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 Betreff des Beitrags: Handlungsblockaden
BeitragVerfasst: Di Jun 23, 2009 7:23 pm 
Ich hab jetzt ein eigenes Thema und würde mich über Mit-Hopper sehr freuen :)

Ich hänge in drei Projekten mehr oder weniger an der gleichen Stelle fest. Es geht jedesmal darum, dass ich Wissen in die Welt bringe und mich dabei viel zu doll verantwortlich fühle für die Wirkung bei anderen und ob ich auch wirklich auf dem Grund der Wahrheit angekommen bin.

Ich übernehme da zuviel Fremdverantwortung. Ich weiß ich weiß. Mit fehlt da jegliche Leichtigkeit. Der Physiker Richard P. Feynman, der ja als junger Wissenschaftler an den ersten Atombomben mitgebaut hat, die ja z.B. über Hiroschima abgeworfen wurden, der viel Kontakt zu Behörden hatte und immer menschlich geblieben ist, ein sehr unkonventioneller Mensch war, mir sehr sympathisch, sagte mal, zu mir??? NEIN habe ich gelesen, er habe die Haltung, für nix sich verantwortlich zu fühlen. Hat ihm ein Wissenschaftskollege erklärt und er hat das so übernommen. Feynman hat in seinem Leben aber auch absurde Erfahrungen gemacht, zum Beispiel hat er ein Raketen Unglück für die Regierung, als einer von 20 Leuten, aufklären sollen. Er kam dabei drauf, dass die Fehler eigendlich vertuscht werden sollten, ginge es nach der Regierung. Er fand den Fehler, weil er unbeirrt unkonventionell dachte und da ranging.

Ich selber erlebe auch, dass andere viel mehr für ihr Leben verantwortlich sind, als mir auf ersten Blick klar ist. Ich habe Mitgefühl. Nur, der andere, der Mensch mit genau dieser Geschichte, muß auch wollen und für eigene Veränderungen und Heilung selber Eigeninitiative ergreifen. An der Stelle kippe ich leicht aus der Realität und trage fremd :oops: , gebe ich hier, so unter uns 8) , offen zu. Auch keine Lösung


ja, ich gucke jetzt mal, ob es hier Auflösungen meiner selbstquälerischen Angänge gibt. Ich hoppe selber auch, schreibe meine Ergebnisse dann ganz zum Schluß hin.


Zu den Projekten, einmal was berufliches Brotjob mäßig,

einmal ein Projekt als Einladung für Menschen mit einem ähnlichem Teil wie ich, da bin ich wohl spürbar perfektionistisch und halte deswegen andere davon fern, jedenfalls kommt keine rechte Kommunikation zustande. Ich bin anscheinend zuuuu bemüht.

einmal ein Buch, Titel + Inhalt sind grob fertich, ICH blocke, es ist mir immer nicht gut genug.


jetzt bin ich ja mal gespannt

freundliche Grüße
Tinchen


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Jun 23, 2009 7:29 pm 
Nach Trach(g)


ich habe mir angewöhnt, nur mir selber zu trauen, wenn ich ins Tun gehe. Eine unabhängige Haltung einnehmen und dann zu mir gucken. In einer ähnlichen Haltung anworte ich hier auf anderer Leute Themen. Sowas hat auch Nachteile. Bei meinem Projekt mit anderen kapsele ich mich dann ein, wenn ich merke, dass ein Gegenüber nicht so tief aus sich heraus reagiert. Da bin ich dann raus aus dem Kontakt und bemüht, bei mir und der Konzentration der Tiefe zu bleiben.

keine Ahnung, ob mich hier wer versteht. Jedenfalls stockt es, äh ja


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 Betreff des Beitrags: Re: Handlungsblockaden
BeitragVerfasst: Mi Jun 24, 2009 9:20 am 
Tinchen hat geschrieben:

....einmal ein Buch, Titel + Inhalt sind grob fertich, ICH blocke, es ist mir immer nicht gut genug.....


Liebes Tinchen,

weist du Julia und ich sind Perfektionisten, und das nervt un manchmal selbst, daher lieben wir die arbeit mit Webseiten - Webseiten sind niemals fertig, es gibt kein Endstadium einer Webseite, immer arbeitet man daran, und das ist auch gut so ;-)
Dennoch entscheiden wir uns - jetzt geht sie online, auch wenn wir nicht 100% zufrieden damit sind. Bei Webs kannst du jederzeit verbessern, weitermachen usw...
Bei den von dir angesprochenen Büchern ist es schwieriger, wir kennen das zur zeit haben wir 5 Bücher am markt, auch hier haben wir einen weg gefunden - in unseren Büchern steht eine Internetadresse und auf der gibt es Updates, Erweiterungen, Neuigkeiten ;-)

Zu deinem eigentlichen Problem - du hast es erkannt und kannst es jetzt lösen ,-)

Liebe grüße aus dem sonnigen Heidelberg


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BeitragVerfasst: Mi Jun 24, 2009 10:28 am 
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Registriert: Do Apr 20, 2006 1:07 pm
Beiträge: 593
Also ich verstehe nichts.

