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 Betreff des Beitrags: job und herz
BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 4:56 pm 
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pp, ja, das sag mir mal, warum sie lügt und er nix mit mir zu tun haben will.

und gehoppt hab ich folgendes:

wenn ich die klientin wär, die lügt, dann weil:
- ich mir selbst die wahrheit nicht eingestehen will
- ich angst vor den konsequenzen hätte, wenn ich ehrlich wäre
- ich mir vom lügen einen vorteil verspreche.

warum ich mir das in mein leben gezogen habe:
- weil ich jemanden brauche, der mir spiegelt, dass ich mich davor drücke unangenehme wahrheiten einzugestehen
- weil ich fürchte, wenn ich mich so zeige wie ich in und die whrheit sage, dann werde ich nicht gemocht
- weil ich mich vielleicht selbst belüge in einem bereich meines lebens...


wenn ich der mann wäre:
- hätte ich mich so behandelt, weil ich zu nahe gekommen wäre und das nicht aushaltbar ist
- würde ich einem anderen keine chance zur aussprache geben, weil ich entweder angst vor der aussprache hätte, oder finden würde, dass es nix zum reden gibt.
- hätte ich nicht mehr als ein abenteuer gesucht und würde gar nicht so viel mühe reininvestieren wollen, würde es aber genießen, dass jemand mich so anhimmelt

ich hätte so eine situation in mein leben gezogen, weil
- und da verließen sie mich.... vielleicht um mir zu spiegeln, dass ich selbst finde, dass ich keine mühe oder investition an gefühl oder aussprache wert bin...

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 Betreff des Beitrags: job und herz
BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 4:59 pm 
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sita, hab mir alles durchgelesen. werds mal vorsichtig ausprobieren. danke :)

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 Betreff des Beitrags: job und herz
BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 5:01 pm 
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übrigens hab ich auch schon versucht klienten das hoppen beizubringen, wenn die mir von etwas erzählt haben, dass sie belastet. :)

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BeitragVerfasst: So Aug 02, 2009 6:24 pm 
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Hallo sangay,

hab auch mal nach schamanischer Arbeit gegoogelt. Sehr interessant für mich. Danke, es kommt Puzzleteil für Puzzleteil hervor. Sehr schön, was ich auch gelesen habe, dass die Bilderwelt im Schamanismus ein Bild von der realen Welt ist.... so erleb ich das auch. Deshalb muss ich eine Situation nicht genau kennen, um sie so verändern zu können, dass sie mir in den Bildern gefällt. Und dass es eine Brücke zwischen den Wirklichkeiten bildet.

Was ich so von dir lese, läßt bei mir den Eindruck entstehen, dass du genau richtig bist, bei dem was du machst. Ich würde niemals mehr von einem Menschen erwarten, als sich einzulassen. Und genau das tust du. Dein eigenes Wohlgefühl halte ich jedoch auch für enorm wichtig.

Hoppen ist doch noch ein bischen anders, als Vergebung. Ich arbeite in einem Bereich, der viel mit Menschen zu tun hat, die na sagen wir mal, ein wenig anders leben und denken. Dort läßt sich viel Geld verdienen, aber auch zeitweise recht arm sein. Die Menschen dort erleben alle Faccetten.

Anfangs dachte ich, meine Güte, wohin hats mich denn verschlagen?

(Schätze, bin eher ein gegensätzlicher Typ. Einmal mußte ich mich mit einem Steuerfahnder beim Finanzamt treffen. Ich ging an ihm vorbei und er dachte, ich wäre beim Finanzamt angestellt. Er hatte sich auf jemand anders eingestellt. hihi)

Ich habe dann entschieden, ich urteil nicht über die Menschen. Ich bin nicht ihr Richter. Und ich hab ihnen vergeben immer dann, wenn ich nicht mochte, was sie taten oder von sich gaben. Und ich bin dort jetzt einige Jahre. Ich würde sagen, ich bin ein anderer Mensch geworden. Nicht dass ich vorher schlechter war und jetzt besser oder umgedreht. Ne......... es ist einfach bis heute ein Gewinn für mich gewesen. Manches Mal hatte ich das Gefühl, für jede Vergebung eine Gabe für mich erhalten zu haben. Jede Vergebung hatte auch einen Zuwachs an Vertrauen. Also es war kein Zufall im herkömmlichen Sinne, dass es mich dorthin verschlagen hat.

