Aktuelle Zeit: Do Mai 24, 2012 3:35 pm

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 12 Beiträge ] 
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Angst vor Nähe
BeitragVerfasst: Di Mai 12, 2009 7:02 pm 
Offline

Registriert: Di Mai 12, 2009 6:37 pm
Beiträge: 7
Hallo ihr Lieben,

ich bin neu in diesem Forum, wobei das auch nicht ganz stimmt. Ich lese schon seit Jahren immer mal wieder mit hier, aber heute habe ich mich entschlossen, auch mal aktiv mitzuschreiben.

Seit einiger Zeit bin ich begeistert vom Hoppen und mache das fast täglich. Ich lese in Bärbels Büchern sehr gerne und immer wieder, um mir immer wieder neue Anregungen zu holen und die Dinge, die ich nicht auf Anhieb verstehe, nach einer Weile besser umsetzen zu können.

Nun komme ich mir selbst auch immer näher. Und dabei habe ich heraus gefunden, dass ich eine immense Angst vor Nähe habe. Die äußert sich schon so, dass ich mit anderen kaum noch rede. Ich bin zwar nach wie vor kommunikativ, aber eben nur, wenn es berufliche Dinge zu besprechen gibt oder um die Belange der anderen geht. Ich selbst habe immer eine beste Freundin, mit der ich sozusagen viele meiner Gedanken teile (aber auch nicht alle, es gibt noch viel, was ich auch für mich behalte). Allerdings wechseln diese Vertrauenspersonen auch alle paar Jahre. Sie sind zwar schon für einen längeren Zeitraum in meinem Leben, aber nicht dauerhaft. Zunächst dachte ich immer, das liegt an meiner eigenen Entwicklung und je weiter ich mich entwickle, desto mehr entferne ich mich von meiner jeweiligen Freundin. Mittlerweile glaube ich, dass ich mich immer weiter entferne, je inniger die Freundschaft wird.

Bei Männern verhält es sich genauso. Ich habe bislang nie erkannt, dass ICH diejenige bin, die die Beziehungen blockiert. Ich dachte immer, die Männer wollen nur Affären, nur was Lockeres und sich auf keinen Fall binden.

Ich war schon mehrmals schwanger, habe aber meine Kinder im frühesten Stadium verloren. Meine Seele hat mir mal gesagt, dass ich Kinder ablehne und mich bislang immer gegen sie entschieden habe und das, wo ich mich sehr nach einem Baby sehne.

Ich lebe als Single, alleine, bin arbeitslos, aber seit drei Jahren in einer geringfügigen Beschäftigung. Trotzdem fühle ich mich irgendwie wohl in meinem Leben. Ich bin nicht unglücklich, aber ich bin auch nicht richtig glücklich. Ich bin oft neutral, so, als wenn mich das alles hier nichts angehen würde. Und so verhalte ich mich - leider - auch anderen gegenüber. So richtig in die Tiefe interessiere ich mich nicht für andere, weil ich viel zu sehr mit mir beschäftigt bin. Aber andere sagen mir immer nach, dass ich sehr gut zuhören könnte (was auch stimmt) und dass die wenigen Sätze, die ich zu einem Thema sage, auch immer Hand und Fuß haben, sprich sehr wertvoll für den anderen sind. Nur berühren mich die Geschichten der anderen kaum. Obwohl das nicht ganz stimmt. Manche Geschichten berühren mich so sehr, dass ich sie zu meinen Eigenen mache und dann schlaflose Nächte habe, was ich natürlich auch nicht toll finde.

Nun hoppe ich meine Angst vor Nähe und habe folgende Gedanken nieder geschrieben:

Ich will mich als individuelles Wesen erfahren, unabhängig von anderen, frei, damit ich ganz ich selbst sein kann. Andere engen mich ein, alleine durch ihre Anwesenheit und durch ihre Andersartigkeit, sie engen mich ein, weil sie anders denken und handeln als ich.

Ich habe mich selbst abgeschnitten von Beziehungen mit anderen Menschen, um mich in meinem Alleinsein zu erfahren, um ganz bei mir sein zu können, ohne Einwirkungen von anderen. Andere nerven mich schnell, einfach weil sie da sind, wo ich den Raum für mich beanspruche.

