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 Betreff des Beitrags: Geld = Liebe?
BeitragVerfasst: Sa Jul 03, 2010 1:01 am 
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Registriert: Mi Okt 28, 2009 6:01 pm
Beiträge: 60
Ich habe da noch ein Anliegen, und vielleicht mag jemand mithoppen oder auch nur so?

Zur Einleitung: Ich komme aus sehr komplizierten Familienverhältnissen. Habe einen Bruder der ist 5 Jahre älter als ich. Meine Eltern sind duch den Krieg warscheinlich schwer geschädigt gewesen, anders kann ich es mir nicht erklären. Ich liebe sie trotzdem. In unserer Kindheit wurden wir beide oft geschlagen und gedemütigt, mein Bruder mehr als ich. Nur von meiner Mutter, mein Vater war ja nie da. So kam es das mein Bruder und ich irgendwann unseren eigenen Weg gegangen sind. Ich wurde zum Rebell und er (das ahne ich erst seit kurzem), hat den Weg gewählt, das er meine Eltern auf eine Art "Trohn" gehoben hat. Das war natürlich ein Gegensatz, wenn ich nun gegen meine Eltern oder die Art meiner Eltern rebelliert habe, dann war ich für ihn und für seinen Weg ein Dorn im Auge. Also hat mein Bruder seit ungefähr 25 Jahren den Kontakt zu mir gemieden, er wollte mich nicht sehen, hat mich nicht akzeptiert und hat das auch all die Jahre durchgezogen, nur so kann ich es mir erklären.

Ich kenne meinen Bruder also nicht, obwohl ich mit ihm aufgewachsen bin. Ich habe eine Familie gegründet mit 4 Kindern, so gut ich es konnte und er hat den Weg eingeschlagen das er mit teilweise 3 Jobs so viel Geld verdient hat, um sich eine Wohnung zu kaufen die er dann an meine Eltern vermietet hat, damit sie im Alter versorgt sind.

Die ganzen ungefähr 25 Jahre haben wir uns nie gesehen, weil er wollte das nicht. Ich dachte mir der hasst mich wusste aber nicht warum. Habe dann eine Familienaufstellung gemacht, da kam dann raus das er mich nicht hasst, sondern das er so ist wie er ist um sich selbst zu schützen. Er wurde also aus Selbstschutz so wie er war.

Nun ist meine Mama im Mai gestorben. Zwangsläufig haben wir uns begegnen müssen. Im Krankenhaus an ihrem Sterbebett als sie da tot lag. Nach so vielen Jahren haben wir uns die Hand gegeben und haben uns versöhnt. Plötzlich sucht mein Bruder meine Nähe, ganz unaufdringlich. Ich merke das weil er seit dem gern zu mir kommt. Er kommt jedoch nie allein, er bringt immer meinen Vater mit.

Es verbindet uns plötzlich etwas aber ganz vorsichtig. Ich lerne da einen fremden Mann kennen der fast so denkt wie ich, der sich für die selben Dinge wie ich interessiert und der genauso denkt wie ich in vieler Hinsicht.

Nun kommt der eigentliche Teil: Meine Mutter hat Geld hinterlassen, Bargeld und offizielles Geld. Da sie von meinem Vater geschieden war, ist es so, das wir uns das Geld eigentlich teilen sollten, oder? Kurz nach ihrem Tod hat mein Bruder gesagt das er das Geld mit mir teilt. Nun hat er alles bei sich zuhause und nichts deutet mehr auf ein Teilen hin. Da ich aber noch immer eine Art Angst vor ihm habe, traue ich mich nicht ihn danach zu fragen. Auf der anderen Seite steht es mir aber doch auch zu. Geld ist ein heikles Thema, weil immer nachdem wir schläge bekommen haben, hat uns unsere Mutter Geld gegeben, quasi als Entschuldigung.

Ich will dieses Geld, weil es alles war was ich von ihr bekommen konnte, er will es vielleicht auch, weil es für ihn ja dann auch eine Art Liebesbeweis war, keine Ahnung.

Warum beansprucht er diese Art der Liebe für sich alleine? Ich bin doch auch noch da...

Ich möchte nicht alles, ich will meinen Teil, warum teilt er nicht?

