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 Betreff des Beitrags: das Leben
BeitragVerfasst: Fr Mai 21, 2010 11:48 pm 
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Hallo,

wie erschaffe ich mir folgende Situation:

meine Mutter ist gestorben, nachdem ich zuvor den Tod gespürt habe. Ich nenne sie Mama, diese Mama hat eigentlich nie gelebt. Ihr Leben bestand aus der Trauer um ihre eigene Mutter die sie mit 9 Jahren im 3. Weltkrieg zurück lassen musste. Als Kind musste ich mir immer anhören, die Mutter ist das wichtigste im Leben. Als Kind habe ich das nie verstanden, trotzdem habe ich mitgeheult, schläge ausgeblendet. OK, meine Mutter hatte mehrere Traumen erlebt in ihrem Leben, dieses Leben ist nun vorbei und doch nicht vorbei. Ich lebe ja weiter, weil durch sie konditioniert. Ich wiederhole ihr Leben obwohl ich nie so werden wollte wie sie. Ich bin so wie sie. Ich habe die gleiche Art Mann wie sie, ich bin eine Powerfrau wie sie (die sich nicht fallen-lassen kann), ich denke oberflächlich an mich, jedoch nicht wirklich. Ich habe Süchte die mir das Leben scheinbar vereinfachen, sie hatte diese Süchte verdeckt. Bis kurz vor ihrem Tod war das wichtigste ihre Tablette.

Ich habe mir u.a. eine Tochter erschaffen die dieses Leid weiterführt. Auf der modernen Ebene, sie nimmt Heroin! In Wirklichkeit ist sie nicht so, sie nimmt es aus der Co-Abhängigkeit heraus. Sie muss diese Misere ja irgendwie aushalten. Sie vergisst sich für den Mann an ihrer Seite. Das kommt mir bekannt vor. Ich liebe sie aber! Sie kratzt an meinem Ego. Warum erschaffe ich mir so eine Tochter? was will sie mir sagen? Es muss nicht ausschließlich hoppen sein, bin über sämtliche Gedanken zum Thema dankbar.

VG Coraline


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 Betreff des Beitrags: Re: das Leben
BeitragVerfasst: Sa Mai 22, 2010 7:21 am 
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Du bist total in der Opferrolle und hast die Liebe in dir noch nicht gefunden, deswegen die Sucht. Wenn du das Hoppen willst, gehe ins Unterforum "Hoppen". M.E. müsste da aber soviel gehoppt werden, da, finde ich, sollte man erstmal mit etwas anderes anfangen.
Bleib also bei dir, schau dich an, nicht deine Tochter oder deine Mutter. Tu etwas für dich, ich würde sogar psychologische Hilfe oder eine Selbsthilfegruppe empfehlen. Du kannst lernen dich anzunehmen, sowie da bist. Toi, toi, toi.

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Martina
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Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


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 Betreff des Beitrags: Re: das Leben
BeitragVerfasst: Sa Mai 22, 2010 11:01 am 
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Hallo Coraline!
Du kannst auch mit dem Familienaufstellen auch sehr viel über deine Fragen erfahren und auflösen.
Deine Tochter muss nicht dabei sein und braucht auch nichts davon zu wissen.

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Herzlichst Peti
Erfahrungen sind ein wahrer Schatz, der sich verdoppelt, wenn man ihn teilt.
Was denkbar ist, ist machbar.


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 Betreff des Beitrags: Re: das Leben
BeitragVerfasst: Sa Mai 22, 2010 7:28 pm 
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Registriert: Mi Okt 28, 2009 6:01 pm
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Hallo Martina,

mit der Opferrolle könntest du recht haben. Meine Mutter war auch immer und ständig in einer Opferrolle und irgendwie färbt das wohl ab. Manchmal steigere ich mich in die Dinge rein, dann noch die negativen Meinungen in meinem Umfeld. Ich bin mir nur noch nicht sicher ob ich eingreifen soll oder den Dingen ihren Lauf lassen soll, mit Eingreifen meine ich ob ich z.B. der Polizei einen Hinweis geben soll. Nur, habe ich das Recht dazu wenn meine Tochter 23 Jahre ist? Auf der anderen Seite würde ich mir vielleicht Vorwürfe machen wenn irgendwas mit ihr passiert.

Hallo Peti,

ich habe schon 2 Familienaufstellungen gemacht, allerdings nicht in Bezug auf meine Tochter. Bin aber am Überlegen ob ich mal wieder eine mache. Wenn das nur nicht so teuer wäre.

Danke euch für die Antworten.

VG Coraline


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 Betreff des Beitrags: Re: das Leben
BeitragVerfasst: Sa Mai 22, 2010 8:08 pm 
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Ich habe Kinder in dem gleichen Alter, mittlerweile 27, 25 und 20. Ich habe meine Kinder losgelassen, ich musste sie loslassen, ich muss sie auch in ihr Unglück gehen lassen. Ich kann es nicht vehindern. Dass ich mir Sorge mache, darf ich. Und wenn es an dem ist, sage ich es ihnen auch mal. Trotzdem sind sie alt genug, ihren eigenen Weg zu gehen, bzw. sie waren es schon ab dem Tag, an dem sie abgenabelt wurden. Ich sage nicht, das es immer einfach war. Ich sehe aber auch, dass meine Kinder alle selbständig geworden sind und ich mich nicht um sie kümmern muss.