Nähe fühlt sich für mich bedrohlich an, weil ich dann weniger Zeit für mich habe und mich für den anderen interessieren muss, wo ich mich fast ausschließlich für mich selbst interessiere. Außerdem rede ich nicht gerne, schon gar nicht über mich und wenn ich Nähe zulasse, muss ich ja auch über mich reden, wozu ich oft keine Lust habe.

Wenn ich Nähe zulasse, sieht der andere, wie ich wirklich bin. Er sieht mich mit all meinen Schattenseiten und ich habe Angst, dass das dann in Streit und Diskussionen ausartet, worauf ich überhaupt keine Lust habe, einfach weil der andere mich nicht liebt und akzeptiert, wie ich bin.

Auch will ich meinen Gedanken nachhängen, immer und überall. Wenn andere Menschen um mich herum sind und meine Aufmerksamkeit fordern, dann kann ich aber nicht meinen Gedanken nachhängen und deshalb bin ich leicht genervt, wenn andere zu viel Raum in meinem Leben einnehmen.

Ich will sein, wie ich bin und ich traue anderen Menschen nicht zu, dass sie mich nehmen, so wie ich bin. Das kommt sicherlich, weil mir als Kind gesagt wurde, dass ich nicht in Ordnung bin, so wie ich bin. Ich habe Angst, dass andere mir das sagen, wenn ich sie zu nah an mich heran lasse. Daher erzähle ich auch nicht viel und nur ungern über mich und schon gar nichts über meine Schattenseiten und meine Ängste.

Ich zeige mich unnahbar und mache mich durch meine geheimnisvolle Art vielleicht interessant. Aber ich glaube, dass das Interesse nachlässt, wenn der andere nah an mich heran kommt. Ich denke, dass ich langweilig bin, so wie ich bin. Ich denke, dass ich nicht liebenswert genug bin, so wie ich bin. Und ich denke, dass andere immer ein bisschen „mehr“ sind, mehr Liebevoller, mehr interessanter, mehr erotischer, mehr attraktiver, mehr unterhaltsamer usw.

Meine Angst vor Nähe projiziere ich auf die Männer. So traue ich den Männern nicht zu, dass sie mit mir eine feste Beziehung eingehen. Ich denke, dass sie Männer sind, die ihre Freiheit und Unabhängigkeit lieben und sie niemals – zumindest nicht für mich – aufgeben würden. Deshalb traue ich auch keinem Mann zu, dass er mit mir ein Kind zeugt und dieses Kind gemeinsam großzieht. Es ist meine Angst, dass er mich nicht liebt, dass ich uninteressant und langweilig bin, wenn er mich erst einmal richtig kennt und mich nah an sich heran lässt. Auch habe ich Angst, dass ich den Mann langweilig und uninteressant finden könnte oder dass ich mich von ihm abgestoßen fühlen könnte, wenn ich ihn besser kenne und auch seine Schwächen und Schattenseiten erfahre.

Und ich fühle mich verantwortlich für den anderen. Deshalb bin ich meistens mit mir alleine, damit ich keine Verantwortung für andere übernehmen muss. Ich habe ja sogar meinen geliebten Hund zu meinen Eltern gegeben, weil ich mich – natürlich hausgemacht – nicht um ihn kümmern konnte – berufliche sowie psychische Probleme, die ich mir manifestiert habe, um ihn nicht mehr bei mir haben zu müssen.

Gleichzeitig leide ich unter der Situation, sowohl, dass mein Hund bei meinen Eltern lebt und ich ihn nur noch alle zwei Wochen sehe, als auch, dass ich Single bin, wo ich doch so gerne heiraten und Kinder haben möchte und meinen Partner am liebsten jeden Tag sehen möchte. Aber wie soll das gehen, wenn ich Nähe so vehement ablehne?

Ich habe mir sogar ein körperliches Fettpolster geschaffen und dass ohne meine Essgewohnheiten zu ändern. Ich habe zehn Kilo zugenommen, einfach um Männer auf Abstand zu halten. Je unattraktiver ich mich fühle, desto eher glaube ich, dass Männer mich in Ruhe lassen, obwohl ich mich sehnsuchtsvoll nach einem Mann, nach Zärtlichkeit, Nähe und Sex verzehre.