Vielleicht findet jemand was, ich möchte wissen warum ich mir das in mein Leben ziehe..

Viele Liebe Grüße Coraline


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 Betreff des Beitrags: Re: Geld = Liebe?
BeitragVerfasst: Sa Jul 03, 2010 10:30 am 
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Registriert: So Okt 04, 2009 7:07 am
Beiträge: 394
hola,

was das geld anbelangt, bin ich in der gleichen situation.


auch meine wut war schon grenzenlos, als mich meine mutter beschiss, als mein vater gestorben ist. meine schwester macht es auf die leise art....und bekommt dann...vorallem erfüllt sie ihre erwartungen so gut es für sie stimmt, damit sie an das rankommt, was braucht und möchte

im grunde genommen kannst du dir deinen pflichtteil holen....der steht dir zu und du könntest sie belangen. allerdings und so schlau ist meine mutter, verteilt sie das natürlich schon vorher. sodass am ende nix mehr da ist...

mir ist geld wichtig, damit ich gut leben kann und da ist genug vorhanden...dennoch ist es unangenehm...aber momentan verzichte ich darauf...weils mir zu blöd ist und mir ist es auch wichtiger, dass es ihnen gut geht.

wenn ich die geschichte meiner mutter anseh, hat sie dasselbe bei ihrer eigenen erlebt. auch ihre wut war grenzenlos ... sie brach sogar den kontakt zu ihrem bruder ab, der alles schon vorher kassierte.

es ist wirklich eine blöde situation...dahinter steckt aber nur liebe...und angst und nicht wissen wie...das spür ich...


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 Betreff des Beitrags: Re: Geld = Liebe?
BeitragVerfasst: Sa Jul 03, 2010 11:54 am 
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Registriert: Mi Jul 09, 2008 9:09 pm
Beiträge: 449
Liebe Coraline,

..jetzt aber mal nicht so bescheiden. :wink:
Zunächst möchte ich dir sagen, dass Wunder geschehen..Alles was du erzählst, hört sich wunderbar an. Der Tod deiner Mama bringt euch alle.. näher zueinander. Die Verwandlung deines Bruders ist schön. Dass ihr euch so nahe seid auf einmal und euch gut versteht. Welch ein Wandel!

Nun , das mit dem Geld, ich würde sagen- sprich einfach mit ihm. Bislang hast du doch nur Vermutungen angestellt, er würde alles für sich behalten.:roll:

Vielleicht ist es nun für dich an der Zeit, deinen Teil an Aktivität zu zeigen, in deine Verantwortung zu gehen, nachdem die Angelegenheit mit deinem Bruder über seine aktive Haltung ins Rollen gekommen ist.

Zeig dich ,mach einen Schritt auf ihn zu, zeig ihm deine Erleichterung , zeig dich mit deinen Grfühlen und Gedanken zur -gerechten-Aufteilung des Erbes. Es scheint, als ob alles darauf wartet, dass nun du deinen part antrittst, für deine Wünsche (!) einzutreten.

Viel Erfolg und alles Gute für dich und deine Familie,
wünscht
love

_________________
" Ich danke, also bin ich. "


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 Betreff des Beitrags: Re: Geld = Liebe?
BeitragVerfasst: Sa Jul 03, 2010 12:28 pm 
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Registriert: Mo Apr 19, 2010 10:22 am
Beiträge: 667
du sprichst mir aus der seele, love :-)

_________________
freedom comes, when you learn to let go.
creation comes, when you learn to say no...


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 Betreff des Beitrags: Re: Geld = Liebe?
BeitragVerfasst: Sa Jul 03, 2010 1:17 pm 
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Registriert: So Okt 04, 2009 7:07 am
Beiträge: 394
love :P

cool...

"Zunächst möchte ich dir sagen, dass Wunder geschehen..

