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 Betreff des Beitrags: Expartner hoppen
BeitragVerfasst: Mi Jan 13, 2010 1:36 pm 
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Registriert: Do Nov 26, 2009 11:34 am
Beiträge: 4
Hallo an alle,

ich lese hier schon eine ganze Weile sehr interessiert mit und habe schon einige positive Denkanstösse bekommen. Hier habe ich auch das erste Mal vom "Hoppen" gehört und mir das Buch Cosmic Ordering bestellt (und auch gelesen :wink: ).

Ich war ein Jahr mit einem Mann zusammen, der im Ausland gearbeitet hat. Als ich ihn kennengelernt hab, wußte ich: der ist es! Sowas ist mir noch nie vorher passiert...

Im Ausland wurde bei einer Untersuchung festgestellt, daß er Prostatakrebs hat. Er hat den Krebs mit einer Chemotherapie behandeln lassen, wollte die Krankheit dort "besiegen" und dann nach Hause kommen.

Er wollte weder, daß seine beiden erwachsenen Töchter noch ich ihn so sehen. Nur seine Mutter hat sich davon nicht beeindrucken lassen und ist zu ihm geflogen, was mich auch sehr beruhigt hat, so hatte er jemand, der sich um ihn kümmert und sie hat mich immer ganz lieb auf dem laufenden gehalten ( er hat mir oft nicht gesagt, wie schlecht es ihm geht).

Nach einigen Monaten konnten keine Krebszellen mehr nachgewiesen werden, wir waren sehr glücklich.... doch dann begann er auf einmal sehr einsilbig, fast depressiv zu werden und ich merkte, da stimmt was nicht. Irgendwann hat er mir dann gestanden, daß sein Arzt meinte, er könne wohl keine Erektion mehr haben und er hat daraufhin die Beziehung zu mir beendet. Er meint, das wäre das beste für uns, er möchte mir das nicht zumuten.

Er hat mir nicht die Chance auf noch ein Gespräch gegeben und ist von Südafrika gleich nach Thailand, wo er jetzt wieder einen neuen Job antreten wird. Er sagt, wenn er mich sieht und mit mir redet, wird er seine Entscheidung nicht halten können.

Ich denke, es wäre gut diese Situation zu hoppen, was meint ihr? Für mich wäre es sehr wichtig, damit abschliessen zu können, sonst schlepp ich das ewig mit mir rum.

Ich hoffe ich habe alles einigermaßen verständlich erklärt und freue mich wirklich schon auf ein feedback.

Ach ja ich weiß nicht, ob das auch wichtig für das Verständnis ist, aber er hat seine Frau vor 20 Jahren durch einen Autounfall verloren und stand von heute auf morgen allein mit seinen zwei kleinen Kindern da.

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BeitragVerfasst: Sa Jan 16, 2010 12:24 pm 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3819
Hallo Caitlin,

jetzt hab ich mal ne Weile geschaut, ob jemand für Dich hoppt aber..

Ich selbst habe so meine Bedenken .. hier mein Senf dazu zu geben.
Weil, es ist "nur" Senf.. trotz allem kommt es häufig vor, dass man zu persönlich wird.. (was mir öfters passiert)
Dein Expartner scheint kein einfaches Leben zu haben (um nicht Schicksal zu sagen).. und ich würde Dir gerne mit Hoppen eine Freude machen.
Aber irgendwie traue ich mich nicht recht an die Sache ran.

Könnte ich ein Okay von Dir bekommen.. dass Du in meinem "Gehoppe" wirklich NUR.. die Geschichte, die dazu in MIR steckt, siehst.. und es keinesfalls persönlich nimmst auch für den Expartner nicht persönlich nimmst?

LG
someone

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BeitragVerfasst: So Jan 17, 2010 12:11 am 
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Registriert: Do Nov 26, 2009 11:34 am
Beiträge: 4
Liebe someone,

ja sicher bekommst du ein okay von mir, ich freu mich, wenn ich deinen "Senf" dazu lesen kann.

LG
Caitlin

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BeitragVerfasst: So Jan 17, 2010 10:16 am 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3819
Liebe Caitlin,

gut.. dann lege ich mal los:


wenn ich Caitlins Expartner wäre.. Was würde in mir vorgehen?


.. ja.. der Krebs.. ein sehr persönliches (!!) Zeichen.. ein Schock.. Scham.. ich komme nicht mit mir klar.. nicht mit meinem Körper.. nicht mit mir persönlich.. ein fremd-Körper.. er verselbstständigt sich.. hat ein Eigenleben.. gehört nicht zu mir.. Krebszellen.. fremd.

Ich habe Angst.. panische Angst,.. was macht mein verselbstständigter Körper? Ich fühle mich ausgeliefert.. Horror.. ich kann niemand gebrauchen..ich muss mich schnellstens selbst finden.. im Eiltempo!