Das sind so meine Gedanken, die mir beim Hoppen kommen. Ich hoffe, es ist nicht zu viel für den Anfang für euch ... :roll: ... ich habe immer Angst zu viel von mir preiszugeben und den anderen damit evtl. zu nerven.

Das Hoppen bringt bei mir (noch) keine Erleichterung. Ganz im Gegenteil. Mein Herz klopft immer heftiger und es kommen immer mehr Gedanken hoch, die alles in meinem Leben - Beziehungen, Freundschaften, Sex, Kinderwunsch, Beruf/Berufung, Finanzen und Gesundheit - blockieren.

Habt ihr Lust mit mir zu hoppen und mir eure Sicht der Dinge mitzuteilen?

Ich danke euch schon mal fürs Lesen.

Alles Liebe,
schneeflocke


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Mai 12, 2009 7:19 pm 
Offline

Registriert: Mi Apr 22, 2009 9:20 pm
Beiträge: 154
Wohnort: BY
Liebe Schneeflocke,

ich kann leider nicht mithoppen, da ich nicht weiss, wie das geht.

Und dennoch hab ich das Bedürfnis, Dir von Herzen viel Liebe zu wünschen und dass Du Deinen Weg findest. Du schreibst so fein und sympatisch.

Und - einfach so ein Gefühl - ICH würde mir den Hund wieder holen!!!


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Mai 12, 2009 7:39 pm 
Offline

Registriert: Di Mai 12, 2009 6:37 pm
Beiträge: 7
Liebe(r) Tulip,

vielen Dank dennoch für deine Antwort.

Du sprichst damit meine größte Sehnsucht an, nämlich meinen Hund wieder bei mir zu haben. Oft, wenn ich durch die Stadt gehe und andere mit ihren Hunden spazieren gehen sehe, dann tut mir das im Herzen weh und ich vergesse sofort alle meine Sorgen, weil ich mich nur nach meiner Süßen sehne und spüre, dass sie wichtiger ist, als sämtliche Sorgen, die ich mir mache.

Trotzdem traue ich mich nicht. Ich könnte jetzt tausend Beweggründe vorschieben (Wohnung, Job, Geld usw.), aber das wären alles nur Ausreden. Tatsächlich ist es die Angst vor Nähe und Verantwortung.

Mir kommen die Tränen, wenn ich daran denke. Deshalb möchte ich dieses Thema auch transformieren, annehmen, anschauen, in Liebe umarmen und verwandeln.

Hab Dank für deine Anteilnahme.

Alles Liebe,
schneeflocke


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Mai 12, 2009 7:45 pm 
Offline

Registriert: Di Mai 12, 2009 6:37 pm
Beiträge: 7
Und noch etwas macht mir Riesenangst.

Die Angst vor meinen eigenen Schwächen und diese auch zu zeigen.

Ich bin hier anonym unterwegs und genieße das auch gerade, obwohl ich in anderen Foren immer anderen mit Rat und Tat zur Seite stehe und dort den meisten oft ziemlich "weit" vorkomme. Dabei mag ich das Wort "weit" in Bezug auf die spirituelle Entwicklung gar nicht so sehr. Mir fällt zwar auch nichts Besseres ein, aber das "weiter" sein als andere, gefällt mir deshalb nicht, weil ich mich dadurch einsam fühle, so als wenn es keine Menschenseele gäbe, die so denkt, fühlt und handelt wie ich. Ich spüre tief in mir, dass das Quatsch ist und wenn ich so in den Foren lese (ob hier oder in anderen), dann sehe ich schon, dass es viele Gleichgesinnte gibt. Aber weil mir immer gesagt wurde "du bist schon sooo weit", fühle ich mich - zumindest energetisch - wirklich weit von anderen entfernt. Das ist wieder die Angst vor Nähe und die Angst eigene Schwächen zu erkennen und zuzugeben.

Aber dafür bin ich ja jetzt hier und willens und bereit mich zu zeigen, einen anderen Teil von mir zu zeigen, einen Teil, den ich selbst gerade erst entdecke und zulasse.


