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BeitragVerfasst: Mi Mai 13, 2009 8:30 am 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
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PP hat geschrieben:
witzig ist, dass, wenn ich dieses Thema anspreche (ich sage ja, das ist in der ein oder anderen Variation ein Dauerbrenner -nicht nur sich einnistende Jugendliche, auch mein Exmann etc.- bei mir), immer jdm daher kommt, der sagt: 'Stell dich doch nicht so an!' (siehe Naike).

Sag ich mir ja selber und dann tue ich es auch nicht. Dann bekomme ich Kopfweh oder mir wird schlecht oder beides.


Wem erzählst Du das?

Dir oder Uns?

Bzw. was willst Du hören.. ? Arme PP keiner nimmt Deine Grenze wahr bzw. Dich selbst?

Fang DU bei DIR an!
Nimm Dich wahr und nimm Dich ernst...!

Wie Innen so Aussen!..
Erst wenn Du mit Dir anfängst, ändert sich das "Außen".

Naike hat geschrieben:
Welche Scharmützel? Wenn, dann kämpfst du nur gegen dich selbst.

Du wolltest das:
PP hat geschrieben:
Ich bin auf andere Ansätze und Sichtweisen gespannt, mich beschäftigt das enorm, aber ich drehe mich im Kreis.


Und hast genau das bekommen. Hättest sonst dazu schreiben können: Aber bitte ausschließlich Sichtweisen, die meine eigene unterstützen. Bloß nichts, was ich nicht ansehen mag.


Zustimm und Kopfnick..

Gut.. und heilend ist manchmal auch ne gesunde "Selbstreflektion".

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


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BeitragVerfasst: Mi Mai 13, 2009 8:44 am 
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Wohnort: Düsseldorf
Ja, Selbstreflexion ist das Stichwort. Der Mensch neigt dazu, seinen Horizont lieber nicht überschreiten zu wollen, da knabbern wir alle dran, nur mit unterschiedlichen Themen. Aber wozu sind wir hier und beschäftigen uns mit Realitätsgestaltung? Bestimmt nicht, um den Status Quo zu erhalten und uns gegenseitig auf dem gleichen Level zu halten.

_________________
In diesem Spiegelkabinett siehst du eine Menge Dinge. Reibe dir die Augen! Nur du allein bist da.
(Rumi, Das Lied der Liebe)


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BeitragVerfasst: Mi Mai 13, 2009 8:45 am 
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Stimmt.. Offen muss man sein.. sonst hilft nüscht was!

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irgendwo sind wir alle eins..


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BeitragVerfasst: Mi Mai 13, 2009 3:47 pm 
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Ich kann es immer noch nicht so transportieren, dass man mir wenigstens einen gewissen Leidensdruck abnimmt (ich habe es heute meinen Kolleginnen erzählt, die haben Tränen gelacht - bis ich grummelnd nach Hause in meine 'besetzte' Wohnung gegangen bin)

Meine Grenzen auflösen (sie zu ignorieren oder massiv durchzusetzen war jedesmal ein Dilemma), evt. dann neu zu definieren ist etwas Neues. So bizarr, dass ich das mal eine Weile wirken lassen werde und gucken was damit geschieht


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BeitragVerfasst: Mi Mai 13, 2009 6:45 pm 
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Beiträge: 230
Hallo PP,
wenn ich dieser junge Mann wäre, dann würde ich mich so verhalten, weil ich einfach keinen Ausweg mehr weiss- wohin zum Kuckuck soll ich bloß gehen? Ich bin aber Pubertist und daher einfach zu cool, um Erlaubnis zu fragen, zumal meine Flamme ja immer dabei ist.
Nehme ich es in mein Herz, schäme ich mich über meine Unverschäntheit, und danke innerlich, dass ich ein Mauseloch zum verkriechen gefunden habe, und suche mir eine dauerhafte Lösung.

