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BeitragVerfasst: Sa Nov 12, 2011 6:59 pm 
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Registriert: Sa Nov 12, 2011 6:56 pm
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Liebe Forumsmitglieder,

Das Thema Bindungsangst des Partners macht mir im Moment sehr zu schaffen. (So) Kurz (wie möglich) erzählt: Mein Freund, mit dem ich seit 2 Jahren nun zusammen bin und ich haben eine Fernbeziehung (ich München, er Bozen in Südtirol). Von Anfang an hatten wir es nicht leicht, da er, als wir uns kennenlernten, gerade erst aus einer höchst komplizierten Beziehung kam, was sogar am Anfang noch kurze Zeit weiterlief, weshalb ich mich schwer tue, meinem Freund voll und ganz zu vertrauen. Hinzu kam, dass mein Freund eine eindeutige Beziehungsangst aufweist. Das ist für mich verständlich (ist im Heim aufgewachsen, hat eine sehr altmodische, kaltherzige, dominante Mutter, keinen Vater, hat nur wenig und nur sehr schlechte Beziehungserfahrungen,...). Dennoch bin ich der Meinung, dass all dies sich nach 2 Jahren nun endlich einmal bessern muss. Lange Zeit war ich nicht sicher, ob mein Freund mich überhaupt liebt oder mich nur ausnutzt! Allerdings hat er sich im entscheidenden Moment doch immer wieder um mich bemüht, so dass es stets weiter ging. In den letzten Monaten war es sogar sehr, sehr schön. Allerdings gibt es gewisse Dinge, die mich nach wie vor sehr stören (z.B., dass er die Fernbeziehung zu wenig pflegt, er meldet sich zu wenig, wenn wir uns nicht sehen, seine Mutter ist gegen mich und er lässt sich sehr von ihr beeinflussen, ich habe Streit mit ihr, die Exfreundin meines Freundes will immer noch etwas von ihm und versucht immer wieder, das gemeinsame Kind zu ihm zu bringen, um mit ihm in Kontakt zu sein, er lässt das zu...). Und obwohl wir uns, wenn wir unter uns sind, traumhaft gut verstehen, gab es zuletzt oft Streit zwischen uns, vor allem wegen den Personen, die sich in unsere Beziehung einmischen und von denen er sich beeinflussen lässt. Je mehr ich ihm Vorwürfe machte, desto mehr zog er sich zurück. Vor drei Wochen schrieb er mir dann, er wolle die Beziehung beenden. Ich habe ihm dann ganz viele SMS geschrieben und nach ein paar Tagen war scheinbar alles wieder gut zwischen uns. Er lud mich zu sich ein, sagte mir, dass er mich über alles liebe und wir zusammenhalten müssten, dann hätten wir eine Chance. Ich versuchte immer wieder, über unsere Probleme (Mutter, Exfreundin...) zu reden, er stimmte mir kurz in allem zu und wir hatten sehr schöne Tage, in denen er sehr anhänglich war, mir seine Liebe immer wieder versicherte und sich wirklich sehr bemühte. Und nun bin ich seit vier Tagen wieder zu Hause, habe ihm gerade geschrieben, dass ich am Mittwoch wieder kommen will, weil ich unseren 2-Wochen-Rythmus diesmal nicht einhalten kann und mir drei Wochen zu lang sind, da schreibt er mir, dass er jetzt erst einmal Zeit für sich brauche, wir sehen uns dann in zwei-drei Wochen. Das kann ich beim besten Willen nicht verstehen. Ich fühle mich nicht geliebt und fühle mich von ihm ausgenutzt. Auf meine SMS antwortet er jetzt nicht mehr. Ich bin nun völlig ratlos, ob ich am Mittwoch schon wieder (gegen seinen Willen?!) zu ihm fahren soll, um ihn zur Rede zu stellen oder ihm sogar mit Trennnung zu drohen und meine Sachen zu holen, um ihm zu zeigen, dass ich mich so nicht behandeln lasse?! Ich weiß genau, dass er, so lange ich dann bei ihm bin, wieder schwach wird und wir wieder schöne Tage hätten. Aber auf Dauer wären wir dann vermutlich wieder am Nullpunkt. Oder soll ich ihn sich in seine Höhle zurückziehen lassen und wirklich warten, bis er wieder bereit ist? Gebe ich ihm dadurch nicht das Gefühl, er könne sich alles mit mir erlauben? Und was ist, wenn er sich in der Zwischenzeit mit der Ex und dem Kind trifft, obwohl er weiß, dass ich das nicht akzeptiere, mit der Mutter schlecht über mich redet, etc., soll ich das akzeptieren, muss ich das verzeihen!? Hinzu kommt, dass wir für Weihnachten Paris gebucht haben. Wenn wir uns erst kurz vorher wieder sehen, ich mich ihm erst mal nicht hingebe, dann ist das doch keine Basis für eine Liebesreise über Heiligabend nach Paris???

Liebe Forumsmitglieder, ich bin verzweifelt. Ich weiß nicht, warum mein Partner sich so verhält und habe nicht mehr ausreichend Distanz, um mich in ihn hinein zu versetzen. Ich habe nur bis Dienstag (Mittwoch) Zeit, zu entscheiden und weiß absolut nicht, wie ich mich verhalten soll, weil die Lage so verzwickt ist! Wäre sie es nicht, würde ich mich einfach selber beschäftigen und mich ein paar Wochen nicht mehr melden, bis er (wie immer) von alleine wieder kommt. Aber jetzt habe ich diese Zeit nicht und vor allem die innere Ruhe. Mir geht es dreckig...

Ich kann gar nicht sagen, wie unendlich dankbar ich Euch für Euren Rat wäre, falls Ihr die Zeit findet! Ich bin froh, dass es Menschen wie Euch gibt!

Herzliche Grüße,
Titania1898


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BeitragVerfasst: So Nov 13, 2011 11:52 am 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
Liebe Titania,

ICH.. frage mich...
wenn ich mich versuche in Deine Geschichte hineinzuversetzen.
Wie sehr ich diese Liebe im Außen brauche, die ICH.. da suche..
Kann mir ein Freund/Partner diese Liebe überhaupt GEBEN?

wenn ich das in mein Herz nehme..
sagt es leise NEIN.. diese LIEBE.. ist zu groß.. zu viel für einen Freund/Partner..
Er braucht Zeit für sich..

Weiter im Herzen.. frage ich mich.. brauche ich Bestätigung? .. Zeit für mich??... Tief im Herzen.. merke.. ich dass ich für mich.. nach Liebe und Bestätigung suche.. und dass ich mir die selbst geben könnte aber nicht will.. auch ich bräuchte Zeit für mich.. für mich selbst!!

Das tut weh.. weil ich selbst genau merke.. dass ich mir das (noch) nicht geben kann..
Es tut mir leid... ich versuche es.. zumindest.. an- zunehmen.. Ich versuche zu akzeptieren.. nicht zuletzt mich selbst.. aber eben auch den Freund, die Partnerschaft..

in dem ich mir selbst verzeihe.. und einem Freund, dass er mir nicht das geben kann.. was ich mir selbst nicht geben kann..


Alles Liebe
someone

_________________
irgendwo sind wir alle eins..


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