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Mai 12, 2009 8:10 pm 
Offline

Registriert: Mi Apr 22, 2009 9:20 pm
Beiträge: 154
Wohnort: BY
Ach, wann ist wer wie weit?

Dafür gibt es meiner Meinung nach keine Meßlatte. Dazu gibt es viel zu viele Themen.
Der eine beschäftigt sich mit Öffnen, der nächste mit Nähe, der dritte mit Schmerzen... und jeder macht dauernd kleine Schritte nach vorn.

Weit ist meiner Meinung nach der, der erkennt, dass er einen riesen Haufen Arbeit an sich vor sich hat. Und jeder ist betriebsblind. Sonst wären wir alle kleine erleuchtete Superschlaubis. Von außen zu schauen und das Problem zu erkennen - wie simpel...nur bei sich selbst funzt das auch bei den "Weiten" nicht. Sonst wären diese Foren nicht so stark frequeniert.

Entschuldige, Du wolltest eigentlich hoppen :D
Halt mich jetzt auch raus...

Alles Liebe von der weiblichen Tulip :wink:


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Di Mai 12, 2009 8:27 pm 
Offline

Registriert: Di Mai 12, 2009 6:37 pm
Beiträge: 7
Tulip hat geschrieben:
Entschuldige, Du wolltest eigentlich hoppen :D
Halt mich jetzt auch raus...


Hi hi ... :lol: .. alles ist gut. Alleine dadurch, dass ich es hier öffentlich geschrieben habe und die Unterhaltung mit dir tut mir schon gut und das, was du gerade über das "weit" sein geschrieben hast, tut mir besonders gut. Denn ja, es stimmt, auf gewissen Gebieten mag ich weit sein, aber auf anderen, wie diesem hier - Nähe - bin ich ganz schön weit entfernt von dem Ziel, wo ich hin will.

Ich sage immer, wenn ich so erleuchtet wäre, wie manche denken, dann würde ich wahrscheinlich gar nicht mehr leben, sondern irgendwo auf Wolke Sieben die Seele baumeln lassen. Ich selbst befinde mich einfach "nur" auf meinem Weg ... und das ist auch gut so. Fragt sich nur, warum ich diese Sprüche von anderen anziehe? Das habe ich mich ehrlich gesagt noch nie gefragt, weil ich mich auch nicht so fühle ... aber dennoch irgendwie in Resonanz damit bin. Hm ... muss da mal in mich hinein fühlen, ob mir die Erleuchtung :idea: ... hi hi ... darüber kommt.

Bedingt durch diese Einsamkeit, die ich früher gefühlt habe und die Distanz zwischen mir und anderen habe ich mich dann auf viele oberflächliche Freunde und Bekannte eingelassen, bin mit denen um die Häuser gezogen, statt mich mit mir selbst zu beschäftigen und habe auch über das Wetter, den Job, andere Leute etc. pp. gesprochen. Aber wirklich befriedigt hat mich das nicht. Heute bin ich wieder auf dem anderen Tripp - viel alleine, viel mit mir beschäftigt. Aber das befriedigt mich auch nicht auf Dauer. Ich möchte den goldenen Mittelweg finden, denn irgendwie sind wir ja immer BEIDES - oberflächlich UND tiefgründig und ich möchte auch beides leben, Nähe und Distanz.

Herzlichen Dank, liebe Tulip, fürs Nicht-Raushalten ... :D


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Mai 13, 2009 7:45 am 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Mo Aug 11, 2008 9:12 am
Beiträge: 177
Liebe Schneeflocke,

ich merke, dass dir das ganze Thema wirklich sehr auf der Seele liegt (wie man auch schon an der Länge deines Threads erkennen kann ;-)). Mir fällt auf, dass in dir ein absolutes Chaos zu herrschen scheint, denn auf der einen Seite schreibst du beispielsweise, dass du dich wohlfühlst, aber auf der anderen Seite, dass du nicht glücklich bist. Ich kann mir vorstellen, was für Wollknäuel sich gerade in deinem Kopf befindet. Es ist aber schon der erste Schritt Richtung "Heilung", dass du erkannt hast, dass DU dir die Situationen erschaffen hast - die Affären und die Freundinnen, bei denen der Kontakt dann abbricht usw. - hast du mal überlegt, woher diese Angst bei dir kommen könnte?