Bitte noch mal. Was genau ist das Problem? Schreib mal nicht so aus der Tiefe. *g* - damit ich mit komme.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Jun 24, 2009 10:31 am 
einfach den Artikel von Tinchen lesen ;-)


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BeitragVerfasst: Mi Jun 24, 2009 10:39 am 
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Registriert: Do Apr 20, 2006 1:07 pm
Beiträge: 593
oh - ich antworte prinzipiell auf Texte ohne sie zu lesen. Man hat dann mehr Freiraum. P =)


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BeitragVerfasst: Mi Jun 24, 2009 10:52 am 
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Registriert: So Jun 21, 2009 10:40 am
Beiträge: 8
Hallo Tinchen,

das kenne ich. Ich versuche auch immer alles perfekt zu machen. Bei mir zeigt sich das so. Ich bin ein Mensch der die Details beachtet, bei handwerklichem die Feinheiten, während mein Mann eben mehr das Gröbere und damit auch das Schwerere (vom Gewicht her) macht. Geht er an die Feinheiten wird's nichts, dann muß ich selber nochmals ran, einfach als Beispiel.
Bei einem Wochenendseminar hat mich nun ein Psychologe, der das erkannt hat, erstaunt gefragt:
Darfst du denn überhaupt keine Fehler machen ?
Das hat mir sehr zu denken gegeben. Vor allen Dingen, weil meine Kindheit genau so verlief. Jeder Fehler der bemerkt wurde, wurde bestraft. Viele Dinge für die ich bestraft wurde, habe ich als Kind überhaupt nicht als falsch erkannt, wurde also aus heiterem Himmel bestraft. Um dem vorzubeugen, habe ich dann wohl den Perfektionismus entwickelt.

Durch diese Erkenntnis konnte ich an manchen Stellen schon loslassen aber eben auch noch nicht überall.

Liebe Grüße
adamis

_________________
Ich bin und die Wahrheit, das ist die Lösung


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Jun 24, 2009 10:53 am 
wie kreativ, solltest dich als Maler versuchen :shock:


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Jun 24, 2009 1:09 pm 
Hallo Tinchen,

guckst Du auf S. 261 des vielfach empfohlenen Buches.

*grins*

Liebste Grüße,
Valerie


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Jun 24, 2009 1:20 pm 
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Registriert: Mo Mai 04, 2009 7:45 pm
Beiträge: 72
Wohnort: am Bodensee
Liebes Tinchen,

wenn ich als Tinchen viel zu viel Verantwortung bzgl. der Wirkung übernehmen würde, dann empfinde ich die anderen als nicht gleichwertig gut genug. Ich, als Tinchen, meine, die anderen schaffen es selbst nicht und ich bin stark etwas für sie zu übernehmen.
Es fällt mir auf, dass es, in mir als Tinchen, auch Bereiche gibt, wo ich mich nicht als gut genug sehe. Das setzt mich mächtig unter Druck. Ich kann sein, wie ich will, es ist nie gut genug, deshalb auch nie ein Buch / Projekt etc fertig wird. Meine Erwartungshaltung ist sehr groß.

Wenn ich es in mein Herz nehme, spüre ich deutlich den Druck, der auf mir lastet. Ich liebe mich trotzdem.
Der Druck hat aus mir etwas besonderes geschliffen. Das ist toll, aber nun fange ich an, mich trotz meiner Ecken und Kanten immer mehr so zu nehmen wie ich bin.
Ich verzeihe mir für die Last durch die Verantwortung, die ich auf meinen Schulter trage. Ich fange an zu verstehen, dass es niemals ein Ende geben wird und es auch keine absolute, einzige Wahrheit gibt.

Das entlastet mich ungemein und ich, als Tinchen, kann mich und die anderen besser so annehmen wie sie sind. Ihnen irgendwelche Verantwortung abzunehmen wird überflüssig. Ich kann es leichter stehen lassen, wenn andere einen anderen Weg gehen wollen. Das entlastet mich noch mehr und die Verantwortung bleibt beim anderen.

Liebste Umarmung,
Silvi

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"Glücklich allein ist die Seele, die liebt."

Johann Wolfgang von Goethe


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Jun 24, 2009 10:15 pm 
So Ihr Lieben, bin zuhause und hab alles gelesen. Habe mich über Euren Dialog gefreut und in Teilen sehr gelacht. Humor hilft ja viel, äh, ... meine ich jetzt wirklich so.

Alexander: DANKE, stimmt fast

PP: WITZIG, also Kurzfassung ist: ich trau mich nich, ich hab Schiss vorm Tun

Adamis: vielen DANK für Deine Antwort

Valerie: Du hast es also tatsächlich ganz gelesen, SEHR SCHÖN. Gucke gleich mal nach. Ich weiß auch, dass "uns" Julia dazu was zu sagen hatte, hätte und hat. Trotzdem gönn mir doch mal den Moment des: "ich bin aber was spezielles, äh. Bei mir ist das einfach komplizierter..."