Zeig dich ,mach einen Schritt auf ihn zu, zeig ihm deine Erleichterung , zeig dich mit deinen Grfühlen und Gedanken zur -gerechten-Aufteilung des Erbes. Es scheint, als ob alles darauf wartet, dass nun du deinen part antrittst, für deine Wünsche (!) einzutreten."

du bist eine perle, danke

eigentlich machs ich ja auch auf die leise sprich vernünftige art wie meine schwester ...
und auch ich habe schon so wie meine mutter gehandelt...

einfach toll...

hinter der angst steckt auch stolz verbunden mit der stillen erwartung auf gerechtes teilen...die angst ist für mich auch mein grenzwärter, der darauf achtet, dass es mir gutgeht und mich solange begleitet, bis ich reif dazu bin.

liebe grüsse wanda


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 Betreff des Beitrags: Re: Geld = Liebe?
BeitragVerfasst: Sa Jul 03, 2010 1:26 pm 
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Registriert: Mi Okt 28, 2009 6:01 pm
Beiträge: 60
Liebe Wanda,

"freut" mich irgendwie das ich nicht alleine mit sowas bin, zumindest das Gefühl zu haben, obwohl es ja eigentlich nix zum freuen gibt. Hoffe du verstehst... Von sowas wie Erbschaft zu sprechen fällt mir nicht leicht.

Zitat:
im grunde genommen kannst du dir deinen pflichtteil holen....


ich denke das ich schon einen Pflichtteil bekomme. Nun ist es aber so das meine Mutter einen Teil Bargeld (ich sage jetzt mal grob 10000 Euro) hinterlassen hat und den gleichen Teil auf dem Sparkonto. Das Geld vom Sparkonto ist ja offiziell. Nun hat er aber die Beerdigung vom Sparkonto bezahlt und da bleiben dann noch 4000 Euro die dann, vermute ich mal, offiziell geteilt werden.

Den anderen Teil, das Bargeld hat er aber bei sich zu Hause. Das ist ja Geld wo die Offizielle Seite (der Notar) nix davon weiß und dies ist ja auch nicht beweisbar. Aber auch da steht mir doch die Hälfte zu, von mir aus könnte das auch durch 3 geteilt werden, sodas mein Vater auch was davon bekommt.

Liebe Love,

Zitat:
Zeig dich ,mach einen Schritt auf ihn zu, zeig ihm deine Erleichterung , zeig dich mit deinen Grfühlen und Gedanken zur -gerechten-Aufteilung des Erbes. Es scheint, als ob alles darauf wartet, dass nun du deinen part antrittst, für deine Wünsche (!) einzutreten.


danke auch für deine Worte. Du hast auch so recht und genau den wunden Punkt getroffen. Das traue ich mir aber nicht. Was wenn er dann wieder komisch wird? Ich hab ansatzweise mir schon vorgenommen das anzusprechen, bekomme aber in der Hinsicht kein Wort raus. Habe Angst das alles dadurch zerstört wird und er wieder zu macht, mich stehen lässt und jeglichen Kontakt abbricht. Dann ist das Geld sowieso verloren, da er es ja schon bei sich zuhause hat und alles andere ist gleich mit verloren. Wenn er aber schon soviel Geld hat, dann ist es doch doppelt ungerecht wenn er 12000 bekommt, ich vielleicht 2000 und mein Vater gar nix. Würde das alles so eintreffen, dann würde ich sicherlich den Kontakt von meiner Seite diesmal abbrechen. Das würde mir zu weh tun...

Vielen Dank fürs Teilen,

Liebe Grüße Coraline


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 Betreff des Beitrags: Re: Geld = Liebe?
BeitragVerfasst: Sa Jul 03, 2010 1:50 pm 
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Registriert: So Okt 04, 2009 7:07 am
Beiträge: 394
liebe coraline,

"freut" mich irgendwie das ich nicht alleine mit sowas bin, zumindest das Gefühl zu haben, obwohl es ja eigentlich nix zum freuen gibt. Hoffe du verstehst... Von sowas wie Erbschaft zu sprechen fällt mir nicht leicht.


geht mir genaus so...auch mit der liebe, du hast ja geschrieben Geld=Liebe

Ich hab ansatzweise mir schon vorgenommen das anzusprechen, bekomme aber in der Hinsicht kein Wort raus. Habe Angst das alles dadurch zerstört wird und er wieder zu macht, mich stehen lässt und jeglichen Kontakt abbricht.


ja so ises...

coraline, find dich mutig, dass du dich getraut hast, diese deine geschichte hier niederzuschreiben. dafür danke ich dir :P

wanda


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 Betreff des Beitrags: Re: Geld = Liebe?
BeitragVerfasst: Sa Jul 03, 2010 5:20 pm 
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Registriert: Sa Jul 03, 2010 3:40 pm
Beiträge: 2
Liebe Coraline,
Ich komme aus einer grossen Familie,4Geschwister.
Meine Mutter ist 2007 gestorben und mein Vater ist nun 80Jahre alt. Auch habe ich bereits meine beiden Brüder verloren(der jüngste ist nur 29 Jahre und der Älteste 51 Jahre alt geworden)

Deine Geschichte hat mich berührt.

