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 Betreff des Beitrags: geht das auch mit der Sucht?
BeitragVerfasst: Do Okt 29, 2009 12:14 am 
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Registriert: Mi Okt 28, 2009 6:01 pm
Beiträge: 60
Hallo@

ich habe schon das eine oder andere Thema beim Hoopen mitverfolgt. Einige Hoop-Antworten haben mich auch schon angesprochen, jedoch mein Problem ist noch nicht gelöst.

Vielleicht mag mir ja jemand helfen ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen.

Ich verstehe nicht warum ich mir folgendes erschaffen habe:

Ich bin mit meinem Freund fast sieben Jahre zusammen. Mein Freund kifft täglich.

Es hat mich schon immer gestört, jedoch ich habe es mir "schöngeredet". Ich dachte ich kann damit leben für immer.

Nun ist es so, je mehr ich mich weiter entwickle (ich hatte keine schöne Kindheit, war dadurch nicht frei und bin es immer noch nicht ganz), je mehr ich mich aus meinem "Kokon" schäle, umso mehr stört mich diese Kifferei.

Es ist so als ob er nicht wirklich lebt. Wenn er gekifft hat, chillt er eben vor dem Fernseher. Was unternehmen will er nicht wirklich. Nach einem langen Arbeitstag habe ich dazu auch nicht großartig Lust, jedoch er schaut eben nur fern. Da ist keine Unterhaltung möglich oder irgendwas in der Richtung.

Das schlimme daran ist, er ist eigentlich intelligent, er arbeitet, er ist eigentlich ein "feiner" Kerl, nur leider irgendwie auch ein "Zombie".

Ist schwer zu erklären. Ich habe schon oft mit dem Gedanken gespielt mich zu trennen, dann stellt sich bei mir aber starkes Mitleid ein und etwas Angst ganz allein zu leben. Obwohl ich ja mit 4 Kindern (die sind schon erwachsen, noch ein kleiner ist bei mir) , eigentlich nicht allein bin.

Dann ist da noch was womit ich nicht klar komme, damit dass er keinerlei Verantwortung übernimmt, weder für sein Leben noch für etwas anderes (ausser das er arbeiten geht).

Funktioniert das Hoopen auch im Falle einer Sucht?

Oder gibt es da keine Chance?

Wäre schön wenn mir jemand antwortet.

Grüße Coraline


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Okt 29, 2009 8:15 am 
Danke das Du so offen geschrieben hast.

Bei Hooponopono heilst du ja dich, die Anteile in dir, und natürlich kannst du das auch machen wenn dein Partner Kifft.

Du solltest in keinem Fall aus Mitleid bei einem Menschen bleiben - was sagt das über dein Leben und dein Selbstwert aus ?

Schau dir doch mal die Videos ( kostenlos ) von Bärbel an - da wird das alles schön erklärt : http://koha-verlag.de/zsi/64172162A4GzG ... ering.html

Liebe grüße


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Okt 29, 2009 1:07 pm 
hallo Du :-)

Ich hatte das haar genau das gleiche Problem mit einem Alkoholiker.
Aber wirklich haar genau das gleiche.
Wir blieben aber "nur" Jahre zusammen. Dann ging ich.
Nach dem ich 2 Ausbildungen absolviert hatte.

Ich könnte mich auch ständig fragen, warum ich nur "kranke" Männer anziehe, Depressive, Alkoholiker, Lügner, immer Männer die Hilfe brauche.
Warum das so ist, mmh. Ich weiß nicht.
Vielleicht hab ich ein Helfersyndrom, fühl mich nur ganz, wenn ich helfen kann.
Vielleicht bin ich ja die Süchtige? Vielleicht bin ich süchtig nach gebraucht werden?
Warum möchte ich den gebraucht werden. Warum will ich jemandens Sinn sein?
Wieso möchte ich Wichtig für jemanden sein. Weswegen sollte jemand Abhänig von mir werden?

:shock:

Ich könnte hoopen:
Es tut mir leid, das ich nur "kranke" Männer anziehe.
Aber ich verzeihe mir, weil ich mich liebe.

Viel Glück.
lg Tamina


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Okt 29, 2009 1:14 pm 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3816
Hallo Tamina,

.. such mal nicht im Außen nach Gründen..

geh mal in Dich.. sei Dir Dein Universum.. dein Überich.. Unterich.. versuche mal in Dir was zu finden.. was Grund genug wäre.. zu was Du solche Typen in Deinem Leben haben WILLST/WOLLTEST?

