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BeitragVerfasst: So Mai 17, 2009 6:19 pm 
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Registriert: Mi Mär 21, 2007 10:45 am
Beiträge: 230
Hallo,
dieses Thema wollte gern jemand aus dem Forum hoppen, hier stelle ich es stellvertretend ein:

Ich lese gerade das Buch "Das Geheimnis vom Herzmagneten" und habe meine älteste tiefsitzendste Angst aufgespürt. Als ich vier Jahre alt war, ist mein Vater, den ich abgöttisch geliebt habe, plötzlich durch einen Arbeitsunfall tödlich verunglückt.
Dieses Drama hat sich für mich nun ein Leben lang wiederholt. Immer wenn ich eine Liebesbeziehung hatte, verschwanden die Männer plötzlich und ohne jede Erklärung oder Vorwarnung von einem Tag aus dem anderen aus meinem Leben und waren nicht mehr erreichbar. Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll.
Kannst du mir helfen und das Thema für mich hoppen?

Meine Antwort:
Wenn ich einer dieser Männer wäre, dann würde ich spüren, dass nicht ich in der Liebesbeziehung gemeint bin, sondern ich stehe hier nur als Platzhalter für den Vater. Ich spüre, etwas stimmt nicht, es ist, als sieht diese Frau immer an mir vorbei, auf jemand anderen hinter mir. Ich kann es selbst nicht verstehen, irgendwann gehe ich weg, weil die Frustration zu groß wird.

Wenn ich diese Frau wäre, dann habe ich mir diese Situationen mit Männern erschaffen, da ich den Tod des Vaters nicht erlebt und verwunden habe. Damals war ich für ein erlöstes Erleben einfach noch zu klein. Ich suche noch immer nach meinem Vater, und jeder neue Mann spürt das und schenkt mir wieder und wieder dieses Gefühl, dass ich beim Tod des Vaters hatte, damit ich es einmal ganz durchleben kann. Im Grunde sind diese Männer Entwicklungshelfer für mich, um frei von dieser Suche nach dem Vater zu werden.
Nehme ich es in mein Herz, dann sehe ich eine ganz andere Perspektive: Der Tod meines Vaters hat mich frei machen wollen, nur ihm zu gefallen, nur ihn in jedem Mann zu suchen. Wenn ich seinen Tod annehme und akzeptiere, dann ist es wie ein frisch gefallener Schnee: alles ist neu, alles wird möglich. Plotzlich sehe ich die Männer um mich, und nicht mehr nur meinen Vater. Es ist eine völlig neue Welt, die sich mir eröffnet- welch ein Abenteuer!

PS: Kam heute zu mir, ein arabisches Sprichwort: Viele Menschen halten das, was sie 30 Jahre lang falsch gemacht haben, für Erfahrung.

PS 2: Das sich Dinge wiederholen im Leben, weil ein bestimmtes Gefühl ungelebt in mir schlummert, wird beschrieben im ersten Buch von Bärbel und mir: Fühle mit dem Herzen - und du wirst deinem Leben begegnen.

Manfred


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BeitragVerfasst: So Mai 17, 2009 8:25 pm 
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Registriert: Do Apr 20, 2006 1:07 pm
Beiträge: 593
Wenn ich diese Frau wäre, würde ich meinem Vater die Treue halten wollen. Da dürfen keine andere Männer wirklich wichtig für mich werden. Niemals, sonst verrate ich ihn und das wäre ganz schlimm. Wenn ich beginne einen anderen Mann zu lieben, dann muss der verschwinden. Schnell und am besten auf die gleiche Art und mit dem gleichen Schmerz, den ich schon kenne. Nur so ist es in Ordnung.

Spüre ich dieser unbedingten, bedingungslosen Treue nach, merke ich plötzlich, dass ich meinen Vater natürlich geliebt habe, aber er war doch mein Vater und nicht mein Mann. Wessen Treue lebe ich denn? Mein Blick geht zu meiner Mutter und sie wendet sich von mir ab. Jetzt verstehe ich ein wenig. Ich schaue zu meinem Vater und er lächelt, aber nicht froh. Er wünscht sich, dass ich mein Leben lebe und keine Lasten für ihn oder meine Mutter trage.

Es tut mir leid, dass ich das überhaupt tue, es war gut gemeint, aber falsch und was für eine Erleichterung, als ich diese Last bei den beiden abstellen kann. Sollen meine Eltern doch damit machen was sie wollen. Das ist vielleicht ein bisschen egoistisch, aber richtig und mir geht es gleich besser. Meine Schultern richten sich auf, mein Rücken wird gerade und ich schaue nach vorne.


