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BeitragVerfasst: Mo Mai 04, 2009 7:57 pm 
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Registriert: So Sep 07, 2008 8:14 am
Beiträge: 52
Hallo TriniHH,

überprüfe doch einmal für Dich, inwieweit Du Dich ganz tief auf ihn einlassen kannst. Ist doch irgendwie paradox: Du wünschst Dir, daß er auf Dich zukommt und als es dann soweit ist, bist Du aus diversen Gründen nicht bereit dazu

Fällt mir nur gerade auf, evtl. ist das was zum "hoppen"...

Schöne Grüße

_________________
Rosalia


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BeitragVerfasst: Sa Jun 06, 2009 8:19 am 
Manfred hat geschrieben:
Hallo nochmal,
also diese Frage nach "wie bekomme ich mehr Selbstliebe" läßt mich ganz breit Grinsen. Bärbel hat dazu eine Menge in ihrem Büchern stehen. z.B. aktuell in Zweisam statt Einsam, gerade zum Thema Partnerschaft, mit einem Anhang einiger typischer gehoppter Beziehungsthemen.

Aber zu deinem gehoppten Thema mit deinem Freund: Aus dem Hoppen heraus ist für mich sehr deutlich: Was auch immer im Aussen geschieht, es muss mit dir zu tun haben. Und was du deinem Partner gibst an Energie, gibst du eigentlich dir selbst. Also- wenn du mit deinem Partner unzufrieden bist- dann bist du es mit dir selbst. Nörgelst du rum, redest mit Freunden über ihn, wie mangelhaft er ist- nörgelst du über dich. Hoppen verwandelt diese Kritik am aussen (also an dir), indem du dir Liebe gibst- und damit verwandelst du dich aus dir heraus zu mehr Selbstliebe. Kein anderer kann dir geben, was du suchst, bis du es in dir gefunden hast. Also ran an den Speck! Es liegt in dir.

Frohes Hoppen
Manfred


Hallo Manfred, mir scheint es so, als würde ich hier Dich gerade mehr und mehr verstehen. Ich hab das zitiert, weil ich da soviel wiedererkenne aus meinem Leben und wie ich es interpretiere.

freundlichen Gruß von Tinchen

@TriniHH

huhu zu Dir rüber,

ich habe das nochmal auf mich wirken lassen, was Du hier beschreibst. Mir kommen da neue Ideen. Könnte es vielleicht eventuell sein, dass Dein Freund bei Dir Stärke sieht, die Dir selbst garnicht auffällt. Das ...zuende machen beim zusammensein, äh, die Schwierigkeiten von ihm, das zutun, könnte es sein, dass er Deine Stärke spürt und deswegen zusammenfällt (im wahrsten Sinne des Wortes) Meine Ideen dazu sind, wenn man was unbewußt für einen selber unerkannt ausdrückt, ein Gefühl z.B., kommt das viel mächtiger raus, als wenn mans klar und bei vollem BEwußtsein ausdrückt.

Das ganze Thema ist ja heikel. Gibt es die Möglichkeit, mit Deinem Freund Dich zusammenzutun und zu beschließen: SCHAAAAAAAAAAAAATZie, ich hätte gerne eine halbe Stunde mit Dir, wo ich Dir meine Sexualität zeige. Du mußt garnichts tun, Du kannst. Aber ich tue, ich zeige mich nämlich Dir. Würdest Du das mitmachen? Und wenn ja, wann wollen wir uns dazu verabreden? Heute Abend, morgen? Ich gebe Dir dann umgekehrt auch Zeit für etwas, was Du bestimmen kannst.


Kannst Du damit was anfangen?

viel Erfolg und alles Gute wünscht Tinchen


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BeitragVerfasst: Sa Jun 06, 2009 10:51 am 
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Registriert: Mo Mai 04, 2009 7:45 pm
Beiträge: 72
Wohnort: am Bodensee
Tinchen hat geschrieben:

Das ganze Thema ist ja heikel. Gibt es die Möglichkeit, mit Deinem Freund Dich zusammenzutun und zu beschließen: SCHAAAAAAAAAAAAATZie, ich hätte gerne eine halbe Stunde mit Dir, wo ich Dir meine Sexualität zeige. Du mußt garnichts tun, Du kannst. Aber ich tue, ich zeige mich nämlich Dir. Würdest Du das mitmachen? Und wenn ja, wann wollen wir uns dazu verabreden? Heute Abend, morgen? Ich gebe Dir dann umgekehrt auch Zeit für etwas, was Du bestimmen kannst.


