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BeitragVerfasst: Mo Apr 06, 2009 6:26 pm 
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Registriert: Mo Mär 06, 2006 9:33 am
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Hallo,
schon wieder was "Neues" von mir ...
aber mir ist in letzter Zeit etwas wirklich extrem an meinem Leben aufgefallen, was sich von Klein an bis heute wie ein roter Faden durch mein Leben zieht ...
und da es mit meinem Ursprung und Herkunft, bzw. Urvertrauen zu tun hat, passt es glaube ich sehr gut zum Hoppen.

Ich bringe mich mein Leben lang, sei es durch Vereine, Bekannte, ect. aber auch Arbeitsstellen, immer und immer wieder in die Situiaton, dass ich erst voll gern und total in Freude entflammt dabei sein möchte, da arbeiten will ect. , um dann bald drauf zu kommen, dass ich ja viel lieber daheim, in meiner gewohnten Umgebung bin ... und wenn ich dann gekündigt habe, das Hobby aufgehört habe ect., dann macht sich in mir so eine wahnsinns Erleichterung breit, puuuh Gott sei Dank bin ich raus hier, daheim ist es ja doch am schönsten ...
bis sich dann schon bald die so bekannte Sehnsucht einstellt nach dem Leben da draussen, sei es Hobby, Arbeit ect.
Was "treibe" ich da in meinem Inneren für ein Spiel? und wie kann ich es hoppen?
Danke für Eure Hilfe
Emily


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BeitragVerfasst: Mo Apr 06, 2009 8:50 pm 
Hallo liebe Emily,

meines Erachtens liegt es daran, dass Du Deine Balance nach dem Äußeren richtest. Verlagere die ganzen Dinge in Dein Inneres. Da ist der Grund. Vertraue mehr Deiner inneren Stimme. Diese wird Dir ganz genau antworten. Nämlich wo Deine wirkliche Freude von der Seele aus liegt.

Dann wirst Du wahrscheinlich - wäre möglich - vieles absagen und Dich nur dem zu wenden, was Dich glücklich macht und Dir ein Wohlgefühl gibt. Dann bist Du auf dem Weg zu Dir :)

Sozusagen das beste Abenteuer wo gibt. Ich kenne dieses Phänomen, im Äußeren zu wirken. Das ist ganz kurzzeitig und verschwindet sehr schnell bzw. macht unwohl.

Wie Abraham so schön sagen: Das Wichtigste ist, dass Du Dich gut fühlst, das kommt immer von innen. Und was das Handeln angeht, mit Deiner innerern Stimme kannst Du inspiriert handeln. Dann bist Du getragen.

Die Seele wartet nur darauf, dass sie Dich tragen darf, bzw. Du es ihr erlaubst.

LG

Amora


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BeitragVerfasst: Mo Apr 06, 2009 9:44 pm 
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Registriert: Mo Apr 30, 2007 6:51 pm
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Wohnort: Düsseldorf
Emily, das ist einfach eine Typ-Frage. In unserer Gesellschaft wird auf Menschen, die bei keiner Sache lange bleiben, immer herabgeschaut, da sie fälschlich als oberflächlich eingeschätzt werden. Dabei haben sie einfach nur Stärken, die in einem anderen Bereich liegen.
Sehr intensiv hat sich mit diesem Phänomen, welches übrigens alles andere als selten vorkommt, die Autorin Barbara Sher befaßt. Sie prägte den Begriff "Scanner" für diesen Menschentypus. Wenn du Lust hast, lies mal ihr Buch "Du musst dich nicht entscheiden, wenn du 1000 Träume hast", wahrscheinlich wirst du dich darin wiederfinden und nach der Lektüre begriffen haben, daß du keineswegs auf dem falschen Weg bist, sondern lediglich auf einem anderen!

_________________
In diesem Spiegelkabinett siehst du eine Menge Dinge. Reibe dir die Augen! Nur du allein bist da.
(Rumi, Das Lied der Liebe)


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 Betreff des Beitrags: Oh, vielen Dank ...
BeitragVerfasst: Di Apr 07, 2009 10:05 am 
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Registriert: Mo Mär 06, 2006 9:33 am
Beiträge: 53
Wohnort: Österreich
... und das Buch werde ich mir gleich mal besorgen; der Titel allein spricht mich ja schon an!
Emiliy


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BeitragVerfasst: Fr Apr 10, 2009 4:16 pm 
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Registriert: Mi Mär 21, 2007 10:45 am
Beiträge: 230
Hallo Emily,
wenn ich mir solche Situationen in meinem Leben erschaffen würde, dann wäre das, weil ich mich über das Tun definiere. Je mehr ich tue, je tollere Sachen ich tue, je mehr ich für andere tue, umso mehr (denke ich) bin ich gut, anerkannt oder liebenswert. Tue ich dann nichts, komme ich mir nutzlos vor und dann beginnt das Spiel von vorn.

Wenn ich diesen Teil, der sich so verhalten würde, in mein Herz nehme, dann kann ich mich besser aushalten, ohne etwas zu tun (Puh, das fällt erstmal sehr schwer), das geht dann immer leichter, bis ich ganz zufrieden mit dem bin, was ich bin, auch wenn ich nichts tue. Plötzlich fühle ich mich dann völlig frei, und beginne auch plötzlich, Dinge zu tun, aus purer Freude, weil ich es gern tue. Nicht mehr aus dem Zwang heraus, etwas tun zu müssen.