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BeitragVerfasst: So Mai 17, 2009 8:47 pm 
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Registriert: Di Apr 03, 2007 5:34 pm
Beiträge: 603
Wohnort: Hamburg
Hallo, wenn ich einer dieser Männer wäre, der plötzlich verschwindet, würde ich "denken", dass sie erst ihren Schmerz heilen muss, um weit und bereit genug für die Beziehung zu sein. Drum geh ich. Weil ich merke, dass ich auf Holz sozusagen bei ihr stoße. Sie ist für mich wiederum nicht erreichbar, ich bekomme keine Resonanz von ihr ... Sage ich: Ich liebe dich, ich verzeih mir, es tut mir leid udn ich liebe mich trotzdem sehe ich ihre Traurigkeit. Aber ich weiß nciht, wie ich ihr helfen soll, wenn nciht mit meinem Abgang? Ich weiß nciht, da ist irgendwie ein Punkt erreicht, an dem es nicht mehr weiter geht ...ich will dann einfach nur noch weg.

Wenn ich die Frau wäre, die sich solche Männer in ihr Leben holt, die plötzlich auf und davongehen, warum hätte ich das getan? Ja, um Tiefe zu erlangen. DAs ist das einzige, das mich interessiert. ich hole mir diese Männer, um auf mein Problem, auf meinen Schmerz aufmerksam gemacht zu werden. Wie soll ich ihn sonst erkennen? Und ich merke, dass ich gar nicht für mehr bereit bin - bis hierhin und nicht weiter. Das macht ihnen Angst und frustriert sie, drum gehen sie. Weil sie u.a. so gekränkt sind. Sage ich: Es tut mir leid, ich liebe dich, ich verzeih mir und ich liebe mich trotzdem sehe ich,d ass sie plötzlich innehalten und mich angucken. Aber ich kann ihnen keine Antwort geben, weil ich erst mal was mit mir selbst abklären muss. Udn ich seh, dass ich sie eigentlich gar nicht haben will :roll: . Ich hätte eigentlich lieber keinen Mann ... um meine Ruhe zu haben, hm.

Lieben Gruß
Hannah


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BeitragVerfasst: So Mai 17, 2009 8:52 pm 
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Registriert: Di Apr 03, 2007 5:34 pm
Beiträge: 603
Wohnort: Hamburg
Manfred hat geschrieben:

PS: Kam heute zu mir, ein arabisches Sprichwort: Viele Menschen halten das, was sie 30 Jahre lang falsch gemacht haben, für Erfahrung.


:mrgreen: Super!

Manfred hat geschrieben:
PS 2: Das sich Dinge wiederholen im Leben, weil ein bestimmtes Gefühl ungelebt in mir schlummert, wird beschrieben im ersten Buch von Bärbel und mir: Fühle mit dem Herzen - und du wirst deinem Leben begegnen.


Jo, so ist das wohl wirklich. Ich merk das auch an mir, dass ich mich in "gefährliche" Situationen bringe, um was in mir zu spüren und darüber zu entdecken ... um quasi aufzuwachen darüber udn mich für was anderes zu entscheiden. Aber wie kann ich mich für etwas anderes entscheiden, wenn ich vorher nicht das eine kennengelernt habe? So gesehen ist alles gut und richtig und in Ordnung ... ;) Fragt sich nur, wie lange man es haben möchte ...


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BeitragVerfasst: So Mai 17, 2009 9:12 pm 
erst das unten geschrieben, dann kam mir plötzlich dieser Gedanke: das hier wird mittlerweile so spannend, könnte man in Buchform veröffendlichen, würden viele gerne bis sehr gerne lesen.

Na, das ist ja mal ein Beispiel mitten aus dem Leben. Ich fang mal mit der Frau an, weil ich innerlich zu den Männern grade keinen Zugang finde:

Wenn ich diese Frau wäre, hätte ich mich beim Tot meines Vaters so erschrocken, dass ich mir einfach einen Phantasie Papa gebaut habe und den, auch vor mir verheimlicht, in meinem Herzen trage. Und das alles habe ich auch vor mir selber vergessen. Ich konnte den Verlust meines Papas nicht ertragen, deswegen habe ich heimlich beschlossen, dass mein Papa nur weg ist und wiederkommt. Ich muß nur lang genug warten. Dieses Bild gibt mir den Mut, weiter groß zu werden und meine Kindheit zu überstehen. Gucke ich zu meiner Mama hin, ist da nur Kälte, deswegen klammere ich mich an dieses innere Bild von dem zurückkommenden, mich rettenden, mich verstehenden und mich unterstützenden Vaters.