Fakt ist: Ich bin enorm in dieser Zeit gewachsen. Und hatte auch Phasen, wo ich alles hinschmeißen wollte. Bin echt gespannt, was für dich die Lösung ist.

LG
Sita

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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 9:34 am 
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Hallo Sangay,

wenn ich in einer sozial schwachen Familie leben würde, warum würde ich die Supernanny vom Amt belügen und schlecht behandeln? Ich würde das tun, weil ich mir sowieso immer was vorlüge, um meine schlechte Situation mir nicht wirklich eingestehen zu müssen: Alle anderen sind schuld an meiner Situation, nur ich nicht. Außerdem ist es mir peinlich, wie ich lebe und wie ich mit meinen Kindern umgehe, also lüge ich mir da auch was vor. Kommt jetzt einer wie die Supernanny, die mir zeigt, was wirklich los ist in meinem Leben, muss ich lügen, da ich die Wahrheit gar nicht ertrage. Ich nehme auch die Hilfe nicht an, da ich was gegen "Schlaumeier" habe, dir mich spüren lassen, wie "dumm" ich bin. In gewisser Weise fühle ich mich durch Lügen auch irgendwieschlauer als die Nanny.
Nehme ich es in mein Herz, sehe ich, dass ich mit meinen Kindern so umgehe, wie mit mir selbst: schlecht. Ich möchte dann den grauen Schleier zerreißen, der um mich liegt, und wegen dem ich die Wahrheit nicht sehen kann. Ich suche dann erstmals wirklich nach Hilfe, und nehme sie auch eher an.

Wäre ich die Supernanny, warum würde ich mir das erschaffen? Ich versuche stellvertretend den Kindern in der sozial schwachen Familie zu helfen, weil ich eigentlich mir selbst helfen möchte. Mit jedem Kind, das ich befreie, befreie ich ein Stück weit mich selbst. Dass Menschen mich dabei belügen, trifft mich so stark, weil ich zu stark helfen möchte, ich gleite dann ab, sause ins Leere. Die Menschen lügen mich an, da ich zu sehr missionieren will, zu stark zwangsbeglücken. Sie fühlen sich gezwungen, etwas anders zu machen, und spüren keinen eigenen Antrieb dazu.
Nehme ich es in mein Herz, dann muss nichts mehr anders sein. Es darf eher, es kann. Ich wünsche mir, dass ich helfen darf, ich muss es aber nicht mehr tun. Ich finde dann eher zu mir selbst und bastle meine inneren Teile richtig zusammen, und muss nicht mehr soviel da draussen basteln. Die Menschen kommen dann viel lieber zu mir, da sie sich von mir angezogen fühlen. Von meiner inneren Ordnung, nach der sie eigenlich selbst Sehnsucht haben.

Das andere Thema mit Partnerschaft haben wir schon oft gehabt, sei doch so lieb und schau mal im Mai und April, ob du etwas zutreffendes für dich findest.

Liebe Grüße
Manfred


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 Betreff des Beitrags: job und herz
BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 11:59 am 
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Registriert: Sa Aug 01, 2009 8:49 pm
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Hallo manfred,

danke fürs hoppen.
für mich persönlich hast du genau ins schwarze getroffen - vor allem bei dem teil, wo du sagst, dass ich mir da selbst helfe :lol:

nicht stimmen tut leider der teil, dass wenn ich es ins herz nehme nichts anders werden muss, denn das ist ja mein job, was zu verändern und wenn sich nichts ändert, hat das sehr unangenehme folgen
(nämlich schlimmstenfalls,dass die kinder aus der familie genommen werden)

mai und juni hab ich gelesen - finde ich mich nur vage drin wieder.

liebe grüße
sangay

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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 1:59 pm 
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Registriert: Do Apr 20, 2006 1:07 pm
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Was das Lügen angeht, ich müsste die Frau oder die Umstände kennen, um dir das sagen zu können. FernHellsehen kann ich nicht. :-))

Bei dem Mann ist das leichter. Seine Person ist da nicht wichtig.