Wenn Du sie nicht willst.. dann schick sie weg und versuch ohne sie "klarzukommen"

Solange Du Dich als hilfloser biologischer Mensch.. der nun mal soo dringend braucht siehst..

kommst Du nicht weiter.. denn genau da ist die Grenze..

Brauchst Du wirklich? Komm mit Dir alleine klar.. und du hörst auf zu brauchen!

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Okt 29, 2009 1:51 pm 
warum lassen wir uns überhaupt von Männern ausnutzen?


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Okt 29, 2009 2:29 pm 
Tamina hat geschrieben:
warum lassen wir uns überhaupt von Männern ausnutzen?


Gehören da nicht immer 2 dazu ?
Der der ausnutzt und der der es zulässt ?????


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Okt 29, 2009 8:50 pm 
Aber irgendwas müßen wir doch haben, das wir immer nur Hilfebedürftige Männer anziehen?
Männer die ohne uns nicht leben können, oder wollen?
Irgend so ein Signal werden wir wohl aussenden.

Ich habe noch nie einen Freund gehabt, der mich geschlagen hat, oder der sich wie ein extremer Macho aufführte.
Ganz einfach, weil ich mir sage, daß ich einen Mann sofort rausschmeißen würde, wenn er nur ansatztweise zur Gewalt neigt, sei es physisch oder psychisch.
Ich denke, daß ich dann so eine Austrahlung aussende, das sich so ein Mann gar nicht mehr in meine nähe traut.
Vermutlich soll ich es mit den andern Punkten auch so machen.
Ich will keinen Hilfebdürftigen, Psychisch Kranken Mann mehr, der pessimistisch, Zynisch usw. ist. Der kommt mir nicht in die Quere.
Schwerer aber ist es zu sagen, und vor allem zu fühlen,
das ich ab jetzt nur noch Männer anziehe, die Liebenswert sind, Glücklich und zufrieden sind, frei und Bindungswillig, Treu Anständig etc.......


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Okt 30, 2009 7:37 am 
Vielleicht solltest du dein vergangenes, erlebtes und befürchtetes mal verarbeiten z.b. mit Hooponopono.
Was geheilt ist, ist geheilt, und wenn die Verletzungen und die Ängste nicht mehr da sind, wirst du nicht mehr wie ein Magnet wirken und kannst dich auf das konzentrieren was du willst und nicht erst mal aufzählen was du an einem Mann, an einer Beziehung nicht willst ;-)

Liebe grüße aus Heidelberg und einen wunderbaren Tag.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Fr Okt 30, 2009 8:07 am 
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Registriert: Mo Aug 11, 2008 9:12 am
Beiträge: 177
So, Coralina, da du diesen Thread eröffnet hast, antworte ich dir mal mit meinem Hoppen-Anteil:

Wenn ich Coralina wäre und mir einen solchen Mann erschaffen hätte, dann hätte ich das getan, weil er mein Verhalten perfekt spiegelt und mich darauf aufmerksam macht, dass ich mir selbst gegenüber Verantwortung schulde. Nur ICH bin verantwortlich für mein Wohlbefinden, mein Glück im Leben und auch für meine Entscheidungen, Beziehungen einzugehen, in denen ich mich rundum wohlfühlen kann. Ich bin mein Schöpfer und ab und an verliere ich den Fokus, dass ich nicht alles um mich herum passiv erdulden muss, sondern jederzeit für mich selbst Stellung beziehen und aktiv handeln kann, damit es mir gut geht. Ich finde es so unglaublich schwer mir das immer wieder in den Kopf zu rufen, weil ich den wahren Kontakt zu MIR zu meiner inneren Kraft noch nicht aufrecht erhalten kann. Es macht mich wütend, dass ich mich von diesem Mann, seinem Verhalten im außen so herunterziehen lasse und im Grunde bin ich nur wütend auf mich selbst, dass ich es nicht so einfach hinbekomme inneren Frieden zu finden. Wenn mir das gelingt, dann bin ich mir sicher, dann werde ich auch Frieden mit diesem untätigen Typen dort auf dem Sofa finden. Wenn ich sage, es tut mir leid und ich verzeihe mir das und ich liebe mich trotzdem, dann bin ich geduldiger mit mir selbst. Ich weiß, dass ich mich nicht von heute auf morgen ändern kann, all die Glaubenssätze, die man mir mein Leben lang eingeimpft hat und noch immer einimpft vergessen kann, nicht all den Zweifel innerhalb kurzer Zeit aus dem Weg räumen kann - aber ich sehe, dass ich auf dem richtigen Weg bin und das macht mich sehr stolz! Ich freue mich darauf noch mehr neue wohltuende Apskete in mein Leben zu lassen!

