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@ heike31
wenn sich mein partner verliebt und ich das akzeptiere, dann würde ich mich vielleicht so verhalten, weil ich tief in mir glaube nichts gutes zu verdienen oder nichts für mich allein haben zu dürfen. ich hoppe das mal getrennt: nichts gutes verdienen: im moment glaube ich ja, dass meine freudnin "alles" für mich ist. also auch alles was mir gut tut. da ich ja aber selbst schon aus gründen fremdging die ich beschreibe als lösun g für etwas fehlendes drängt sich die frage auf, ob sie mir denn so wie es ist wirklich so gut tut. wenn ich diese hinterfragung akzeptiere, dann kommt in mir ein gefühl von "nein, eigentlich will und brauche ich mehr als ich in dieser beziehung bekomme" wenn ich sage "es tut mir leid" dann kommt aber ein gefühl von "ich muss froh sein für jedes bißchen das ich überhaupt bekomme". oh, oh... wenn ich mir das vergebe merke ich, dass ich oft in meinem leben "so nebenher gelaufen bin" weil zb. meine mutter kopfmäßig immer woanders war und ich froh sein konnte über jedes bißchen zuwendung. da hab ich gelernt mich mit weniger zufrieden zu geben als ich brauchte. wenn ich mir das verzeihe, dann kommt erstmal die trauer und will raum haben. ich fühle mich allein, ungesehen, mit der permanenten angst liebe zu verlieren. vergebe ich mir, das in mein leben gezogen zu haben, kann ich sehen, dass wer immer mich "nebenher" laufen ließ das tat, weil er selbst seine probleme und schmerzen hatte und dass das irgendwann zum selbstläufer wurde: ich schickte das als normale erwartungshaltung aus und bekam entsprechende ergebnisse geliefert. wenn ich mir das vergebe, dann sehe ich, dass es eigentlich keinen grund geben sollte, warum ich nicht mal die "nummer eins" sein und was ganz tolles verdienen sollte. eine beziehung die mich erfüllt. und ich kann mir diese beziehung ansehen und entscheiden, ob ich sie behalten will, ob eine dreieckskiste für mich okay ist, oder was ich brauche, damit sie für mich okay ist. und dann erkenne ich, dass das erste um das ich mich jetzt kümmern möchte die frage ist: was brauche ich denn eigentlich?
wenn ich mir dieses problem geschaffen hätte, dann vielleicht auch, weil ich mir selbst auf diese weise zeigen will, dass ich es leid bin zu teilen. ich bin es leid nie "genug zu bekommen" nicht genug liebe, nicht genug sex, nicht genug offenheit, nicht genug anwesenheit... vergebe ich das, werde ich wütend. immer bin ich die gelackmeierte. die verständnisvolle. die die teilt. die ABgibt. der dann was fehlt.vergebe ich diese gefühle, dannwird mir klar, dass ich nicht teilen muss. und auch dass ich aus schon bestehendem mangelgefühl teile und das ist nicht gesund für mich. ich bekomme ein gefühl von "ich gebe immer mehr als gut für mich ist" wenn ich mir das vergebe, dann kommen gefühle, die ich gar nicht fühlen will, denn ich bemerke, dass ich das tue, weil ich auch was davon hab. nämlich anerkennung. "sie ist ja so großzügig! sie hält das aus trotz leiden! obwohl sie sich mehr wünscht verzichtet sie! Sie ist nicht EGOistisch! " ich bemerke, dass ich mir hieraus auch bewunderung und zuneigung hole.ich stelle mich selbst als opfer dar. und ekel mich dabei schon fast vor mir selbst. wenn ich das vergebe merke ich aber dass es genau das ist wie ich mich schon lange fühle: als opfer und klein und machtlos. wenn ich mir das vergebe, dann werde ich neugierig wie es sich wohl anfühlt kein opfer zu sein und mein leben in die hand zu nehmen. dann bekomme ich lust meine bedürfnisse zu äußern und einzufordern und in konflikte zu gehen. aber dann kommt angst. was wenn die anderen mich dann anstrengend finden? und dann merke ich, dass es auch um meine angst vor konflikten geht. wenn ich mir das vergebe,merke ich alte kindheitsmuster und das gefühl von "konflikte sind etwas ganz bedrohliches" davor muss ich angst haben. ich bekomme keine liebe wenn es konflikte gibt. ich muss unanstrengend sein. wenn ich das vergebe merkle ich müdigkeit. ich möchte so gern angenommen werden wie ich bin. ich möchte nicht mehr lügen und mich verstellen und ich möchte vor allem mich selbst kennenlernen und wissen, was ich möchte.
_________________ freedom comes, when you learn to let go. creation comes, when you learn to say no...
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