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 Betreff des Beitrags: Lösung: Mutter Kind Schularbeiten
BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 12:01 am 
Hallo zu später Stunde,

hier gibt es doch auch viele Mütter.
Bitte hoppt das mit mir.


Wenn man als Mutter absolut nicht weiter weiß, weil auch Therapeuten mit ihren Kopfgesteuerten Konzepten nicht weiter kommen und es ständig wegen Schularbeiten eskaliert, weil sie nicht gemacht werden wollen,
weil sie hinausgezögert werden, weil das Kind sich immer wieder selbst ablenkt,

weil es Schule hasst und Hausaufgaben langweilig sind und das was es machen muss auch und wenn es sich weigert Hilfsmittel anzuwenden
und dabei auch noch wütend ist auf sich selbst und man sich als Mutter nur noch schreiend, drohend und motzend erlebt und es aber nicht möglich ist, dem Kind die 100%ige Verantwortung für seine Schularbeiten zu übertragen,

weil das Kind dann ins offene Messer rennt und sich derartig schaden wird und es dem Kind gleichzeitig total egal ist, es sich aber darin ablehnt, weil es nicht so schnell und gut sein kann (hier Rechtschreibung die aber gut ist, wenn es verdammich noch mal anwendet, was ihm beigebracht wurde)

und jeden Tag nur Streit ist und kein Familienleben mehr möglich ist, keine Zeit mehr für schöne Dinge, für Kuscheln, Vorlesen etc.

und wenn man dann als Mutter noch genervt ist und erleichtert ist über jede Minute, wo es nicht um Schularbeiten geht

und man die Wut im Kind sieht, den Schmerz, den Frust, das nicht vorankommen und wenn man sich darin wieder erkennt in dem Anspruch den man an sich hat und auf das Kind überträgt und in so Klischees verfällt,

das Kind soll bessere Möglichkeiten haben, als Mutter und Vater, weil man heute mit HS oder RS Abschluss keinen Blumentopf gewinnen kann.

Und man nur noch schreien möchte und sich dabei erlebt, wie man das eigene Kind packt, weil es nicht aufhört rumzubrüllen oder zu motzen oder sich selbst beleidigt, wie dumm und blöd es doch sein und das es nicht könne und am liebsten sterben würde weil Schule scheiße ist

und man sich selbst wieder findet, weil das Leben eben manchmal echt Scheiße ist und wenn man gerade dabei ist, sein Leben wieder zu sortieren, sich auf die schönen Dinge freut, Lust hat was anzupacken

und dann jeden Tag Streit, Tränen, Geheule, Geschrei (danke lieber Gott, dass wir so liebe und tolerante Nachbarn haben)

ich bin es leid, leid, leid. Ich mag nicht mehr, ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr.

Und am schlimmsten, ich will dann dieses Kind nicht mehr.
Ich will es nicht umarmen, wenn es dasteht und weint, weil ich es vor lauter Wut am Arm gepackt habe und ich will mich auch nicht als Arsch-Scheiss-blöde Mama beschimpfen lassen.

Ich kann mein Kind aber nicht ins offene Messer rennen lassen, weil er dann nicht auf sein Verhalten bezieht sondern auf seine Person und das wird keine heilende Erfahrung sein, aus der es lernen wird, sondern eine weiter Niederlage, die noch mehr in die Resignation zwingt.

Wahhhh !!!


Bitte, wie ist dieser Wust zu hoppen?


Zuletzt geändert von Cantamia am Di Mai 19, 2009 8:21 pm, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 3:49 am 
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Registriert: So Mär 22, 2009 7:06 pm
Beiträge: 177
Wohnort: bei Bruchsal
Wenn ich so wütend und verweigernd wäre wie das Kind, warum würde ich so reagieren? Ich würde so reagieren,
- weil ich mich überfordert fühle,
- weil ich Angst habe zu versagen,
- weil ich merken würde, daß mir manche Dinge sehr leicht fallen und andere gar nicht -> dann wäre ich wütend, daß ich nicht alles so einfach erledigen kann.
- weil ich Angst davor habe, nur bei guten Leistung beachtet und geliebt zu werden.
Es tut mir leid. Ich liebe mich trotzdem.