Jetzt bin ich groß und immer, wenn ein Mann in mein Leben kommt, öffne ich für mich selber auch versteckt dieses innere Bild und denke und fühle mich so, als wäre mein Papa wieder zurückgekommen und würde mich retten, mich verstehen und unterstützen, wie ich es brauche und diesmal bleiben. Ich gucke quasi durch ein trübes selbst gebautes Bild von meinem Phantasie Papa durch zu dem neben mir gehenden Mann und sehe den realen Mann kaum richtig an.

Nehme ich das in mein Herz, brüllt erstmal der Schmerz des Verlustes in mir hoch. Ich gucke mich um und suche mir jetzt realen Halt bei Freunden, damit ich diese Trauer und den Verlust mir ganz klar machen kann, weil ich da andere brauche, um aus diesem Kinderbild aussteigen zu können. Vielleicht gehe ich auch noch wo hin, wo mir wer konkret energetisch hilft (da hätte ich, Tinchen, eine wunderbare Adresse für). Ich nehme das alles in mein Herz, beschäftige mich mit meinen Gefühlen und mir wird klar, ich habe mich bei meinen "Verflossenden" zu entschuldigen, weil ich die garnicht richtig gesehen habe. AUch das nehme ich in mein Herz und liebe mich auch damit. die nächsten Wochen treffe ich (das ist jetzt rein spekulativ :!: ) "zufällig" einen Mann nach dem anderem, erzähle ihm von meinem neuen Erkenntnissen, ich entschuldige mich für mein nicht richtig da sein und wir gehen in Freundschaft und Frieden auseinander. Ich trauere weiter, solange, wie ich es brauche. Und dann gucke ich plötzlich klarer zu den Männern in meiner Nähe, als ob mir die Augen aufgehen. Auch das nehme ich in mein Herz. Und plötzlich steht da ein Männer Exemplar da, das mich interessiert, wir gucken uns an und es wird spannend wie nie.

Wenn ich einer dieser Männer wäre, die gegangen sind, wäre ich zutiefst davon berührt, das sich mal eine Frau bei mir entschuldigt. Ich würde das NIEEEE zugeben. Aber nach dieser Begegnung und der Entschuldigung mußte ich immer wieder daran denken, das es doch eben auch anders geht und ich würde heimlich heulen, wenn es keiner mitkriegt. Meine Mama nämlich hatte vor meiner Geburt auch so einen tiefen Verlust, den sie nie abgetrauert hat und ich hatte IMMER das Gefühl, wie durch einen Nebel zu wandern, als ob ich nie sichtbar für sie war. Deswegen hat mich diese Frau auch so angezogen, ich fühlte mich bei ihr wie zuhause. Und weil mein eigener Papa auch nicht innerlich anwesend war, waren Frauen meine einzigste Quelle von Zuspruch und Anteilnahme. Das nehme ich alles in mein Herz. Und dann bin ich ratlos.

(wieder rein spekulativ) Dann denke ich an meine Männer Gruppe und das ich da mal mit diesen älterem Mann reden könnte. Ich nehme meinen gesammten Mut zusammen und gehe auf ihn zu und erzähle ihm von meinem Kummer. Da erlebe ich für mich als Mann zum ersten Mal, dass mir ein Mann mitfühlend zuhört, was mich ganz komisch ganz ungewohnt ganz anders stärkt. Und ich kann plötzlich meine riesige Wut auf diese Frau und meine Mama ein Stück weit abgeben. Ich nehme das in mein Herz. Dann kommt dieser ältere Mann auch noch auf die Idee, mich zu umarmen. Da ist es vollens um mich geschehen, ich heule los wie nie und fühle mich wie von einer Zentner Last befreit. Ich nehme das alles in mein Herz. (ich weiß, ich Tinchen, hoppe hier gerade nicht mehr wirklich, aber ich suche hier gerade ne Lösung, die trägt) Ich nehme mir vor, zum Boxen zu gehen, um mal gesunde Männerkräfte zu spüren und zu fühlen, dass ich mit Kraft wütend sein darf und der mir gegenüber stehende Mann bleibt stehen. Das alles nehme ich in mein Herz. Ich atme tief und sauge das ganz in mich ein.