Wenn ich dieser Mann wäre, dann würde ich mich so verhalten, weil ich mich selbst blind machen möchte. Das Kiffen hilft mir von meinen Problemen und dieser Welt davonzulaufen und mich zu entspannen - den Kopf frei zu bekommen. Ich spüre, dass ich in einem Loch sitze und von meiner eigenen Trägheit gefangen bin und allein nicht mehr herauskomme. Mir ist irgendwie alles egal... jeder Tag ist wie der andere und der Job macht mich auch nicht glücklich... ich sehe auch, dass sich meine Freundin langsam von mir entfernt, aber auch das nur durch den schönen wabernden Nebel, der mir hilft das Leben zu ertragen. Auch sie wird mir zunehmend egal. Ich finde alles ist so schwer... mit Verantwortung für mich selbst will ich nix zu tun haben... denn dann müsste ich auftauchen und mich der grausigen Welt stellen, mit all ihren Verletzungen... das ist zu viel für mich - da bleibe ich lieber hier. Wenn ich sage, es tut mir leid, ich verzeihe mir und ich liebe mich trotzdem, dann sehe ich meine Freundin zum ersten Mal wieder mit klaren Augen. Ich sehe ihren Schmerz und ihre Enttäuschung. Das beschämt mich, denn ich bin mit ihr zusammen, weil ich sie glücklich machen möchte. Ich sehe, dass ich auf dem Weg bin alles kaputt zu machen und dieses Bewusstsein lässt mich langsam auftauchen aus dem Nebel... ich möchte lernen zu leben.

Schönen Gruß,

Trini

_________________
"Gedanken werden Dinge!" (the Secret)

"Alles was möglicherweise existiert - existiert bereits!" (Master Key System)


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BeitragVerfasst: Fr Okt 30, 2009 10:37 am 
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Registriert: Mo Jul 27, 2009 10:27 pm
Beiträge: 29
Hi Coralina,

mein Freund kifft auch täglich und ich bin mir schon fast sicher, dass er noch mehr kifft als dein Freund.

Mich stört es jedoch nicht, weil ich ihn schon so kennengelernt habe und ich zugeben muss, dass er geistig noch voll auf der Höhe ist.

Aber ich habe trotzdem einen Tipp für dich:

Ich war dieses Jahr mit meinem Freund eine Woche im Urlaub (Italien).
In der Zeit hat er nicht mal das Bedürfnis gehabt zu kiffen.

Vielleicht hilft ein Urlaub Euch ja weiter und du erkennst wieder was du an deinem Freund hast bzw. was dir gefehlt hat.

Grüßle Jade


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BeitragVerfasst: Fr Okt 30, 2009 11:35 am 
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Registriert: Mi Mär 21, 2007 10:45 am
Beiträge: 229
Hallo Coraline,
wenn ich dieser Freund wäre, dann würde ich mich so verhalten, weil mir das kiffen etwas gibt: alle ist gut. Ich habe dann ein gutes Gefühl. Und wenn meine Freundin kommt und schimpft, geht das gute Gefühl weg, also kiffe ich, damit es wieder zurück kommt. Ich lebe da in einer gefühlsmäßig tollen Welt, die aber nicht die wahre Welt ist. Weil die wahre Welt aber nicht so toll ist, bleibe ich lieber in meiner Scheinwelt, wo alles rosarot ist. Fernsehen ist auch so eine Scheinwelt, mit virtuellen Abenteuern, die ich erlebe, statt der realen Abenteuer in der wahren Welt.
Nehme ich es in mein Herz, spüre ich, dass mein Leben (mein wahres) an mir vorbeirennt. Ich lebe nicht wirklich, die Wirklichkeit macht mir Angst.
Nehme ich es weiter in mein Herz, dann werde ich unendlich traurig, dass ich schon solange vor mir und meinem Leben davonlaufe.
Ich nehme meine Angst und meine Trauer in mein Herz. Ich gebe meiner Angst meine ganze Liebe.