Wenn ich mir eine solche Situation erschaffen würde, warum würde ich das tun?
Ich würde mir eine so schwierige Situation erschaffen,
- weil ich das Gefühl habe in meinem Leben versagt zu haben
- weil ich Angst davor habe, eine schlechte Mutter zu sein
- weil ich glaube, daß Erziehung schwierig ist.
Es tut mir leid. Ich liebe mich trotzdem.


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BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 5:21 am 
Hallo Cantamia,

ich bin kinderlos, traue mich aber doch jetzt zu antworten. Und auch wieder un "hoppend". Mir fällt als erstes ein und auf, dass auch das Kind nicht so sein will, es will selber anders sein kann nur nicht. Also hat es Gründe, warum es so bockt, die bisher nicht gefunden wurden.

Ne, ich habe meine Meinung in Teilen geändert, ich hoppe doch erst. Wenn ich das Kind wäre, würde ich es hassen, zur Schule zu gehen, weil ich gut sein muß weil meine Mama Angst hat, dass ich es sonst im Leben nicht schaffe. Da ist noch was anderes, aber schon dieses Gefühl, gut sein zu MÜSSEN treibt mich in den Wahnsinn vor Wut. Gleichzeitig zeigt mir meine Mama, dass ich es nicht drauf habe, sie traut mir kein eigenes hingekriegtes Leben zu. Das ist ein totaler Wiederspruch. Einmal soll ich gut in der Schule sein und gute Leistungen bringen, zum anderen glaubt meine eigene Mama nicht, dass ich mein Leben selber irgendwie hinkriege und sitzt mir deswegen wegen der Schularbeiten ständig im Nacken. Ich fühle mich einerseits wie blöde (weil meine eigene Mama ja so denkt, dass ich lebensuntüchtig bin) und andererseits soll ich aber gute Noten nachhause bringen. Ich spüre diesen Widerspruch und es kostet mich alle innere Kraft, da überhaupt noch was zu machen. Ich fühle mich damit ganz doll unwohl.

Wenn ich diese Mutter wäre, hätte ich selber nie gelebt, ich weiß garnicht wie das geht. Daher gucke ich auch so ängstlich in die Zukunft und weiß daher nicht, dass die Schulbildung für ein gelungenes Leben keine Garantie abgibt. Ich habe selber nie erlebt, was Eigenes zu machen und weiß daher nicht, dass noch andere Faktoren zu Erfolg führen. Und deswegen halte ich mich an herkömmlichen Gedanken fest und die sagen mir, man muß in der Schule vorankommen, sonst kommt man nirgendswo hin.

Ich, Cantamia, bin hier im Bärbel Mohr Forum. Und ich gucke nun mal genauer zu Bärbel Mohr s Lebenslauf und beruflichem Werde Gang und stelle fest, dass Bärbel Mohr sämtliche "Gesetze", wie "man es macht" gebrochen hat und trotzdem oder gerade deswegen eine erfolgreiche Frau ist. Ich lasse das alles ganz doll auf mich wirken und nehme das alles ganz tief in mein Herz. Ich liebe mein Kind. Bisher wußte ich mir nur nicht zu helfen.