Kannst Du damit was anfangen?


Liebes Tinchen,

ich habe ein ähnliches Problem wie Trini,
mit dem Termin für Zärtlichkeit klappt es bei mir absolut nicht. Mein Schatz meint dann, er könne doch nicht auf Knopfdruck, was ich wiederrum auch verstehe. Nur plätschern halt dann einfach die Tage so hin und irgendwie hatten wir auf einmal gar keine Zeit für Zweisamkeiten. :cry:
Das verletzt mich ungemein und ich weiß leider keine Lösung.

Liebe Grüße
Silvi

_________________
"Glücklich allein ist die Seele, die liebt."

Johann Wolfgang von Goethe


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BeitragVerfasst: Sa Jun 06, 2009 11:28 am 
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Registriert: Mo Aug 11, 2008 9:12 am
Beiträge: 177
Hallo Tinchen,

vielen lieben Dank für deine Antwort. Ich habe lange darüber nachgedacht und ich denke es steckt wirklich viel mehr dahinter, als ich anfangs, als ich diesen Thread eröffnet habe, bei meinem Freund und unserem Liebesleben gesehen habe.

Die Sache mit der Stärke kann ich mir sehr gut vorstellen - normalerweise ist ER der Starke in unserer Beziehung in allen Situationen und auch in seinem Job - er ist in meinen Augen nach außen hin das Selbstbewusstsein in Person und zeigt auch nie Schwächen. Wenn man ihn bei einer Schwäche 'ertappt' und ihn darauf anspricht oder gar kritisiert, wird er richtig sauer... er will das nicht hören und verleugnet es. Deshalb ist es für mich verdammt schwierig mit ihm über Dinge zu sprechen, mit denen ich bei ihm ein Problem habe. Ich muss ihn regelrecht mit Samthandschuhen anfassen, sonst fühlt er sich sofort angegriffen und geht in den Angriff über - und so auch beim Thema Sexualität. Ich habe ihn in dieser Zeit zweimal darauf angesprochen und es hat nichts gebracht... er macht dann nur noch mehr dicht.

Sexuell gesehen ist er irgendwie ...wie soll ich sagen... gehemmt. Er kann sich oftmals nicht richtig gehen lassen. Anfangs war das noch anders, er war sehr offen.... aber was hat sich verändert? Ich weiß, dass es in seiner Familie auch nicht so locker zuging, was das Thema angeht.

Allerdings bin ich nun lockerer geworden. Ich lasse ihn einfach in Ruhe - wenn er keine sexuelle Nähe will, dann eben nicht. Ich habe mir abgewöhnt auf ihn zuzugehen und nehme ihm damit auch den Druck, wie ich merke. Und ich kann damit ganz gut leben... das Thema hat sich also sehr entspannt. :-)

Liebe Grüße,

Trini

_________________
"Gedanken werden Dinge!" (the Secret)

"Alles was möglicherweise existiert - existiert bereits!" (Master Key System)


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BeitragVerfasst: Sa Jun 06, 2009 1:43 pm 
Hallo Silvi und Trinni,

das ist ein heikles Thema, wo es schwer ist, den Beteiligten ihre Würde zu lassen. IN der Situation bin ich da genauso ratlos wie ihr beiden. Von außen betrachtet fällt mir zu ein, als Frau mich mit Frauen zu verbinden, verbünden, zwecks weiblicher Solidarität. Einfach, um in der Beziehungssituation entspannter mit IHM umgehen zu können.

Uns, den Frauen genauso wie den Männern, fehlt es an Vorbildern gelebter gesunder seelischer Kraft. Ich liebe manche männlichen Menschen wie manche weiblichen Menschen. Und mir scheint, beim Thema gegenseitigem Unterstützen haben wir Frauen einen wünzigen Vorsprung, wie man an anderer Stelle lesen kann, allerdings keinen sehr großen. Was wir Frauen untereinander über Fühlen uns austauschen, schaffen Männer, meiner subjektiven Beobachtung nach, in beruflichen Belangen.

