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 Betreff des Beitrags: Die Liebe... vermisst... warum?
BeitragVerfasst: Mo Jun 08, 2009 12:04 pm 
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Registriert: Mo Apr 21, 2008 9:42 am
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OK ich wage es einmal und hoffe auf ein hoppen auf euch - ich selbst bin gerade zu aufgewühlt dazu.

am 27. 05 hatte ich noch ein wunderschönes Gespräch mit meinem Freund über Webcam (Fernbeziehung). Alles war harmonisch und liebevoll. Einzig die Frage ob er mich denn nun am Wochenende besucht oder nicht stand noch unbeantwortet im Raum.

Seit dem habe ich nichts mehr von ihm gehört. Erreiche ihn weder Mobil noch über Festnetz. Jemand in seiner Nähe den ich anrufen könnte kenne ich nicht. Die Woche danach war ein wilder Mix aus Sorgenspirale, Hoffnung und Trauer bis hin zu Befürchtungen dass das Schlimmste hätte geschehen sein können.

Inzwischen sind alle Dinge getan die ich von meiner Seite aus tun könnte (offizielle Seite eingeschaltet) was ich noch tun könnte, steht also nicht zur Frage.

Was mich aber immer noch quält ist die Frage: Wie hab ich mir das erschaffen und verflixt nochmal warum?


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BeitragVerfasst: Mo Jun 08, 2009 1:55 pm 
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Registriert: Mo Aug 11, 2008 9:12 am
Beiträge: 177
Hallöchen,

also, das Erste, was ich beim Lesen deiner Nachricht bei mir gespürt habe, war ein Angstgefühl - fast schon etwas Panik...liegt vielleicht daran, dass ich ebenfalls eine Fernbeziehung führe. Auch bei mir war es anfangs ähnlich, ich habe stets befürchtet, dass es das letzte Mal sein wird, dass wir uns hören. Ich wäre auch vollkommen aufgeschmissen gewesen, wenn er sich nicht mehr gemeldet hätte.... darf ich fragen, was du mit offizieller Seite meinst?

Ich hoppe das mal für dich:

wenn ich Du wäre, womit hätte ich mir das erschaffen? Ich hätte mir das erschaffen, weil ich spüren will, wie wichtig mir dieser Mensch in meinem Leben bereits geworden ist und ich es kaum ertrage, wenn er vollständig verschwinden würde. Diese Gefühle habe ich nie wirklich zugelassen d.h. ich habe ihm und auch mir NIE vollständig vertraut und mich dieser Beziehung nie hingegeben zu 100% - vermutlich waren die Ängste zu groß mich darauf einzulassen? Doch Angst wovor? Vor alten Verletzungen, Wunden, die wieder aufreißen könnten - genau wie jetzt passiert... Stets habe ich einen kühlen Kopf bewahrt, doch nun zwingt mich diese Situation aufzuwachen und zu handeln... Verantwortung zu übernehmen für mich und mich mit Vertrauen auf die Beziehung einzulassen. sage ich, es tut mir leid, ich verzeihe mir selbst und ich liebe mich trotzdem, dann lasse ich los - ich lasse meine Ängste los und entspanne mich... uns während ich loslasse, spüre ich, dass ich dadurch freier werde...und ich spüre, dass auch ER dadurch freier werden kann und sich vielleicht dazu durchringt, wieder einen Schritt auf mich zuzugehen...

Ich fühle mit dir!

Liebe Grüße, Trini

_________________
"Gedanken werden Dinge!" (the Secret)

"Alles was möglicherweise existiert - existiert bereits!" (Master Key System)


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BeitragVerfasst: Mo Jun 08, 2009 3:52 pm 
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Registriert: Di Mär 17, 2009 3:00 pm
Beiträge: 75
Das erste, was ich gespürt habe, war ein Festhalten. Eine Angst davor, verlassen zu werden. Für mich ist das in erster Linie eine ganz alte Wunde. Die Überlebensangt, die wir als Kleinkind hatten. Denn wenn Vater oder Mutter nicht da wären, wären wir gestorben. Damals war es also verständlich, dass wir so fühlten.

Jedoch hat unser Emotionalgehirn (um es mal so zu bezeichnen) dieses Gefühl aufbewahrt und spielt immer dieselbe Platte ab, sobald etwas in diese Richtung geht. Gefühlsschublade auf, Situation rein..........

Für mich geht es dann darum, diese Wunde schließen zu lassen. Gott oder dem Uni oder dem Heiligen Geist zu sagen, ER möge diese Wunde heilen, weil wir ja jetzt keine 4 Jahre mehr sind.

Beziehungskisten sind wirklich sehr interessant. Obwohl ich derzeit gar keine habe und (ich glaube) keine will.

Wenn ich mir so eine Beziehung geschaffen hätte, dann deshalb, damit ich nicht die Enge spüren müsste, die mich befallen könnte, wenn ich wieder mit einem Mann zusammen wäre. Damit ich auch weiterhin Raum für mich hätte. Damit ich nur das Beste dieses Menschens bekommen würde. Scheint so, als bin ich meilenweit von einer Beziehung entfernt. Es könnte sein, dass ich Angst vor Nähe habe, vor ständiger körperlicher Nähe. Denn ich hatte noch keine Beziehung, in der ich wirklich frei war. Heute würde ich vermutlich sofort einen Schlußstrich ziehen, wenn ich spüren würde, ich komme zu kurz.