Die Sache mit der Gleichgültigkeit lässt mich aufhorchen: so ging es mir früher nämlich auch. Ich habe alle schlimmen Situationen, die sich bei anderen und auch bei mir selbst mal abgespielt haben mit einer merkwürdigen Gefühlslosigkeit wahrgenommen. Oftmals habe ich mich selbst dabei ertappt, dass ich dachte: 'Man, was für eine schlimme Geschichte, dass müsste mich doch jetzt echt betroffen machen' . Ich habe dann herausgefunden, dass es für mich nur ein "Schutz" war - ich habe mich für Neutralität entschieden, um die Verletzungen nicht spüren zu müssen - um mich dem Schmerz, der irgendwo in mir schlummerte nicht stellen zu müssen... ich lief mit einer Maske durch die Welt und hatte das Gefühl, keiner kennt mich wirklich wie ich bin! Aber das hat automatisch zur Folge, dass du auch die schönen Dinge nicht erleben kannst, all die Liebe um dich herum und das Glück am leben zu sein....

Vielleicht geht es dir so ähnlich?

Liebe Grüße,

Trini

_________________
"Gedanken werden Dinge!" (the Secret)

"Alles was möglicherweise existiert - existiert bereits!" (Master Key System)


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Mai 13, 2009 9:12 am 
Offline

Registriert: Mi Mär 29, 2006 6:14 pm
Beiträge: 149
Zitat:
Ich bin hier anonym unterwegs und genieße das auch gerade, obwohl ich in anderen Foren immer anderen mit Rat und Tat zur Seite stehe und dort den meisten oft ziemlich "weit" vorkomme. Dabei mag ich das Wort "weit" in Bezug auf die spirituelle Entwicklung gar nicht so sehr. Mir fällt zwar auch nichts Besseres ein, aber das "weiter" sein als andere, gefällt mir deshalb nicht, weil ich mich dadurch einsam fühle, so als wenn es keine Menschenseele gäbe, die so denkt, fühlt und handelt wie ich. Ich spüre tief in mir, dass das Quatsch ist und wenn ich so in den Foren lese (ob hier oder in anderen), dann sehe ich schon, dass es viele Gleichgesinnte gibt. Aber weil mir immer gesagt wurde "du bist schon sooo weit", fühle ich mich - zumindest energetisch - wirklich weit von anderen entfernt. Das ist wieder die Angst vor Nähe und die Angst eigene Schwächen zu erkennen und zuzugeben.


Alles was du geschrieben hast, insbesondere der letze Satz, lassen mich auf etwas bestimmtes schließen, was ich in mir selbst auch wiederfinde (hoppen).

Im Prinzip scheint da eigentlich eine wahnsinnige Verbundenheit mit anderen Menschen zu bestehen. Wenn du dich soo sehr hineinversetzt und fühlst was sie fühlen, bist du in der Tat sehr weit und das kann auch in der Tat manchmal sehr stressig sein.

Ich weiß wie ich einmal zwischen zwei befreundeten Menschen saß, von der er was von ihr wollte und sie total enttäuscht von ihm war. Beide hatten so intensive Gefühle, dass es schon allein sehr schwierig war und dann auch noch dazwischen sitzen in der Schusslinie, das ging gar nicht mehr. Ich musste erstmal raus und frische Luft schnappen.

Jm hat mir daraufhin mal erklärt man könnte sich sozusagen "erden" und mit Beinen beiden auf dem Boden stehen und sich einen Energieaustausch mit der Erde vorzustellen, um wieder "sich selbst" zu fühlen.