Kennst du das nicht, wenn jemand schwer in dich verliebt ist und du bekommst ihn einfach nicht los? Ablehnung ist noch das mildeste Gefühl was man da hat.


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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 6:21 pm 
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Registriert: Sa Mai 16, 2009 3:25 pm
Beiträge: 66
Hallo,
Zitat:
und gehoppt hab ich folgendes:

wenn ich die klientin wär, die lügt, dann weil:
- ich mir selbst die wahrheit nicht eingestehen will
- ich angst vor den konsequenzen hätte, wenn ich ehrlich wäre
- ich mir vom lügen einen vorteil verspreche.

Als Alternative, um vielleicht die eigenen Anteile zu hoppen, wären folgende Überlegungen möglich:

Wenn ich die Klientin wäre, die mich (SPFH) anlügt, dann weil
-ich (die Klientin) kein Vertrauen zur SPFH habe
-ich (Klientin) den Eindruck habe, dass die SPFH nur als verlängerter Arm des JA auftritt, anstatt mit mir an den Lösungen meiner Probleme zu arbeiten
- ich den Eindruck habe, dass die SPFH mit einem verdeckten Auftrag des JA an mich herantritt, den sie aber nicht offen ausspricht (vielleicht lügt mich ja auch die SPFH an... wer weiß?
-ich denke, dass es die SPFH nichts angeht... das was sie wissen muss, erfährt sie von mir, aber mehr auch nicht- denn: warum sollte sie alles über mich und meine Familie wissen, während sie um sich selbst ein großes Geheimnis macht...


Zitat:
warum ich mir das in mein leben gezogen habe:
- weil ich jemanden brauche, der mir spiegelt, dass ich mich davor drücke unangenehme wahrheiten einzugestehen
- weil ich fürchte, wenn ich mich so zeige wie ich in und die Wahrheit sage, dann werde ich nicht gemocht
- weil ich mich vielleicht selbst belüge in einem bereich meines lebens...

Warum habe ich mir als SPFH das in mein Leben gezogen:
- weil ich möglicherweise diese Situation aus meiner Herkunftsfamilie kenne, und erkennen darf, dass es durchaus Situationen gibt, in denen Lügen einen Schutz gegenüber unerwünschten Eindringlingen bieten.
-damit ich lernen kann, wie ich anderen gegenüber Sicherheit und Vertrauen ausstrahle
-damit ich meine eigenen moralischen Überzeugungen ("Du sollst nicht lügen!") hinterfrage
-damit ich lerne, im Beruf authentisch zu sein
-um Bescheidenheit zu lernen und meinen Einfluss nicht überbewerte
-damit ich erkenne, dass nicht ich es bin, der etwas verändert, sondern dass es die Klientin ist, die die Veränderung (erstens) will und (zweitens) entsprechend handelt
-damit ich lerne, die Lebenssituation meiner Klientin mit ihren Augen zu sehen.


Nachdem ich in diesen Hypothesen meinen Eigenanteil an der Situation versuche zu benennen, vergebe ich mir meinen Anteil, entlasse ihn in Liebe, kann mich befreit dem nächsten Termin mit der Klientin widmen und auf sie zugehend und verständnisvoll eine Brücke des Vertrauens bauen, auf der ich ihr entgegenkomme und begegne...

