erst das unten geschrieben, dann kam mir plötzlich dieser Gedanke: das hier wird mittlerweile so spannend, könnte man in Buchform veröffendlichen, würden viele gerne bis sehr gerne lesen.
Na, das ist ja mal ein Beispiel mitten aus dem Leben. Ich fang mal mit der Frau an, weil ich innerlich zu den Männern grade keinen Zugang finde:
Wenn ich diese Frau wäre, hätte ich mich beim Tot meines Vaters so erschrocken, dass ich mir einfach einen Phantasie Papa gebaut habe und den, auch vor mir verheimlicht, in meinem Herzen trage. Und das alles habe ich auch vor mir selber vergessen. Ich konnte den Verlust meines Papas nicht ertragen, deswegen habe ich heimlich beschlossen, dass mein Papa nur weg ist und wiederkommt. Ich muß nur lang genug warten. Dieses Bild gibt mir den Mut, weiter groß zu werden und meine Kindheit zu überstehen. Gucke ich zu meiner Mama hin, ist da nur Kälte, deswegen klammere ich mich an dieses innere Bild von dem zurückkommenden, mich rettenden, mich verstehenden und mich unterstützenden Vaters.
Jetzt bin ich groß und immer, wenn ein Mann in mein Leben kommt, öffne ich für mich selber auch versteckt dieses innere Bild und denke und fühle mich so, als wäre mein Papa wieder zurückgekommen und würde mich retten, mich verstehen und unterstützen, wie ich es brauche und diesmal bleiben. Ich gucke quasi durch ein trübes selbst gebautes Bild von meinem Phantasie Papa durch zu dem neben mir gehenden Mann und sehe den realen Mann kaum richtig an.
Nehme ich das in mein Herz, brüllt erstmal der Schmerz des Verlustes in mir hoch. Ich gucke mich um und suche mir jetzt realen Halt bei Freunden, damit ich diese Trauer und den Verlust mir ganz klar machen kann, weil ich da andere brauche, um aus diesem Kinderbild aussteigen zu können. Vielleicht gehe ich auch noch wo hin, wo mir wer konkret energetisch hilft (da hätte ich, Tinchen, eine wunderbare Adresse für). Ich nehme das alles in mein Herz, beschäftige mich mit meinen Gefühlen und mir wird klar, ich habe mich bei meinen "Verflossenden" zu entschuldigen, weil ich die garnicht richtig gesehen habe. AUch das nehme ich in mein Herz und liebe mich auch damit. die nächsten Wochen treffe ich (das ist jetzt rein spekulativ

) "zufällig" einen Mann nach dem anderem, erzähle ihm von meinem neuen Erkenntnissen, ich entschuldige mich für mein nicht richtig da sein und wir gehen in Freundschaft und Frieden auseinander. Ich trauere weiter, solange, wie ich es brauche. Und dann gucke ich plötzlich klarer zu den Männern in meiner Nähe, als ob mir die Augen aufgehen. Auch das nehme ich in mein Herz. Und plötzlich steht da ein Männer Exemplar da, das mich interessiert, wir gucken uns an und es wird spannend wie nie.
Wenn ich einer dieser Männer wäre, die gegangen sind, wäre ich zutiefst davon berührt, das sich mal eine Frau bei mir entschuldigt. Ich würde das NIEEEE zugeben. Aber nach dieser Begegnung und der Entschuldigung mußte ich immer wieder daran denken, das es doch eben auch anders geht und ich würde heimlich heulen, wenn es keiner mitkriegt. Meine Mama nämlich hatte vor meiner Geburt auch so einen tiefen Verlust, den sie nie abgetrauert hat und ich hatte IMMER das Gefühl, wie durch einen Nebel zu wandern, als ob ich nie sichtbar für sie war. Deswegen hat mich diese Frau auch so angezogen, ich fühlte mich bei ihr wie zuhause. Und weil mein eigener Papa auch nicht innerlich anwesend war, waren Frauen meine einzigste Quelle von Zuspruch und Anteilnahme. Das nehme ich alles in mein Herz. Und dann bin ich ratlos.
(wieder rein spekulativ) Dann denke ich an meine Männer Gruppe und das ich da mal mit diesen älterem Mann reden könnte. Ich nehme meinen gesammten Mut zusammen und gehe auf ihn zu und erzähle ihm von meinem Kummer. Da erlebe ich für mich als Mann zum ersten Mal, dass mir ein Mann mitfühlend zuhört, was mich ganz komisch ganz ungewohnt ganz anders stärkt. Und ich kann plötzlich meine riesige Wut auf diese Frau und meine Mama ein Stück weit abgeben. Ich nehme das in mein Herz. Dann kommt dieser ältere Mann auch noch auf die Idee, mich zu umarmen. Da ist es vollens um mich geschehen, ich heule los wie nie und fühle mich wie von einer Zentner Last befreit. Ich nehme das alles in mein Herz. (ich weiß, ich Tinchen, hoppe hier gerade nicht mehr wirklich, aber ich suche hier gerade ne Lösung, die trägt) Ich nehme mir vor, zum Boxen zu gehen, um mal gesunde Männerkräfte zu spüren und zu fühlen, dass ich mit Kraft wütend sein darf und der mir gegenüber stehende Mann bleibt stehen. Das alles nehme ich in mein Herz. Ich atme tief und sauge das ganz in mich ein.
Und ich gucke mich um und gucke plötzlich viel entspannter zu den Frauen hin. Ich sehe viel unterschiedlichere Frauen aufeinmal, viel mehr Liebreiz und Freude. Und mir fallen plötzlich ganz andere Frauen auf, die nicht so auffällig daher kommen, sondern eher in sich ruhend unauffällt innere Werte symbolisieren. Von dieser neuen Art Frau kommt eine mir besonders nahe und ich erlebe eine ganz neue Art von Beziehung, viel friedvoller, kraftvoller. Das nehme ich alles ganz in mein Herz.
Ich überdenke mein vergangenes Verhalten und entschuldige mich nun umgekehrt bei meiner Verflossenen, weil auch ich mich komisch verhalten habe. Ich bedanke mich bei ihr für die Erfahrung und wünsche ihr noch ein schönes Leben.
zuende ge"hoppt"
meint Tinchen