Zum hoppen: Warum zieh ich das in mein Leben? Hmm, ich bin neugierig im Grunde meines Herzens und finde es spannend. Und es ist ein gewisser Stolz dabei ein bischen mehr mitzubekommen als andere. Ich bin weiß Gott nicht medial oder sowas, aber manchmal schwappen mich halt so intensive Gefühlswellen an.
Ich würde in so einem Stress das Gefühl mehr als je spüren wollen, und mich so sehr zu spüren, dass ich meine eigenen Gefühlsregungen von anderen Unterscheiden kann, und mich so immer mehr selbst zu entdecken.
Vor allem hab ich eine wahnsinnige Bandbreite im Verständnis für andere Menschen.
Für mich waren eine ganze Weile meine eigenen Gefühle fast wie abgeschaltet und die anderen Menschen viel interessanter. Den Stress den das ganze mit sich bringt hat mich dazu geführt, mich selbst wieder als Dreh- und Angelpunkt zu betrachten.
Ich beobachte zwar immer noch gerne, aber fühle mich dadurch nicht mehr so aus dem Konzept gebracht.
Des weiteren verspüre ich den Wunsch mich auch gar nicht so stressen zu „müssen“ und mir Auszeiten zu gönnen, wo ich sie als nötig empfinde. Wenn ich dann wieder in einem Moment der Ruhe meine innere Verbindung zu mir selbst gefunden habe, kann auch das Außen nicht mehr stressen und wird angenehm interessant, oder ich kann mich hilfreich einbringen.



Nochwas zu der Sache mit dem, dass die Freundschaft auseinandergeht und du dich zurückziehst (wenn ich das so richtig verstanden habe).
Außer der Angst vor Nähe, wie du sie ausführlich beschreibst, kannst du sagen, was genau es für ein Gefühl ist, dass du direkt bei den Menschen verspürst?
Wenn ich in dieser Situation wäre, hätte ich das gemacht, weil ich merke, dass ich mich mehr durch die anderen definiere, als durch mich selbst. Ich würde so sehr auf die Reaktion des anderen Menschen bauen, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich selbst bin und wo ICH eigentlich hinwill.
Du schriebst, dass du Angst hättest, sie würden entdecken, dass du leer und uninteressant bist. Ich würde diese Angst fühlen, wenn ich tatsächlich diese innere Leere fühlen würde, weil ich mich immer darauf konzentriert habe, was andere machen und was so los ist in der Welt, anstatt auf mich und deshalb denke ich dass ich nicht „da“ bin.
Was ich dabei vergesse, ich dass all das was ich erlebe und von anderen mitbekomme, doch MEINE ERFAHRUNGEN sind, dass ICH diejenige bin, die das erlebt und daher einen reicheren Erfahrungsschatz habe, als manch andere Menschen die nicht über den Tellerrand schauen, das macht mich eigentlich sehr interessant für andere Menschen, wenn ich das zulasse und das Gute anerkenne.

Ein paar kleine Punkte:

Stress in angenehmer, als Langeweile?

Ich bevorzuge eine Bandbreite an Entscheidungsmöglichkeiten und fühle mich in einer intensiven Beziehung zu festgelegt.

Ich würde mir jemanden wünschen, der einen ähnlichen Blick auf die Welt hat, wie ich: Freude an interessanten Facetten im Leben, die Freude steht im Vordergrund, ein gewisses Maß an Sicherheit und von dem ich einen noch offeneren und glücklicheren Blick in die Welt lernen kann.

Statt mich auch die Angst vor Nähe konzentrieren zu wollen, würde ich meine Freude an der Freiheit genießen wollen.

So richtig gehoppt war das jetzt leider auch nicht... habe mich mehr oder weniger nur an meine Erfahrungen erinnert...

Ich hoffe es war was Interessantes dabei...

LG Phoebe

_________________
We are the mighty who soar through the air, creating our own destiny (Hammerfall - Trailblazers)


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Mai 13, 2009 9:23 am 
Offline

Registriert: Mi Mär 29, 2006 6:14 pm
Beiträge: 149
Zitat:
Aber weil mir immer gesagt wurde "du bist schon sooo weit", fühle ich mich - zumindest energetisch - wirklich weit von anderen entfernt. Das ist wieder die Angst vor Nähe und die Angst eigene Schwächen zu erkennen und zuzugeben.