Liebe Grüße,

Perceval



P.s.:
@pp:
Zitat:
Was das Lügen angeht, ich müsste die Frau oder die Umstände kennen, um dir das sagen zu können. FernHellsehen kann ich nicht. :-))

Ich frage mich, wenn es beim Ho'oponopono (zumindest wenn man Dr. Lens Methode vertraut) darum gehen soll, die eigenen Anteile an "ungeliebten" Erlebnissen zu benennen, weshalb bei der hier verbreitenten Form des "Hoppens" auf die eigenen Interpretationen des Verhaltens anderer Menschen zurückgegriffen wird, anstatt den Versuch zu unternehmen, sich in sie hinein zu fühlen und aus deren Perspektive auf meine Situation zu schauen ... ich denke, hier werden die "Hoppenden" dazu verführt, die anderen Beteiligten, bzw. deren Verhalten, zu verurteilen und die eigenen Anteile zu rechtfertigen ... nur ... zu welchem Erfolg soll dann das "Hoppen" führen?

@Manfred:
In einem anderen Thread habe ich Folgendes von Dir gelesen:
Zitat:
Wenn ich Männer oder Frauen in Schubladen stecke, kritisiere ich sie insgeheim, lehne sie ab und habe darum keine Zeit mehr, sie zu lieben.
Wie sieht das denn aus, wenn Du Menschen in die Schublade "sozial schwache Familien" steckst? Ist das nicht auch eine Form von versteckter Kritik, innerer Ablehnung und Verurteilung? Hast Du hier trotzdem die Zeit zu lieben?
Kleiner Tipp am Rande:
Vielleicht könnte es für Dich, Manfred, hilfreich sein, beim "Hoppen" alleine auf die gelieferten Informationen zurückzugreifen und zu schauen, welche Eigenanteile (das heißt: welche Anteile von Dir, Deiner Persönlichkeit und Deiner Seele) sichtbar werden, anstatt durch die Erwähnung der Supernanny Deine persönlichen Vorurteile gegenüber der Klientin der Threaderöffnerin (und einer gesellschaftlichen Gruppe, die Hilfe in Anspruch nimmt) auszuleben...

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"DIE MENSCHEN MACHEN DAS LEBEN INTERESSANT. WUSSTEST DU, DASS SIE ES GESCHAFFT HABEN, IN EINEM UNIVERSUM VOLLER WUNDER DIE LANGEWEILE ZU ERFINDEN?"
Gevatter TOD (Schweinsgalopp von Terry Pratchett)


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 Betreff des Beitrags: job und herz
BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 9:06 pm 
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Registriert: Sa Aug 01, 2009 8:49 pm
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perceval, das waren sehr viele denkanstöße und du scheinst ja irendwie im weite´sten sinn vom fach zu sein, da dir die gängigen abkürzungen geläufig sind...

das mit dem lügen ist so ein punkt... ich habe mir immer vorgenommen absolut offen und ehtlich sowohl mit klienten als auch mit asd zu sein - stelle aber auch fest, dass es manchmal für alle beteiligten besser sein könnte nicht immer alles offen anzusprechen...
und ich werd über das, was du geschrieben hast noch in ruhe weiter nachdenken. vielen dank!

pp, das war echt "autsch", was du geschrieben hast. doch, das kenne ich und da wird viellicht auch was dran sein. die frage, die für mich bleibt ist nur wieso er immer wieder gesagt hat, es ist schön, dass ich ihn liebe.wenn ich nämlich jemanden loswerden will (zumal wenn ich ihm gesagt hab, dass ich ihn sofort in ruhe lasse und mich nicht mehr melde,wenn er das will), dann ermutige ich die person nicht noch auf diese weise.... aber vielleicht stimmt ja sogar bides: ein teil von ihm hats genossen und ein teil wat genervt und ablehnend.

also auch dir nochmal danke fürs feedback.