Ich, Tinchen, würde beim Kind zwei Sachen abklären. Zum ersten, ist es Linkshänder? Offen oder verschüttet? Kann ich eine sehr gute Adresse nennen von einer Fachfrau, die man dazu alles fragen kann. Wenn verschüttet Linkshänder, dann zurückschulen. Wenn schon offen Linkshänder, dann sich klar machen, Linkshänder verarbeiten Daten und Fakten anders, d.h. sie lernen anders, das lineare Denken der auf Rechtshänder ausgerichteten Lernmethoden frustriert Linkshänder mit zunehmen Schuljahren. Google mal : Silvia Weber, die ist kompetent zum Thema Linkshändigkeit und deren Folgen im normalem Leben.

das Zweite wäre zu überprüfen, wie bei Laechelnder_Katze, die vorhandene Intelligenz. Gibt es ausgeprägte Begabungen oder Talente? Dazu würde ich mich schlau machen.


Wenn ich, Tinchen, zu Dir rübergucke, würde ich Dir wünschen, mehr selber zu leben. Dann geht es nicht nur Dir besser, auch Deinem Kind fällt das Leben-Lernen leichter. Lies doch mal spasseshalber Biografien von erfolgreichen Menschen. (Bücherei? ) Da stehen Lebensläufe, die engagierten Eltern den Nachtschweiß auf die Stirne schießen lassen. Weil solche krummen Wege. Und oftmals dachte man von einem später erfolgreichem Mann, der ist ein Komplettversager , weil ....

Lies doch mal, wie Einstein beurteilt wurde.
oder
oder
oder
oder


Wenn das alles nicht greift und Du und Dein Kind weiter so aneinander geratet, gibt es noch die Möglichkeit, das was Systhemisches vorliegt. Auch da kann ich Dir wen kompetenten nennen. Bloß nicht zu irgendwem hin und mal ne Familienaufstellung machen, da wäre ich, auch im Interesse des Kindes, SEHR vorsichtig. Diese Kräfte wirken und die wenigsten Aufsteller wissen wirklich, was sie tun, die gehn zum Teil sehr fahrläßig, weil zu oberflächlich, mit dem Thema (und der daran hängenden Familie) um.

so, Beratungsstube zu, Tinchen wech


viele Grüße und nur Mut, das Leben sucht sich seinen Weg
Tinchen grüßt freundlich


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BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 5:34 am 
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Registriert: Mo Mär 16, 2009 5:35 pm
Beiträge: 723
Wohnort: Bayern
Hallo Cantamia,

habe das Gleiche erlebt. Wir haben unser Kind aus der Schule genommen. Punkt.
Das deutsche Schulsystem läßt leider nur Anpassung zu. Intelligenz und Kreativität sind nicht gefragt.
Ich bin heute der Meinung, dass es ein Eingriff in die innerste Persönlichkiet eines Menschen ist, wenn man ihm vorschreibt, was er wann zu lernen hat.
Kein Wunder, dass er sich wehrt, recht hat er! (oder sie!)

Vielleicht hilft Euch das weiter:

http://www.leben-ohne-schule.de/clonlara.htm

Da bekommst du auch Tipps, wie Schulabschlüsse ganz einfach zu machen sind.
Uns wird nämlich immer vorgemacht, dass man das ganze gesummse mit dem Schulbesuch mitmachen muss, da sonst das Kind keinen Schulabschluss hat. Alles Quatsch.

War neulich auch ein interessanter Artikel in der Sueddeutschen.

Übrigens gibt es den Schulzwang nur in Deutschland. Und Eliteuniversitäten wie Harvard und Yale, Oxford und Camebridge nehmen Homeschooler mit Handkuss - und ohne Zeugnis!

Das Familienleben wird kaputt gemacht wegen etwas völlig unnötigem.

Ich hoppe das mal:

Wenn ich das Kind wäre, wäre ich unglücklich, weil mir meine Zeit geklaut wird, in der ich etwas schöneres erleben könnte und mehr lernen könnte als in der Schule. Ich soll mich mit Dingen auseinandersetzen, die für mich nicht wichtig sind. Ich fühle mich gezwungen, verbogen, fremdbestimmt. Ich habe eine Mordswut - auf die Lehrer, auf meine Eltern. Ich tue alles um ihnen klar zu machen, dass ich das nicht will. Ich fühle mich machtlos und das macht mich noch wütender und trotzig. ALLES in mir ist dagegen. Ich kann es nicht verstehen, warum ich diese blöden Aufgaben machen soll - das hat überhaupt keinen Sinn, kein Ziel ausser mir meine Selbstbestimmung zu rauben. Es ist wie im Krieg!
Wenn ich das in mein Herz nehme und sage: Ich liebe Dich, ich verzeihe mir, es tut mir leid und ich liebe mich trotzdem, dann kann ich sehen, dass ich mit meinen Rundumschlägen alle verletze....

Aber sonst nichts - sorry - hier geht´s nicht weiter - ich verstehe das Kind so gut!

Die Schule zu verweigern heisst Mut aufzubringen und einen anderen Weg zu gehen, Vertrauen in das Kind zu haben und darauf, dass es (nach einer Erholungspause) selbst lernen will.

goldstaub

goldstaub

_________________
Umso besser es wird, desto besser wird es.


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BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 5:44 am 
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Registriert: Mo Mär 16, 2009 5:35 pm
Beiträge: 723
Wohnort: Bayern
Noch ein NAchtrag:

Das Kind braucht keine Therapie - sondern die Gesellschaft.
Dein Kind ist normal und gesund.
Es ist intelligent.
Auch Montessori oder Walddorf helfen da vermutlich nicht.
Das Kind wird auch ohne Schule Rechnen, Schreiben, Lesen lernen und darüber hinaus ALLES, was es braucht.
Dein Kind hat ein Recht auf Selbstbestimmung.
Dein Kind hat eine Recht auf Glück (Du auch).
Du bist die Erziehungsberechtigte. Warum solltest Du etwas so unglaublich wichtiges wie Bildung an eine Institution abgeben?
Warum wird angenommen, dass FREMDE mehr können als Du, die Mutter?

Das ist doch alles Mind-Fuck!

Wir reden hier von LOA, Erleuchtung, Freiheit und was weiß ich nicht noch alles und überlassen unsere Kinder dem Staat, der angepasste Nichtdenker aus ihnen macht? Alles was sie in der Schule beigebracht bekommen, müssen sie hinterher mühsam wieder verlernen.

Ich glaube, die Kraft, die Du z.Z. aufwendest um Dein Kind zu zwingen, kannst Du viel besser verwenden um für Dein Kind zu kämpfen - nich gegen das Kind!

Liebe Grüße
goldstaub

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Umso besser es wird, desto besser wird es.


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BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 7:05 am 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
Vor ein paar Wochen (Monaten) hatte ich genau das gleiche Problem..

Meine Tochter.. wollt keine Hausis machen.. bzw. nicht für Arbeit lernen.. und das End vom Lied war sogar.. das mein Mann mich und mein Gestreite mit unserer Tochter nicht mehr ertragen konnte.. und sich von mir trennen wollte..

viel hat Hoppen geholfen.. und auch eine Elternberatungsstelle vom Jugendamt.. (kostenlos).. da bekam ich einfach mal den Rücken gestärkt.. und meine Tochter aber auch..

Leider hat das Jugendamt so einen schlechten Ruf... aber.. aus finanziellen Gründen.. musste einfach und schnell eine Lösung her.

Ich war total überrascht (!!) denn sie halfen mir total unbürokratisch und einfühlsam.. ich bekam eine total liebe Familientherapeutin.. sie ist sehr fähig.. habe noch immer alle 14 Tage ein Gespräch.. auch meine Tochter allein hat Gespräche.. in denen sie sich über mich beschweren kann :wink: :lol: .. (übrigens sehr wichtig!)

Ich lernte, dass mein Kind auch einfach schon die Verantwortung für sich selbst HAT!
.. das ich loslassen muss..
Die Kinder können nur Verantwortung lernen wenn sie es selbst bestimmen. Wenn sie sich mal durchsetzen..
dann können sie selbst bestimmen ob sie wollen oder nicht.