Ich will alleine sein.. alleine.. keinen mit Beileidsbekundungen kann ich gebrauchen.. niemand..

Besiegt.. ich habe ihn besiegt den dummen Krebs.. ich bin ein Mann..
..
Und jetzt.. jetzt habe ich Störungen.. doch kein Mann?.. Wer bin ich -jetzt- ohne meine vollständige Männlichkeit?..
Ein Niemand.. ein Nichts..
ich kann von keinem den ich liebe getröstet werden.. wenn Caitlin bei mir wäre.. hätte ich das Gefühl, sie täte es aus Mitleid..
Nichts kann sie tun.. was mich tröstet.. nichts was mir hilft.. und (!!).. ich kann nicht glauben, dass sie sich (auf Lebzeit?) mit einer platonischen Liebe zufrieden geben würde.

Also beende ich vorzeitig..was mich auf die Dauer eh nur verletzen würde..
Warum reden?.. ist alles gesagt.. mein Schicksal ist vom Krebs besiegelt.. Ja.. von wegen besiegt.. ein Schaden hat er mir hinterlassen der Krebs..
Ich hasse ihn dafür sehr.

Nun.. ich nehme es in mein Herz.. die Wut, der Hass.. alles..
Ich muss es weiter ins Herz nehmen.. aushalten.. aushalten.. aushalten..
Es ist so viel.. Schmerz dabei..
Der Hass ist sehr mächtig.. ich lasse ihn weiter wüten.. umarme ihn.. gebe ihm Liebe.. ganz viel Liebe.. es fühlt sich weicher an.. wärme.. kehrt allmählich zurück..
Ich verzeihe mir den Hass.. ich verzeihe mir Wut.. ich verzeihe.. gebe Wärme.. viel Wärme..

Ich liebe mich.. ich liebe mich so wie ich bin.. deshalb verzeihe ich mir meine destruktiven Gefühle.. ganz vollständig..
Ich nehme mich an.. und in mein Herz.


Wenn ich Caitlin wäre wie könnte ich das "ins Positive" fühlen?


Ich fühle.. die Abgeschnittenheit.. die Verletzung.. die mein Ex mir unbewußt durch sein Verhalten zugefügt hat.. Ich fühle Schmerz.. Angst und Sorge.. alles zusammen.. eine fiese Mischung!
Nicht nur dass er mich jetzt brauchen -sollte-(!!) in seiner Not.. Nein.. er schickt mich fort.. weit weg von ihm..
Dabei könnt ich ihm doch helfen.. ihm Trost spenden in seiner Not..
Nicht mal reden will er..
Das verletzt mich zutiefst..
Ich verstehe sein Verhalten gar nicht- will ich in diesem Moment auch gar nicht.. denn ich bin einfach verletzt weil ich "nur" helfen will.. und meine Hilfe so schändlich verschmäht wird (!!)
..
Nun ich nehme meine Verletzung.. sehr ernst.. in den Arm .. und in mein Herz.. Mein Stolz ist da.. meine Würde.. alle fühlen sich verletzt..
gepaart mit der Sorge um meinen geliebten Partner.. der sich so nun gar nicht als Partner äußert.. nein.. er stößt mich weg.. wie einen räudigen Hund!!
.. die Verletztung sitzt tief.. sie ist gemein.. sie gehört dennoch zu mir.. ich nehme sie an.. und in mein Herz.. und weiter.. ich heile sie innerlich.. gebe ihr Wärme.. unterstützung und Dank.. denn wie will mich schützen.. und bei mir sein.
Und da geschieht es.. mit der Wärme, die ich jetzt in mir fühle.. verstehe ich meinen Partner.. der "Liebe" und "Arme"... wie sehr wurde "er" durch die Krankheit verletzt.. wie tief sind seine Wunden..
Ich werde bei im sein.. geistig und immer.. egal wie er sich entscheidet.. ich liebe ihn und bin bei ihm.
Mit all der Liebe die in mir ist.


So.. jetzt bin ich irgendwie leer..
hoffe es hat Dir geholfen.

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo Jan 18, 2010 1:18 pm 
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Registriert: Do Nov 26, 2009 11:34 am
Beiträge: 4
Liebe someone,

ich möchte mich sehr für deinen Beitrag bedanken... du hast mir größtenteils so richtig aus dem Herzen gesprochen und es hat mir sehr geholfen! Ich danke dir und wünsche dir alles Liebe und Gute

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Jan 19, 2010 8:27 am 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3819
:) Danke, das freut mich sehr!

Dir auch alles Gute für die Zukunft, ich wünsche Dir sehr, dass Du Dich mit Deinem (ex-)Partner aussöhnen kannst.

Alles Liebe Dir
someone

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