Silvi: Du hast es meinem Gefühl nach am Besten getroffen. Ganz doll vielen Dank dafür.


Ich werde mir das die nächsten Tage in Ruhe nochmal nachlesen und auf mich wirken lassen. Ich wünsche Euch ne gute Nachtruhe und alles Gute.

Tinchen winkt freundlich


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BeitragVerfasst: Do Jun 25, 2009 9:57 am 
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Beiträge: 177
Huhu, liebes Tinchen,

also, da möchte ich DIR auch gern mal helfen! Wo du dich doch auch immer so toll um mich bemühst - hmm, da fällt mir gerade ein: geht das in die gleiche für dich problematische Richtung? Übernimmst du für mich ein Stück weit 'Fremdverantwortung'? ;-)

Also, ich möchte mich vor dem Hoppen noch einmal richtig absichern, ob ich dich richtig verstanden habe:

Du gibst der Welt etwas, in deinem Fall kreative Unterstützung (?) und machst dich selbst dafür verantwortlich, wenn diese Hilfe nicht in dem Maße angenommen wird, wie du es dir erhofft hast? Wie fühlst du dich dabei? Und wie genau reagierst du dann darauf? Weil ich deinen 'Schiss' noch nicht genau einordnen kann. Zu welchem Zeitpunkt hast du Angst?
Ist es der Moment, bevor du diese Informationen, vond enen du schreibst, an die Welt rausgibst?

Bin gespannt auf deine Antworten!

Liebe Grüßlis,

Trini

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"Gedanken werden Dinge!" (the Secret)

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BeitragVerfasst: Do Jun 25, 2009 7:59 pm 
Aaaaaaaalso, Trini line

es ist so:

wenn ich hier antworte, kann ich fühlen, wenn ich den Kern treffe. Fühlt sich manchmal komisch kankelig an, weil unabhängiger unortodoxer Weg und erstaunliche Ergebnisse, aber ich kann fühlen, wenn es stimmt.

Bei meinem Vorhaben ist das oft nicht der Fall. Einige Dinger gucke ich selber an und wandle da die Einstellungen. Bei anderen stockt mir der Atem. Ich kann hier fühlen, wieviel Einfluß ich auf wen habe. Beim Schreiben beeinflusse ich dann ganz viele. Da stockt es, und das Atmen fällt mir schwer. So viel Verantwortung. Nur führt das Verantwortung Tragen da zu garnix, weil es hält mich ja vom Schreiben ab.

Das ist ein Aspekt.

Andere Aspekte hat Silvi gut formuliert.
Und Du hast es auch getroffen, Fremd Verantwortung trage ich auch mal gerne.

Ja, und Valerie hatte natürlich auch recht, Julia Cameron kennt von sich und ihren Künstler Kollegen und Künstler Schülern auch solche Dramen. Bin ich eine von vielen bei dieser Handlungsblockade.

Ja mh äh.

Alles klar ?

Tine


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BeitragVerfasst: Fr Jun 26, 2009 8:05 am 
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Registriert: Mo Aug 11, 2008 9:12 am
Beiträge: 177
Alles klar - ich denke, ich hab´s begriffen! :-)

Dann will ich doch mal meinen Anteil für dich dazu hoppen:

Also, wenn ich Tinchen wäre, warum hätte ich es mir erschaffen, mich für andere so verantwortlich zu fühlen? Ich hätte es mir erschaffen, weil ich gehört werden will! Ich spüre, dass in mir so viel Weisheit steckt und Lebenserfahrungen - das möchte ich so gerne mit anderen Menschen teilen. Ich sehe so viele Leute um mich herum, die von diesem Wissen profitieren würden, denen es so viel besser gehen würde, wenn sie meine Hilfe annehmen würden. Tun sie es nicht, so werde ich ungeduldig und frustiert - ich fühle mich irgendwie so, als würde mein wertvolles Potential nicht genutzt werden. Das Gefühl macht mich traurig und verletzt mich - deshalb habe ich Angst einen neuen Versuch zu starten der Welt etwas zu schenken... wenn ich sage, es tut mir leid und ich verzeihe mir und ich liebe mich trotzdem, dann begreife ich, dass diese Angst mich nur einengen möchte. Ich frage mich: was würde ich tun, wenn ich NICHT ängstlich wäre. Dann würde ich etwas geben, ohne dafür etwas zurückzufordern... das entspannt mich...ich sehe, dass jeder Mensch für sich selbst verantwortlich ist und viele noch nicht bereits sind, sich auf eine Änderung einzulassen ... mit diesem Wissen gewinne ich die Freude zurück, bedingungslos zu geben.

So, Tihinchen... das kam bei mir dabei raus. Ich hoffe, es hilft dir etwas weiter?!

Fühl dich gedrückt!

Trini

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BeitragVerfasst: Fr Jun 26, 2009 8:28 am 
Trini,

DANKE

getroffen und versenkt :)

Tihinchen


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