Wenn ich PP wäre, dann würde ich das erschaffen, weil ich "gut" sein möchte. Ich bin sogar in einer tiefen Angst, dass mich niemand mehr mag, wenn ich mal "ungut" bin. Das gilt vor allem für meine Tochter. Dieser junge Mann merkt das natürlich und handelt dementsprechend- er ist also ein reiner Spiegel für diese meine Angst- und zeigt es mir sehr deutlich. Meine Tochter verhält sich auch so, aber das kommt bei mir schon gar nicht mehr an, das blende ich völlig aus.
Nehme ich es in mein Herz, wird der Junge mein Entwicklungshelfer, damit ich auch mal klar und "unnett" bin, indem ich sage: Aha, du willst hier einziehen, jetzt machen wir mal klar aus, wie und wielange das gehen soll- und was tust du dafür? Putzen? Staubsaugen? Bügeln? Was ist es dir wert?

Liebe Grüße
Manfred


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BeitragVerfasst: Sa Mai 16, 2009 3:53 pm 
An dieser Stelle wüßte ich als Tinchen zu zu gerne, wie es ausgegangen ist. Wohnt er noch bei Dir, PP ?

freundlicher Gruß von Tinchen


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BeitragVerfasst: Sa Mai 16, 2009 4:51 pm 
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Beiträge: 593
Dann ganz alleine für das Tinchen, das Ende der Geschichte


Meine Tochter hat sehr schnell gemerkt, dass auch sie ihre Auszeiten braucht und niemanden, der in ihrem Zimmer herumhockt, es zumüllt und sie von Gewohnheiten abhält. Schule war fast nicht mehr machbar. Wir haben da jdm zugeteilt bekommen, der uns sehr deutlich gezeigt hat, dass man das auch ganz leicht mit uns machen kann. Absolut schmarotzig das Bürschchen. (wie das Bad aussah, nachdem er geduscht hat. Der blanke Wahnsinn.). Und von wegen den ganzen Tag arbeiten, Punkt zwölf war er schon wieder da, betrat die Wohnung ohne zu klingeln - mit unserem verborgen Schlüssel.

Einen Nachmittag waren wir (ohne ihn natürlich) zusammen einkaufen und haben lange lange herum getrödelt, bevor wir wieder nach Hause gegangen sind. Das war auch klasse, denn sowas haben wir schon lange nicht mehr gemacht. Wenn es auch sehr deutlich eine Flucht war. ('Gute Idee,' sagte mein Sohn am Telefon dazu. 'aber die falsche Richtung.') Für Donnerstag hatte ich Burschi dann gebeten, nachmittags nicht zu kommen, damit ich mal wieder etwas arbeiten kann - was er ignoriert hat, auch das er mal aufräumen möge, etc. Null Reaktion. - dann ist es leicht eskaliert, die Nacht zum Freitag hat er woanders geschlafen.

Wir haben es aber am nächsten Tag geklärt (witzigerweise à la Universumsbestellung, denn ich wollte ihm auf neutralem Gebiet begegnen und traf ihn ganz zufällig beim Arbeiten. Zum ersten Mal überhaupt und auf die Minute perfekt.) . Jetzt können uns ohne Groll weiter begegnen und die Schlaferei hier hat erstmal für lange Zeit ein ENDE!


Ich hoffe, du bemerkst, dass ich das mit Humor sehe, wenn es mich auch ganz schön gebeutelt hat. ;-)) Das Hoppen war durchaus mit an der Lösung beteiligt - nicht nur allerdings. Jetzt hoffe ich, dass ich beim nächsten Mal, wenn nämlich der Vater meiner Kinder gegen meinen Willen tagelang in meinen Wohnzimmer campt - besser mit der Situation klar komme.


ps. danke Manfred. Ich sehe Probleme lieber distanziert und analytisch - deswegen habe ich echte Hoppprobleme ( 3P Wort!) das ist mir zu dicht- ich muss noch lernen das auszuhalten oder es eben spielerisch hinzubekommen. Aber auch für das Analytische war deine Sichtweise sehr hilfreich.