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BeitragVerfasst: Mo Aug 03, 2009 11:15 pm 
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Hallo Sangay,

Ja, im weitestens Sinne bin ich wohl vom Fach :wink:
Ich habe mir angewöhnt, das Auftragsdreieck:
-Auftrag der überweisenden Institution (Kostenträger, ASD)
-Auftrag der Einrichtung (oder im Falle von Selbstständigkeit: eigener Auftrag)
-Auftrag der Klienten
für alle Seiten transparent zu machen, um die sich teilweise entgegenwirkenden Kräfte so weit wie möglich aus meiner Kooperation mit meinen Klienten zu eliminieren (in der Arbeit mit sogenannten unfreiwilligen, bzw. geschickten Klienten hat sich das meiner Erfahrung nach bewährt)

Ich möchte Dich gerne auf einen Satz von Dir hinweisen:
Zitat:
irgendwie denk ich graf: weg, von problemen; ich will das schöne im leben leben. auch beruflich.ich weiß nur nicht genau was und wie.
Weißt Du - ich glaube, dass hast Du mit Deinen Klienten gemeinsam... auch sie wollen weg von ihren Problemen, hinzu den Lösungen und das Schöne erleben... Wie viel Zeit reservierst Du für den Blick auf das, was gut funktioniert, auf ihre Stärken und Ressourcen im Hinblick auf ihre Ziele?
Lachst Du mit Deinen Klienten? Ist ausreichend Platz für Humor und Leichtigkeit? Wie dockst Du bei Deinen Klienten an?

Du schreibst, dass es Dein Job wäre, etwas zu verändern.
Glaub mir: Du kannst und wirst nichts ändern! Veränderung findet innerhalb der Familie statt. Du kannst sie auf Veränderungen neugierig machen, ihnen vielleicht die Angst davor nehmen, sie in ihrem Wunsch nach Veränderung bestärken, Impulse setzen und sie auf ihrem Weg begleiten.
Wenn Du eine Familie begleitest und aufgrund einer Gefährdung ein Kind aus der Familie herausgenommen und fremdplaziert wird, dann ist das schrecklich! - Keine Frage... aber vielleicht ist es in diesem Moment für die Familie die einzig denkbare Lösung... und manchmal kann vielleicht erst nach einer solchen räumlichen, krisenbedingten Trennung ein neuer, ein anderer Lösungsweg beschritten werden...

Ich möchte Dir gerne noch einen letzten Gedanken vorstellen...
Du schreibst in Deinem Eingangspost:
Zitat:
"in meinem job ist es so, dass ich eigentlich dafür sogen möchte (und soll), dass die kinder gut in ihren familien aufwachsen sollen."

Da Du Deinen Thread und Deine Frage dem "Ho'oponopono" zugeordnet hast, wäre ein solcher Satz ein möglicherweise hilfreicher Ausgangspunkt, der gehoppt werden könnte, um den Druck, den Du Dir selbst zu machen scheinst, anzunehmen und in Liebe aufzulösen. Vielleicht könnte hierin der Beginn eines beruflichen Werdegangs liegen, der geprägt ist von Liebe zum Beruf und den Menschen, Humor und Leichtigkeit...

Liebe Grüße,

Perceval

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 Betreff des Beitrags: job und herz
BeitragVerfasst: Di Aug 04, 2009 8:19 am 
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Registriert: Sa Aug 01, 2009 8:49 pm
Beiträge: 31
perceval,

das war ein so liebevoller beitrag - das klingt sehr schön....

und j,a ich lache auch mit meinen klienten :)

zwei fragen:
wie kann ich neugierig machen auf veränderung?

und das mit dem hoppen - kannst du mir nen konkreten vorschlag machen das zu hoppen - irgendwie fehlt mir die geeignete formulierung...

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P. Coelho


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BeitragVerfasst: Di Aug 04, 2009 10:28 am 
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Hallo nochmal,
@perseval: Zur Klarstellung: Den Begriff Supernanny hat sangay selbst für sich verwendet im Eingangsbeitrag. Und diese Nanny arbeitet nunmal in sozial schwachen Familien.