Wie wäre es, du würdest mal nicht mit den Schwächen anfangen, sondern mit den Stärken?
Was ist in dir, was du für dich als toll annehmen kannst, was du vl anderen sogar gerne präsentieren möchtest?
Wenn du zuerst vl nichts findest, weil du dich als sehr negativ in Erinnerung hast, fleißig üben und suchen!
Und, wenn du dich anderen näher fühlen möchtest: Welche Teile von ihnen möchtest du gerne in die aufnehmen, welche Aspekte sollen dein Herz erleuchten?
Magst du es, wie lieb jemand mit seinem Haustier umgeht? Bewunderst du die Fähigkeit von jemandem reden zu halten?
Vergleiche nicht deine Eigenschaften mit denen, die du beobachtest, sondern spiel Staubsauger, was du toll findest sammelst du ein, das ist dann "in" dir und zwar, weil du dich daran erfreuen konntest, nicht weil du die gleiche Eigenschaft haben willst. Ich bewundere Automechaniker oder Mathematiker oder so, aber ich verspüre nicht den Wunsch, das auch zu machen.

Du hast geschrieben, dass die Leute in anderen Foren und so viele positive Aspekte an dir nennen, versuch einmal das in dich aufzunehmen und mal nachzufühlen, wo du das auch entdecken kannst.
Konzentrier nicht auf die Dinge, die es zu verstecken gilt...

Blödes Beispiel, aber jahrelang hab ich versucht zb Flecken auf meiner Kleidung zu kaschieren, in dem ich sagte: Da ist ein Fleck auf meiner Hose, tut mir leid, aber sieh nicht hin! Und was macht der Mensch dann? Hingucken! Genauso ging es mir mit meinen eigenen Unzulänglichkeiten.
Ich übe noch, aber mittlerweile tu ich so als sei gar nichts, oder lerne statt dessen die positiven Dinge herauszustellen, oder das Augenmerk auf etwas anderes zu richten, sowohl innerlich, als auch dadurch für andere äußerlich. Ich fühle mich so wesentlich wohler und "unantastbarer". Sollte jemand sagen: "Da ist ein Fleck!/ Du bist soundso" kann ich sagen: Ja und? Was solls? Und wenn es dich nicht aus dem Konzept bringt interessiert es die anderen auch nicht mehr die Bohne...

_________________
We are the mighty who soar through the air, creating our own destiny (Hammerfall - Trailblazers)


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Mai 13, 2009 9:35 am 
Offline

Registriert: Mi Mär 29, 2006 6:14 pm
Beiträge: 149
Zitat:
Schwächen zu erkennen und zuzugeben.


Mir fällt immer mehr ein: Vor wem willst du es zugeben? Wer richtet?
Du kannst nur selbst über dich entscheiden und musst nicht dein Seelenleben für andere aufbereiten. Dann bist du mit dir im Reinen und dann wird es das sein, was andere in dir erkennen.
Du musst nicht wissen, welche deiner Eigenschaften dir nicht in den Kram passen, du musst nicht rechtfertigen, warum du soundso bist und nicht anders.
Du solltest lernen dich zu akzeptieren und auch deine Schwächen hinzunehmen. Wenn du ihnen so den Schrecken nimmst, kannst du sie, wenn es dir wichtig erscheint immer noch sanft verändern.
Wenn du gegen dich selbst kämpfst, ist es so als würdest du gegen dich selbst Armdrücken, hinterher ganz kaputt und nichts erreicht.
Ich musste diese Lektion kürzlich durch eine heftige Autoimmunkrankheit lernen. Hoffe das bleibt dir erspart.

Wenn du lernst, deine Schwächen nicht zu verurteilen, brauchst du keine Angst haben sie zu erkennen, um sie dann verändern zu können, denn sie können dir nichts tun.
Dein Urteil, dass deine Schwächen "gefährlich" sind "zu fürchten" sind, ist das was ihnen die Kraft verleiht, auch realitätsgestaltungstechnisch.

Vl hilft dir mein kleiner Spruch, den ich kürzlich entwickelt habe, um mir das mal vor Augen zu führen:

"Angst ist die Erwartung von etwas Negativen! Ich erwarte aber etwas Positives, weil ich mich liebe!"
(Man sieht, dass ich lange auch Selbstliebe lernen musste)
Diese kurze Erinnerung bringt mich nun immer dazu, das Positive auch zu finden und nach langem realitätsgestaltungstechnischem Hin und Her ist dieser Satz momentan die Essenz dessen, was ich gelernt habe.
Und es geschehen teilweise ganz erstaunliche Dinge.