Dazu ist mir eingefallen, daß du Deine Ängste bezüglich einer Konfrontation mit deinem Bruder wegen des Geldes, mit der Wundertagebuch-Technik von Manfred Mohr bearbeiten könntest.

Ich hoppe nun mal:

Wenn ich caroline wäre , warum hätte ich ein Problem ,meinen Bruder anzusprechen um mein Bedürfnis anzusprechen.

Ich hätte wahnsinnige Angst mich zu offenbaren ,weil ich mich somit verletzbar mache.
Ich nehme meine Angst vor " verletzt werden "in mein Herz:
Ich danke für Diese Einsicht. es tut mir leid,ich liebe mich,
Ich merke das ich geliebt und angenommen sein möchte.
Da ich als Kind nur Liebe und Anerkennung von meiner Mutter in Form von Geld bekommen habe, ist mir dieses Geld soooooo Wichtig!!!!! Ich schäme mich aber für diese Geldgier! Es tut mir leid.Ich liebe mich trotzdem.
Das Gefühl der Bedürftigkeit wird kleiner und kleiner und macht der Erkenntnis Platz das ich bedingungslose Liebe annehmen und schenken darf. Danke Ich liebe mich .Ich verzeihe mir.Danke
[/color]


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 Betreff des Beitrags: Re: Geld = Liebe?
BeitragVerfasst: So Jul 04, 2010 11:05 pm 
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Registriert: Mi Okt 28, 2009 6:01 pm
Beiträge: 60
Liebe Flowerfairy,

das tut mir leid für dich, wie nichtssagend sind meine Probleme dagegen. Vielen lieben Dank für deine Worte.

Ich muss mal schauen was ich zur Wundertagebuch Technik finde, habe davon noch nicht gehört.

Liebe Grüße Coraline


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 Betreff des Beitrags: Geld gleich Liebe?
BeitragVerfasst: Mo Jul 05, 2010 1:40 pm 
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Registriert: Mi Jul 09, 2008 9:09 pm
Beiträge: 449
Liebe Coraline,

ich kann es leider nicht ins Hoppen formulieren wie ihr es so toll macht hier (ups, es gibt das Thema sogar in zwei threads :shock: ) aber mir kam von Anbeginn an noch in den Sinn:

Geld bedeutet tatsächlich Liebe. Für .. die Generation ..vor uns.
Mir sagte das so ähnlich eine Therapeutin, bei der ich ein sehr bedrückendes
(Teil-) Thema meiner Kindheit loswerden konnte.

Ich möchte hier davon schreiben, weil es vielleicht hilft, das Thema gänzlich anzusehen- und dann loszulassen.

Heute weiß ich z.B., dass von Geld als Energie gesprochen wird. Nichts anderes bedeutet es.
Auch.

Nun zurück zu Geld= Liebe, was du ja sehr schön, weil so pragmatisch, als Überschrift gewählt hast.. Durch einen Vorfall in meiner Kindheit verdunkelte sich alles, was vorher noch in hellem Licht gestanden hatte. Ich fühlte mich abgeschnitten und getrennt von allem, was mir vorher Kraft gegeben hatte , um die Leere, die von meiner Mutter ausging, zu füllen.

Ich war allein.
(Zutrauen fand ich einzig bei den Tieren, den Pferden, man sagt, sie sind die Delphine des Festlandes. Eine Umschreibung, die in jeder Hinsicht gilt..Danke, liebe Tiere.)