Ich würde mir für uns Frauen Netzwerke bei Fühlen und Beruf wünschen. Und Männern beim Fühlen mehr Austausch. Mit diesen Themen kommen wir an die Grenzen bisheriger Lebenskonzepte Mann-Frau. Ob es mal Matriacharte(schreibt man wie?) gegeben hat, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass beim bestehendem Konzept Mann-Rollen-Bild zu Frauen-Rollen-Bild beide Geschlechter draufzahlen. Frauen werden mit der Aufzucht der Kinder oft alleinegelassen, egal, wieviele Kinder es sind. Und Männer dürfen nicht "schwach" sein im Sinne von verletzliche Gefühle zeigen. So müssen viele Sachen unbenannt bleiben, weil es z.B. dem Mann in der Beziehung den gedacht-konstruierten Boden unter den Füssen wegzieht, gäbe er DA eine Schwäche zu.


Im Grunde wachsen wir alle ohne Ausnahme mehr oder weniger im Mangel auf, was alle Menschen schädigt. Ich meine damit den fehlenden Körperkontakt zu Babys in den ersten Lebensmonaten, da fehlt uns alle was. Viele Probleme gäbe es nicht, würden alle menschlichen Kinder mit der körperlichen und seelischen Nähe großwerden, die sie eigendlich bräuchten. Da dieses Thema aber so schmerzhaft anzusehen ist und es kaum Bücher dazu gibt, wird bei Nebenkriegsschauplätzen geguckt. Manche Menschen sind mit so wenig Zuwendung groß geworden, dass ich mich wundere, dass die nicht verrückt geworden sind. Für ein menschliches Kind kommt es einem gefühltem Totesurteil gleich, in den ersten Lebensmonaten alleine ohne irgendwenn in seinem Bettchen zu liegen. Die Instinkte aus der Zeit der Jäger und Sammler sagen so einem Kind, ich bin in Lebensgefahr und werde gleich von nem Raubtier geschnappt, weil ganz alleine grade. Oder: ich wurde gerade vergessen und verhungere nun, sterbe also alleine und qualvoll. Sowas haben wir alle in unserer Kindheit erlebt (und die entsprechenden Gefühle dazu abgespeichert ganz versteckt). In der vorsprachlichen Zeit. Manche von uns wurden aber noch viel mehr alleine gelassen, dass sie buchstäblich in eine seelische Starre kippten, aus der sie auch erwachsen nicht rausfinden. Sojemand lernt dann, sich selber zu beruhigen und ist für anderen dann nicht mehr oder schwer erreichbar.

Bücher dazu Arne Gruen: Ein früher Abschied und seine anderen Bücher
und Jörg Starkmuth "Die Entstehung der Realität" Kapitel 8 und 9


Bärbel Mohr hat in Zweisam statt Einsam beschrieben, wie verblüffend unser von uns ausgewählter Lebenspartner uns in Teilen gleicht oder ähnelt. Menschen, mit denen wir gute oder "schlechte" Begegnungen haben, haben entweder ähnliche Lebensthemen oder sind in Teilen das komplette Gegenteil von uns.

Wie man mit diesem ganzen Wissen eine Beziehung schön macht, oder jedenfalls so lebbar, dass es beiden gut damit geht und sie beide wohlmöglich sogar Nahrung aus der Beziehung ziehen, kann ich Dir nicht beantworten. Weil ich das selber noch nicht gelebt habe. In meinen zurückliegenende Beziehungen hatte ich dieses Wissen noch nicht. Und jetzt habe ich noch keine Beziehung.


Ich wünsche Euch viel Glück, wenn Ihr was hilfreiches rausgefunden habt, zum Beispiel das Euer Liebster auf eine Art besonders gut zum Thema reden kann und seine Würde dabei halten kann und sich gleichzeitig auch einigermaßen wohlfühlt dabei, würde mich das sehr interessieren. Interessiert bestimmt andere auch. Ich als Frau kann nur dazu raten, sich als Frau wirklich auszuleben (selbstverständlich nicht auf Kosten anderer, aber im Suchen der eigenen Kräfte)


Ich wünsche Euch viel Erfolg
Tinchen


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