 Betreff des Beitrags: Re: @Hannah
BeitragVerfasst: Do Apr 30, 2009 10:40 am 
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Registriert: Di Apr 03, 2007 5:34 pm
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TriniHH hat geschrieben:
Hallöchen Hannah,

ja, das kann ich gut nachvollziehen, was du zum Thema Zuneigung sagst und es stimmt auch, dass ich mich momentan noch in einem Zustand befinde, indem ich mir selbst wenig Zuneigung entgegenbringe (dazu eröffne ich auch nochmal nen Thread).

Aber unabhängig davon: ist das Im Grunde nicht auch das, was wir alle wollen, wenn wir uns verlieben? Die Liebe und Zuneigung des Partners? Bedeutet das für dich, dass dann jeder, der sich diese Liebe und Wertschätzung von seinem Partner wünscht, sich selbst zu wenig Liebe und Wertschätzung entgegenbringt? Hmm, und bedeutet das weiterhin, dass man - wenn man sich selbst 100% liebt, gar keine "normale" Beziehung oder Liebe zu einem Menschen leben kann, weil ich dann ja gar nichts von diesem Menschen "bräuchte" bzw. er mir nichts geben könnte, weil ich für mich schon alle Tools besitze, die mich glücklich machen.
Irgendwie macht mich dieser Gedanke mich gerade traurig und ich bekomme auch ein Gefühl der Einsamkeit. Müsste ich mal eingehender drüber nachdenken.

Lieben Gruß,
Trini


Hallo, weißt du, dass sind Konzepte mit dieser Selbstliebe. Einfach ein Konzept für den Kopf. Und du solltest dich auch nicht darauf abonnieren, dass du dich angeblich zu wenig liebst oder so (was heißt das schon ;) ). Ich würde einfach nur schauen, ob das, was du von ihm willst, dir oder auch ihm nicht selbst geben könntest. Geht ja auch schneller. Man versucht über den anderen etwas zu bekommen, um etwas unbewusst zu kompensieren. Und was man eigentlich selbst geben könnte, um entspannt zu sein.
Beispiel: Er sollte mich lieben - ich sollte mich lieben. Oder: Ich sollte ihn lieben. Das ist jetzt zwar kein Hoppen, sondern nach Byron Katie, aber es zeigt, wie gedanklich festgezurrt man ist und auf den anderen mit seiner Aufmerksamkeit geht statt auf sich zu gehen. Über den anderen hat man aber nicht so die Kontrolle und Einflussmöglichkeiten, dafür aber über sich. Um das ins Gefühl reinzubekommen und zu verstehen, lohnnt sich halt das Hoppen. Wenn ich der Partner wäre, wie würde ich mich fühlen, wenn der andere immer meine Zuneigung von mir haben wollen würde? Würde ich das attraktiv finden, könnte ich mich da entfalten und sie ihm geben? Oder könnte ich sie ihm eher geben, wenn er mir die Entscheidung selbst überließe?

Nur zu ;) . Und bitte nicht ins Selbst-Verdammen fallen von wegen man liebt sich selbst zu wenig. Es gibt ja Psychologen, die behaupten, dass das Gegenteil der Fall ist: zuviel Selbstliebe, so dass man unbeweglich wird und von anderen erwartet, da man meint, selbst keine Fehler zu machen.

Ich glaub, das sind alles wunderschöne Bewusstseinsprobleme, über die man sich selbst kennenlernen und entwickeln kann, so gesehen gibts da nix, wofür man sich innerlich schelten könnte oder sollte ;) .

lieben Gruß
Hannah


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 Betreff des Beitrags: Mein Wochenende nach dem Hoppen
BeitragVerfasst: Mo Mai 04, 2009 2:11 pm 
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Registriert: Mo Aug 11, 2008 9:12 am
Beiträge: 177
Hallöchen,