In all der (menschlichen) Eiseskälte streckte ich den Arm aus nach allem, was mich irgendwie hätte nähren können. Da war so wenig... Also ... nahm ich, was irgendwie zu bekommen war... und meine Mutter hat es n i e gesehen, sie hat es nie beachtet. Es war das Geld. Es hat geschmerzt, so sehr geschmerzt, von ihr nicht beachtet zu werden- es hat mich danach verlangt,mich an ihr zu rächen, in meiner kindlichen Seele rang ich um Fassung, wie sie mit mir umging, Tag für Tag. Ich nahm Geld fort, um meine Verletzungen durch Süßes zu stillen, und ich aß ziemliche Berge von Süßem.
Ich meine, sie hätte es jederzeit herausfinden können, zu offensichtlich wurde es. Sie hatte täglich Einnahmen, und vermisste nichts dabei.

Die Therapeutin sagte, es war (so etwas wie) ein deal. So etwas wie ein Ausgleich zwischen uns, ein Kontrakt, der stillschweigend geschlossen war. Das hat mich wahnsinnig erleichtert, hatte ich über all die Jahre hinweg schreckliche Schuldgefühle angehäuft.

Heute arbeite ich immer wieder an dem Thema Geld unter diesem Aspekt, und es hat mir sehr geholfen, überhaupt meinen Selbstwert zu entdecken, als ich mit meiner Selbständigkeit begann.

Es war kein Honigschlecken, und die Auseinandersetzung mit dem Thema `Geld` wurde -unverhofft- zu einer beinahe existenziellen....
Vielleicht kann es auch dir helfen, Geld in seiner gesamten Deutung zu betrachten, denn es (er)löst ungemein die eigene Geschichte, und das, was darin gesehen werden möchte..

Alles Liebe für dich
love

_________________
" Ich danke, also bin ich. "


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 Betreff des Beitrags: Re: Geld gleich Liebe?
BeitragVerfasst: Di Jul 06, 2010 10:47 pm 
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Registriert: Mi Okt 28, 2009 6:01 pm
Beiträge: 60
Liebe Love,

schön deine Geschichte, hilft mir irgendwie. Das Geld scheint irgendwie integriert zu sein oder besser gesagt mit der Liebe vermischt. Ich denke mal wenn die Menschen Defizite haben, dann entweder mit der Liebe oder mit dem Geld, irgendwie mischen diese zwei Eigenschaften immer mit.

Als Oberbegriff würde ich jetzt die Macht wählen. Diese jedoch ist ohne die eine oder andere Eigenschaft wiederum machtlos.

Bei mir ist es zwischenzeitlich so, das der Notar geschrieben hat. Im Amtsdeutsch hat er geschrieben, dass die Nachkommen sich einigen ohne Nachlassgericht. Also der gute Herr Notar kennt keine Gnade mit meiner Angst und erwartet das ich mich der stelle.

Auf dem Sparbuch sind mittlerweile nur ncoh 4000 die offiziell geteilt werden wollen. Nun ist es an der Zeit meine Bruder anzusprechen auf das Bargeld.

Heute war ich auf dem Friedhof, irgendwie war ich froh mal alleine da zu sein, jedoch das bekannte Gefühl der Trauer hat sich nicht eingestellt. Mir war unheimlich. Naja, ich muss dazu sagen das ich mir immer seit meine Mum gestorben ist einbilde, dass sie irgendwie noch da ist und mir was mitteilen will. Heute hat sie mir das Gefühl gegeben ich muss allein auf mein Herz hören.

Ich habe jetzt auch langsam den Mut ihn einfach anzusprechen. Ich werde ihn fragen wann wir teilen, es gibt nur zwei Möglichkeiten, entweder er verleumdet das Geld oder die Liebe siegt und es ist ihm nicht so wichtig .

Wenn es ihm so wichtig ist das er es mit Liebe verwechselt und er meint er kann nicht genug von dieser Liebe bekommen, dann habe ich Geld verloren aber er die wirkliche Liebe.

Meine Liebe hat er, jedoch kann ich ihm da nicht wirklich weiter helfen. Ich habe dann das Geld verloren, jedoch ich will die Liebe in meinem Herzen erhalten, weil ich Überzeugt bin das dies der wirkliche "Schatz" ist...