Und ich gucke mich um und gucke plötzlich viel entspannter zu den Frauen hin. Ich sehe viel unterschiedlichere Frauen aufeinmal, viel mehr Liebreiz und Freude. Und mir fallen plötzlich ganz andere Frauen auf, die nicht so auffällig daher kommen, sondern eher in sich ruhend unauffällt innere Werte symbolisieren. Von dieser neuen Art Frau kommt eine mir besonders nahe und ich erlebe eine ganz neue Art von Beziehung, viel friedvoller, kraftvoller. Das nehme ich alles ganz in mein Herz.

Ich überdenke mein vergangenes Verhalten und entschuldige mich nun umgekehrt bei meiner Verflossenen, weil auch ich mich komisch verhalten habe. Ich bedanke mich bei ihr für die Erfahrung und wünsche ihr noch ein schönes Leben.


zuende ge"hoppt"
meint Tinchen


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 Betreff des Beitrags: Danke an euch alle fürs Hoppen!
BeitragVerfasst: Mo Mai 18, 2009 12:27 pm 
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Registriert: Mo Mai 11, 2009 7:29 am
Beiträge: 11
Ihr habt mir sehr weitergeholfen.

Liebe Tinchen, du hast das so genau getroffen, dass ich bis ins innerste erschüttert bin. Mir ist eine Riesenlast von den Schultern gefallen und ich weiß einfach, dass ich dieses Problem jetzt lösen kann.

Kannst du mir bitte die Adresse, von der du geschrieben hast, mitteilen?

Extrem betroffen hat mich der Mann, den du Tinchen gehoppt hast. Das ist genau mein letzter Freund, den ich sehr geliebt habe und durch den ich an diesen Tiefpunkt gelangt bin. Ich habe mich vor einer Woche bei ihm entschuldigt und ihn um Verzeihung gebeten, aber nichts mehr von ihm gehört.
Ich kenne durch viele Gespräch mit ihm seine familiäre Situation und weiß über sein Verhältnis zu seiner Mutter und deren Verlust vor seiner Geburt. Und diesen älteren Mann, der ihm sehr nahe steht und bei dem er sich momentan befindet, gibt es auch.


Ich danke euch nochmals von ganzem Herzen für eure Unterstützung, ihr habt mir so geholfen!!

Sunshine3


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Mai 18, 2009 1:20 pm 
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Registriert: Mo Mär 16, 2009 5:35 pm
Beiträge: 723
Wohnort: Bayern
Hallo,
hab nicht alle Beiträge gelesen und hoppe mal los:

Wenn ich die Frau wäre, dann hätte ich das Bild in mir, wie mein Vater sich von mir verabschiedet, mit versichert, er käme in Kürze wieder, aus der Tür geht, winkt, ins auto steigt. Und dann nie wiederkommt. Ich fühle mich verraten, mein Vater hat sein Versprechen nicht gehalten. Ich bin ziemlich wütend, wie konnte er mir das antun? Wenn ich das in mein Herz nehme und sage: Ich liebe Dich, ich verzeihe Dir, es tut mir leid und ich liebe mich trotzdem, dann sehe ich, wie groß die Verzweiflung meines Vaters im Augenblick des Todes gewesen ist und dass er alles darum gegeben hätte sein Versprechen zu halten. Aber er war einen Moment unaufmerksam. Er bittet mich täglich um Verzeihung durch die Männer, die nicht bei mir bleiben können, damit ich sehe, er liebt mich trotzdem und keiner wird mich mehr verlassen.

Wenn ich die Männer wäre, die diesem verletzten Kind gegenüber stehen, würde ich den grossen Schmerz in ihr spüren und die Hoffnung aufgeben, dass es in meiner Kraft liegt, sie zu heilen. Ich würde ihr diesen Schmerz immer wieder zufügen, weil ich spüre, dass sie nur dann durch diesen Schmerz zur Heilung gelangen kann, wenn sie den Schmerz zuläßt. Ich spüre, dass sie dem Schmerz entgehen möchte und ausweicht.
Wenn ich das in mein Herz nehme und sage: Ich liebe dich, ich verzeihe mir, es tut mir leid und ich liebe mich trotzdem, so kann ich bei ihr bleiben und den Schmerz mit ihr gemeinsam durchleben, denn anschließend wartet der
Himmel....