Kleiner Tipp am Rande:
Bevor du jemand vowirfst, andere in Schubladen zu stecken, achte vielleicht auf deine eigenen. Ich werd den Eindruck nicht los, ich werde von dir in eine Schublade gesteckt: "diejenigen, die schlecht über sozial schwache Familien oder Supernannys urteilen".

Ansonsten danke für deine guten und hilfreichen Tipps hier im Forum.

Viele Grüße
Manfred


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BeitragVerfasst: Di Aug 04, 2009 10:46 am 
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Registriert: Do Apr 20, 2006 1:07 pm
Beiträge: 593
@sangay

Tschuldigung fürs autsch. *gg* Ne, nicht wirklich, das ist ganz schön interessant, warum genau fühlt man sich so unwohl, wenn man auf diese Art 'begehrt' wird?

@perseval

Ich scheitere mit dem Hoppen. Ich kann mich wunderbar in andere Menschen versetzten, wenn sie so von sich erzählen. Auch ein Bankräuber könnte mir erklären, warum dieser Überfall jetzt einfach notwendig war und ich würde ihn ganz prima verstehen.

der Gedanke aber, wie und warum ich diesen Mann und seine Tat jetzt erschaffen habe - ist mir so fremd. Da komme ich nicht bei.


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BeitragVerfasst: Di Aug 04, 2009 4:01 pm 
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Registriert: Sa Mai 16, 2009 3:25 pm
Beiträge: 66
Exkurs:

Hallo Sangay,

Bevor ich auf Deine Fragen antworte, möchte ich gerne auf den Beitrag von Manfred eingehen, den dieser an mich adressiert hat.



Hallo Manfred,
vielleicht habe ich mein Anliegen nicht klar genug in Worte gefasst... deshalb starte ich hier einen zweiten Versuch:
Manfred hat geschrieben:
@perseval: Zur Klarstellung: Den Begriff Supernanny hat sangay selbst für sich verwendet im Eingangsbeitrag. Und diese Nanny arbeitet nunmal in sozial schwachen Familien.

Kleiner Tipp am Rande:
Bevor du jemand vowirfst, andere in Schubladen zu stecken, achte vielleicht auf deine eigenen. Ich werd den Eindruck nicht los, ich werde von dir in eine Schublade gesteckt: "diejenigen, die schlecht über sozial schwache Familien oder Supernannys urteilen".
In Deinem Zitat beziehst Du Dich auf folgenden Beitrag:
Perceval hat geschrieben:
@Manfred:
In einem anderen Thread habe ich Folgendes von Dir gelesen:
Zitat:
Wenn ich Männer oder Frauen in Schubladen stecke, kritisiere ich sie insgeheim, lehne sie ab und habe darum keine Zeit mehr, sie zu lieben.
Wie sieht das denn aus, wenn Du Menschen in die Schublade "sozial schwache Familien" steckst? Ist das nicht auch eine Form von versteckter Kritik, innerer Ablehnung und Verurteilung? Hast Du hier trotzdem die Zeit zu lieben?
Kleiner Tipp am Rande:
Vielleicht könnte es für Dich, Manfred, hilfreich sein, beim "Hoppen" alleine auf die gelieferten Informationen zurückzugreifen und zu schauen, welche Eigenanteile (das heißt: welche Anteile von Dir, Deiner Persönlichkeit und Deiner Seele) sichtbar werden, anstatt durch die Erwähnung der Supernanny Deine persönlichen Vorurteile gegenüber der Klientin der Threaderöffnerin (und einer gesellschaftlichen Gruppe, die Hilfe in Anspruch nimmt) auszuleben...

Und dies ist das Zitat im Eingangspost, in dem Sangay ihre Tätigkeit beschreibt:
sangay hat geschrieben:
job:
ich arbeíte als sozialpädagogische familienhilfe (ich sag immer, wie die supernanny, nur in seriös).