Noch ein Satz aus Dune: "Die Angst verwirrt meine Gedanken, ich stelle mich meiner Angst, dann fließt sie durch mich hindurch!" (für mich nicht mehr ganz so passend, weil es so klingt als würde es unheimlichen Mut erfordern)

So, jetzt ist aber Schluss... ;-) Muss nochwas tun...

_________________
We are the mighty who soar through the air, creating our own destiny (Hammerfall - Trailblazers)


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mi Mai 13, 2009 10:27 am 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do Okt 05, 2006 10:54 am
Beiträge: 171


Liebe Flocke- ich habs dir als Privatnachricht geschickt.
Herzlich-
Die Sternfrau


_________________
MIRACLES are real- WUNDER sind normal!


Nach oben
  
 
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Sa Mai 16, 2009 11:30 pm 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: Do Okt 05, 2006 10:54 am
Beiträge: 171

Auch wenns ja meine Resonanz ist, ich hatte trotzdem das Gefühl, ich schicks Flocke erstmal privat mit Anfrage, obs ok ist für sie, das zu veröffentlichen. Hab ich jetzt.

Das kam damals:


Wenn ich mir so eine Situation erschaffen hätte, dann, weil die Berechnung, das wechelseitige Benutzen und Projizieren, das Klammern und Nehmen, das dann immer als Liebe gelabelt wird, und das ich früh als offenbar normal in Beziehungen hier erkannt habe, meinen Geist und meine Seele beleidigt. Mir fehlt die Reinheit darin. Irgendeine niedere, persönliche Absicht, diese Forerung, ass Bedürfniss erfüllt weren sollen usf. ist immer darin und die enttäuscht mich früher oder später. Und es ist fundamental. Es sind nicht nur einige Menschen. Früher oder später habe ich das erkannt als " Generelle Bedingungen für langanhaltende Beziehungen auf Planet Erde". Es ist wie ein Virus, es betrifft alle und alle rutschen da auch immer wieder rein, sobald sie sich in Beziehungen begeben. Wirkliche Bedingungslosigekit, Nähe, Tiefe, Nahrung und Freiheit gibt es hier in Beziehungen immer nur bedingt. Daher bleibe ich in meinem Raum, da ich das dort zumindest wie eine Erinnerung halten kann und es nicht gestört wird.


hERzLÖSUNG: Ich erkenne meinen Widerstand dagegen, geboren worden, in diese Familie geboren worden zu sein und einen Körper zu haben. Ich vergebe mir, dass ich geboren wure, das ich in diese Famile geboren wurde und dass ich einen Körper habe.
Ich vergebe mir meinen Widerstand gegen Körper, Leben, Erde. Und meien Widerstand gegen die Unvollkommenheit Anderer, meiner eigenen, der Erde, den Bedingungen hier und von Gott ( Spirit, Quelle, Uni.....) Ich vergebe mir, dass ich glaube, das was mir kostbar ist, zu verlieren, wenn ich in Vollkontakt gehe. Ich vergebe Gott und mir selbst, dass wir beschlossen haben, dass ich hiersein soll. Ich akzeptiere den tiefen Schmerz und bin heute bereit, nicht mehr persönlich zunehmen,was Andere getan oder noch vielmehr unterlassen haben.

Ich bin im Frieden mit meinem Anderssein, dem Leben, dem Umstand dass ich einen Körper und diese Familie habe und JETZT auf der Erde bin.
ich bin bereit, mir den Sinn zeigen zu lassen und Sinn für andere zu sein.
Ich erkläre mich bereit, alles was in diesem meinem inneren Raum ist, in Beziehungen hineinfliessen zu lassen, vielleicht nur energetisch, um zu sehen, was passiert und auch um zu sehen, ob sich dadurch ein Schlüssel für ein Hiersein ergibt.
Ich bin bereit, als Erwachsene nochmal geboren zu werden aber diesmal freiwillig.

Herzlich-
Die Sternfrau


_________________
MIRACLES are real- WUNDER sind normal!


Nach oben
  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 12 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.

Suche nach:
Gehe zu: