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 Betreff des Beitrags: Aggression hoppen
BeitragVerfasst: Mi Mai 20, 2009 12:26 pm 
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Registriert: Mo Jul 23, 2007 2:16 pm
Beiträge: 23
Hallo Zusammen,

ich weiß nicht mehr was ich tun soll..mein Freund hat sehr viele schwerwiegende Probleme und man kann helfen wie man will es kommt IMMER wieder was Neues hereingeflattert was ihn niederdrückt (stimmungsmässig und dann wird er auch aggressiv)..kaum glaubt man man ist übern Berg kommt wieder was ..unerwartet grosse Reparatur, Auto kaputt, Versicherungssachen etc..es ist tatsächlich regelrecht immer ein KReislauf ..etwas nettes gutes passiert und 2-3 Tage drauf kommt ein Dämpfer !! Das lässt ihn wütend werden und teilweise auch aggressiv ..auch mir gegenüber in weiterer Folge ..das geht dann soweit dass er nichts mehr mit mir spricht (wie im Moment) mich abweist und irgendwie hab ich dann sogar Schuldgefühle ..schwebe in der Luft weiss nicht was ist und es zerreisst mir das Herz ! Ich bin dann auch Energielos in der Arbeit und verliere die Freude an allem! Denn ich liebe ihn so sehr und das tut mir alles so unendlich weh :cry:
Ich habe immer beim Meditieren die "Eingabe" dass die Aggression das Grundübel ist .....kann mir hier das jemand hoppen ich kann das nämlich noch nicht !?
Ich glaube auch wenn das aufgelöst ist dann würde unsere Beziehung auch schön sein und sorgenfrei !

Ich danke Euch schon jetzt von Herzen !
DANKE


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BeitragVerfasst: Do Mai 21, 2009 4:19 pm 
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Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
Beiträge: 2693
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Seine Agression ist das Grundübel? Verstehe ich nicht.
Ich würde mal weniger auf ihn schauen, sondern mehr auf mich und dafür sorgen, dass es mir gut geht. Ich weiß, wovon ich rede, mein Freund hat auch so seine Tiefs und Hoch, und dann nehme ich meistens eine Auszeit und tue mal schöne Dinge für mich. Diese Dinge passieren ihm wahrscheinlich um dir was zu zeigen. Das klingt hart, ich weiß. Ich denke, man kann nur einem anderen "helfen", wenn man sich selbst geholfen hat und im Einklang mit sich ist. Dann können einen auch die Probleme der anderen nicht aus der Bahn werfen. Also bei mir ist das so. Mich ärgert sicherlich auch das eine oder andere, aber ich weiß, das hat mit mir zu tun. Und wenn ich diesen "Ärger" rausgelassen habe, geht es mir auch wieder gut. Es braucht zwar hin und wieder seine Zeit, bei mir dauert es meistens aber nicht länger als einen Tag, inzwischen. Früher habe ich da länger dran zu knabbern gehabt.
Achso, und Ärger rauslassen geht am besten durch körperliche Aktivitäten, Alleinsein, Spazieren gehen oder mit jemand Unbeteiligten reden, vielleicht auch aufschreiben. Das hilft mir immer.

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Alles Liebe
Martina
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Um klar zu sehen, genügt oft ein Wechsel der Blickrichtung.
(Antoine de Saint-Exupéry)
Bewusstsein ist der Schlüssel ... für Auflösung und Veränderung.


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BeitragVerfasst: Do Mai 21, 2009 5:04 pm 
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Registriert: Mo Mär 16, 2009 5:35 pm
Beiträge: 723
Wohnort: Bayern
Na dann mal losgehoppt:
Wenn ich der Mann wäre, warum wäre ich so aggressiv? Ja, da ist die Frau, die mir alles abnimmt und mich da in meiner männliche Kraft behindert. Ich fühl mich einfach kastriert. Mit jedem Mal, wenn was schief geht und sie versucht, mir meine Gefühle abzunehmen, kastriert sie mich ein Stück mehr. Da werde ich wütend, die Wut muss raus und ich erschaffe mir immer mehr Situationen die mich wütend machen. Ich fühl mich total hilflos, ich kann ihr nicht klarmachen, dass meine Wut rausmuss, ich muss das immer alles unterdrücken und die Flut in mir steigt bis sie explodiert.
Wenn ich das in mein Herz nehme und sage: Ich liebe Dich, ich verzeihe mir, es tut mir leid und ich liebe mich trotzdem dann kann ich meinen Mann stehen ohne mir ständig neue Situationen zu schaffen für meine Wut, die meine Männlichkeit unter Beweis stellt. Dann kann ich sehen, dass ich es nicht nötig habe auf Umwegen meine Männlichkeit zu leben, ich kann das direkt tun und auch meine weiche, vergebende Seite zeigen, meine ganze Zärtlichkeit

