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 Betreff des Beitrags: Männer und Arbeit
BeitragVerfasst: Mi Jul 29, 2009 12:42 pm 
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Registriert: Mi Jul 09, 2008 9:09 pm
Beiträge: 449
Mein Problem ist im Moment…

Das überaus geschäftige Gebaren zweier Männer in meinem Umfeld, hinzu ein dritter Mann ( mein ältester Bruder), der in der Familie bereits vor 15 Jahren dieses Verhalten zeigte. ( Wir alle hatten von da an immer ein wenig Schwierigkeiten mit seiner unnahbaren, auch im Privaten total geschäftigen Art :shock: Seltsamerweise wurde er vor 2 Jahren recht krank, gesundete daraufhin wohl vollständig, doch übte sich da in riesen Vorwürfen der gesamten Familie gegenüber, dass sich keiner UM IHN kümmern würde und wie rücksichtslos wir doch sind).

Es handelt sich um Männer, mit denen von mir geschäftliche Beziehungen aufgebaut werden, von denen derzeit ein bissl das Glück / die Umsetzung meines Projektes abhängt , welches mir sehr am Herzen liegt.
Sie, diese Männer, verschwinden hinter einer steifen Fassade, ganz damit beschäftigt, Glanz und Gloria der Geschäftswelt auf dieser zum Blinken zu bringen, völlig vergessen, wer sie wirklich sind, wer sie eigentlich sind. So empfinde ich sie als Marionetten ihres Standes, als Handlanger, immer signalisierend, wir sind die Macher, doch gleichsam sind sie ungheuer abhängig in Strukturen unterwegs, wo jede Gefälligkeit des Einen einen weiteren deal zur Folge haben muss, was sie ungeheur abhängig werden lässt in der Vetternwirtschaft, die sie führen. Dann fühle ich eigentlich nur Unterwerfung, Anpassung, eine Art Opfer- sein der ersten Stunde. Ständig mit diesem Zwiespalt (den sie da offenbaren) konfrontiert zu sein- was ist da los?
Warum mir?

Da ich erst am Anfang stehe, als Geschäftsfrau in diese Welt einzutauchen ( Wechsel der Berufstätigkeit in den nächsten Jahren), kann ich mir keinen Reim drauf machen.

Ich möchte gern hoppen…doch, wie?

Im Moment habe ich das Gefühl, gegen Beton zu rennen, um mal dahinter zu schauen. Das Dumme ist, auf Geschäftsebene mit ihnen zu kommunizieren ist noch nicht ganz meines, da mir die Fachsprache und all die Fachtermini noch nicht geläufig sind (ich übe!).
Meine Wahrnehmung beläuft sich ganz auf ihr Wesen, auf den eigentlichen Kern hinter all der Fassade. Hier, im Menschlichen, habe ich lange gearbeitet (mit kleinen Menschen) und mich ungemein wohl gefühlt damit, hier lag bislang eindeutig meine große Fähigkeit.
Warum jetzt diese Schwierigkeit der geschilderten Art beim Sich Verändern im Beruflichen, die mir echt Sorgen macht, weil normale Kommunikation ( entspannt und von Mensch zu Mensch) nicht möglich scheint. Stattdessen taktisches Gerede,
Männerbünde, Konkurrenz- und Angstdenken.

Mir ist bewusst, dass ich Neues angehe. Verbindendes zur Sprache zu bringen, die Gemeinsamkeiten, das win-win, Wahrhaftigkeit zu leben, ohne die meine Arbeit kaum voranschreiten würde. Für mich gibt es inzwischen nur noch Fülle an allen Ecken und Enden, man braucht nur offenen Auges durch die Welt zu schreiten.
Eine Verbindung von Herz zu Herz ist es, von der ich mich getragen fühle, und auch zu diesen Herren habe ich eine freundliche Verbindung, nur- wie weiter?
Wie mehr Offenheit und Transparenz schaffen, ohne irgendjemand auf die Füße zu treten? Oder braucht es genau das?

Warum stolpere ich über solche `Härtefälle`?