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BeitragVerfasst: Sa Mai 16, 2009 5:19 pm 
ach herrjemine, ich lache. Du schilderst es tatsächlich mit Humor, und zwar sehr viel davon. Dabei ist das ne doove Situation.

Irgendwie fehlt da ne männliche Solidarität, für Dich nämlich. Das Dein Sohn es durchschaut, läßt mich vermuten, dass er da nicht mehr soviele Defizite hat, ich vermute, dass Du für ihn da schon was ausgeheilt hast.

Irgendwie kann ich gerade ganz deutlich spüren, wie Du ins Schwimmen kommst. Hat Burschi sich irgendwie bedankt? Entschuldigt für die von ihm verursachten Mühen? irgendwie für die Zukunft seine Mithilfe an irgendwas angeboten? Kann man ihn da nicht drankriegen, dass er es nachträglich tut? Irgendwie finde ich, er müßte, damit er das irgendwie würdigt, ob nun Pupertist oder nicht. Schließlich lernt er beim Geben genauso viel wie beim Nehmen.

meint Tinchen


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BeitragVerfasst: Sa Mai 16, 2009 5:22 pm 
ich möchte nur schreiben, das ich es sicherlich nicht besser hingekriegt hätte, im Gegenteil


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BeitragVerfasst: Sa Mai 16, 2009 5:51 pm 
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Registriert: Di Mär 17, 2009 3:00 pm
Beiträge: 75
PP hat geschrieben:
Meine Tochter (16 ) hat einem ihrer Freunde (18) Asyl gewährt. Der Bursche hat sich ein Tattoo stechen lassen und meidet sein Heim. (muss ich nicht verstehen, das ist seine Sache).

Gestern kam er und ich dachte echt, er macht Spaß, als er total beladen hier ankam. Jeder weiß, dass ich solche Aktionen überhaupt nicht leiden kann und da macht man auch so seine Witze mit (mein Sohn: ich komme heute Nacht um vier Uhr und bringe zehn Freunde mit. Haha.). Abgemacht waren meiner Meinung nach zwei Tage Asyl, aber nein - da hätte ich falsch verstanden, das geht bis Freitag.

AHA.

Heute Nacht bin ich zweimal über seinen Rucksack gestolpert, der immer noch mitten im Flur liegt, aber hätte er ihn aufgeräumt, dann wäre es mir auch nicht recht gewesen. Ich dachte nämlich, ich springe ihm an die Gurgel, als er in meinem! Kühlschrank mein! Zeug zur Seite geschoben hat, um seines rein zupacken. Das 'seine Lebensmittel' besorgen, hatte aber meine Tochter ihm auferlegen, Burschi frisst mir normalerweise über das WE alles weg und da maule ich dann auch rum. (verstecke sogar meine Joghurts wenn er da ist).

Wenn übers WE die Gruppen hier rein- und rausrauschen, bin ich auch nicht erfreut – aber damit habe ich mich arrangiert. Für meine Tochter ist das wichtig, die fühlt sich dann wohl. Die Kiddies sind gerne hier und mögen sich und sind friedlich (auch wenn sie nachts kochen etc), das ist ja auch schön. Aber ich spüre das Schöne nicht wirklich, es mir geht es nur auf den Geist. Die Anwesenheit, nicht die Arbeit dann- das ist halt Mütterjob. Jetzt unter der Woche vertrage ich das überhaupt nicht, dass ist wie ein ständig klopfender Splitter in meinem Wohlfühlgefühl.

Wenn ich meine jetzige Situation hoppe, verstehe ich ihn - hier ist Platz genug, er geht arbeiten, den Großteil der Zeit ist er nicht da, ich bin sehr nett, hier ist alles locker und mein bisschen grätiges Auftreten – so sind Mütter halt. :-))

Wenn ich mich hoppe (was ich nicht kann, sieht man ja deutlich und Resonanzen finde ich schon gar keine und WENN .. wie die auflösen??), warum ich das anziehe -KEINE Ahnung!-... dann wüsste ich das gerne mal. Diese Situation ist ganz ganz symptomatisch für mich.