Du kannst niemand zum Glück zwingen.. das hab ich dadurch gelernt!!


Wenn ich Dein Kind wäre:

ich würde mich weigern zu lernen.. und Hausis machen.. weil ich das Gefühl hätte.. mich würde keiner fragen, was ich eigentlich WILL.. man würde mir nichts zutrauen..
man hätte kein Vertrauen in mich.. ich will einfach mal selbst bestimmen, ob, wann, wieviel und mit wem ich lerne.. oder was ich lerne..

Ich habe das Gefühl, mich versteht keiner.. kein Therapeut, nicht die Lehrer und nicht meine Eltern..!
Alle wollten nur was.. und je mehr die Erwachsenen es wollen, desto weniger bin ich dazu bereit..

Lasst mich doch einfach mal machen... lasst mich kurzfristig auf die Nase fallen.. hinterher.. bin ich bestimmt viel klüger.

wenn ich mich selbst in den Arm nehme und mein Herz öffne.. spüre ich erleichterung.. der Druck lässt nach.. ich kann mir vorstellen..
ich mache Hausis mal nur für mich.. wie ich will.. wann ich will.. und ich sehe selbst mein Ergebnis.. so dumm bin ich gar nicht, wie ich mir selbst eingeredet habe.. ich sehe eigene Ergebnisse.. und fahre Erfolgserlebnisse heim.


Es tut mir leid.. ich liebe mich wie ich bin.


Alles Liebe

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BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 7:09 am 
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Beiträge: 230
Hallo,
danke für das Thema. ZUFÄLLIG haben wir letzten samstag ein ADS Kind gehoppt im Seminar in Weilheim, mit ähnlichem Thema, und meine Antwort war:
als Kind: Ich bin gesund. Ich lasse mich nicht verbiegen. Ich lasse mich nicht manipulieren. Mir ist es egal, ob ich nicht fernsehen darf, oder keinen Nachtisch kriege, alle Strafen nutzen nichts, denn ich will leben, wie ich bin. Eigentlich ist das ganz normal, nur lassen sich eben andere Kinder irgendwann verbiegen.
Nehme ich es in mein Herz, entsteht auf wunderbare Weise mehr Freiraum: eine andere Schule, eine neue Lehrerin, eine Erzieherin, die mir hilft, meine Art auch anders und ein bisschen angepaßter zu leben,.....

Als Mutter: Das Kind zeigt mir, wo meine Freude liegen würde, im nicht-mehr-angepasst-sein. So wäre ich auch gern, wie dieses Kind, eigentlich geht mir soooo vieles in meinem Leben gegen den Strich. Mein Kind erinnert mich, wie ich selbst gern schon immer wäre- viel mehr frei.
Nehme ich es in mein Herz, erlaube ich mir selbst mehr Freiheiten, und dann brauche ich nicht mehr mein Kind, dass dies stellvertretend für mich tut. Mir geht es viel besser, und mein Kind wird sich auch von selbst mehr "anpassen" und der Umgang mit ihm auch einfacher werden.

PS: Wir haben unsere Kinder aus diesem Grund auf der Montessorischule und sehr gute Erfahrungen damit.
Manfred


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BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 7:28 am 
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Beiträge: 3830
Danke Manfred!!..
passt wieder wie die "Faust aufs Auge"!..(Ich merke.. man "hoppt nie aus!" :wink: )

Zitat:
Als Mutter: Das Kind zeigt mir, wo meine Freude liegen würde, im nicht-mehr-angepasst-sein. So wäre ich auch gern, wie dieses Kind, eigentlich geht mir soooo vieles in meinem Leben gegen den Strich. Mein Kind erinnert mich, wie ich selbst gern schon immer wäre- viel mehr frei.
Nehme ich es in mein Herz, erlaube ich mir selbst mehr Freiheiten, und dann brauche ich nicht mehr mein Kind, dass dies stellvertretend für mich tut. Mir geht es viel besser, und mein Kind wird sich auch von selbst mehr "anpassen" und der Umgang mit ihm auch einfacher werden.