O.K., sie dienen mir als Übungsplatz, um gleich den Master diesbezüglich zu absolvieren...ich verstehe :oops:

Hach (kopfkratz*), fühlt sich komisch an, nach Arbeit, doch ich würde es echt gern mehr verstehen!
Danke sehr für eure Gedanken dazu.
love

_________________
" Ich danke, also bin ich. "


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BeitragVerfasst: Mi Jul 29, 2009 2:06 pm 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3819
Also.. ich versuche das jetzt mal ganz, ganz intuitiv..

Weil Ahnung.. von so ner Männer-Geschäftswelt.. mit Coolness-Komplex hab ich auch nicht so wirklich..

Wenn ich Love wäre, warum hätte ich mir dann so eine komplexe Geschäftswelt mit Männern, die mir geistig gesehen gar nicht liegen erschaffen?

Hm.. also.. wenn ich Love wäre.. würde ich vielleicht ganz gern die Welt verändern.. mit Liebe "zuschütten" (Achtung nicht ganz ernst nehmen :wink: )..
Nicht zuschütten.. aber vielleicht ein bissl bemuttern.. vielleicht kann ich in der rauhen Geschäftswelt was beitragen.. zum besseren Leben aller Beteiligten.. Vielleicht pflanze ich nen Löwenzahn.. oder gar ne Rose.. für mehr Liebe.. im rauhen Geschäftsleben..

Wenn ich meine Wünsche näher betrachte.. wird mir fast Angst.. v.A. wenn ich mir die rauhe Realität dieser Geschäftswelt genauer angucke bekommen ich "Schi..." vor meiner eigenen Courage da was ändern zu wollen.. :roll:

Wenn ich diese Angst in mein Herz nehme.. werde ich wieder ruhiger.. und auch beruhigter.. was kann mir schon passieren.. entweder es passt..und wenn nicht.. auch nicht schlimm.. es sind verschiedene Welten.. in die eine tauch ich so ein.. in die andere eben anders..

Ich verzeihe mir vielleicht sogar nen kleinen Übereifer :wink: und auch meine Angst vor der Geschäftswelt da draußen..
Ich nehme sie in mein Herz.. und empfinde Freude und Ruhe.

Ich liebe mich.. die Love.. ich bin in totaler Liebe mit mir.. egal was kommen mag!






...................
Viel Erfolg
Someone


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BeitragVerfasst: Mi Aug 05, 2009 1:25 pm 
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Registriert: Mi Jul 09, 2008 9:09 pm
Beiträge: 449
Ihr Lieben,

in Ermangelung einer Resonanz :? hoppte ich also vor mich hin , denn diese Sache beschäftigt mich und den Aufbau meines Unternehmens.

Aaaalso, was wirklich bei raus kam...kann ich gar nicht schreiben, geht so weit, geht wirklich tief in Vater- Bruder- Ödipus ( nicht erledigten damals ) usf. hinein, das wäre zuviel des Guten, es hier zu erläutern. :roll:

Nur: Ich bin heilfroh , dass mir die Herangehensweise über das hier geübte Hoppen zu den Einsichten verhalf. Erstaunlich, erstaunlich, ich liiiiiiiiiiiiebe es (und das ist die Hauptsache :wink: ).

Danke diesmal für eure Nicht - Antworten, aber nur, weil es solche Wirkung zeigte* ähem

Liebe someone,
du bist die Beste :D

Wie mir scheint, tut sich hier gerade das Sommerloch :o auf und es geht eher etwas beschaulicher zu in der Abteilung `Hoppen`. Danke dir sehr für deinen unermüdlichen Einsatz, dein post war mir Trost ( reimt sich sogar mit ein bissl Betonung - - - )

Zitat:
kann ich in der rauhen Geschäftswelt was beitragen.. zum besseren Leben aller Beteiligten.. Vielleicht pflanze ich nen Löwenzahn.. oder gar ne Rose.. für mehr Liebe.. im rauhen Geschäftsleben..


