Hallo,
Zitat:
und gehoppt hab ich folgendes:
wenn ich die klientin wär, die lügt, dann weil:
- ich mir selbst die wahrheit nicht eingestehen will
- ich angst vor den konsequenzen hätte, wenn ich ehrlich wäre
- ich mir vom lügen einen vorteil verspreche.
Als Alternative, um vielleicht die
eigenen Anteile zu hoppen, wären folgende Überlegungen möglich:
Wenn ich die Klientin wäre, die mich (SPFH) anlügt, dann weil
-ich (die Klientin) kein Vertrauen zur SPFH habe
-ich (Klientin) den Eindruck habe, dass die SPFH nur als verlängerter Arm des JA auftritt, anstatt mit mir an den Lösungen meiner Probleme zu arbeiten
- ich den Eindruck habe, dass die SPFH mit einem verdeckten Auftrag des JA an mich herantritt, den sie aber nicht offen ausspricht (vielleicht lügt mich ja auch die SPFH an... wer weiß?
-ich denke, dass es die SPFH nichts angeht... das was sie wissen muss, erfährt sie von mir, aber mehr auch nicht- denn: warum sollte sie alles über mich und meine Familie wissen, während sie um sich selbst ein großes Geheimnis macht...
Zitat:
warum ich mir das in mein leben gezogen habe:
- weil ich jemanden brauche, der mir spiegelt, dass ich mich davor drücke unangenehme wahrheiten einzugestehen
- weil ich fürchte, wenn ich mich so zeige wie ich in und die Wahrheit sage, dann werde ich nicht gemocht
- weil ich mich vielleicht selbst belüge in einem bereich meines lebens...
Warum habe ich mir als SPFH das in mein Leben gezogen:
- weil ich möglicherweise diese Situation aus meiner Herkunftsfamilie kenne, und erkennen darf, dass es durchaus Situationen gibt, in denen Lügen einen Schutz gegenüber unerwünschten Eindringlingen bieten.
-damit ich lernen kann, wie ich anderen gegenüber Sicherheit und Vertrauen ausstrahle
-damit ich meine eigenen moralischen Überzeugungen ("Du sollst nicht lügen!") hinterfrage
-damit ich lerne, im Beruf authentisch zu sein
-um Bescheidenheit zu lernen und meinen Einfluss nicht überbewerte
-damit ich erkenne, dass nicht ich es bin, der etwas verändert, sondern dass es die Klientin ist, die die Veränderung (erstens) will und (zweitens) entsprechend handelt
-damit ich lerne, die Lebenssituation meiner Klientin mit ihren Augen zu sehen.
Nachdem ich in diesen Hypothesen meinen Eigenanteil an der Situation versuche zu benennen, vergebe ich mir meinen Anteil, entlasse ihn in Liebe, kann mich befreit dem nächsten Termin mit der Klientin widmen und auf sie zugehend und verständnisvoll eine Brücke des Vertrauens bauen, auf der ich ihr entgegenkomme und begegne...
Liebe Grüße,
Perceval
P.s.:
@pp:
Zitat:
Was das Lügen angeht, ich müsste die Frau oder die Umstände kennen, um dir das sagen zu können. FernHellsehen kann ich nicht.

)
Ich frage mich, wenn es beim Ho'oponopono (zumindest wenn man Dr. Lens Methode vertraut) darum gehen soll, die
eigenen Anteile an "ungeliebten" Erlebnissen zu benennen, weshalb bei der hier verbreitenten Form des "Hoppens" auf die eigenen Interpretationen des Verhaltens anderer Menschen zurückgegriffen wird, anstatt den Versuch zu unternehmen, sich in sie hinein zu fühlen und aus deren Perspektive auf meine Situation zu schauen ... ich denke, hier werden die "Hoppenden" dazu verführt, die anderen Beteiligten, bzw. deren Verhalten, zu verurteilen und die eigenen Anteile zu rechtfertigen ... nur ... zu welchem Erfolg soll dann das "Hoppen" führen?
@Manfred:
In einem anderen Thread habe ich Folgendes von Dir gelesen:
Zitat:
Wenn ich Männer oder Frauen in Schubladen stecke, kritisiere ich sie insgeheim, lehne sie ab und habe darum keine Zeit mehr, sie zu lieben.
Wie sieht das denn aus, wenn Du Menschen in die Schublade "sozial schwache Familien" steckst? Ist das nicht auch eine Form von versteckter Kritik, innerer Ablehnung und Verurteilung? Hast Du hier trotzdem die Zeit zu lieben?
Kleiner Tipp am Rande:
Vielleicht könnte es für Dich, Manfred, hilfreich sein, beim "Hoppen" alleine auf die gelieferten Informationen zurückzugreifen und zu schauen, welche Eigenanteile (das heißt: welche Anteile von Dir, Deiner Persönlichkeit und Deiner Seele) sichtbar werden, anstatt durch die Erwähnung der Supernanny Deine persönlichen Vorurteile gegenüber der Klientin der Threaderöffnerin (und einer gesellschaftlichen Gruppe, die Hilfe in Anspruch nimmt) auszuleben...