Liebe Grüße
Manfred


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BeitragVerfasst: Fr Apr 10, 2009 6:38 pm 
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Registriert: Do Sep 13, 2007 10:31 pm
Beiträge: 1749
Ich sehe es auch so, wie Manfred und kenne es sogar von mir.
Im Grunde versuchte ich andere mit meinen Tätigkeiten zu beeindrucken, mein versorgtes Dasein zu rechtfertigen. Und vor lauter Rechtfertigungsaktionen bleibt mir kein Platz für das, was mir wirklich Freude macht und mir wirklich entspricht.

Frag dich doch mal bei den einzelnen Tätigkeiten, warum du sie machst. Warum? Was versprichst du dir davon? War für mich äußerst interessant, was dabei rauskam.


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 Betreff des Beitrags: Ja, es stimmt ...
BeitragVerfasst: So Apr 12, 2009 10:07 am 
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Registriert: Mo Mär 06, 2006 9:33 am
Beiträge: 53
Wohnort: Österreich
Hallo an Euch,
es stimmt wirklich, ich "muss" von Klein an sogar mein Dasein rechtfertigen;
... darf ich Euch gerade mal so ehrlich in kurzen Worten meine Geschichte erzählen ...
"schon bevor ich kam, sollte ich dringenst ein Sohn sein - ich wurde als fünftes Mädchen nicht mal angeschaut; um dann doch aktzeptiert zu werden; dann sollte ich Problemlöser und Partnerersatz sein meine Kindheit hindurch;
um dann immer und immer wieder darauf aufmerksam gemacht zu werden, dass ich so nicht passe, wie ich bin ... - egal was ich tat als Kind und Jugendliche, ich war "falsch" programmiert in den Augen vieler Menschen um mich ...
bis ich eines Tages anfing, wirklich nicht mehr richtig zu sein ... ich wurde so wie mir immer gesagt wurde - ich lebte das schwarze Schaf der Familie in vollen Zügen ... und dies blieb mir bis heute ins weite erwachsenen sein hinein.
Obwohl ich heute eine sehr schwere Aufgabe leiste tag täglich - ich pflege mein schwer behindertes Kind ... und habe noch "mehr" Familie ...
wir haben es echt nicht leicht, schon über ganz viele Jahre hinweg, und trotzdem LIEBE ich das Leben; wir machen es uns toll und so schön wie möglich; aber mir wird immer noch gesagt, dass ich versage bei der Erziehung meiner Kinder; dass ich zu faul bin, weil ich NUR DAHEIM BIN ...
ect.
Das Schlimmst für mich darin ist oft gewesen, und heute noch, das Menschen (enge Bezugspersonen) - und nicht wenige, immer schon so schlecht über mich reden, herziehen ... und ich immer das Gegenteil beweisen wollte, ich wollte nur gemocht werden, angenommen sein, weil ich all diese Menschen mag und ihnen Gutes wollte ...
(eine beteiligte Person meinte mal, die haben dich Jahre lang, wie eine Aussetzige behandelt, nur wei du andere Lebensansichten hattest ... - meine Lebensansichten sind, Toleranz auf der Welt, Nächstenhilfe, Akzeptanz und Respekt vor allen Menschen, Kulturen, Rassen, Lebewesen, Natur, Erde ... ect. - ich bezeichne mich schon als exotischer Mensch im Denken, als Künstler, Esoteriker, Abenteurer, aber auch Heimchen am Herd - von allem Etwas - für meine Kinder wünsche ich mir ein Leben, wie in Bullerbü ... - das bin ich kurz gesagt!)
Ich war schon oft sehr kraftlos, weil alles so mühevoll ist, und ich immer auf der Suche bin nach Lösungen für alles und jeden, und ich selber ja dabei auch nicht auf der Strecke bleiben soll ...
ich will auch noch meine Träume leben; aber was sind genau meine Träume....
ich habe einige Therapien gemacht ... viel über Esoterik, die Seele ect.
gelesen ...
und ich bin mir sicher, dass ich auf einen sehr guten Weg bin; da einfach mein Selbstwert in den letzten Jahren um einiges grösser geworden ist.
ich mag mich und meine Ideen, sehr sogar; ich liebe mein Leben, und ich bin stolz auf meine eigene kleine Familie.
am meisten stolz bin ich drauf, dass ich (wir) anders sind, nicht immer zu allem ja und Amen sagen;
ich bin stolz drauf, dass ich noch träume habe ...
aber ich will eben zuviel auf einmal; manchmal wünschte ich mir, ich könnte etwas bescheidener sein, würde mir mehr inneren Frieden und Ruhe bringen; daran arbeite ich gerade am meisten.
Als ich nun Eure Antworten las, also überhaupt die letzten Beiden, wurde mir mehr denn je bewusst, dass es einfach die alten Themen sind, die mich absolut bremsen - meine Lebensaufgabe, dies zu lösen.
Schönen Ostersonntag und dankeschön für Eure Aufmerksamkeit, war das erste mal für mich, dass ich zwar in der Anonymität, aber doch in der Öffentlichkeit so ehrlich antworte ... - tut auch ganz gut.
Emily


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