Das war so süß, nun ja, die Rose befindet sich tatsächlich in meiner ...e-mail Adresse und sie kam mir schon öfter in unerwartetem Zusammenhang des Weges daher...thanks*



Zitat:
Wenn ich meine Wünsche näher betrachte.. wird mir fast Angst.. v.A. wenn ich mir die rauhe Realität dieser Geschäftswelt genauer angucke bekommen ich "Schi..." vor meiner eigenen Courage da was ändern zu wollen..


tja, wie soll ich sagen, anfangs haben mir deine Worte nicht so geschmeckt, warum raue Realität (??) , warum da was ändern zu wollen?
Inzwischen (habe mit gearbeitet) weiß ich, dass mir das sehr wohl Unbehagen bereitet(e) , und ich mich nun (nachdem es gesehen wurde von mir) viel besser fühle in der ganzen Sache! Ja ! ich trete in die rauhe Geschäftswelt , die so rauh gar nicht ist. Betrachtet man so manches Gegenüber etwas genauer und auch länger...sind sie alle gleich ...voller Erwartung und Bedürfnis nach Anerkennung, Solidarität, Würdigung, Annahme.
Ich habe nicht mehr so einen Schiss, bin zunehmend gelassen, weiß, was ich will, spreche ganz natürlich mit ihnen ( a u c h den Herren Ministerialrat usf.).
Gerade in dem Bewusstsein darüber, dass sie alle Ähnliches wünschen, ( obwohl oder gerade weil die Maske manchmal unter hohem Energieaufwand so viel verschleiern soll) kann ich ganz bei mir bleiben und ...finde mich gut! ( ja, ich übe).

He, ich danke euch allen.

Ihr seid gut!
Zusammen sind wir - sooooooooooooooo stark.

Freudige Grüße an alle in die Runde
von
love

_________________
" Ich danke, also bin ich. "


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BeitragVerfasst: Mi Aug 05, 2009 1:46 pm 
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Registriert: Mi Mär 21, 2007 10:45 am
Beiträge: 229
Hallo love,
du hast recht, ich bin auch schon im Geiste am Strand in der Badehose, hoppe also quasi schon vom Sprungturm und tauche dann eine Weile ab (ins Meer):

Wenn ich ein Mann wäre, der geschäftig oder übergeschäftig ist, dann würde ich das tun, weil ich denken würde, dass ich mich als Mann einzig und allein über das Tun definiere. Je mehr ich tue, um so mehr bin ich. Je mehr ich mich wichtig mache, um so mehr bin ich.
Nehme ich es in mein Herz, dann spüre ich meine Rastlosigkeit. Ich möchte dann auch mal was für mich tun. Ich vernachlässige mich nämlich und werfe es anderen vor.

Wenn ich als Frau von solchen Männern umgeben wäre, dann würde ich das erschaffen, weil ich insgeheim die Schaffenskraft dieser Männer bewundere. Die tun so viel, soviel würde ich allein nie bewerkstelligt kriegen. Denn ich würde irgendwo in mir drin glauben, nur eine schwache Frau zu sein. Ich würde tief in mir drin glauben, ich bräuchte Männer um mich, die mich unterstützen. Denn ich allein schaffe es nicht. Das gestehe ich mir aber nicht ein, und gebe nach außen die Starke, die die doofen Männer doch gar nicht braucht.
Nehme ich es in mein Herz, dann kann ich die Unterstützung besser annehmen. Ich werde tief in mir innerlich wirklich stark und kann so plötzlich auch immer mehr die Führung übernehmen. Die Männer warten eigentlich darauf. Dann können wir die Energie zielgerichteter gemeinsam ausrichten, und viel besser und erfolgreicher sein.

Viele Grüße
Manfred


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Aug 15, 2009 2:35 pm 
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Registriert: Fr Jan 30, 2009 3:07 pm
Beiträge: 7
Liebe love,

auch wenn das Thema quasi schon fertig ist - es kommt mir sooo bekannt vor und gerade Manfreds Antwort passt viel zu gut :roll:

Ich frage mich auch oft, was ich in dieser "rauhen" Geschäftswelt tut, in der scheinbar all das, was ich eigentlich kann und bin, gar nicht gefragt zu sein scheint. :?