Ich bin auf andere Ansätze und Sichtweisen gespannt, mich beschäftigt das enorm, aber ich drehe mich im Kreis.


Hallöle,

habe vor etlichen Jahren, als der Kurs in Wundern raus kam, sehr viele Jahre Vergebung geübt. Das ist ja dasselbe wie Hoppen. Das ging so lange, bis ich plötzlich krank wurde. Durch den Kurs habe ich auch Kontakt zum Heiligen Geist und Jesus, mit denen ich spreche. Ein anderer mag Innere Stimme dazu sagen. Schätze das ist nicht von Bedeutung.

Ich habe auch immer gedacht, ich müsse alles ertragen und vergeben oder die Gute sein und als es mal wieder so schlimm wurde während meiner Krankheit, meinte Jesus oder meine Innere Stimme oder ich selbst (ganz nach Belieben....), ob ich denn jetzt noch öfter meine linke Wange hinhalten wolle, worauf von mir ein klares kräftiges Nein kam. Und sodann schritt ich einher und habe erstmal ein Gleichgewicht in vielen Situationen geschaffen, das mich sehr befriedigte. Einige bekamen mich erstmal von einer anderen Seite zu Gesicht. Mein Vermieter, der mich schon einmal reingelegt hatte und mich abzocken wollte, habe ich mit seinen eigenen Waffen geschlagen, ihn quasi schachmatt gesetzt. Meine Chefin ebenso, die meinte, sie könne mit mir machen, was sie will und einige Bekannte, die mich auch nicht für voll nahmen. Ich nenne diese Zeit die Zeit der Gleichgewichtswiederherstellung.

Das war vor zwei Jahren. Seitdem bin ich wieder mit meiner Chefin zusammen am arbeiten, bin gut angesehen, habe meine eigenen Prinzipien und die Würfel sind gleichmäßig verteilt. Ich habe keine Angst mehr, auch nicht vor Hartz IV und ich bin so stark, wie ich noch nie zuvor gewesen bin.

Vergeben kann ich trotzdem super gut und zwar am liebsten meinen Kindern und mir selbst.

Ich weiß, es gibt für alles eine Lösung. Heute kann ich nicht mehr mit schlechter Laune herumlaufen. Ich bin daher eher lösungsorientiert, damit mein Wohlgefühl gewährleistet ist.

LG
Sita

_________________
nimm was du magst und vergieß den Rest


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BeitragVerfasst: Sa Mai 16, 2009 6:20 pm 
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Registriert: Do Apr 20, 2006 1:07 pm
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Ich habe ihm in dem Moment getroffen, als ich sicher wusste, was ich ihm sagen wollte. Das war auch gut so, denn die schwarzen Gewitterwolken um sich herum hat er ja bemerkt, nur wusste er nicht, wieso sie eigentlich da waren. Sich dem Blitz und Donner aussetzen wollte er auch aber nicht, er hätte sich nicht mehr blicken und garantiert seine Sachen abholen lassen - ein ewig ungutes Gefühl wäre uns allen dreien geblieben. So lief ich ihm wie bestellt in die Arme, war selber kurz erst richtig erschrocken und habe gesagt :" Ah XX (Name Burschi), ich habe ein Hühnchen mit dir zu rupfen. Komm mal her!"

Was blieb ihm übrig? ;-))

Dann habe ich ihm gesagt, dass ich ihn als Person wirklich mag, aber das Zusammenleben mit ihm nicht sehr schön wäre und ob er mir sagen könnte, was Tochter und ich von seiner Anwesenheit hätten. Was daran gut für uns wäre? Da kam so ein bisschen Verstehen in seinen Blick ... viel viel mehr habe ich auch nicht erreicht. (denn als ich gesagt habe: jetzt ist erstmal Schluss bei uns, war seine prompte Gegenfrage : 'Wie lange?' Aaaaaaaaaaah!) später kam er hat sich brav bedankt, seinen Müll noch eingesammelt, das viele schmutzige Geschirr runtergebracht, ein bisschen reumütig geguckt und ward verschwunden.