Wenn ich die Frau wäre, warum hätte ich mir einen Mann gesucht, der aggressiv ist? Weil ich meine eigenen männlichen Anteile in mir spüre und so nicht sein will. Ich will nicht dominant sein, nicht wütend und aggressiv. Das müssen andere für mich erledigen. Nur so kann ich in meiner Rolle bleiben, weiblich und friedlich zu sein. Wenn ich das in mein Herz nehme und sage: Ich liebe Dich, ich verzeihe mir, es tut mir leid und ich liebe mich trotzdem, kann ich meine eigene Wut sehen und leben und brauche die Verantwortung nicht mehr an andere abgeben. Dann kann ich sehen dass mein Mann mir Bequemlickeit verschafft hat mit seinem Verhalten und mir geholfen hat mich selbst zu belügen. Ich sehe den Weg heraus, indem ich zu meiner eigenen Aggression stehe.

goldstaub

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Umso besser es wird, desto besser wird es.


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BeitragVerfasst: Do Mai 21, 2009 5:32 pm 
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Registriert: Sa Jun 18, 2005 9:31 am
Beiträge: 2693
Wohnort: Bremen
goldstaub hat geschrieben:
Na dann mal losgehoppt:
Wenn ich der Mann wäre ....
goldstaub


Wärst du gerne einer? :wink:

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BeitragVerfasst: Do Mai 21, 2009 5:46 pm 
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Registriert: Mo Mär 16, 2009 5:35 pm
Beiträge: 723
Wohnort: Bayern
Hallo Martina,
wenn du nicht mithoppen willst halt Dich halt raus. Aber lass einfach Deine überflüssigen Statements..
..so erleuchtet wie Du bist, hast Du das doch gar nicht nötig...
goldstaub

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Umso besser es wird, desto besser wird es.


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BeitragVerfasst: Do Mai 21, 2009 5:57 pm 
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Bin ich erleuchtet?

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BeitragVerfasst: Do Mai 21, 2009 6:06 pm 
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Registriert: Mi Mär 30, 2005 4:22 pm
Beiträge: 3830
martina hat geschrieben:
Bin ich erleuchtet?


mönsch Martina.. was isn los?

Langeweile?

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irgendwo sind wir alle eins..


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BeitragVerfasst: Fr Mai 22, 2009 9:27 am 
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Registriert: Mi Mär 21, 2007 10:45 am
Beiträge: 230
Huhu.

mal wieder ein superwichtiges Thema: Männer und Aggression. Also:

wenn ich dieser Mann wäre, dann würde ich mich über jede Kleinigkeit so aufregen, weil ich viel zu viel gebe. Ich kümmere mich aufopferungsvoll um alle möglichen Sachen bei anderen, die mich oft gar nichts angehen. Dafür habe ich dann keine Puste mehr, mich um meine eigenen Probleme zu kümmern. Und rege mich dann auf, da das blöde Universum mir dauernd scheibare Scherereien macht.
Nehme ich es in mein Herz, dann brauche ich zuerst Mal Ruhe für mich. Ich tanke Kraft und sehe, dass ich mich viel zu sehr verzettele, um lieb und nett zu allen zu sein. Also bin ich nun zuerst Mal lieb und nett zu mir, indem ich auch manchmal Grenzen setze und Nein sage!

Wenn ich eine Frau mit diesem Freund wäre, dann würde ich Aggression überhaupt ablehnen. Das kommt ja schonmal gar nicht in die Tüte. Vor allem verkneife ich mir selbst, dass ich Wut überhaupt zeige. Da ich aber natürellement manchmal wütend bin, ist die Wut ja da. Mein Freund lebt diese Wut dann stellvertretend für mich, muss also seine eigene Wut leben + meine eigene. Kein Wunder, dass dies manchmal zuviel ist.
Nehme ich es in mein Herz, dann sehe ich, dass Aggression was ganz normales ist, und ich sie auch leben darf und kann. Je mehr ich sie lebe, um so weniger bürde ich sie meinem Freund auf. Dann streiten wir uns zwar manchmal heftig, aber das ist wie ein Gewitter, das reinigt, und dabei sagen wir uns auch mal echt die Meinung und verstehen uns nachher viel besser als vorher. Und ich bin kein Opfer mehr, und er kein schuldbehafteter Täter. Im Grunde sollte ich also wie der Freund einfach mal Nein sagen. Wir haben also das gleiche Thema, ist das nicht witzig?

Manfred


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