Wenn ich die Frau bin, die in dieser Situation steht, warum habe ich mir das geschaffen?
Um zu zeigen, zu beweisen, dass mein Weg richtig ist, Menschlichkeit, Offenheit, Unterstützung wichtiger sind als Konkurrenz und Widerstand. Aber offenbar vertraue ich nicht wirklich, dass das für das "richtige" Leben gilt, sondern nur für Nischenbereiche. Jetzt will ich (mir?) beweisen, dass es umfassend richtig ist.
Wenn ich das Gefühl in mein Herzen nehme, werde ich ruhiger und erkenne, dass ich nichts und niemandem etwas beweisen muss. Mir nicht und die anderen interessiert dieser von mir als so wichtig wahrgenommene innere Konflikt gar nicht. Ich darf einfach so sein, wie ich bin und bin nicht der Prüfstein einer Theorie. (schwer zu beschreiben, das Gefühl...)

Danke für die Anregung!

Devi


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Aug 15, 2009 3:40 pm 
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Registriert: Mi Jul 09, 2008 9:09 pm
Beiträge: 449
Ach, liebe Devi,

danke dir für dein Nochmal- Hinschauen! Und dir, Manfred ( bist` im Urlaub? ) auch , danke!

Das Thema bewegt ...und bewegt...sich , es ist schon kurios.

Das Hoppen hier gab mir wichtige Anstösse, das Thema umfassender zu betrachten. Eure Antworten entlasten mich auch. Und bei dir, Manfred, das mit dem `in die eigene Kraft kommen`, wenn ich genervt bin von diesen Männern, immer soo starke Männer um mich habe, brauche ich ja eigentlich gar nicht meine eigenen männlichen Aspekte (die haben wir alle!) zum Leben zu erwecken, das hat echt gepasst :oops:

Ich freue mich über neue Männer, die (privat) in mein Leben treten, yuppieh, ich kann mir einen aussuchen ( :roll: :wink: ) und bin richtig zufrieden mit dem Neuen, was da sich entwickeln will.

love :D love :D love :D

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" Ich danke, also bin ich. "


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 Betreff des Beitrags: macht
BeitragVerfasst: Sa Sep 05, 2009 4:55 pm 
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Registriert: Mi Jul 23, 2008 12:09 pm
Beiträge: 18
es gibt gerade in "männerbünden", also wo es um viel geht und wo männer entscheiden, auch wenn ein paar frauen dabei sind, die absolute priorität von macht. der und ihrem erhalt wird dann alles untergeordnet, und da sind gefühle oder das verständnis für andere, auch der gewaltfreie umgang mit anderen absolut untergeordnet. anfangs werden männer das wohl noch begreifen und versuchen, etwas zu ändern oder sich bspw. privat oder wenn es beruflich mal um weniger geht anders verhalten, aber mit der zeit ist alles davon durchdrungen.

da ist dann ein massiver und vielleicht auch kaum mehr überbrückbarer unterschied zur welt normaler menschen. ich würde solche männer gar nicht als macho oder nichtmacho einordnen, sondern das ist fast eine eigene kategorie. dh frau merkt, wie sie sind, wenn sie nicht mehr diese macht haben, sondern auch wie normale menschen leben.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Sep 05, 2009 5:15 pm 
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Registriert: Mo Apr 30, 2007 6:51 pm
Beiträge: 8405
Wohnort: Düsseldorf
Frauen können genauso negativ auf Macht reagieren wie ein Mann, hab dahingehend schon so einiges erlebt. Ob jemand gut oder schlecht mit Macht umgeht, liegt nicht am Geschlecht, sondern an Charakter und persönlicher Reife.

_________________
In diesem Spiegelkabinett siehst du eine Menge Dinge. Reibe dir die Augen! Nur du allein bist da.
(Rumi, Das Lied der Liebe)


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