Wenn ich diese Frau wäre mit so einem Freund, dann würde ich mir das erschaffen, weil ich selbst auf der Flucht vor der Realität bin. Indem ich ihn versuche in die Realität zu bringen, will ich es eigentlich mit mir selbst tun. Meine Flucht vor der Wirklichkeit ist nur etwas anders: Ich beschäftige mich so sehr mit den Problemen meines Freundes, dass ich meine eigenen gar nicht mehr sehe. Ich bin in "Co-Abhängigkeit", da ich die Abhängigkeit meines Freundes tolleriere und im Wunsch, ihn zu "retten", aufgehe.
Nehme ich es in mein Herz, dann entsteht in mir der Wunsch, aus dieser fiktiven Blase, dieser Scheinrealität, auszubrechen. Ich möchte wieder mehr mein Leben leben, und nicht nur auf das meines Freundes reagieren. Plötzlich wird mir klar, wenn ich schnurstraks mein Leben leben würde, wäre es für meinen Freund plötzlich gar nicht mehr so spannend, auch so weiter zu machen. Ihm fehlt dann der Zuschauer und der der nervt und an ihm zieht. Dann macht das Ganze für ihn auch nur noch wenig Sinn, und Spaß.

Viele Grüße
Manfred


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BeitragVerfasst: Fr Okt 30, 2009 2:14 pm 
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Registriert: Do Okt 05, 2006 10:54 am
Beiträge: 171
.. ich auch mal wieder nach langer Zeit. :D

Wenn ich der Freund wäre, würde ich kiffen, weil ich Angst vor der Nähe und der Tiefe habe, die (m)eine Beziehung bekommen könnte, und weil ich Angst vor Entwicklung habe.
Also schaffe und halte ich Distanz. Das Dope ist meine Geliebte. Oder wie eine Geliebte. Ich nehme das wichtiger als Tiefe, Nähe und Entwicklung in (m) einer Beziehung. Nur so ist sichergestellt, dass ich in Beziehung nicht in die abhängige oder bedürftige Rolle falle oder mir diesen Teil anschauen, geschweige denn, fühlen muss :( . Die Sucht ( für mich ist das ja gar keine... nur für die Anderen..) hilft mir ausreichend unverbindlich zu bleiben. Das Kiffen ist "mein Raum".


HerZlösung : Ich hab saumässigen Schiss, mir all die Gefühle anzuschauen, die untendrunter sind udn schon lange mitlaufen. Das kleine und gar nicht coole ich. Die Orientierunsglosigkeit. Die Angst, dass ich "sie" auch noch verliere, wenn sie so deutlich sieht, dass ich wirklich null Plan habe: Worums im Leben geht, wer ich eigentlich bin, was ich eigentlich will. Ich hatte mal so eine grosse Liebe zu Natur zum Beispiel- wo ist die hingekommen? So viele zerbrochene Träume- das tut weh- wor allem, die Hoffungslosigkeit, nicht genug Kraft zu haben, um den einen oder Anderen vielleicht doch anzuschauen.
Ich hab Angst, dass ich das alleine nicht schaffe.
Aber ich bin bereit, mich zu öffnen, für Botschaften und Geschichten, wo Menschen das doch geschafft haben.. oder sich befreit haben. Ich spüre, das geht nur langsam und mit viel Sicherheit. Aber ich würde mich eventuell drauf einlassen.


Wenn ich Coraline wäre, würde ich mir das erschaffen, weil ich frei sein bzw. werden will. Von falschen Selbstbildern zum Beispiel. Oder etwas über Wahrheit herausfinden will, und zwar sowohl was mich selbst , als auch was spirituelle Konzepte anbelangt.

Der Mann stellt mich vor die Wahl: Entweder ich bin in der weiblichen, allgemein akzeptierten Opferrolle.. Ich würde ja...: Mich in der Beziehung voll und ganz geben, Tiefe und Nähe und Liebe und Entwicklung zulassen, spirituell korrekte Selbstliebe und Verantwortung für mich, mein Leben und die Beziehung leben... wenn da nicht seine Sucht wäre, die alles verhindert... also ich (ge-)brauche ihn ( noch), um im Vergleich zu ihm liebevoller, reifer und verantwortlicher zu sein, bzw. zu wirken. Dabei bin ich sozusagen ja auch moralisch besser, das macht mir im Prinzip ein gutes Gefühl. Und könnte schon reichen. Das wirkliche Miteinander fehlt mir halt.