Alles Liebe

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BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 7:31 am 
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Beiträge: 29
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Ich habe Kinder beobachtet, die vom normalen Schulsystem in die Waldorfschule kamen. Ich muß sagen das hat mich überzeugt. Wäre schön gewesen, ich hätte für meinen Sohn auch diese Möglichkeit gehabt, aber diese Schule gab es in unserer Nähe damals nicht. Es kommt vielleicht auch auf die jeweilige Schule an, diese jedenfalls ist gut. Vielleicht schaust du zusammen mit deinem Kind mal verschiedene Schulen an und besprichst mit ihm/ihr Möglichkeiten, die Situation zu ändern. Dann merkt es, erstens das du es ernst nimmst und das es zweitens vielleicht doch noch andere Möglichkeiten gibt und das drittens das miteinander gut auskommen immer noch das Wichtigste im Leben ist und nicht Leistung bringen um jeden Preis. Ich schick dir viel Kraft und ne riesen Portion Glück um die Situation zur aller Zufriedenheit zu lösen. :) Liebe Grüße Elfe

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Es ist einfach,
glücklich zu sein.
Schwer ist nur,
einfach zu sein.


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BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 7:54 am 
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Hallo nochmal,

meine Tochter ist auf einer Monte - sehr gut, macht gerade Quali und will auf´s Gymn.
Bei meinem Sohn hat das nicht geklappt. Die Schule meiner Tochter hat ihn trotz Geschwisterkind-Vorteil wegen der Beurteilung der Kindergarten-Erzieherin abgelehnt.
Dann war er 1/2 Jahr auf der Regelschule, bis wir es nicht mehr mit ansehen konnten. Dann war er auf einer internat. Montessori-Schule. Das ging 1 1/2 Jahre so lala, mit viel Einsatz. Aber er hat sich immer gewehrt. Für ihn war das Schlimmste, mit Kindern zusammen lernen zu müssen, die er nicht selbst ausgewählt hat.
Dort ist er dann Anfang dieses Schuljahres rausgeflogen, weil ein neuer Lehrer ihn am Arm festhielt - was er überhaupt nicht ausstehen kann - und mein Sohn getreten hat - mit Fussbalschuhen. Er wußte nicht, dass man damit verletzen kann, hat sich einfach gewehrt.

Montessori ist nicht für jeden eine Lösung, Walddorf auch nicht, Sudbury auch nicht und freie Schule auch nicht. Alle diese Schulen unterstellen sich nämlich dem Lehrplan der Bundesländer. Dann ist eigentlich keine wirkliche Freiheit mehr möglich, das Pensum muss geschafft werden - auf dem Rücken der Kinder, für den Ehrgeiz der Erwachsenen.

Meine Tochter habe ich deshalb gut durch die Schule gebracht, weil ich immer wieder sehr deutlich gemacht habe, dass es mir egal ist, ob sie mit 10 Jahren schreiben rechnung und lesen kann. Ich habe mich sehr oft auch mit diesen Lehrern gestritten. Meine Tochter hat nämlich die ersten drei Jahre ihrer Schulzeit in der Aula verbracht...
Heute ist sie ein Ass in Mathe... Die Lehrerin in der 2. Klasse hat mir mal gesagt, sie wäre mathematisch minderbegabt!!! Alles eine Sache des Blickwinkels.

Klar hilft hoppen. Aber auch bei Dir - Manfred - kommt klar zum Ausdruck, dass Schule verbiegt und wenn das Kind auch eine richtig nette Lehrerin hat wird es vermutlich nur lernen, um der Lehrerin einen Gefallen zu tun. Ich bin der Meinung, dass Kinder aus sich heraus lernen sollten. Und dabei die volle Unterstützung ihrer Eltern haben sollten. Und Hausaufgaben gehören da auf keinen Fall hin. Immer noch denkt kein Erwachsener daran, wievile ein Kind beim freien Spiel lernt, sowohl im sozialen als auch im intellektuellen Bereich. Denn es führt kein Heft darüber und ist nicht kontrollierbar.
Da ist Vertrauen gefragt!