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 Betreff des Beitrags: Re: das Leben
BeitragVerfasst: Sa Mai 22, 2010 9:24 pm 
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Registriert: Mi Okt 28, 2009 6:01 pm
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Zitat:
Ich habe Kinder in dem gleichen Alter, mittlerweile 27, 25 und 20. Ich habe meine Kinder losgelassen, ich musste sie loslassen, ich muss sie auch in ihr Unglück gehen lassen.


Du hast schon recht, man muss die Kinder loslassen, damit habe ich auch kein Problem (nicht mehr), jedoch sie hat in meiner Wohnung schon nach Geld gesucht und ich sehe in ihren Augen was sie konsumiert, in dem Zustand fährt sie Auto und womöglich dealt sie oder wird kriminell. Ich bin noch am überlegen was ich mache. Nun habe ich beschlossen das ich nächste Woche zu einer Drogenberatung gehe bevor ich die Polizei einschalte. Ich muss irgendwas machen, weiß nur nicht was das richtige ist.

VG Coraline


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 Betreff des Beitrags: Re: das Leben
BeitragVerfasst: So Mai 23, 2010 7:08 am 
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Alles, was du tust, tust du für dich, nicht für sie, denk daran.
Und was getan werden muss, wird getan. Wenn nicht du, dann andere. Das Universum sorgt für jeden, auch für deine Tochter.

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 Betreff des Beitrags: Re: das Leben
BeitragVerfasst: So Mai 23, 2010 9:32 am 
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martina hat geschrieben:
Das Universum sorgt für jeden, auch für deine Tochter.

Komisch dann, dass es so viele Drogenopfer gibt. :roll:

Coraline hat geschrieben:
Nun habe ich beschlossen das ich nächste Woche zu einer Drogenberatung gehe bevor ich die Polizei einschalte.

Wenn sich das als der nächste richtige Schritt anfühlt, dann unbedingt. Hoffe, du findest dort einen guten neuen Wegweiser. Ich muß ehrlich sagen, ich würde als Mutter auch tun, was ich kann, auch wenn mein Kind schon erwachsen ist. Es bleibt eh für immer die eigene Brut, die man (im Normalfall) nichts lieber als glücklich sehen will. Manchmal ist es verdammt schwierig einzuschätzen, wieviel Einmischung gut ist und was man ggfs. besser läßt. Aber das kann nur jeder für sich selbst je nach Situation entscheiden und vor allen Dingen erfühlen.

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 Betreff des Beitrags: Re: das Leben
BeitragVerfasst: So Mai 23, 2010 10:38 am 
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Zitat:
Komisch dann, dass es so viele Drogenopfer gibt.


Wer ist denn hier das Opfer und wer der Täter?

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 Betreff des Beitrags: Re: das Leben
BeitragVerfasst: So Mai 23, 2010 10:42 am 
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Völlig uninteressant, da kann man stundenlang drüber faseln. Tatsache ist, dass Menschen oft leiden, also wo ist das treusorgende Universum? Sag Bescheid, wenn du es gefunden hast!

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 Betreff des Beitrags: Re: das Leben
BeitragVerfasst: So Mai 23, 2010 10:38 pm 
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Oh, dass du diese Frage stellst, wundert mich sehr.
Der, der dieses Leid fühlt, kann sich vielleicht diese Frage stellen.
Ich bin der Ansicht, wenn ich in anderen Menschen Leid sehe, ist es mein eigenes Leid.
Alles hat mit mir zu tun.

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 Betreff des Beitrags: Re: das Leben
BeitragVerfasst: Mo Mai 24, 2010 7:45 am 
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Macht keinen Unterschied, da jeder von uns in seinem Leben schon mal gelitten hat. Also, wo isses, das treusorgende Uni?

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 Betreff des Beitrags: Re: das Leben
BeitragVerfasst: Mo Mai 24, 2010 8:10 am 
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Bei dem, der Leid fühlt. Wo denn sonst! Nur im Leid selbst kannst du das erkennen was Leid erzeugt.
Das ist wie der Ruf nach Gott in solchen Momenten. Sogar Jesus am Kreuz soll ja gerufen, "Gott, warum hast du mich verlassen?"
Was ich damit sagen will, es ist kein Leid für das Drogenopfer, das ist nämlich tot. Tote leiden nicht. Leiden tun vielleicht Zurückgebliebenen, wenn sie Trauer und Schmerz mit Leid gleichsetzen. Und damit sind wir bei Gefühlen, Gefühle dürfen sein, sollen sein, müssen sein, es geht gar nicht ohne sie.

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 Betreff des Beitrags: Re: das Leben
BeitragVerfasst: Mo Mai 24, 2010 10:16 am 
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Beiträge: 3830
Naike hat geschrieben:
Macht keinen Unterschied, da jeder von uns in seinem Leben schon mal gelitten hat. Also, wo isses, das treusorgende Uni?



:mrgreen: das hat sich mittels Loa.. ins Nirvana verkrümelt.. ganz tief in uns Menschen glauben einfach viel zu wenig an etwas liebevolles, treusorgendes, an den "lieben Gott" usw...
Die Menschen .. die Welt.. hat schon lange aufgegeben.. Jesus hat es schon nicht geschafft.. wer solls denn schaffen.. ein zweites Mal kommt kein Jesus.. denn er müsste wieder sterben.. keiner würde ihm glauben..

"Und täglich grüßt das Murmeltier" (ein Film)

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irgendwo sind wir alle eins..


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 Betreff des Beitrags: Re: das Leben
BeitragVerfasst: Mo Mai 24, 2010 10:47 am 
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Sehr weise.

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