Ihr Lieben,
seit einiger Zeit übe ich mich im Hoppen.. (u.a. an diesem Thema) und möchte euch von einem erstaunlichen Erfolg von gestern abend berichten.
Meine Nachbarn -ein Pärchen Mitte 30, einigermaßen gut situiert) - haben ihr Schlafzimmer neben meinem eingerichtet.
Mein Bett kann nur an einer Stelle stehen- allzu groß ist der Raum nicht. Das Kopfende befindet sich an der Wand, die nur aus tapeziertem Papier bestand.
Ich habe ingesamt 2x eine Verstärkung vornehmen lassen - - -mit mittlerem Erfolg.
Das tatsächliche Empfinden von Geräuschbelästigung durch das dichte Leben Wand an Wand hat sich verbessert, die Schalldämmung wirkt einigermaßen.
Nun, des nachts höre ich (gerade beim Einschlafen) sie immer eine Stunde in ihrem Zimmer auf und ab laufen, das laute Kanrren der Dielen, den Schrank öffnen, Türen +Fenster auf und zu etc.

.
Ich begann zu hoppen.. (Mir fiel dann auf, dass sich eine Spiegelsituation ergab... ich ...Schlafstörungen mit nachts wachliegen..nebenan zur selben Zeit/ ca. 2.00Uhr, mal 3.00 Uhr, nach Hause zurückkehren, wieder lautes Umhergehen, Aufsuchen des Bettes

usf. ). Zum besseren Verständnis.. ich war anfangs ca. 2-3 x drüben, um sie auf die `Missstände `hinzuweisen , und erntete nur ungläubige Blicke oder ein " nein, das kann nicht sein, wir sind doch ganz ruhig".
Nun, nach ein zwei Jahren.. hoppe ich das Ganze abends im Bett liegend, wenn nebenan die störenden Geräusche losgehen, wenn ich einschlafen möchte ohne noch eine Std, wach liegen zu müssen oder, wie ich es zuletzt tat, mit Ohrstöpseln zu schlafen, was auf Dauer kein Genuss sein kann.
Ich fragte mich also wiederholt, wenn ich ... wäre, warum würde ich s o handeln?
Ich kam auf `Ich fühle nicht, was in meinem Leben wirklich geschieht` -ich mache Lärm, den ich gar nicht wahrnehme...zu nächtlicher Stunde - allein - ( ich muss sagen, man hört niiiiiiiiiie

irgendeine Stimme, die beiden leben ein seltsames (Liebes-) Leben von irgendwie isoliert in sich, oder einsam oder oder oder,wenn ich sie mal sehe (einzeln) machen sie einen sympathischen, jedoch "entfernten" Eindruck auf mich, nicht am Leben teihaben wirklich) wenn das ganze große Haus still ist, räume ich endlos lang in meinem Zimmer umher, meine Nachbarin hat sich ja auch schon beschwert, " es ist mir alles egal, das Leben ist mir gleichgültig".
Ich erlebte erste kleine Erfolge, welche auch wieder zu verschwinden schienen.
Gestern abend dann sagte ich mir wieder , warum verhält sie / er sich so? Und ich kam -durch die Arbeit an meiner eigenen Geschichte (!) - auf Folgendes: "..weil sie sich nur so lebendig fühlen. ..weil sie nur durch das Erzeugen der Geräusche in der Nacht sich lebendig fühlen (können). ...weil sie es braucht / brauchen, Lärm zu machen, um die eigene (Grabes-)Stille in sich selbst zu übertönen, davon abzulenken"
Ich sprach- ich vergebe dir, ich vergebe mir- ich liebe dich, ich liebe mich- es tut mir leid-
Und plötzlich - mitten drin, ich hatte aber auch ein ganz intensives Gefühl von `Das trifft es jetzt, das kannst du selbst so richtig nachempfinden `- hörten die Geräusche auf. Es fand ein ganz abruptes Unterbrechen statt, dass ich es gar nicht fassen konnte

denn ich war so müde, dass ich sofort erleichtert einschlief.
Heute morgen, als ich mich erinnerte, war ich sprachlos über so viel Kraft , die vom Hoppen ausgehen kann.