Es ist aber auch wurscht was mit ihm ist, was er versteht- er kann nichts dafür, dass er zur Zeit eine Art menschlicher Mistelpflanze ist. Solange wir als Baum hinhalten, ist nur das unser Problem (ich sagte zu Tochter: DAS müssen wir ihm aber nicht sagen! Hauptsache wir wissen das.)

---

Ich kann solche Geschichten gar nicht erzählen, ohne das Skurrile daran zu sehen. Selbst wenn ich mich beobachte, bei meinem Scheitern und rumlamtenieren, muss ich lachen. Mein Sohn kann das aus der Entfernung und emotional unbeteiligt viel besser (klar, da kann ich das auch *gg*), aber ich erinnere mich da an einen Mitbewohner seiner WG (da ging es um Müll - es sind immer diese kleinen Dinge, die einem so die Füße wegziehen), damit hatte er auch gut zu tun.

ps. Gut hinbekommen ist anders! Echt. Aber so für mich bin ich ganz zufrieden.


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BeitragVerfasst: So Mai 17, 2009 7:19 am 
meine liebe PP,

ich denke, Du unterschätzt die Stärke des Komischen, gegen die Du gegenhalten mußtest. Ich meine damit, das der "Knabe" (er sieht sich unter Garantie schon als Mann) in einer ganz komischen Lebensphase steckt und innerlich komisches ausbrütet und Ihr beide, Deine Tochter und Du, das "ausbaden" mußtet. Ich finde, Du bist sehr verständnisvoll und freundlich mit ihm umgegangen angesichts seines Verhaltens.

Das ist ja das Fatale daran, das Ganze ist so absurt, dass man kaum glauben kann, was man da erlebt. Dabei ist "er" nur vorübergehend völlig aus der Realität gekippt und verhält sich entsprechend rücksichtslos, weil so bis über die Ohren mit sich selber beschäftigt. Er konnte buchstäblich nicht anders. Trotzdem hat er zu seinem konkretem Tun hinzugucken, er selber würde umgekehrt mit anderen auch so verfahren.


Ich denke, wenn ich hier mit etwas Abstand hingucke, dann sehe ich, dass Du freundlich mütterlich ihm gegenüber warst, auch wie Du ihm die Realtität (des nicht aufräumens) erklärt hast, auch Grummeln ist immer noch freundlich, weil ehrliches Interesse damit gezeigt wird.

Richtig unfreundlich wäre gewesen, ihn zu ignorieren. Einfach drüber weggucken und garnicht mit ihm kommunizieren. Ich als Kinderlose sehe da, das Kinder, auch Halbwüchsige, echt mehrere Menschen brauchen als Ansprechpartner, als Halt, als Unterstützung. Die brauchen unseren Blick, und sowas ist mit Arbeit verbunden. Und meinem Eindruck nach hast Du Dir diese Arbeit gemacht. In sofern hast DU mehr als gut reagiert. Ich verstehe das erst jetzt, was Du hier die ganze Zeit beschreibst. Mir scheint, Du bist Deinem Herzen gefolgt und hast gut reagiert.


Das Kinder Unterstützung brauchen, egal wie cool sie daher kommen, scheint irgendwie oft vergessen zu werden. Jeder Mensch braucht andere, Kiddies, die noch innerlich nachreifen, brauchen in Schüben mehr als zu anderen Zeiten. Und auch freundlich bestimmtes (und in Maßen gehaltendes) Streiten um angemessenes Verhalten ist Führsorge.


freundlicher Gruß von
Tinchen

editiert: ich merke gerade, dass Du schon selber drauf gekommen bist und ich hier das nur nochmal in anderen Worte wiederhole. Ich lasse meinen Text jetzt aber trotzdem stehen. Daran merkt man, dass auch ich etliche Zeit brauchte, um das hier zu verstehen.


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