ODER:

Ich gehe auf die Suche nach meiner heiligen Kuh: Was nehme ICH wichtiger als Liebe, Nähe, Tiefe und Entwicklung in (m) einer Beziehung?
Was ist mein süsses Geheimnis, mein heimliches Für- Mich- Sein, wo ich weder ihn noch sonst einen Mann wirklich jemals hinliesse.
Prinzessinnenfantasien? Lebensträume, die ich nie geteilt habe? Andere Männer, die ich nie losgelassen habe oder von denen ich noch schwärme und die meine Hintertür sind? Was ist meine Hintertür vor allzuviel Verbindlichkeit?

Und wenn ich das gefunden habe, falls ich es überhaupt suchen will- dann will ich herausfinden, ob es wirklich stimmt: Wenn einer sich ändert, in sich die Resonanz auflöst- verschwindet die äussere Realität auch.

Ich habe mir die Situation also letztlich erschaffen, um mich vor die Wahl zu stellen: Will ich Sicherheit, Gewohnheit, Rechthaben?
Oder: Wahrheit, Forschung, Entwicklung?


HerZlösung:
Ich will Wahrheit. Ich will Entwicklung. Und ich will lernen, mich in einer Beziehung ganz zu geben, seinen Erfolg genauso wichtig zu nehmen, wie meinen, ohne in die Opfer-Edel-Gewohnheiten zu fallen... ich merke, das macht mich richtig neugierig. Da kommt Energie her. Ja ich will wachsen.

Fertig. :D

Herzlich-
Stern

_________________
MIRACLES are real- WUNDER sind normal!


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BeitragVerfasst: Fr Okt 30, 2009 10:49 pm 
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Registriert: Mi Okt 28, 2009 6:01 pm
Beiträge: 60
Hallo,

WOW, so viele Antworten. Wahnsinn!

Und da steckt soviel für und über mich drin, ich brauch da aber ein bisschen Zeit. Ich begreife das auf Anhieb noch nicht so ganz, ich weiß aber das vieles zutrifft. Ich werde mir das noch ein paar mal durchlesen.

Zu dem Warum man solche Männer in sein Leben zieht, hatte ich vor zwei Tagen eine für mich wichtige Erkenntnis. Ich habe vor ein paar Monaten eine Psychotherapie begonnen und bisher die Beziehungen zu den Kindern besprochen. Nun bin ich am Thema Beziehung zu einem Mann und da merke ich das da viel mehr dahinter steckt was nicht so einfach zu lösen ist. Vielleicht weil man Kinder anders liebt und bedingungsloser als den Partner?
Auf jeden Fall habe ich der Therapeutin das so geschildert wie ich zu Anfang hier geschrieben habe und bin dann im Gespräch von alleine drauf gekommen das ich genau das lebe wie ich es von meinem Elternhaus kenne. Obwohl ich das doch immer ganz anders und besser machen wollte als Mutter und Vater. :roll:. Ich verstehe nur nicht wie es kommt das alles so versteckt ist, eigentlich hätte ich da ja gleich drauf kommen können, auf so eine Erkenntnis, jedoch warscheinlich kommt man nicht einfach so drauf, man muss was tun und erst dann machts nach und nach klick. Wenn alles vermischt ist, Zweifel, Schmerz, usw. und das Ganze wird dann zuviel, dann kommen warscheinlich die Scheuklappen. :?:

Zum Mitleid das sich dann einstellt, da fiel mir auf das meine Mutter immer auf die Mitleidschiene gefahren ist und der Vater war abwesend, er war hauptsächlich in einer anderen Welt, zwar nicht in der Drogenwelt, jedoch auch nicht in der Familie . Ich kopiere also das Familienleben meiner Eltern mit anderen, meinen "Mitteln". Ich kopiere das auch mit ganz anderen Umständen und Voraussetzungen. Daher ist es wohl so schwer zu durchschauen. Ich liebe mich nicht so richtig, bin zwar auf dem Weg dazu allerdings doch noch weiter entfernt als ich dachte. Es bedarf wohl noch einiger Übung aber die kann auch Spass machen mit immer neuen Erkenntnissen und befreiend wirken.
Dazu kommt noch das starke Gefühl der Wertlosigkeit. Ich bin gefühlsmässig wertlos und da trifft warscheinlich wieder das zu was geschrieben wurde, das ich mich durch solch einen Mann an meiner Seite ab und zu wenigstens wertvoll fühle (scheinbar). Der Mechanismus ist nunmal jahrelang trainiert und nun heißt es "umtrainieren" oder verlernen, das falsche, was gar nicht stimmt.