Danke fürs teilen

Viele liebe Grüße Coraline


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 Betreff des Beitrags: Geld gleich Liebe?
BeitragVerfasst: Mi Jul 07, 2010 10:10 am 
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Registriert: Do Apr 20, 2006 1:07 pm
Beiträge: 593
Hallo Coraline, ich fürchte, du ahnst da ganz richtig, du wirst dich entscheiden müssen zwischen dem Geld und deinem Bruder. Auf beides hast du nicht kein Recht (egal wie das rechtlich aussieht). Auch ob er dauerhaft bei dir bleiben wird, ist wirklich die Frage, das alles kann auch nur ein kurzes brüderliches Intermezzo gewesen sein. (Auch schön!)

Hast du ihn jemals gefragt, was das Erbe für ihn bedeutet? wie es ihm damit geht?


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 Betreff des Beitrags: Re: Geld gleich Liebe?
BeitragVerfasst: Mi Jul 07, 2010 10:59 am 
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Registriert: So Okt 04, 2009 7:07 am
Beiträge: 394
hallo coraline,

also ich finde, das kann doch zusammengehen. auch wenn du angst hast, dein ziel jedoch ist, in ruhe und frieden mit ihm über das geld zu reden, dass du gerne möchtest, es auszuhandeln und ihm dann auch sagst, wie es dir geht mit ihm (love sagte es ja schon) und was du möchtest, sei es darum mehr kontakte etc. vielleicht gehts ihm genauso...wer hat nicht gerne einen guten kontakt zu seinen geschwistern...familie ist familie und blut ist dicker als wasser sagt man doch oder?

oder aber, du bist noch nicht bereit, dann kannst du warten, bis du bereit bist...das ist bei mir der fall...ich sag mir, es ist mir noch nicht so wichtig

du kannst ja die szene mal durchspielen in gedanken...solange vielleicht bis du dich einwenig beruhigt hast. wenn da zweifel kommen, ist doch egal...dann frag dich: ist das wirklich so? kann ich das wissen oder ist das eine vermutung, weil ich schon solche erfahrungen mit ihm gemacht habe...vielleicht wartet er schon darauf, dass du einen schritt auf ihn zu machst, wer weiss...


Naja, ich muss dazu sagen das ich mir immer seit meine Mum gestorben ist einbilde, dass sie irgendwie noch da ist und mir was mitteilen will.

was sagt dir deine mutter? frag sie...sie wird es dir sagen...

das war meine frage...seit einiger zeit...betreff meiner schwester, die gestorben ist. ich dachte genauso, konnte nicht auf ihr begräbnis gehen, nicht wirklich trauern, ich fragte sie, naja nicht direkt, sie zeigte mir es...

viel glück wanda


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 Betreff des Beitrags: Re: Geld gleich Liebe?
BeitragVerfasst: Mi Jul 07, 2010 11:56 am 
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Registriert: Sa Mai 22, 2010 11:55 am
Beiträge: 571
also liebe oder lieber pp ,
warum muss coarline sich entscheiden ? vielleicht geht ja auch beides ...

liebe coraline ,
vielleicht solltes du ihm einfach sagen , dass du dich sehr freust wieder kontakt mit ihm zu haben . und das du angst davor hast ihn jetzt vielleicht wieder zu verlieren , aber dass du trotzdem ganz gerne den anteil von dem geld hättest . immerhin hat er es dir ja am anfang selbst angeboten (wenn ich mich recht erinnere) .
und mir fällt es oft leichter die dinge per brief zu schreiben , wenn ich mich mündlich nicht traue.

huch , eigentlich wollt ich ja keine ratschläge mehr geben...naja...
lg von b


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 Betreff des Beitrags: Re: Geld gleich Liebe?
BeitragVerfasst: Mi Jul 07, 2010 12:19 pm 
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Registriert: So Okt 04, 2009 7:07 am
Beiträge: 394
bluna sehr gut.

hab dir ja schon mal geschrieben, man "befruchtet sich", muss heut noch über deine antwort lachen...ratschläge sind dazu da, um sich zu beratschlagen. und ich finds gut. nicht immer aber meistens.

wenns zu strub wird, und man braucht es wirklich, ist es für mich besser auf die langsame art vorzugehen...und brief ist eine gute möglichkeit

das was du geschrieben, tatata...ist eigentlich ganz einfach


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