So wie ich das sehe, verbinden wir beide unterschiedliche Assoziationen mit dem Begriff "Supernanny" ... und für mich ist einfach rätselhaft, wie Du den Bogen zu den Klienten spannst... Wenn Dir jemand sagen würde, er arbeite in der Notaufnahme einer Klinik, würdest Du dann an die Patienten von Emergency Room denken? Ich denke wohl eher nicht...
Und wenn ich den Faden jetzt weiterspinne, ist mein nächster Gedanke, dass Du tatsächlich glaubst, dass, entsprechend Deiner Aussage, die Supernanny (und damit die SPFH) für sozial schwache Familien zuständig sei, weil man das ja in dieser Doku-Soap (die natürlich gesellschaftliche Vorurteile bedient, um Quote zu erzielen) im Fernsehen so gezeigt bekommt... Für mich ist das der Prototyp eines Vorurteils, weil es sich in diesem Falle weder auf eigene Erfahrungen noch auf (ich will mal sagen: seriöse) Berichte, Dokumentationen oder Aussagen von Fachleuten beruft...

Desweiteren habe ich Dir aus Interesse ein paar Fragen bezüglich Deiner "Schubladen"-Aussage gestellt, die Du mit Deinem Beitrag leider nicht beantwortet hast... Nun ja, ich möchte Dich gerne noch einmal fragen, weshalb nur in dem einen Fall das Schubladendenken die Liebe verhindert, während im anderen Falle von Dir auf das Schubladendenken zurückgegriffen wird?

Ach ja... ich weiß noch nicht, was ich über Dich denke... ich habe von Dir / über Dich noch kein stimmiges Bild...

Ergänzung (Nachtrag):
Fast hätte ich es vergessen...
Manfred, lies doch bitte die Beiträge noch einmal aufmerksam durch, und ich vermute, Du wirst zu dem gleichen Ergebnis kommen wie ich... Ich habe geschrieben, dass Du Dich vermutlich in Deinem Beitrag von Vorurteilen hast leiten lassen (es geht um das Vorurteil, dass es sich automatisch um sozial schwache Familien handeln würde (obwohl dieser Ausdruck im Eröffnungsthread nirgends erwähnt wird!), wenn hier über Familienhilfe geschrieben wird)- soweit meine verschriftlichte Vermutung-
Ich glaube kaum, dass Du auch nur eine einzige Silbe findest, in der in der ich Dir unterstelle, dass Du schlecht (definiere bitte den Begriff "schlecht") über sozial schwachen Familien denken würdest...

Liebe Grüße,

Perceval



P.s.:
@Sangay:
Entschuldige bitte, dass Manfred und ich jetzt nicht zu Deinem Ausgangsthema posten und uns von Deinem Thema weg bewegen, hin zu einem Unterpunkt... möglicherweise werden sich dennoch hilfreiche Beobachtungen aus diesem Dialog ableiten lassen...

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Zuletzt geändert von Perceval am Di Aug 04, 2009 6:23 pm, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Aug 04, 2009 6:13 pm 
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Registriert: Mi Mär 21, 2007 10:45 am
Beiträge: 229
Hallo nochmal,
ich hab dieser Diskussion nichts hinzuzufügen. Für mich ist der Begriff Supernanny eindeutig dieser Fernsehsendung zuzuordnen. Und dieser Begriff kommt von sangay selbst, nicht von mir. Und wie schon gesagt handelt diese Sendung in sozial schwachen Familien. Ich stelle da ganz einfach den Bezug her, der nahe liegt. Wenn das für dich eine Schublade ist, bitte gerne. Für mich nicht. Darum brauche ich auf deine weiteren Anschuldigungen, und das ist es ganz einfach nach meinem Gefühl, nicht einzugehen. Und das werde ich darum auch nicht. In deiner Antwort hast du nichts Neues gesagt. Genau sowenig wie ich hier was neues geschrieben habe.

Und natürlich darfst du von mir denken, was immer du möchtest.

Ich würde mich also freuen, wenn wir wieder zur Eingangsfrage von sangay zurück kehren könnten.

Viele Grüße
Manfred


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