Ich sage nun erstmal ganz herzlich danke. Es ist für mich als "wertlose" nicht selbstverständlich das ich ein "Feedback" bekomme.

LG Coraline


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BeitragVerfasst: Sa Okt 31, 2009 9:38 am 
Hallo Coraline und die anderen Mitleser/innen.

Sich seiner Wahrheit zu stellen erfordert Mut. Wie Du siehst, steht man da ziemlich komisch vor seinem eigenem Verhalten und wundert sich. Ein kleiner Trost, so geht es allen, mehr oder weniger. Es wirkt da auch noch mehr aus der Familie, was nicht so offensichtlich ist. Nur der unbestechliche Blick, auch unter der Gefahr, doof dazustehen, hilft einem weiter. Man hat auch nur eine Chance, weiter zu kommen, WENN man hinblickt.

Wenn Du Dich allerdings darauf konzentrierst, weiter kommen zu wollen, wird auch genau das geschehen. Ich erlebe es selber, auch die dicksten Fehler entpuppen sich als Wachstumsschritte oder Erfahrungen, die einem was wichtiges sagen wollen. Wenn man sich dann selber in seiner ganzen Menschlichkeit ansieht, kriegt man (manchmal) einen anderen Zugang zum Verhalten anderer (wie z.B. der Eltern) und erkennt, man darf sich lieben und man darf ein Leben führen, dass zu einem paßt.

Ne andere Einstellung ist ab einem gewissen Kenntnisstand feige (damit meine ich grade nicht Dich, Coraline) und rächt sich später mal. Somit kriegt jede/r im Leben, was er oder sie reingibt ins Leben.

Wünsche Dir viel Wachstum und alles Gute
Tinchen


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Do Dez 03, 2009 11:55 pm 
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Registriert: Mi Okt 28, 2009 6:01 pm
Beiträge: 60
Hallo,

irgendwie kann ich nicht hoppen. Ich habe da Blockaden.

Ich habe das nun ein paar mal versucht aber es fühlt sich nicht echt an. :cry:

Was Sternfrau geschrieben hat, da finde ich mich wieder. Teilweise auch in den anderen Beiträgen. Sternfrau hat aber den Nagel auf den Kopf getroffen irgendwie.



Zitat:
Wenn ich Coraline wäre, würde ich mir das erschaffen, weil ich frei sein bzw. werden will. Von falschen Selbstbildern zum Beispiel. Oder etwas über Wahrheit herausfinden will, und zwar sowohl was mich selbst , als auch was spirituelle Konzepte anbelangt.

Der Mann stellt mich vor die Wahl: Entweder ich bin in der weiblichen, allgemein akzeptierten Opferrolle.. Ich würde ja...: Mich in der Beziehung voll und ganz geben, Tiefe und Nähe und Liebe und Entwicklung zulassen, spirituell korrekte Selbstliebe und Verantwortung für mich, mein Leben und die Beziehung leben... wenn da nicht seine Sucht wäre, die alles verhindert... also ich (ge-)brauche ihn ( noch), um im Vergleich zu ihm liebevoller, reifer und verantwortlicher zu sein, bzw. zu wirken. Dabei bin ich sozusagen ja auch moralisch besser, das macht mir im Prinzip ein gutes Gefühl. Und könnte schon reichen. Das wirkliche Miteinander fehlt mir halt.


Das stimmt z.B. leider. Ich habe ein Grundgefühl der Wertlosigkeit, das ist einfach da und lässt sich nicht vertreiben. Irgendwie muss ich mir selber immer wieder beweisen das ich auch wer oder was bin.

Zitat:
Ich gehe auf die Suche nach meiner heiligen Kuh: Was nehme ICH wichtiger als Liebe, Nähe, Tiefe und Entwicklung in (m) einer Beziehung?
Was ist mein süsses Geheimnis, mein heimliches Für- Mich- Sein, wo ich weder ihn noch sonst einen Mann wirklich jemals hinliesse.


Mein Geheimnis ist das

Zitat:
Ich habe mir die Situation also letztlich erschaffen, um mich vor die Wahl zu stellen: Will ich Sicherheit, Gewohnheit, Rechthaben?


Ich brauche Sicherheit, Gewohnheit und Rechthaben um mich wertvoll zu fühlen

Meine Sehnsucht ist aber dies

Zitat:
Wahrheit, Forschung, Entwicklung


Wohin aber dann mit der Angst?

Ach ein Teufelskreis ist das.


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