Übrigens waren wir auch bei Schulbratung, Heilpädagogik, Tests etc.
Ich würde meinem Kind das heute nicht mehr zumuten! Da wird ihm und uns weisgemacht, irgendetwas stimmt nicht mit ihm/uns! Wo´s nicht stimmt ist das System.
Mein drittes Kind wird weder in einen Kindergarten noch in eine Schule gehen. Ich will nur eins: Das er glücklich ist. Schreiben und Rechnen wird total überbewertet, vor allem, wenn das Kind das nicht alterskonform lernt, sondern nach seinem eigenen Tempo.

Ach, schon wieder so viiieeel, sorry. Aber das ist MEIN Thema!

Liebe Grüße
goldstaub

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Umso besser es wird, desto besser wird es.


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BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 8:00 am 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
Manchmal wollen Kinder aber auch einfach was anderes als Eltern..
Man sollte einfach wirklich versuchen das Kind ernst zu nehmen.. mit dem was es will!

Egal Schulform .. oder .. oder..

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BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 8:05 am 
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Registriert: Mo Aug 11, 2008 9:12 am
Beiträge: 177
Hallöchen,

ich habe zwar auch (noch) keine Kinder, aber ich hoppe trotzdem mal mit:

Wenn ich ein Kind wäre, dass sich diesen Stress bei den Hausaufgaben erschaffen hat, dann weil ich an dieser Situation meine angestaute Wut und meinen Frust über die Schule ablassen kann. Das Boykottieren von Hausaufgaben ist derzeit meine einzige Möglichkeit mir selbst "Raum und Freiheit" zu geben. KEINER kann mich zwingend Hausaufgaben machen zu müssen, denn ICH muss ja schreiben, ich muss das Buch aufschlagen und den Stift nehmen. Ich kann mich sonst nicht anders wehren, aber hier habe ICH endlich die Macht! Meine Eltern können mich so viel anschreien, wie sie wollen - ich bin dann nur trotziger! Keiner versteht mich!! Mir geht alles nur noch auf die Nerven: jeden Tag dieser Schuldruck, ätzende Lehrer, Klassenarbeiten, Stress, Stress, Stress... ich brauche eine Auszeit, ich brauche mehr Freiheit, ich will ja Verantwortung übernehmen, aber ich bin so wütend, dass ich nicht mehr denken kann. Ich fühle mich hilflos, unverstanden, allein gelassen... sage ich aber: es tut mir leid, ich verzeihe mich und ich liebe mich trotzdem, dann entspanne ich mich innerlich... dann sehe ich die Schule als Herausforderung und nicht als Belastung... trotzdem möchte ich eine Möglichkeit finden, die Situation für mich zum Besten zu bringen - zusammen mit meinen Eltern.

Wenn ich eine Mama wäre, die sich ein Kind erschaffen hat, dass keine Hausaufgaben machen möchte, dann weil ich lernen will mit den Augen meines Kindes zu sehen. Ich will endlich sehen können, dass es leidet und sich nach Liebe und Anerkennung verzehrt. Ich will lernen Verständnis aufzubringen, denn ich liebe mein Kind aufrichtig und das vergesse ich manchmal. Ich sehe nur mit den Augen einer Mutter, die das Beste für ihr Kind will. Doch mein Kind spürt, was das Beste ist, es hat EIGENE Bedürfnisse. Es spürt deutlich, dass es mit der Situation nicht klarkommt und versucht sich daraus zu befreien - mit Händen und Füßen. Ich muss das endlich erkennen - es geht nicht darum "meine Bedürfnisse" zu befriedigen und dem Kind eine "optimale" Zukunft aufzudrängen, es geht darum den Weg des Kindes zu ebnen und es zu halten, wenn es droht zu stolpern... es zu lieben, auch wenn es so verzeifelt ist, dass es mich beschimpfen muss um sich Gehört zu verschaffen. Wenn ich sage, es tut mir leid und ich verzeihe mir und ich liebe mich trotzdem, dann....verschwindet meine Wut und ich werde sehr traurig. Ich sehe, dass mein Kind nur ein zartes, zerbrechliches Wesen ist voller Unsicherheiten... ich bedaure es, dass ich so lange gegen mein Kidn gekämpft habe anstatt MIT meinem Kind... und ich bin bereit einen neuen Weg zu gehen...