Meine innere Frage ist, wie fühlt sich eine Beziehung an, in der jeder frei ist? Gibt es sowas?

_________________
nimm was du magst und vergieß den Rest


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BeitragVerfasst: Mo Jun 08, 2009 6:05 pm 
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Registriert: Di Mai 12, 2009 11:56 am
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Wenn ich die Liebe waere, dann wuerde ich nicht wollen, dass so an mir gezerrt wird, ich soviel geschuettelt werde, sich so grosse Sorgen um mich gemacht werden waehrend ich ja da bin (!), getrauert wird waehrend ich noch lebe, gehofft wird (auf mich? Ich bin doch da!). Ich wuerde wollen, dass Dijanara sich an mir freut und mich unabhaengig davon fuehlt ob Mann da ist oder nicht, erreichbar ist oder verschwunden...
LG
Anna


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BeitragVerfasst: Di Jun 09, 2009 8:43 am 
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Registriert: Mo Apr 21, 2008 9:42 am
Beiträge: 72
Danke Ihr Lieben,

in Euren Antworten ist vieles Wahres drin was ich teilweise auch schon ahnte.

Derweil hat sich die Situation auch schon aufgelöst. Und ich kann nur sagen...

Männer....

… frau muss sie lieben oder essen ><

Mein Schatz hat sich gestern per sms gemeldet – hat sich wohl wegen einer Depri-Phase zurückgezogen.

Da macht man sich Gedanken ob man nicht überreagiert hat - aber was soll man sonst denken wenn man Woche kein Lebenszeichen bekommen hat?

Derweil war
-schon das Email an die Polizei raus
-Leute zu ihm unterwegs die zurückgepfiffen wurden und sich nun auf einige Kästen Pils freuen

Und meine Freundin erzählte mir nach der Entwarnung dass sogar schon eine Rundfunksendung im Gespräch war…

Was so eine kleine Nachricht a la „Brauch mal meine Ruhe, melde mich dann wieder“ alles verhindern könnte…

*argh*

Naja... wieder eine Lektion über "Männer und wie sie mit ihren Sorgen umgehen" gelernt


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BeitragVerfasst: Di Jun 09, 2009 10:24 am 
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Beiträge: 224
Ich finde eher, Annanas hat sehr recht mit ihrer Beschreibung.


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BeitragVerfasst: Di Jun 09, 2009 10:43 am 
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Wohnort: Amsterdam
Hallo Ariane,
ich glaube nicht dass es um recht haben geht, sondern ob Dijanara mit dem was ich schrieb etwas anfangen kann.
Dijanara's Reaktion klingt allerdings so als wolle sie das was wirklich war gar nicht ansehen, geschweige denn hoppen - und das bleibt natuerlich ihr ueberlassen!
Gr
Anna


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BeitragVerfasst: Di Jun 09, 2009 11:47 am 
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Beiträge: 224
So war es gemeint.


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BeitragVerfasst: Di Jun 09, 2009 3:09 pm 
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Registriert: Mi Apr 22, 2009 9:20 pm
Beiträge: 154
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Hi Dijanara,

schön, dass er wieder da is und nix passiert is. Schön!
Freu mich sehr für dich. Muss ziemlich zermürbend gewesen sein.
Und schön, dass du ihm das verzeihst!

Lieben Gruß!


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BeitragVerfasst: Di Jun 09, 2009 3:17 pm 
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Registriert: Mo Apr 21, 2008 9:42 am
Beiträge: 72
zermürbend war es - ich hätte nicht gedacht, dass es mich gleich so sehr zermürben würde.
Dachte ich doch schon ich könnte inzwischen meine Gefühle "steuern" und immer ins positive lenken. Aber versuche mal in so einem Fall z.B. die "Wichtigkeit" rauszunehmen.... ><
Auch Ablenken funktioniert nur so lange bis irgendeine Kleinigkeit dich wieder daran erinnert.

Und verzeihen... ach wenn ich alles so gut könnte wie das, wäre ich ein Genie und möglicherweise für irgendeinen Nobelpreis nominiert ^^

Trotzdem werde ich ihm klarmachen was das alles ausgelöst hat - Mein süsser Steppenwolf muss auch mal lernen, dass er nun ein Rudel hat.

(wer jemals Hesses "Steppenwolf" gelesen hat solle nun wissen was gemeint ist =) sehr zu empfehlen übrigens das Buch - und manchmal schien es mir als hätte Hesse Bärbels Bücher gelesen)


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BeitragVerfasst: Di Jun 09, 2009 3:22 pm 
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Registriert: Mi Apr 22, 2009 9:20 pm
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Vielleicht hat aber auch Bärbel ganz einfach Hesses Bücher gelesen.

Ja, wenn sich Menschen einfach kurz mitteilen würden, wenn sie in ein Loch fallen...wäre vieles einfacher. Ein kurzes "melde mich, wenn ich wieder da bin" würde schon reichen. Aber dazu gehört, dass man sich seine Phasen eingesteht und damit auch erlaubt.


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