Oje...
goldstaub

_________________
Umso besser es wird, desto besser wird es.


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 Betreff des Beitrags: Re: Danke an euch alle fürs Hoppen!
BeitragVerfasst: Mo Mai 18, 2009 4:30 pm 
Sunshine3 hat geschrieben:
Ihr habt mir sehr weitergeholfen.

Liebe Tinchen, du hast das so genau getroffen, dass ich bis ins innerste erschüttert bin. Mir ist eine Riesenlast von den Schultern gefallen und ich weiß einfach, dass ich dieses Problem jetzt lösen kann.

Kannst du mir bitte die Adresse, von der du geschrieben hast, mitteilen?

Extrem betroffen hat mich der Mann, den du Tinchen gehoppt hast. Das ist genau mein letzter Freund, den ich sehr geliebt habe .....

Sunshine3


jetzt bin ich baff, Sunshine3 und komplett verblüfft. Ich werde hier gerade sehr sehr vorsichtig mit dem, was ich Dir hier schreibe. Aber dass Du da rauswachsen wirst, sehe ich auch so. Weil, das Schwerste hast Du hinter Dir, das sich-klar-machen-was-man-tut-und-warum-man-es-tut. Da man dann ziemlich doof dasteht, braucht sowas sehr viel Mut, den Du hiermit gezeigt hast.

zuersteinmal GERN GESCHEHEN, wirklich und von Herzen.

Zumal ich Teile davon aus eigenem Erleben her kenne. Schon deswegen hast Du da meine volle Solidarität. Beziehungsdinger sind immer so aufdeckend, das ist erschreckend oder erhellend, je nachdem, wie man dazu steht. Aber das ich es sooo gut getroffen habe, hätte ich nie für möglich gehalten.

Das Du diesen Mann liebst, kann ich mir nur zugut vorstellen. Meiner Vermutung nach sortiert er sich gerade neu, weil ich vermute, dass Du wirklich die erste bist, die sich als Frau bei ihm entschuldigt. Meist geht die Liebe ja ähnlich stark hin und her. Daher würde ich einfach abwarten. Und die Adresse gebe ich Dir sehr gerne, per PN, mache ich gleich hier am Anschluß.

liebe Grüße von mir zu Dir rüber und fühle Dich mal unbekannterweise ganz feste gedrückt :)

Tinchen


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BeitragVerfasst: Mo Mai 18, 2009 6:58 pm 
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Registriert: Di Apr 21, 2009 2:18 pm
Beiträge: 63
Ich muss sagen, dass mich Tinchens Beitrag auch sehr stark berührt hat. Sehr einfühlsam... :-)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Mai 18, 2009 8:57 pm 
mein Liebie, laechelnde Katze, Nachtigall ich hör dir trapsen. Ich glaube, Du möchtest, dass ich auch mal bei Dir nachsehe.

Was ich jetzt schreibe, meine ich genauso, wie ich es schreibe, nix doppelbödiges dahinter oder darunter, nur diese Worte: bist Du Dir sicher, dass Du das wissen willst? Also das, was ich da sehe? Meine Frage ist ernst gemeint, aber mit einer neutral freundlichen Haltung geschrieben.

Wenn ich die Antworten bei Dir sehe, geht man ja eher leicht damit um, eher oberflächlich, und Du scheinst damit ja auch einverstanden zu sein. Das bedeutet ja auch etwas. Verstehst Du, wie ich das meine?

einfach melden und dann schaun wir mal bei Dir nach :)

meint Tinchen


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BeitragVerfasst: Mo Mai 18, 2009 9:27 pm 
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Registriert: Di Apr 21, 2009 2:18 pm
Beiträge: 63
Hallo Tinchen,

ja, vielleicht habe ich mir das unbewusst tatsächlich gewünscht.
:-) Ich bin immer offen für andere Wahrnehmungen und Meinungen, deshalb habe ich ja hier gepostet. Ich finde es einfach toll, von der Lebenserfahrung anderer zu lernen, uns gegenseitig auszutauschen. Hier sind so viele verschiedene Menschen, alle mit verschiedenen Geschichten. Jeder hat seinen Erfahrungsschatz, den er in und mit sich trägt und wir alle haben die Möglichkeit, aus dem Gesamten zu schöpfen. Jeder kann vom anderen etwas lernen. Das ist ja gerade das Schöne, deshalb habe ich auch keine Angst, wenn Du mich auf einen blinden Fleck aufmerksam machen oder einfach nur Deine Sicht schildern würdest.

Vordergründig habe ich mich in diesem Thread aber auch ein stückweit wieder gefunden, denn meine letzte große Liebe ging genauso auseinander. Plötzlich, unerwartet. Es war ein riesiger Schock für mich und danach habe ich das in abgewandelter Form immer wieder erlebt. Bei mir allerdings leben beide Elternteile, aber für mich da waren sie in meiner Kindheit nicht - eher das Gegenteil. Ich habe ihnen aber vergeben und auch sie haben sich geändert. :-)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 6:44 am 
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Registriert: Mi Mär 21, 2007 10:45 am
Beiträge: 230
Hallo,
besonders bei diesem Thema findet ihr eine Idee davon, warum Bärbel und mich das hoppen so begeistert. Siehst du sunshine, es war gut es einzustellen für alle.

Betonen möchte ich nochmal, dass ihr alle hier "üben" könnt, so wie Tinchen. Sie dachte, och, ich hoppe ja gar nicht. Und sie traf es am besten! Das könnte dir auch so gehen, versuch es einfach!

Es gibt nichts gutes, außer man tut es.

Liebe Grüße
Manfred


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Mai 19, 2009 11:36 pm 
Erstmal Danke für die Blumen, die virtuellen, Manfred. Mich berührt das hier auch sehr. Es macht mich innerlich zufrieden, dass meine Gedanken in Resonanz gehen. Ich kann daher Deine Frau Bärbel und Dich ganz doll sehr verstehen, diese Arbeit hat , mir fehlt das richtige Wort, was. Irgendwas Lebens bejahrendes schimmert da durch. Und zwar in erheblicher Größe. Und sowas liebe ich.

das ich mit meinen Antworten dermaßen ins Schwarze treffe, erschüttert mich aber auch etwas. Das habe ich zwar schon erlebt, aber hier, auf schriftlichem Wege, finde ich das selber erstaunlich. Weiß ich jetzt nicht recht, was ich schreiben möchte.

deshalb vielen lieben Gruß von
Tinchen


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 Betreff des Beitrags: Hallo meine Lieben,
BeitragVerfasst: Mi Mai 20, 2009 7:26 am 
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Registriert: Mo Mai 11, 2009 7:29 am
Beiträge: 11
euer Hoppen berührt mich sehr tief. Mir ist in den letzten Tagen klar geworden, dass ich ein Leben lang die Lasten und die Trauer meiner Mutter getragen habe. Auch wollte ich nie wahrhaben, dass sie eine sehr gefühlskalte Frau ist. Ich habe selten Unterstützung von ihr bekommen und war meistens auf mich alleine gestellt und musste ihre Probleme lösen. Jetzt, da ich mir das eingestehen kann, fühle ich mich sehr frei und jage nicht mehr ihrer Anerkennung hinterher.

Für mich fühlt sich das Leben jetzt sehr neu und befreit an.
Ich fange langsam an, Männer mit anderen Augen zu betrachten und genauer hinzusehen.

Ich danke euch von ganzem Herzen!

Sunshine3


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Mai 20, 2009 7:36 am 
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Registriert: Mo Mär 16, 2009 5:35 pm
Beiträge: 723
Wohnort: Bayern
Hallo sunshine,
Zitat:
die Lasten und die Trauer meiner Mutter getragen habe. Auch wollte ich nie wahrhaben, dass sie eine sehr gefühlskalte Frau ist.


Das eine passt nicht mit dem anderen zusammen!
Ich habe bei meiner Mutter lange gebraucht, bis ich den Frieden machen konnte, da war sie leider schon tot. Ich hoffe, sie hat es trotzdem mitbekommen - enrgetisch.

Ich lese aus Deinem Schreiben eine große Anklage heraus. Das solltest Du Dir vielleicht mal genauer anschauen.

Du schiebst Deiner Mutter Schuld zu. Wenn wir aber davon ausgehen - und ich denke, deshalb sind wir hier im Forum - dass wir 100% Verantwortung für uns übernehmen und das auch leben, kannst Du Deiner Mutter keine Schuld zuschieben. Du bist ganz allein verantwortlich für Dein Erleben - vom ersten Atemzug oder schon vorher...
Und Deine Mutter ist wie sie ist und hat ALLES getan, was sie konnte mit der besten Absicht. Sie muss Verantwortung für Ihr Leben übernehmen, aber nicht für Deine missglückten Liebesbeziehungen. Da bastelst Du ganz alleine dran rum. Hast DU ganz ALLEINE für DICH geschaffen. Um das zu lernen, was Du lernen willst.

goldstaub

_________________
Umso besser es wird, desto besser wird es.


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