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Lieba Aliya,
ohne jetzt alles gelesen zu haben gehoppt:
Wenn ich der Mann wäre,
der bei der Familie bleiben will, aber auch den Kontakt zur Geliebten nicht aufgeben will, täte ich das aus Trotz.
Meine Frau versteht mich nicht, die Gefühle sind im Alltag eingeschlafen, alles ist immer dasselbe...
Ich fühle mich in einen Käfig gezwängt und versuche auszubrechen.
Wer es ist, ist im Grunde egal...
Unbewusst will ich vielleicht sogar meine Frau verletzen, "so, jetzt siehst du, was du davon hast! Die andere gibt mir freiwillig, was du mir nicht geben willst!"
"Ich bin nicht dein Eigentum!"
"Mit wem ich rede, geht nur mich etwas an!"
Wenn ich aber diesen Teil in mein Herz nehme, und sage, ich liebe mich, und es tut mir leid, und ich liebe dich ebenfalls,
wird mir klar, das ich mir diese Situation selbst erschaffen habe.
Ich hätte etwas für die Lebendigkeit unserer Beziehung tun sollen, ansttt darauf zu warten, daß das alles von selber kommt.
Ich übernehme aktiv die Gestaltung unseres Alltags, rede mit meiner Frau drüber, was ich mir wünsche- und HEY- DAS ist es!
Das erfüllt mich wirklich!
Ich will ja eigentlich mit IHR Spass haben, alles, was mich bewegt, besprechen, mit ihr verrückte Dinge im Bett anstellen und ihr nah sein.
Da braucht es gar keine zweite Wahl!
Meine Kinder liebe ich, und ich habe sie mit dieser Frau zusammen, sie sind uns so ähnlich, ich sehe sie und mich in ihnen...
Das ist das, was ich mir immer gewünscht habe.
Wenn ich die Frau wäre, die diese Situation in ihr Leben gezogen hätte,
dann, weil:
ich verstehen lernen müsste, daß mir mein Partner nicht gehört.
Also kann er mir auch nicht "weggenommen" werden.
Er wird immer mit mir verbunden sein; auch durch die Kinder, aber
er ist im Grunde frei.
Ich würde lernen müssen, mit mir selber glücklich zu sein, stolz auf mich zu sein, mich zu lieben- und nicht darauf warten, daß mein Partner das zuerst tut.
Ich sehe, ich bin im Grunde genauso frei, wir sind zwar verbunden- aber nicht aneinander gekettet...Ich könnte also gehen, im Platz machen für das, was er vielleicht tun will, sobald ich ihm Raum dazu gebe.
Ich würde nicht jammern, daß es so schlecht ist, sondern mich freuen über das, was wir hatten und über das, was er bereit ist, mir zu geben.
Auch, wenn unser gemeinsamer Weg vielleicht sich trennt.
Ich bin wertvoll und übernehme die Verantwortung für mein Leben.
Ich bin keine zweite Wahl.
Die Andere kann mir zeigen, daß es Aspekte gibt, die bei uns zu kurz gekommen sind.
Ich bedanke mich in Gedanken bei ihr und lasse sie nun gehen...
LG,
Kumo
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