Liebe Grüße,

Trini

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"Gedanken werden Dinge!" (the Secret)

"Alles was möglicherweise existiert - existiert bereits!" (Master Key System)


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BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 8:07 am 
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Beiträge: 723
Wohnort: Bayern
Kinder haben ein Recht darauf, etwas anderes zu wollen als die Eltern - oder sonst wer. Ich verweigere ja meiner Tochter auch nicht den Besuch auf dem Gymi - sie will da wirklich hin, am Liebsten gleich und lernen und Stress und mit 17 Abitur mit Eins. Soll sie machen. Ich kann sie dabei unterstützen - mehr nicht. Und wenn sie nicht will, kann sie auch ein Jahr zu Hause bleiben und sich langweilen, vielleicht fällt ihr dann was ein....

Aber ein Kind in Therapie zu schicken, weil es sich gegen das System wehrt - wo sind wir dennn? Alles wird als krank bezeichnet und muss therapiert werden, wenn es nicht zur Norm passt. Und hinterher wird beklagt, dass es keine lösungsorientierten und leistungsbereiten Menschen gibt...

goldstaub

P.S. Hab übrigens nicht grundsätzlich was gegen Schule - nur gegen Schulzwang. Für manche ist Schule sicher auch der richtige Weg, wobei ich keinen einzigen Schüler kenne, der Hurrraaa schreit, wenn er morgens in die Schule darf... Ausser meine Tochter... abartig!!

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BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 8:09 am 
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Registriert: Mo Apr 30, 2007 6:51 pm
Beiträge: 8405
Wohnort: Düsseldorf
goldstaub hat geschrieben:
Wir haben unser Kind aus der Schule genommen.

Wie geht'n das praktisch vor sich? Wie läßt sich die Schulpflicht aushebeln?

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In diesem Spiegelkabinett siehst du eine Menge Dinge. Reibe dir die Augen! Nur du allein bist da.
(Rumi, Das Lied der Liebe)


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BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 8:16 am 
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Registriert: Do Apr 20, 2006 1:07 pm
Beiträge: 593
Hi Cantamia, hoppen kann ich das nicht. Was Schule angeht bin ich nach drei Kindern völlig fatalistisch eingestellt. Die muss man möglichst heil überleben - unser System ist schlimm und taugt für wenige Kinder. (Glück wenn man da rein passt.) Erstaunlicherweise werden die Kinderlein trotzdem was. :-)) Ganz sicher.

Ich selber habe (gefühlte) JAHRE damit zugebracht, auszurechen ob ich doch sitzen bleibe - da träume ich heute noch von.

Übrigens nach der Pubertät, ich vermute da stark etwas profanes wie Gehirnreifung, ging (geht) das bei allen dreien ganz gut. Davor waren sie sehr perfekt in Hausaufgaben abschreiben und tricksen und heftige manchmal auch sehr echte Krankheiten. Auch nicht das was man möchte, aber lieber so als sich (und die ganze family mit) Tag für Tag mit Hausaufgaben quälen.


ps Goldstaub. ich hoffe du hast noch alle Hühner! ich hatte etwas beunruhigt die Tage bis Freitag gezählt.


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