so, jetzt habe die Situation von vorne bis hinten "durchgehoppt" und hab am We gespannt auf eine Änderung in unserem Intimleben gewartet. Nun ja, so 100% war das leider nicht von Erfolg gekrönt: am Morgen direkt nach dem Aufwachen hat er sich schon angenähert und ich war ziemlich überrascht und hab dann aber geblockt, weil ich so müde war. Anschließend habe ich (für mich ne kleine Ewigkeit) gewartet und irgendwann, als ich´s nicht mehr "ausgehalten" hab, hab ich am nächsten Tag den nächsten Schritt gewagt. Na gut, da hat er mich mehr oder weniger abserviert. Daraufhin war ich wieder so enttäuscht und fühlte mich total abgelehnt, dass ich hätte heulen können. Aber hab mich dann ans Hoppen erinnert und versucht mich zu entspannen - hat nicht so gut geklappt, weil mein Herz nicht auf mein "ich verzeih mir" hören wollte - lief dann den halben Tag mit schlechter Laune rum und er hat´s auch deutlich mitbekommen, dass was nicht stimmt. Am späten Abend dann ist er doch noch auf mich zugekommen und wollte intim werden und ich war so emotional "überladen", dass ich "dabei" fast losgeflennt hab - ich hatte solche Sehnsucht nach ihm, nach seinem Duft, nach seiner Wärme ... das ist unglaublich!! Warum sprudelt das auf einmal so hoch?? Es fühlt sich alles viel intensiver an in letzter Zeit... Ist das im Grunde Sehnsucht nach mir selbst? Es fühlt sich eher an wie sehr tiefe Liebe für ihn gekoppelt mit prickelnder Angst - kann´s nicht anders beschreiben... oje oje, hoffentlich komme ich von dem trip mal wieder runter!
:roll:

wie lange dauert es, bis sich eine Situation wie diese beim Hoppen "auflöst"? Muss man das immer wieder hoppen?

Liebe Grüße, Trini

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Mai 04, 2009 2:41 pm 
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Beiträge: 8405
Wohnort: Düsseldorf
Lass das ganze Denken darüber doch einfach mal beseite, lerne ein paar gute Griffe und laß dich einfach voll und ganz auf ihn ein, trotz Müdigkeit oder irgendwelchen Emotionen. Nimm die Sache einfach cooler und erwarte gar nichts. Gib einfach, dann läuft es wie von selbst.

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In diesem Spiegelkabinett siehst du eine Menge Dinge. Reibe dir die Augen! Nur du allein bist da.
(Rumi, Das Lied der Liebe)


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 Betreff des Beitrags: Re: Mein Wochenende nach dem Hoppen
BeitragVerfasst: Mo Mai 04, 2009 3:01 pm 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
TriniHH hat geschrieben:
............ Es fühlt sich alles viel intensiver an in letzter Zeit... Ist das im Grunde Sehnsucht nach mir selbst? Es fühlt sich eher an wie sehr tiefe Liebe für ihn gekoppelt mit prickelnder Angst - kann´s nicht anders beschreiben... oje oje, hoffentlich komme ich von dem trip mal wieder runter!
:roll:

wie lange dauert es, bis sich eine Situation wie diese beim Hoppen "auflöst"? Muss man das immer wieder hoppen?

Liebe Grüße, Trini


hey.. erste erfolge hast doch schon erfahren können.. er kam schon mal auf Dich zu..

jetzt nur nicht ungeduldig werden.. :wink:

Ich waaiß.. :wink: leichter gesagt als getan.. ich kenn mich da aus.. (im ungeduldig sein)

Nein im Ernst.. ich meine, ich würde trotz aller Sehnsucht versuchen weiter ihn "das Ruder in die Hand nehmen lassen!"..
Lass ihn auf Dich zukommen und bleib ruhig.

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Mai 04, 2009 3:30 pm 
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Registriert: Di Apr 03, 2007 5:34 pm
Beiträge: 603
Wohnort: Hamburg
Genau, immer schön weiter hoppen! :wink:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Mai 04, 2009 5:40 pm 
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Registriert: Mi Mär 21, 2007 10:45 am
Beiträge: 230
Ja, klar, weiter hoppen.

Wir hatten gerade Lebensfreudeseminar und Trude war da, die auch im Film von Bärbel interviewt wird "Zweisam statt einsam". Sie erzählte, dass ihre Beziehung zu ihrem Mann nach dem hoppen körperlich viel intensiver wurde, fast war es, als würden sie das erste Mal zusammen schlafen. Nach 20 Jahren Ehe oder so.

Du hörst dich ein bisschen an wie ein Patient, der einen Tag das Medikament genommen hat und sich beim Arzt beschwert: He, was ist das für ein doofes Medikament, ich bin immer noch krank!

Ähem, so schnell geht das nicht, vor allem, wenn du so in einer Erwartungshaltung bist. Das fühlt sich so an, als würdest du dann wieder das Medikament absetzen wollen, wenn du erstmal hast, was du möchtest. Denn Hoppen ist ja irgendwie lästig oder so. Hoppen ist aber viel mehr als ein Medikament, denn du bist es ja selbst. Es ändert viel mehr als deine Mann oder euer Thema, es ändert dich.

Liebe Grüße
Manfred


Zuletzt geändert von Manfred am Di Mai 05, 2009 6:32 am, insgesamt 1-mal geändert.

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